Dehydrierung – Ursachen, Folgen und Behandlung

Die Sommerhitze setzt vielen Menschen zu. Aber auch Ausdauertraining, Krankheiten, wie beispielsweise Durchfall und Erbrechen sowie eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr über längere Zeit können dazu führen, dass unser Körper dehydriert. Das bedeutet, dass er mehr Flüssigkeit abgibt, als er aufnehmen kann. Er trocknet aus. Ohne Flüssigkeit können wir maximal vier Tage überleben. Aber keine Sorge, es gibt eine Reihe von frühen Anzeichen, die es Ihnen möglich machen, schnell gegenzusteuern. Eine leichte Dehydrierung bekommen Sie im Nullkommanichts durch ausreichendes Trinken wieder in den Griff. Warten Sie jedoch zu lange, kann ein Arztbesuch oder ein Krankenhausaufenthalt erforderlich sein.

Dehydrierung – Ursachen, Folgen und Behandlung
Dehydrierung – Ursachen, Folgen und Behandlung

Das sind die ersten Anzeichen

Natürlich ist das erste Signal, auf das Sie hören sollten, Ihr Durstgefühl. Leider nimmt dieses, je älter wir werden, immer mehr ab. Deswegen ist es gut, wenn Sie bei älteren Familienmitgliedern oder auch bei sich selbst auf weitere Anzeichen achten. Frühe Warnzeichen sind trockene Haut und klebrige Schleimhäute, eingerissene Mundwinkel und die verringerte Elastizität der Haut. Überprüfen können Sie das ganz einfach, indem Sie eine kleine Hautfalte am Arm zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und wieder loslassen. Wenn die Haut sich sofort wieder glättet, ist alles in Ordnung, ansonsten könnten Sie Flüssigkeit gebrauchen.

Spätestens jetzt sollten Sie handeln

Stellen sich Kopfschmerzen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit ein, kann es sein, dass Sie über einen längeren Zeitraum zu wenig getrunken haben. Auch Ihr Urin ist dunkel gefärbt und die Ausscheidungsmenge sehr gering? Das ist ein eindeutiger Hinweis auf eine drohende Dehydration. Lassen Sie sie nicht weiter fortschreiten, denn im Ernstfall können auch Konzentrationsstörungen und Verwirrtheit, Muskelkrämpfe und sogar Herzrhythmusstörungen auftreten.

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Das sind die besten Durstlöscher

Frisches klares Wasser ist immer noch der Spitzenreiter unter den Durstlöschern und wir haben großes Glück, dass wir in Deutschland flächendeckend über eine sehr gute Trinkwasserqualität verfügen. Sie können in den meisten Gegenden unbesorgt Leitungswasser konsumieren. Voraussetzung hierfür ist, dass die Leitungen im Gebäude in einwandfreiem Zustand sind. Wenn es nicht möglich ist, die Wasserqualität in Ihrem Wohnhaus zu überprüfen, können Sie ganz einfach und kostengünstig selbst einen Wassertest im Labor veranlassen. Pures Leitungswasser ist Ihnen auf Dauer zu langweilig? Verfeinern Sie es mit Zitrone, Limette oder Orangenscheiben. Etwas Minze und Eiswürfel geben einen extra Frischekick. Neben Leitungswasser sind im Übrigen auch ungesüßte Früchte- und Kräutertees eine leckere Abwechslung.

Achten Sie auf die Trinkmenge

Die individuell erforderliche Trinkmenge hängt neueren Untersuchungen zufolge von verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise dem Körperfettanteil, den klimatischen Bedingungen, dem Alter und dem Lebensstil ab. Als Faustregel können Sie sich jedoch 35 bis 40 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht merken. Mit dieser Menge sind Sie zunächst gut versorgt. Es ist aber wichtig für Sie zu wissen, dass unser Körper mit zu viel Flüssigkeit in zu kurzer Zeit nichts anfangen kann. Er ist pro Stunde in der Lage, zwischen 0,5 und 0,8 Liter über den Verdauungstrakt aufzunehmen. Alles darüber hinaus wird ungenutzt wieder ausgeschieden. Daher ist es sinnvoll, eher kleine Mengen, dafür gleichmäßig über den Tag verteilt, zu trinken.

Wie eine Dehydrierung behandelt wird

Leiden Sie an einer leichten Form der Dehydrierung, so können Sie sie selbst behandeln. Kopfschmerzen und trockene Haut verschwinden meist nach ein bis zwei Tagen mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr wieder. Sie tun sich schwer, viel zu trinken? Dann versuchen Sie, einen Teil Ihres Wasserbedarfes mit frischem, saftigem Obst und Gemüse zu decken. Das kommt auch Ihrem Vitaminhaushalt zugute.

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Bei schwereren Formen der Austrocknung muss unbedingt ein Arzt zurate gezogen werden. Nur dieser kann Blut und Urin korrekt analysieren und entscheiden, ob eine Gabe von Mineralsalzen (Elektrolyten) und/oder ein Krankenhausaufenthalt erforderlich ist, um das Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen.

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