Geschwollene Finger – Ursachen und Behandlung

Mehr Menschen, als wir denken, leiden häufig an geschwollenen Fingern. Verursacht werden diese durch verschiedene Gründe. Geschwollene Finger werden Finger genannt, die sich verdicken, wenn es zu einem Blutstau kommt. Betroffene beschreiben dieses Gefühl häufig als drückend und sehr unangenehm. Meist treten diese Probleme aber nur über eine begrenzte Zeit hinweg auf. Wobei diese Beschwerden in einigen Fällen aber ebenfalls chronisch werden können.

Wird gegen die geschwollenen Finger nichts unternommen, kann dies außerdem zu weiteren Problemen führen. Im schlimmsten Fall droht dann sogar eine Amputation oder Deformation der Finger. Wer diese Beschwerden hingegen rechtzeitig behandeln lässt, kann damit rechnen, dass die Probleme gänzlich beseitigt werden können.

Was verursacht geschwollene Finger?

Viele verschiedene Ursachen können dafür verantwortlich sein, dass Betroffene mit geschwollenen Fingern zu kämpfen haben. Durch Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe treten diese Beschwerden in erster Linie auf. Kann das Blut nicht mehr problemlos zirkulieren, führt dies zu Störungen und die Finger schwellen an.

Sowohl Rheuma, als auch Arthrose können, beispielsweise, die Finger anschwellen lassen. Gleiches gilt für eine Entzündung nach einer Infektion. Erkrankt außerdem das Bindegewebe in den Finger kann dies ebenfalls dafür sorgen, dass es zu Anschwellung der Finger kommt. Dies kann ebenso bei Entzündungsreaktionen, wie Fibromatosen geschehen. Kommt es außerdem zu extrem stark angeschwollenen Fingern ist dies oftmals ein Zeichen dafür, dass sich Blut oder Lymphflüssigkeit angesammelt hat.

Des Weiteren ist es möglich, dass eine Sklerodermie für die geschwollenen Finger verantwortlich ist. Diese sind in diesem Fall aber nicht nur stark geschwollen, sondern zeitweise fast unbeweglich. Ebenso können natürlich auch Verletzungen dafür sorgen, dass die Finger anschwellen. So können diese aufgrund einer Infektion entstanden sein, so dass ein Arztbesuch nicht lange auf sich warten lassen sollte. Hinzu kommt, dass Frauen in der Schwangerschaft ebenfalls häufig mit geschwollenen Fingern zu kämpfen haben. Durch ist es hier der erhöhte Blutfluss der das Wasser im Gewebe verdrängt, wodurch es dann zu Schwellungen der Gliedmaßen kommt.

Diagnose, wie Verlauf geschwollener Finger

Ein umfassendes Gespräch zwischen dem Mediziner und dem Patienten kann helfen bei geschwollenen Fingern die richtige Diagnose zu stellen. So wird hier zum einen die bisherige Krankengeschichte erläutert und zum anderen die Ernährungs-, wie Lebensweise besprochen. Außerdem wird festgestellt, ob der Betroffene lediglich unter geschwollenen Fingern leidet oder ob diese ebenfalls Schmerzen auslösen.

Des Weiteren gilt es zu klären, welche Finger anschwellen, wann die Probleme aufgetreten sind und ob die Beschwerden in regelmäßigen Abständen zugegen sind. Den Mediziner interessiert es natürlich ebenso, ob noch weitere Symptome auftreten, denn auf diese Weise kann der Experte eventuelle Organerkrankungen ausschließen.

Ist die Diagnose gestellt, können weitere Maßnahmen erfolgen. In fast allen Fällen lassen sich geschwollene Finger sehr gut behandeln. Wer hier allerdings auf eine solche verzichtet, muss damit rechnen, dass es zu Komplikationen kommen kann. Je nach Auslöser kann es, beispielsweise, zu einer Ausbreitung der Infektion im menschlichen Körper kommen, so dass dies am Ende sogar zu einer andauernden Behinderung führen kann.

Welche Komplikationen können bei geschwollenen Fingern auftreten?

Bleibende Schäden, aber ebenso Komplikationen durch geschwollene Finger können sich über eine längere Zeit hinweg, sowie spontan entwickeln. Die Intensivität hingegen hängt von der Ursache ab. Nicht selten kann es passieren, dass es zu einer Behinderung auf lange Sicht im Alltag kommt.

So kann das zuknöpfen einer Bluse, das Bedienen der Computermaus oder auch das Zubinden der Schuhe zum Problem werden, so dass nichts mehr ohne fremde Hilfe von statten gehen kann. Schuld daran sind meist Deformationen. So kann es mit der Zeit zu Gelenkversteifungen kommen oder auch zum Verlust der grobmotorischen, wie feinmotorischen Fähigkeiten.

Hinzu kommt, dass Betroffene oftmals davon berichten, dass es zu Schmerzen kommt, die mit der Zeit immer stärker werden, so dass Schmerzmittel zum Einsatz kommen müssen. Tritt die Schwellung der Finger hingegen auf, weil eine Infektion vorliegt, kann sich diese auf andere Gewebebereiche ausbreiten.

Leidet der Patient demnach an einem Panaritium wird hier meist eine periphere Nervenblockade vorgenommen. Auf diese Weise wird dann der Eiterherd entfernt, welcher häufig durch Streptokokken verursacht wird. Nur mit Hilfe dieses Eingriffs kann das entzündete Gebiet dann abheilen und es kommt zu einem Abschwellen der Finger.

Helfen die konservativen Behandlungsmöglichkeiten im fortgeschrittenen Stadium nicht mehr, kann es unter Umständen zu einem operativen Eingriff kommen. Im aller schlimmsten Fall müssen die betroffenen Finger amputiert werden.

Was können Betroffene selbst gegen geschwollene Finger tun?

Oftmals kommt es zu geschwollenen Fingern, weil eine Entzündung dieses Problem auslöst. Außerdem entstehen solche Schwellungen auch, wenn sich Gewebeflüssigkeit in den Händen, wie Fingern staut. Vor allem bei Hitze kann dieses passieren. So kommt es neben der Schwellung meist auch zu Rötungen, Kribbel-, wie Taubheitsgefühlen. Werden diese Beschwerden nicht durch eine Arthritis ausgelöst, können hier schon einfache Mittel die Probleme lindern.

Durch Fingerübungen ist es, zum Beispiel, möglich das Abschwellen der Finger voranzutreiben. So sorgt Bewegung stets für eine bessere Durchblutung und somit für den Abtransport diverser Flüssigkeiten im Körper. Sämtliche Greifübungen können hier demnach hilfreich sein. Hinzu kommt, dass auch Apfelessig in diesem Fall das Abschwellen der Finger fördert. Wer seine Finger mit diesem Essig einreibt, sorgt für Kühlung, lindert Schmerzen und begünstigt den Rückgang der Schwellung. Unterstützend kann hier ebenfalls das Trinken von Apfelessig sein.

Ebenso hilfreich kann Kurkuma sein. So hilft dieses bei Arthritis, Muskelschmerzen, Verstauchungen, sowie bei verletzungsbedingten, schmerzhaften Qualen. Für eine Anwendung gilt es lediglich eine Paste aus etwas Olivenöl, wie einem halben Teelöffel Kurkuma herzustellen. Die Paste wird dann auf die Finger aufgetragen und so lange auf diesen belassen bis die Masse getrocknet ist. Im Anschluss kann die Paste dann mit warmem Wasser wieder abgespült werden. Wer sich zusätzlich kurkumareich ernährt, sorgt parallel für eine innere Wirkungsweise. Kurkuma besitzt entzündungshemmende, wie durchblutungsfördernde Eigenschaften.

Fazit: Geschwollene Finger stehen nicht immer automatisch mit einer ernsten Krankheit in Zusammenhang. Viele Menschen haben vor allem mit Schwellungen in diesem Bereich zu kämpfen, wenn es draußen extrem heiß ist. Gleiches gilt ebenso für Schwangere. Auch hier kämpfen viele Frauen häufig mit geschwollenen Fingern, wie Beinen, wenn die Geburt des Kindes näher rückt. Kommt es neben den geschwollen Fingern, aber auch zu Schmerzen ist es immer ratsam sich medizinische Hilfe zu suchen. In den meisten Fällen lassen sich diese Beschwerden recht gut behandeln, so dass diese bald der Vergangenheit angehören.

Geschwollene Finger – Ursachen und Behandlung
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Autor: Robert Milan

Der Autor ist seit dem Jahr 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.

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