Augentropfen gegen rote Augen

Rote, brennende, wie juckende Augen oder aber ein unangenehmer Druck, der sich hinter den Augen breit macht, kennen viele. Nicht immer steckt hier gleich eine ernstzunehmende Erkrankung hinter den Beschwerden. Ganz im Gegenteil häufig handelt es sich eher um fehlende Tränenflüssigkeit, die dann dafür sorgt, dass das Auge brennt, juckt und rot wird.

Außerdem können ebenso Allergien für die Beschwerden verantwortlich sein. Ursachen für rote Augen finden sich viele und gleiches gilt ebenso für diverse Präparate, die Linderung verschaffen. Augentropfen gegen rote Augen finden sich in Apotheken mit zahlreichen unterschiedlichen Wirkstoffen. Unterschieden wird hier außerdem zwischen Augentropfen mit, wie ohne Rezept.

Was verursacht rote Augen?

Weiten sich die Gefäße im Auge und werden demnach stärker durchblutet, führt dies zu roten Augen. So erscheint das Augenweiß roter als gewöhnlich. So kann diese Rötung einseitig, wie beidseitig auftreten. Wie bereits erwähnt, müssen rote Augen nicht zwingend mit einer ernsten Krankheit in Zusammenhang stehen. Unter Umständen handelt es sich hier um eine Blutung unter der Hornhaut, die von Ärzten auch als Hyposphagma bezeichnet wird.

Vor allem die vorderste Hornhautschicht und somit das gesamte Auge werden beständig mit Tränenflüssigkeit benetzt. Diese ständige Flüssigkeitszufuhr sorgt dafür, dass die Augen feucht bleiben und kleine Staubpartikel aus dem Inneren hinausgespült werden. Kommt es demnach zu, zu trocknen Augen, kann auch dies dazu führen, dass die Augen jucken und rot werden. Durch lange Bildschirmarbeit, zu trockner Luft im Raum oder auch durch den Einsatz von Klimaanalagen entstehen oftmals trockne Augen.

Ebenso können auch Entzündungen rote Augen verursachen. Dazu zählen eine Hornhautentzündung, die Bindehautentzündung, eine Entzündung der Lederhaut, aber auch eine Lidhaut- oder Lidrandentzündung. Auch Allergien, sowie Heuschnupfen führen oftmals dazu, dass Betroffene mit roten Augen zu kämpfen haben. Gleiches gilt auch für den Grünen Star, welcher von Experten als Glaukom bezeichnet wird. Bei dieser Erkrankung kommt es zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks, welcher unverzüglich behandelt werden muss, da es ansonsten zu einer Ablösung der Netzhaut und zu einer Schädigung des Sehnervs kommen kann.

Welche Symptome treten bei roten Augen noch auf?

Zahlreiche verschiedene Ursachen finden sich bei roten Augen. Einige Symptome sind hier klassisch für bestimmte Erkrankungen. Andere hingegen treten stets zusätzlich zu den roten Augen auf. Werden rote Augen demnach durch eine zu trockne Bindehaut hervorgerufen, jucken oder brennen diese meist auch. Betroffene reiben sich jetzt meist automatisch die Augen und verschlimmern damit oftmals die Beschwerden. Somit gilt es dies besser zu vermeiden.

Hat sich die Struktur des Auges hingegen entzündet, kann es neben der Rötung des Auges ebenfalls zu einer Schwellung, zu Juckreiz, zum Brennen oder zu einem Fremdkörpergefühl kommen. Durchaus ist es möglich, dass auch das Augenlid anschwillt und sich Schmerzen breit machen. Im schlimmsten Fall kann sich die Entzündung ausbreiten und sogar Sehstörungen verursachen. Kommt es hingegen vor allem am Morgen zu verklebten und feuchten Augen, spricht dies für eine virale oder bakterielle Entzündung.

Treten dagegen plötzlich starke Schmerzen im Auge auf, kann dies auf einen Glaukom-Anfall sprechen. Innerhalb weniger Stunden kann es hier im Gleichklang zu einer Verschlechterung der Sehfähigkeit kommen. Kopfschmerzen, Übelkeit, wie Erbrechen treten ebenfalls auf.

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Rezeptfreie Augentropfen gegen rote Augen

Die Hyaluronsäure gehört zu den rezeptfreien Augentropfen. Dieser Wirkstoff gilt als feuchtigkeitsspendend und kann vor allem bei zu trocknen Augen helfen. Jucken, brennen und röten sich die Augen demnach durch Schlafmangel, durch langes Arbeiten vor dem PC oder durch zu trockne Luft können diese Augentropfen gegen rote Augen helfen.

Auch Tetryzolin ist in den Apotheken ohne Rezept erhältlich. Diese Augentropfen können die Rötung lindern und eventuelle Schwellungen nehmen ab. So führen diese Wirksubstanzen dazu, dass die Blutgefäße sich verkleinern, so dass die Rötung der Augen wieder zurückgeht.

Gegen rote Augen helfen außerdem ebenso antiallergische Augentropfen, wie Antazolin und Levocabastin. Diese Tropfen bezeichnet man auch als Antihistaminikum. Ihre Wirkungskraft beruht darauf, dass das körpereigene Histamin, welches für den Juckreiz verantwortlich ist, reduzieren.

Rezeptpflichtige Augentropfen gegen rote Augen

Zu den rezeptpflichtigen Augentropfen zählen Mittel, die Kortison, Antibiotika oder schmerzhemmende Wirksubstanzen, wie Diclofenac enthalten. So kommen Kortison-haltige Augentropfen meist zum Einsatz, wenn Entzündungen für rote Augen sorgen. Diese Tropfen dämmen die Entzündung ein und verhindern, dass die Bakterien sich weiter ausbreiten.

Auch Antibiotika-haltige Augentropfen, wie Chloramphenicol oder Ofloxacin helfen hier. Handelt es sich hingegen um eine virale Entzündung werden meist Augentropfen mit der Wirksubstanz Aciclovir verschrieben. Auch zur Behandlung des Grünen Stars werden in der Regel verschreibungspflichtige Augentropfen verabreicht. So kommen hier Mittel zum Einsatz, die die Tränenflüssigkeit vermindern.

Fazit: In vielen Fällen kämpfen Betroffene mit roten Augen, weil nicht genügend Tränenflüssigkeit produziert wird. Trockene Luft, langes Arbeiten am Bildschirm, sowie der Einsatz von Klimaanlagen bekommt den Augen nicht gut. Ebenso haben aber auch viele Allergiker im Frühjahr bereits mit roten Augen zu kämpfen. Hyaluronsäure, sowie antiallergische Augentropfen gegen rote Augen können hier helfen. Treten hingegen neben den geröteten Augen noch weitere Symptome, wie Schmerzen auf, gilt es stets einen Arzt aufzusuchen. Auch hinter roten Augen kann eine ernstzunehmende Erkrankung stecken.

Augentropfen gegen rote Augen
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Autor: Robert Milan

Der Autor ist seit dem Jahr 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.

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