Kribbeln im Hals

Wenn es kitzelt und juckt, kribbeln im Hals kann äußerst nervig sein. Weltweit kämpfen fast 40% der Bevölkerung mit dem Leitsymptom Husten. Hierbei handelt es sich um den häufigsten Grund, warum Patienten einen Mediziner aufsuchen. Unter einem Hustenreiz versteht man in der Regel einen Schutzreflex. Dieser tritt  in Kraft sobald die Bronchien oder die Luftröhre gereizt sind.

Kommt es demnach zu einem Kribbeln im Hals und daraufhin zum Hustenreiz steht Letzteres nicht für ein Krankheitsbild, sondern ist eher als Symptom einer Erkrankung zu sehen. Bis zu einem gewissen Grad ist ein Husten sogar normal  und wird von Betroffenen daher nicht sofort als Warnsignal gesehen. Der Übergang zu einer ernstzunehmenden Krankheit ist allerdings fließend.

Ein Kribbeln im Hals mag zwar nicht lebensbedrohlich sein, dennoch empfinden viele Betroffene dieses als ungemein störend. Ständiges Räuspern, wie Husten ist dann die Folge, um das Kribbeln endlich aus dem Rachenraum zu verbannen. Viele Betroffene lutschen dann Hustenbonbons, denn Kräutermischungen, wie Salbei, Kamille und Co lindern häufig das Kratzen im Hals und verschaffen wenigstens zeitweise Linderung.

Gerade im Winter, wenn die Heizung für eine trockne Raumluft sorgt, leiden viele an einem Kribbeln, wie Kratzen im Rachenraum. In diesem Fall kann es helfen die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, indem vor dem Schlafengehen noch einmal gut gelüftet wird. Auch eine Schüssel Wasser auf der Heizung aufgestellt, sorgt für Linderung.

Was verursacht Kribbeln im Hals und somit Husten?

Kribbeln im Hals und somit Husten zählen zu den unspezifischen Symptomen. Demnach kann ein Hustenreiz von ganz unterschiedlichen Organen, wie Gewebearten ausgelöst werden. Die Ursachen sind somit sehr breit gefächert. Der Hustenreflex dient der Freihaltung, wie der Reinigung der Atemwege. Auf diese Weise soll die Lungenfunktion gesichert werden.

Kommt es also zum Kribbeln im Hals und somit zu einem Hustenreflex kann die Lunge das Zentrum des Entstehens sein. Mediziner sprechen in diesem Fall von einer pulmonalen Ursache. Kommt es also durch das Kribbeln im Hals zu einem zu einem akuten Husten kann eine Lungenentzündung, eine Brustfellentzündung oder gar eine Lungenembolie vorliegen. Zu den sogenannten pulmonalen Auslösern eines chronischen Hustens zählen außerdem der klassische Raucherhusten, Asthma bronchiale, sowie Verlegung der Atemwege durch Fremdkörper.

Auslöser, die sich hingegen außerhalb der Lunge befinden und durch Kribbeln im Hals einen Husten verursachen, können typische grippale Infekte, eine Mandelentzündung oder auch eine Vergiftung sein. Spricht der Experte außerdem von extrapulmonalen Auslösern eines chronischen Hustenreizes meint er in diesem Fall entweder eine Entzündung der innersten Schicht im Herzen, Sodbrennen oder auch Nebenwirkungen diverser Arzneien.

Tritt ein Kribbeln im Hals und damit ein Husten während einer Erkältung auf, wird dieses Symptom meist von weiteren Symptomen begleitet. So kommt es, zum Beispiel, gleichzeitig Kopf- und Gliederschmerzen, Schwächegefühlen, Schüttelfrost, Halsschmerzen und Schnupfen. In der Regel ist dieses Kribbeln im Hals samt der anderen Symptome meist nach maximal zwei Wochen ausgestanden.

Wie kann ein Kribbeln im Hals behandelt werden?

  1. Grippale Infekte mit Hausmittel behandeln

Ein grippaler Infekt beginnt oftmals mit einem unangenehmen Kribbeln im Hals. Alsbald machen sich dann meist Husten, Schnupfen, wie Halsschmerzen bemerkbar. In vielen Fällen ist jetzt nicht zwingend ein Arztbesuch von Nöten, denn Erkältungen lassen sich auch heute noch hervorragend mit Hausmitteln in den Griff bekommen. Eine Inhalation mit Kräutermischungen oder auch mit einer einfachen Kochsalzlösung wirken hier oftmals schnell kleine Wunder. So gilt es lediglich ein Handvoll Kräuter oder auch ein paar Tropfen ätherisches Öl mit heißem Wasser zu übergießen und den Dampf einzuatmen. Salbei und Kamille beruhigen die Atemwege und so lässt dann auch alsbald das Kribbeln im Hals nach und der Hustenreiz wird gelindert.

  1. Eibischhustentee oder Eibischhustensirup gegen Kribbeln im Hals

Im Eibisch finden sich sogenannte Schleimstoffe. Diese legen sich wie ein Schutzfilm über die Atemwegsschleimhäute. Das Kribbeln im Hals lässt spürbar nach und gleiches gilt ebenfalls für den Hustenreiz.

  1. Quarkwickel gegen Kribbeln im Hals und Husten

Quarkwickel wirken entzündungshemmend, kühlend, schmerzlindernd und abschwellend. Vor allem, wenn eine Mandelentzündung für das Kribbeln und die Schmerzen im Hals verantwortlich sind, kann ein solcher Wickel helfen. Es gilt lediglich eine Mullkompresse aufzufalten und diese fingerdick mit Quark zu bestreichen. Anschließend wird die Kompresse wieder zusammengelegt und um den Hals gelegt. Der Quarkwickel kann so lange am Hals gelassen werden bis die Masse ausgehärtet ist.

Wenn Kribbeln im Hals durch Allergene ausgelöst wird

Nicht immer steckt hinter dem Kribbeln im Hals aber gleich eine Erkältung oder eine Mandelentzündung. Viele Menschen haben mit einem Kribbelgefühl im Rachenraum zu kämpfen, wenn sie an einer Allergie leiden. Vor allem Allergene, wie Tierhaare, Hausstaub oder Pollen lösen häufig ein Kribbeln im Hals aus und werden als sehr unangenehm empfunden.

In diesem Fall kann es natürlich helfen den Allergenen aus dem Weg zu gehen, wenn möglich. Des Weiteren kann es ebenfalls hilfreich sein, wenn die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöht wird, denn gerade trockne Heizungsluft fördert das Kribbeln und Kratzen im Hals noch zusätzlich. Außerdem gibt es aber auch verschiedene Arzneien, die in diesem Fall eingesetzt werden können.

Wenn Sodbrennen ein Kribbeln im Hals auslöst

Leinsamen kann bei Sodbrennen und demnach auch bei Kribbelgefühlen im Hals helfen. Auch Leinsamen enthält Schleimstoffe, die sich bei Einnahme schützend auf die Schleimhaut legen und auf diese Weise das Kribbeln, wie Sodbrennen lindern. Im gleichen Zuge kann aber auch Kamillentee hier sehr wirkungsvoll sein, denn dieser beruhigt die Magenschleimhaut, wie den Hals und vermindert die Säureproduktion.

Fazit: In der Regel ist ein Kribbeln im Hals harmlos. Da dieses aber häufig von einem Hustenreiz begleitet wird, kann dies auch als sehr störend empfunden werden. Durchaus kann dieses Kribbelgefühl aber ebenso nicht mit einem grippalen Infekt in Zusammenhang stehen, sondern auf eine andere Erkrankung hindeuten. Demnach gilt es einen Mediziner aufzusuchen, wenn neben dem Kribbeln im Hals auch Fieber, Atemnot oder ein Auswurf hinzukommt. Gleiches gilt ebenso bei einem Hustenreiz, der sich nicht bessert, sondern immer schlimmer wird.

Auch bei einer Allergie kann es außerdem nicht nur zu einem Kribbeln im Hals kommen oder zu einem Husten, wie Schnupfen. In manchen Fällen kann eine Allergie auch in stärkerer Form ablaufen, so dass zum Kribbeln im Hals auch noch Hautrötungen, Erbrechen, Hitzegefühle, Übelkeit oder gar ein Kreislaufzusammenbruch hinzukommen. Tritt Letzteres ein, Sprechen Experten hier von einem anaphylaktischen Schock, den es unverzüglich zu behandeln gilt.

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