Wie wird Genitalherpes erkannt?

Wie wird Genitalherpes erkannt?

Zunächst handelt es sich beim Genitalherpes um eine ansteckende Viruserkrankung, die durch die Herpes-Simplex-Viren vom Typ 1 oder 2 ausgelöst werden. Hier können 70 bis 80 Prozent aller Fälle von Genitalherpes auf HSV-2 zurückzuführen werden, das überwiegend über den Geschlechtsverkehr übertragen wird.

HSV-1 ist für den weitverbreiteten Lippenherpes verantwortlich, was jedoch auch 20 bis 30 Prozent aller genitalen Herpesinfektionen verursacht. Bei jedem, der sich einmal mit Genitalherpes angesteckt hat, bleiben die Viren ein Leben lang im Körper. Die Viren verbleiben in den Nervenwurzeln und werden dann wieder aktiv, wenn das Immunsystem durch Stress, Hormonschwankungen oder durch eine akute Infektion geschwächt wird. Meist verläuft die Erkrankung ohne Beschwerden und viele Infizierte wissen aufgrund der milden Ausprägung nichts von ihrer Krankheit.

Frauen sind insgesamt etwas häufiger betroffen als die Männer. Doch wie wird Genitalherpes erkannt? Bei Personen, bei denen eine Ansteckung mit Genitalherpes erfolgt ist, treten meist nach drei bis 15 Tagen die ersten Symptome auf. So entstehen im Genitalbereich, im Bereich von Scheide, Vulva oder Penis sowie an angrenzenden Stellen schmerzhafte Bläschen, die meistens jucken und brennen.

Die Bläschen platzen nach einigen Tagen auf und gehen dann in kleinere Geschwüre über. Zudem kann es in einigen Fällen auch zu Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie zu Problemen beim Urinieren und zu einer Lymphknotenschwellung kommt.

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Die sogenannte Akutphase ist nach etwa drei Wochen wieder vorbei und die Geschwüre heilen ab. Die Symptome von Genitalherpes können sehr verschieden beziehungsweise variierbar sein. Einerseits kommt es zu ausgeprägten Schmerzen, andererseits kann die Erkrankung so leicht verlaufen, dass der Betroffene meist gar nicht bemerkt, dass er sich mit dieser Krankheit angesteckt hat.

Gerade Patienten, bei den sich die Bläschen an untypischen Stellen bemerkbar machen, wie beispielsweise am Gesäß oder im Analbereich, wissen oft nicht, dass es sich hierbei um Genitalherpes handelt. Der Herpes-Virus bleibt nach der primären Infektion zeitlebens im Körper und kann zudem jederzeit wieder aktiv werden.

Genitalherpes eine Geschlechtskrankheit?

Genitalherpes ist eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten der Welt bei den sich die Menschen beim direkten Sexualkontakt mit der Krankheit anstecken können. Ursächlich werden zur Behandlung von Genitalherpes bei dem Patienten wirksame antivirale Arzneimittel und symptomatische Maßnahmen eingesetzt.

Leider ist bislang eine dauerhafte Eliminierung der Viren nicht möglich. Für die Behandlung von Genitalherpes gelten die antiviralen Arzneimittel als erste Wahl. Denn diese Medikamente sind innerlich angewandt, direkt gegen den Herpes-Simplex-Virus. Vor allem werden hier Nukleosid-Analoga, wie Aciclovir, Valaciclovir und Famiciclovir eingesetzt sowie entsprechende Generika in Form von Kapseln oder Tabletten.

Medikamentöse Behandlung von Genitalherpes

Üblicherweise dauert die Therapie fünf Tage. Allerdings wurden in den vergangenen Jahren auch kürzere Therapieschemata vorgeschlagen und so kann die Dauer je nach Wirkstoff nur noch zwischen 1 bis 3 Tagen liegen. Durch die antivirale Therapie wird eine Linderung der auftretenden Beschwerden bewirkt sowie eine schnellere Rückbildung der Hautläsionen.

Ebenso führt die Einnahme zu einer verminderten Ausscheidung der Viren und zu einem tieferen Komplikationsrisiko. Es ist sehr wichtig, dass die Behandlung so für wie möglich stattfindet. Das heißt, wenn sich die Symptome gezeigt haben, so sollte die Behandlung innerhalb von 24 bis spätestens 48 Stunden erfolgen.

Genitalherpes - Wie wird der erkannt?
Genitalherpes – Wie wird der erkannt?

Sollte Genitalherpes sehr häufig wieder eintreten oder noch schwerere Symptome aufzeigen, so werden Antiviralia vorbeugend sowie kontinuierlich im Rahmen einer Suppressionstherapie während einer Dauer von 6 bis 12 Monaten eingenommen. Foscarnet ist bei Resistenten eine möglich Alternative, jedoch muss es parenteral verabreicht werden.

Umstritten ist jedoch die Einnahme von äußerlich angewandten antiviralen Arzneimitteln. Größtenteils werden sie in der wissenschaftlichen Literatur abgelehnt. Allerdings gibt es in den Apotheken die zugelassene Aciclovir-Creme, die 5-mal aufgetragen werden muss. Zudem gibt es die Penciclovir-Creme, die jedoch nur zu Behandlung von Fieberbläschen freigegeben ist.

Genitalherpes – eine unangenehme Sache

Jahr für Jahr stecken sich auf der ganzen Welt rund 20 Mio. Menschen mit dem Herpesvirus an. Dabei gibt es zum einen den HSV-2 Virus, dieser ist verantwortlich für den Genitalherpes und zum anderen den HSV-1 Virus, der den Lippenherpes auslöst.

Eine Ansteckung mit dem HSV 1 Virus kann allerdings manchmal auch zum Genitalherpes führen, dabei wird der Erreger vom Mund zum Beispiel auf die Schamlippen der Frau übertragen. Es ist Vorsicht geboten, da eine Herpeserkrankung auch bei der Geburt von der Mutter auf das Baby übertragen werden kann, was unter Umständen sogar zum Tod des Kindes führen kann.

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Bei der Ansteckung beträgt die Inkubationszeit, also die Zeit von der Infizierung bis zum Ausbruch, zwischen zwei und bis zu zwölf Tage. Doch nicht jede Ansteckung führt auch gleich zum Ausbruch und somit zu sichtbaren Zeichen der Krankheit, das ist das heimtückische an diesem Virenstamm. Manchmal schlummern die Viren jahrelang im Körper eines Menschen, und erst wenn das Immunsystem durch andere Einflüsse geschwächt ist, bricht sie aus manchmal auch durch Stress und andere Belastungen.

Was man tun kann

Der Ausbruch der Krankheit zeigt sich durch ein Jucken, ein leichtes brennen und/oder Schmerzen an den Genitalien. Im Laufe der Zeit bilden sich bei Herpes im Genitalbereich Pusteln und Bläschen die mit einer durchsichtigen oder leicht gelblichen Flüssigkeit.

In dieser Zeit ist die Krankheit höchst ansteckend ohne Behandlung heilen die Herde meist nach bis zu fünf Wochen wieder ab, man ist aber ein Leben lang Virenträger.

Originally posted 2017-09-13 10:58:04. Republished by Blog Post Promoter

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Ein Kommentar

  1. Herpes Genitalis, auch Genitalherpes (Dred.com) genannt, entsteht zu 90% durch die Infektion mit HSV2 Viren (Medizininfo.de) beim Geschlechtsverkehr. In 10% der Fälle kann auch eine Ansteckung mit dem HSV1 Virus zu Genitalherpes führen. Die Übertragung dieses Herpes Virus findet meist schon im Kindesalter durch Tröpfchenübertragung statt. Beide Viren-Typen können auch zu Lippenherpes führen. Vom Ort der Erstinfektion gelangen die Viren über die Schleimhäute in die Nervenbahnen bis hin zum Nervenknoten. Die DNA der Herpesviren setzt sich in den Zellkern und wird vom Immunsystem nicht mehr erkannt. So bleiben Herpesviren ein Leben lang im Körper, sodass Genitalherpes immer wieder ausbrechen kann, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Circa 90% der deutschen Bevölkerung sind betroffen.

    Die Erstinfektion mit Genitalherpes verläuft meist ohne Symptome. Stress, Sonnenbrand, Hautinfektion und weitere Auslöser, die das Immunsystem schwächen, können zu erneutem Ausbruch führen. Bei Folgeinfektionen bilden sich juckende, kleine Bläschen im Genitalbereich, die bei den meisten Betroffenen zwar unangenehm sind, aber von allein wieder abheilen. Auch glasiger Ausfluss oder die Schwellung anliegender Lymphknoten kann zu den Symptomen von Herpes Genitalis gehören. In wenigen Fällen führt Genitalherpes zu Erkrankungen wie Scheidenentzündung oder Entzündung der Eichel führen. Immungeschwächte Menschen können gefährdet sein, dass in seltenen Fällen der Herpes Genitalis zu einer Infektion im ganzen Körper und dem Gehirn führt, was lebensbedrohliche Folgen haben kann.

    Sogenannte Virostatika sind virenhemmende Wirkstoffe, die zur Behandlung von Herpes Genitalis eingesetzt werden, wenn dieser nicht von allein abheilt. In Form von Tabletten oder Salbe verhindert das Medikament die Vermehrung der Herpesviren. Auch die Sexualpartner sollten sich untersuchen und gegebenenfalls Genitalherpes behandeln lassen.

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