Schluckbeschwerden bei Demenz

Was passiert wenn Demenzkranke nicht mehr essen?

Bei Patienten, die an einer Demenz erkrankt sind, bleibt es oft nicht allein bei den Symptomen, die man in der Regel mit dieser Krankheit verbindet. Viele Menschen denken, dass sich eine Demenz vor allem auf das Erinnerungsvermögen eines Menschen auswirkt. Im Prinzip ist das zwar richtig, allerdings gibt es durchaus noch eine ganze Reihe weiterer Symptome, die sich im Alltag eines Patienten negativ bemerkbar machen. So auch Schluckbeschwerden bei Demenz.

Schluckbeschwerden bei Demenz
Schluckbeschwerden bei Demenz

Ein Beispiel für solche Erkrankungen sind etwa Schluckprobleme, die oft im Zuge einer Demenzerkrankung auftreten. Je länger ein Patient bereits unter dieser Krankheit leidet, desto schwieriger wird es für diesen Menschen oft, Nahrung selbst aufzunehmen. Solche Probleme sollte man als Pflegepersonal oder als Angehöriger so früh wie möglich erkennen, um ihnen entgegenwirken zu können.

Die wichtigsten Symptome, die im Zuge von Schluckproblemen auftreten, sind die Weigerung des Patienten, ein Glas Wasser zu trinken oder Nahrung aufzunehmen. Oft wird das darauf geschoben, dass der Patient einfach keinen Hunger oder keinen Durst hat. Allerdings kann es durchaus sein, dass der Erkrankte einfach unter Problemen beim Schlucken leidet und deshalb vermeiden möchte, Nahrung oder Getränke schlucken zu müssen.

Die wichtigsten Symptome für Schluckbeschwerden bei Demenz können einzeln auftreten, sind in manchen Fällen jedoch auch gleichzeitig zu beobachten. Dazu zählt etwa ein besonders langsames Essen des Patienten oder sogar die komplette Verweigerung der Nahrungsaufnahme, aber auch das Sabbern, Husten oder Würgen nach dem Essen ist ein gutes Zeichen für Schluckprobleme. Ein nass klingender Husten oder Essensrückstände im Mund deuten ebenfalls hin, dass der Patient unter solchen Problemen leidet.

In manchen Fällen treten Schluckprobleme nur für eine bestimtme Zeit auf, in anderen Fällen führen sie dazu, dass der Patient dauerhaft unfähig ist, zu schlucken. Zudem können sich derartige Probleme sehr schnell entwickeln. In diesem Zusammenhang sollte man zunächst klären, ob dafür organische Ursachen vorliegen, etwa Probleme mit Zahnprotesen, mit den Zähnen oder Verletzungen im Mundraum.

Derartige Ursachen lassen sich sehr gut behandeln. Wenn es hingegen zu neurologischen Ausfällen kommt, ist in der Regel ein Logopäde gefragt, der jedoch ebenfalls oft Abhilfe schaffen kann. Ein wichtiger Tipp ist es, dass man sich die Konsistenz von Speisen und Getränken merken sollte, die der Patient besonders leicht schlucken kann.

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Oft ist ein Brei besonders leicht zu schlucken, da man sich bei Getränken leichter verschlucken kann. Mit Hilfe spezieller Mittel lassen sich Speisen und Getränke sogar andicken, damit diese leichter aufgenommen werden können. Auf diese Weise ist es möglich, die Konsistenz herzustellen, die für den Patienten am einfachsten aufzunehmen ist.

Insgesamt sollte man also als Pflegepersonal ebenso wie als Angehöriger auf verschiedene Warnzeichen achten, die auf Schluckbeschwerden bei Demenz hindeuten. Wenn man mehrere solcher Warnzeichen beobachtet, sollte man Kontakt zum Arzt aufnehmen, der den Patienten dann eingehend untersuchen kann.

Zu den Warnzeichen zählen häufiges Husten beim Essen, das Verschlucken bei der Aufnahme von Flüssigkeiten oder Würgegeräusche beim Schlucken. Auch die Notwendigkeit, viel zu trinken, um einen einzigen Bissen hinunterzuspülen, ist ein mögliches Warnzeichen, ebenso wie die Tatsache, dass der Patient in seinen Wangen Nahrungsreste zurückbehält. Zu guter Letzt sollte man auch darauf achten, ob das Gewicht des Patienten abnimm

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Robert Milan

Robert Milan ist ein anerkannter Experte im Bereich der gesundheitlichen Ernährung und Nahrungsergänzung mit einer beeindruckenden Laufbahn, die bis ins Jahr 2005 zurückreicht. Durch seine langjährige Erfahrung als Medizinautor hat… More »

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