Chondropathia patellae – Behandlung und Diagnose

Die Chondropathia patellae wird auch parapatellares Schmerzsyndrom oder Kniescheibenschmerz genannt. Bei der Chondropathia patellae handelt es sich um ein Schmerzsyndrom im Bereich der Kniescheibe, das meist von den Bändern der Gelenkkapsel oder den Muskelansätzen ausgeht. In der Regel bestehen keine degenerativen (verschleißbedingten) Erkrankungen.

Ursache der Chondropathia patellae

Bei der Chondropathia patellae stehen mechanische Überbelastungen an vorderster Stelle. Es sind meist Sportler betroffen, die sich überlastet haben. Oft tritt das Schmerzsyndrom auch nach längerem Sitzen im Kino oder Theater auf, aber auch im Beruf oder bei der Gartenarbeit, wenn die Kniegelenke lange gebeugt werden. Man denke an kniende und hockende Tätigkeiten bei Installateuren und Fliesenlegern. Die Beschwerden gehen hauptsächlich von der Quadrizepssehne, der Kniescheibensehne sowie den Bändern der Kniescheibe aus.

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Diagnose der Chondropathia patellae

Die Patienten kommen wegen zunehmender Beschwerden im Kniescheibenbereich. Das Treppensteigen als auch das Bergabgehen ist oft schmerzhaft, teilweise bestehen auch Ruheschmerzen nach längerer Kniebeugung. Meistens werden die Beschwerden im vorderen Bereich des Kniegelenkes beschrieben. Man verspürt einen vermehrten Druck. Schwellungen oder Blockierungen des Kniegelenkes werden nicht angegeben.

Klinische Untersuchung bei Chondropathia patellae

Der behandelnde Arzt wird zunächst eine genaue Anamnese (Krankheitsgeschichte) bei Ihnen erheben. Er wird auf die verschiedenen auslösenden Ursachen zu sprechen kommen. Auch wird er nach Unfällen fragen und auf das Auftreten der Beschwerden zu sprechen kommen. Die Schmerzen treten sowohl im Alltag als auch im Beruf bei starker Belastung der Kniegelenke auf.

Bei der körperlichen Untersuchung wird die Beweglichkeit des Kniegelenks untersucht, auf sogenannte Meniskus-Zeichen geachtet und die Bandführung geprüft. Oft findet sich ein Druckschmerz an den Außenseiten, aber auch am oberen und unteren Pol der Kniescheibe. Ein Reiben ist nur selten zu spüren.

Chondropathia patellae Behandlung Rötngen
Chondropathia patellae Behandlung Rötngen

Bei angeborenen Veränderungen der Kniescheibe wandert diese oft nach außen ab und kann bei starker Beugung die Schmerzen auslösen. Ihr Arzt spricht dann von einer Lateralisation der Kniescheibe. Eine Flüssigkeitsansammlung im Kniegelenk ist so gut wie nie zu tasten. Häufig findet man Lockerungen der Seitenbänder oder der Kreuzbänder bei geringen sportlichen Verletzungen.

Zur weiteren Untersuchung bei der Chondropathia patellae wird das Kniegelenk in 2 Ebenen geröntgt, oft auch noch in den sogenannten Funktionsstellungen mit Patella tangential. Hierbei wird röntgenologisch die Rückseite der Kniescheibe dargestellt, dies in verschiedenen Beugungsgraden (30, 60 und 90°). Bei der dieser Untersuchung können angeborene Veränderungen oder auch verschleißbedingte Knorpelveränderungen festgestellt werden.

Kernspin- oder Computertomographien sind nur in seltenen Fällen notwendig.

Sollte Ihr Arzt Hinweise auf eine stoffwechselbedingte Störung haben, können noch Laboruntersuchungen z. B. auf erhöhte Harnsäure folgen.

Um evtl. Schwellungen an den Schleimbeuteln festzustellen, kann noch eine Ultraschall-Untersuchung durchgeführt werden. Hierbei kommen evtl. Schwellungen sowie kleinere Verletzungen an Muskeln oder Sehnen zur Darstellung.

Therapie der Chondropathia patellae

Sollte die Chondropathia nur geringe Beschwerden bereiten und keine akuten Reizerscheinungen bestehen, wird zunächst eine konservative Behandlung durchgeführt.

Krankengymnastik bei Chondropathia patellae:

Die Krankengymnastik steht sicherlich im Vordergrund der Behandlung. Zunächst werden muskellockernde (detonisierende) Maßnahmen durchgeführt, die Bänder werden gedehnt. Sollte die Kniescheibe in Beugung sehr stark nach außen abwandern, werden die Muskeln am Oberschenkel entsprechend trainiert, um dieser Bewegung entgegen zu wirken. Zur Muskellockerung können auch lokale heiße Rollen eingesetzt werden.

Physikalische Therapie bei Chondropathia patellae:

Je nach Ausmaß der Beschwerdesymptomatik kommen schmerzlindernde Elektrotherapien oder muskellockernde Behandlungen in Frage. Eingesetzt werden oft leichte Massagen, Iontophoresen, Ultraschall sowie Hochvolt.

Bei akuten Beschwerden helfen oft auch Kälte-Anwendungen, um den Schmerz betäuben.

Medikamentöse Behandlung bei Chondropathia patellae:

Bei lokalen Schmerzen an der Kniescheibenspitze helfen oft auch lokale Infiltrationen mit einem Betäubungsmittel.

Schmerzmittel wie die nichtsteroidalen Antirheumatika (Ibuprofen, Diclofenac und Indometacin) sind nur bei akuten Beschwerden notwendig. Hier sollte auf Nebenwirkungen, insbesondere auf den Magen-Darmkanal geachtet werden. Häufig helfen auch Vitamin E-Präparate, um die akuten Reizzustände bei der Chondropathia patellae zu lindern. Knorpelschutzpräparate werden bei dieser Erkrankung nicht eingesetzt.

Ergotherapie bei Chondropathia patellae:

In der Ergotherapie werden Gelenkschutzmaßnahmen mit dem Patienten besprochen, evtl. kämen auch Hilfsmittel wie Knieschützer in Frage.

Bei längerem Sitzen sollte das betroffene Knie nicht zu lange angebeugt werden. Zwischenzeitlich sollten auch stehende Positionen eingenommen werden. Im Rahmen der Ergotherapie können aber auch muskelkräftigende Übungen, z. B. am Kufenwebstuhl, eingesetzt werden.

Ernährungsberatung bei Chondropathia patellae:

In manchen Fällen kann ein Übergewicht (Adipositas) die Beschwerdesymptomatik verschlechtern. Hier sollte eine Gewichtsreduktion angestrebt werden. Bei stoffwechselbedingten Erkrankungen wie der Gicht muss diese entweder durch eine Umstellung der Ernährung oder auch durch eine medikamentöse Behandlung therapiert werden.

Sporttherapie bei Chondropathia patellae:

Da die Beschwerden sehr oft bei Sportlern auftreten, muss zusammen mit Diplom-Sportlehrern oder Bewegungstherapeuten ggf. eine Umstellung des Trainingsverhaltens eingeleitet werden. Schmerzverstärkende Sportarten sollten vermieden werden, ebenso Sportarten die einen starken Druck auf die Kniescheibenrückfläche ausüben.

Operative Maßnahmen bei Chondropathia patellae:

Nur in seltenen Fällen muss operativ eingegriffen werden. Die operativen Maßnahmen werden eher bei degenerativen Veränderungen oder starken Fehlstellungen an Knie oder Kniescheibe eingesetzt. Hier sollten Sie sich vorher eingehend mit dem Operateur auseinandersetzen. Er sollte Sie ausführlich über die verschiedenen Operationsverfahren, die Nachbehandlung sowie auftretende Komplikationen informieren.

Orthopädie-Technik bei Chondropathia patellae:

In manchen Fällen können Pufferabsätze oder Gel Einlegesohlen als Fersenpolster eine Linderung erbringen, auch haben sich Bandagen oder Orthesen am Kniegelenk oft bewährt. Dies sollte im Einzelfall ausprobiert werden.

Wiki - Chondropathia patellae

Chondropathie patellae oder allgemein bekannt als „Chondrilla“ ist eine bekannte medizinische Erkrankung, die die abnorme Bewegung und Protrusion der Kniescheibe (mediales Kniegelenk) oder der Patella, auch bekannt als Oberschenkelknochen, beinhaltet. Es wird berichtet, dass eine von elf Frauen in ihrem Leben unter dieser Erkrankung leidet. Es gibt zwei allgemeine Merkmale dieser Erkrankung, die sie zu einem bemerkenswerten Problem für Frauen machen.

Das erste Merkmal ist, dass die Erkrankung in der Pubertät beginnt. Im Gegensatz zu Männern, bei denen die Höhe der Kniescheibe im Laufe des Erwachsenenalters allmählich abnimmt, nimmt die Chondropathia patellae bei Frauen mit Anfang zwanzig rapide zu. Hinzu kommt, dass der Schweregrad dieses Problems nicht in allen Körperregionen gleich ist. Bei Männern steht die Kniescheibe in der Regel schlaff und straff vor, während bei Frauen der Grad der Vorwölbung eher dem eines flachen Tangas gleicht. Das zweite Merkmal ist, dass dieser Zustand bei Mädchen tendenziell stärker ausgeprägt ist als bei Jungen.

Ein charakteristisches Merkmal dieses Zustandes ist, dass sich die Kniescheiben nicht gleichmäßig über das Knie entwickeln. Dies kann entweder darauf zurückzuführen sein, dass der Knorpel unter der Haut sich nicht richtig reparieren kann, oder auf andere Faktoren, wie z. B. die Beteiligung einer Vielzahl von Gelenken. In einigen Fällen kann das mangelnde Wachstum der Kniescheibe dazu führen, dass sie über die normalen Grenzen der Hüfte hinausragt und starke Schmerzen und Beschwerden verursacht. Eine Patellasubluxation ist ein zusätzlicher Risikofaktor für diese Erkrankung. Subluxation bezieht sich auf eine Situation, in der sich der untere Teil des Kniegelenks über das Ausmaß der Befestigung des Gelenks am Oberschenkelknochen hinaus bewegt.

Chondropathien patellae können entweder angeboren oder erblich sein, und sie können durch verschiedene Faktoren mitverursacht werden. Angeborene Chondropathien patellae werden oft durch übermäßige Beugung in der Jugend verursacht. Diese können durch das Auftreten von anderen Problemen der Hüfte wie Arthritis oder Luxation verschlimmert werden. Es wurde auch herausgefunden, dass manche Menschen eine höhere Veranlagung für Chondropathia patellae haben als andere; diese Menschen können daher ein höheres Risiko haben, diesen Zustand zu entwickeln als andere Personen, die nicht für diesen Zustand prädisponiert sind.

Zu den Ursachen der Chondropathia patellae gehören ein traumatischer Schock, eine Infektion an der Hüfte oder am Knie, Fehlbildungen, die plötzlich oder sehr langsam im Laufe der Zeit auftreten, sowie angeborene Anomalien. Einige andere Ursachen für diesen Zustand sind eine Fehlbildung eines der großen Hüftmuskeln, Übergewicht oder schwache Hüftbeuger. Hormonelle Veränderungen können bei der Chondropathia patellae ebenfalls eine Rolle spielen. Einige der häufig erwähnten hormonellen Einflüsse sind Serum-Cortisol, menschliches Wachstumshormon und Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH).

Die Behandlung von Chondropathia patellae hängt von der Schwere der Erkrankung ab. Unbehandelt nehmen die Symptome zu und verursachen Schmerzen, Schwellungen und möglicherweise eine Instabilität der Kniescheibe. Bei einer ausgeprägten Verformung der Kniescheibe ist eine Operation die beste Option. Patienten sollten darauf hingewiesen werden, nicht ohne Unterstützung einer Schiene zu gehen und Schuhe in der richtigen Größe zu tragen. Es ist ratsam, Orthesen zu verwenden, die dabei helfen, die Gelenke der Füße in einer Linie mit dem Rest des Körpers zu halten.

Es gibt verschiedene medizinische Behandlungen, um diesen Zustand zu behandeln, einschließlich handelsüblicher Orthesen für Chondropathia patellae (NICE klinische Leitlinie, 2006), chirurgische Behandlung und die „perkutane Release-Technik“, auch bekannt als Habeich wend her. Bei dieser Technik wird ein Gerät eingesetzt, das das Gelenk leicht nach außen gleiten lässt. Die chirurgische Behandlung der Chondropathia patellae kann unter Vollnarkose in einem ambulanten Operationszentrum durchgeführt werden. Der Eingriff dauert in der Regel weniger als eine Stunde und erfordert keine zusätzliche postoperative Betreuung.

Patienten, die nicht gut auf handelsübliche Spangen ansprechen, benötigen möglicherweise eine individuell angefertigte Spange sowie eine Schuheinlage. Orthesen, wie z.B. Zehenringe und V-Schuhe, sind heute leicht in Schuhfachgeschäften erhältlich. Die „perkutane Release-Technik“ wurde vom US-Gesundheitsministerium zugelassen. Mit diesem Verfahren wird die Fehlstellung der Kniescheibe korrigiert, so dass der Patient eine Standardorthese tragen kann, ohne dass es zu unerwünschten Auswirkungen auf das Knie kommt. Es erlaubt dem Patienten auch, Schuhe mit offenen Absätzen, wie z.B. Sandalen, zu tragen, ohne befürchten zu müssen, dass er zwischen der Ferse und dem Zehenring zerquetscht wird.“ Chondropathie patellae ist die Bezeichnung für einen Zustand, bei dem die Kniescheibe übermäßig abgeflacht oder eingetaut ist, so dass das Stehen, Gehen oder Laufen extrem schmerzhaft ist.

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