Sehnenscheidenentzündung – Dauer und Behandlung der Tendovaginitis

Welche Symptome bei Sehnenscheidenentzündung?

Eine Sehnenscheidenentzündung bezeichnet der Arzt als Tendovaginitis. Theoretisch kann eine Sehnenscheidenentzündung überall da auftreten, wo es Sehnenscheiden gibt, praktisch aber hauptsächlich nur im Unterarm -/ Handbereich.

Sehnenscheidenentzündung – Dauer und Behandlung der Tendovaginitis
Sehnenscheidenentzündung – Dauer und Behandlung der Tendovaginitis

In den letzten Jahren tritt die Sehnenscheidenentzündung zunehmend häufiger auf, sicherlich eine Folge der veränderten Arbeitsbedingungen in dem Sinne, dass immer mehr Tätigkeiten am Computer durchgeführt werden. Gefragt ist deshalb eine optimale Ergonomie (Aufgabengebiet der Arbeitsphysiologie, das sich – in Zusammenarbeit von Psychologen, Physiologen und Technikern – mit der Anpassung der Arbeitsplätze an den Menschen befasst).

Die Sehnenscheide ist eine doppelwandige Gleitröhre mit schleimiger Flüssigkeit („Schmierflüssigkeit“) zwischen Innen- und Außenhaut (Stratum synoviale bzw. fibrosum) zur Verminderung der Reibung an besonders beanspruchten Sehnen abschnitten.

Eine Sehnenscheidenentzündung kann sehr schmerzhaft sein und mit Funktionseinbußen einhergehen.

Sehnenscheidenentzündung ist eine mechanische Überlastung

Die häufigste Ursache für eine Sehnenscheidenentzündung ist eine mechanische Überlastungen, so. z.B. wie oben schon erwähnt, übermäßige Arbeiten am Computer. Diese Überlastung kann zu winzigen Verletzungen (Mikrotraumen) führen. Die darauf folgende Reaktion ist eine lokale Entzündung. Bakterielle Infektionen sind nur selten Ursache für eine Sehnenscheidenentzündung.

Anfangs treten die Schmerzen vor allem bei Bewegung, später aber auch im Ruhezustand auf. Nicht selten sind auch eine lokale Überwärmung, eine Schwellung und eine Rötung erkennbar. Beim Drücken auf die betroffene Stelle zeigt sich ein Druck schmerz, außerdem kann bei Bewegung ein knirschendes Geräusch hörbar sein.

Zum Ausschluss anderer Erkrankungen sollte eine Untersuchung des Blutes auf Entzündungszeichen, Rheumafaktoren sowie einer Erhöhung des Harnsäurespiegels erfolgen.

Eine akute (= plötzlich einsetzende, heftige) oder chronische (= mehrere Monate und länger anhaltende) Sehnenscheidenentzündung kann in verschiedenen Formen auftreten:

  • seröse Sehnenscheidenentzündung: einhergehend mit einer Flüssigkeitsansammlung, die hauptsächlich Blutserum (= der „flüssige“ Teil des Blutes, also ohne Zellen) enthält.
  • fibrinöse Sehnenscheidenentzündung: Hauptbestandteil ist Fibrin (= der Blutfaserstoff, der bei der Blutgerinnung unter Einwirkung von Thrombin aus Fibrinogen entsteht).
  • eitrige Sehnenscheidenentzündung: durch belebte (Eitererreger) oder unbelebte Fremdkörper hervorgerufene, entzündliche, aus Blutgefäßen ausgetretene Flüssigkeit.
  • phlegmonöse Sehnenscheidenentzündung: mit diffuser Entzündung der Innenschicht des Bindegewebes, hervorgerufen durch bakterielle Erreger.
  • nekrotisierende Sehnenscheidenentzündung: mit Übergang zum örtlichen Gewebstod

Unspezifische und nichtinfektiöse Formen einer Sehnenscheidenentzündung

Darüber hinaus gibt es noch unspezifische und nichtinfektiöse (= nicht ansteckende, nicht übertragbare) Formen einer Sehnenscheidenentzündung, vor allem infolge beruflicher oder sportlicher Überlastung (meist akut) sowie posttraumatische (= nach Verletzung auftretende), z.B. die sog. hypertrophe (= Größenzunahme eines Gewebes oder Organs nur durch Zellvergrößerung) Tendovaginitis Gubler beim Sudeck-Syndrom.

Eine Sonderform einer Sehnenscheidenentzündung ist die Tendovaginitis crepitans, auch als Synovialiti sicca bezeichnet. Hier treten charakteristische Reibegeräusche auf.

Video:Sehnenscheidenentzündung – Die effektivste Übung

Sehnenscheidenentzündung am Arm

[]Eine Überbelastung des betroffenen Gelenkes, kann eine Entzündung der Sehnen im Gewebe hervorrufen. Man spricht dann von einer Sehnenscheidenentzündung, der Tendovaginitis. Vorwiegend an dem Arm zu finden, den man häufiger benutzt, also bei einem Rechtshänder, der rechte Arm. Massive und vor allem dauerhafte Belastung des Armes, führt zu den schmerzhaften Entzündungen. Dazu gehören Arbeiten am Computer mit anhaltendem Tippen oder die Bewegungen mit der Maus. Aber auch Handarbeiten wie Häkeln oder Stricken.

Den jungen Menschen, beispielsweise den Schüler, kann es treffen. Durch verkrampftes und ständiges Schreiben mit einem Stift, kann es ebenfalls zu einer Sehnenscheidenentzündung Arm kommen. Aber auch der Arbeiter mit monotonen Arbeiten wie eine Fließbandarbeit, kann die Beschwerden verspüren. Das gleiche gilt bei sportlichen Aktivitäten, dem Tennissport. Daher rührt auch die falsche Bezeichnung “der Tennisarm” für die Sehnenscheidenentzündung Arm. Das intensive Schreiben von SMS-Nachrichten, kann den Arm derart verkrampfen, dass ebenfalls eine Entzündung des Gelenkes hervorgerufen wird.

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Charakteristisch sind die stechenden Schmerzen im Arm, einhergehend mit einer Schwellung, die gerötet sein kann. Auch fühlt sich der Arm heiß an. Die Sehnenscheiden stellen eine Art Schutzhülle für die Sehnen dar, in denen sich Gelenkschmiere befindet. Zum Charakter einer Sehnenscheidenentzündung, die nicht mechanisch, also durch Überbelastung, entstanden ist, gehört auch ein entzündliches Rheuma. In einigen Fällen kann die Sehnenscheidenentzündung Arm das Bild einer Berufskrankheit ausweisen.

Sehnenscheidenentzündung am Arm

Wer eine Sehnenscheidenentzündung am Arm hat, versucht den Arm so wenig wie möglich zu bewegen, da dies sehr schmerzhaft sein kann. Genau das empfiehlt der Arzt, die Ruhigstellung des Gelenkes. Die Sehnenscheidenentzündung kann einige Tage anhalten, kann sich aber auch über Wochen bis Monaten ausdehnen.

Der Entzündung kann neben arzneilichen Komponenten auch von nährstoffwissenschaftlicher Seite beigekommen werden. Frische Kräuter und Gewürze, jedoch auch Chili (welchen man auch extern als Balsam verwenden kann) oder Zwiebeln und Omega-3-Fettsäuren haben eine entzündungssenkende Wirkung. Parallel dazu kann man den Knorpel- und Bindegewebsbereich durch Nährstoffe wie Kollagen-Hydrolysat oder natürlicher Kieselsäure, wie aus Ackerschachtelhalm, stärken. Speziell bei Sehnenscheidenentzündungen können auch tägliche Dosen von 10mg Vitamin B6 und 5-6 Gramm Arginin hilfreich sein.

Sehnenscheidenentzündung Handgelenk

Die Tendovaginitis, Sehnenscheidenentzündung, tritt gehäuft am Handgelenk auf. Von einer Sehnenscheidenentzündung der Hand spricht der Arzt, wenn die Hülle die eine Sehne umhüllt, sich entzündet. Sehnen sind dazu da, um eine Verbindung zwischen Muskeln und Knochen herzustellen. Die Sehnen verlaufen gerade an den Stellen, die einer auffälligen Belastung und dadurch Reibung ausgeliefert sind. Die Sehnenscheiden sind praktisch ein Schutz für die Sehne, damit diese sich nicht zu schnell abnutzen kann.

Im Innern dieses Kokons ist die Gelenkschmiere zu finden, die die Sehne gleitfähig macht. Eintönige Fließbandarbeit, viel Sport z.B. Speerwurf, ungewohnte körperliche Arbeit oder Computerarbeit, ruft die Sehnenscheidenentzündung der Hand hervor. Bei jeder Bewegung die der Patient ausführt, hat er Schmerzen, die ihn ganz extrem einschränken. Zu den Schmerzen kann die Sehnenscheidenentzündung der Hand noch eine Schwellung und eine Rötung zeigen, die sich heiß anfühlt.

Vorwiegend tritt die Sehnenscheidenentzündung des Handgelenk, an der Hand oder Handgelenk auf, die man am meisen benutzt. Das ist beim Rechtshänder die rechte Hand. Da die Sehnenscheidenentzündung der Hand auch beim Arbeiter auftreten kann, hier besonders beim Verputzer oder Waldarbeiter, kann man wirklich von einem schädigenden Berufsbild sprechen. Last but not least der Tennis-Sport und damit der “Tennis-Arm”, von dem viele Patienten annehmen, die Sehnenscheidenentzündung des Handgelenks rühre daher. Das ist ein Irrtum, denn viele Patienten, die nie einen Tennisschläger in Händen hielten, haben diese Sehnenscheidenentzündung ebenfalls.

Fazit Sehnenscheidenentzündung am Arm

Resümierend bleibt zu sagen, alle Arbeiten und ungewohnte Tätigkeiten, die sich wiederholen und anstrengend sind, können zu einer Sehnenscheidenentzündung der Hand führen. Auch zu wenige Erholungspausen zwischen den einzelnen Aktivitäten zählen dazu. Die Therapie wird im Ruhigstellen des Handgelenkes sein, oft wird ein Gips angelegt. Eine Sehnenscheidenentzündung des Handgelenks, kann unterschiedliche Genesungszeiten aufweisen. Man spricht von ein paar Tagen bis zu Monaten.

Auch von nährstoffwissenschaftlicher Seite kann Unterstützung bei der Heilung geleistet werden. Frische Kräuter und Gewürze, jedoch auch dunkle Schokolade, Senf und auch Omega-3-Fettsäuren, wie in Fisch, wirken entzündungssenkend. Parallel dazu kann der Knorpel- und Bindegewebsbereich durch Nährstoffe wie Kollagen-Hydrolysat oder natürlicher Kieselsäure, wie aus Brennnessel oder Ackerschachtelhalm, gestärkt werden. Sehnenscheidenentzündungen können auch tägliche Dosen von 10mg Vitamin B6 und 5-6 Gramm Arginin zur weiteren Besserung gebrauchen.

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Sehnenscheidenentzündung im Fuß

Eine Sehnenscheidenentzündung im Fuß, medizinisch Tendovaginitis, tritt meist im Handgelenk auf, kann sich aber auch im Fuß zeigen. Einhergehend mit stechenden oder ziehenden Schmerzen, schränkt die Sehnenscheidenentzündung im Fuß, den Patienten ganz erheblich ein. Zu der Entzündung der Sehnen muss man wissen, dass diese Sehnen die Muskeln mit den Knochen verbinden.

Sie finden sich an den Stellen, die einer ganz besonderen Belastung oder Reibung ausgeliefert sind. Die Sehnenscheidenentzündung zeigt sich an den mittel- bis großen Gelenken, in diesem Fall, am Sprunggelenk. Starke Schmerzen, eine Rötung und Schwellung des Fußes, kennzeichnen die Sehnenscheidenentzündung. Manchmal kann man bei Bewegung ein knirschendes Geräusch durch die Reibung hören. Man nennt das Schneeballknirschen. Auch können sich die Sehnen verdicken, was in einer Beule unter Haut am Fuß zu sehen ist.

Eine Überbeanspruchung der Sehnen führt zu einer Reibung der Sehnenscheiden. Diese wiederum rufen die Reizung der Sehnenscheiden hervor. Ungewohnte körperliche Tätigkeiten und heftige Sportaktivitäten führen dazu, dass der Fuss nicht mehr richtig abgerollt werden kann. Das ganze Gangbild ist gestört und schmerzt. Der Schmerz kann so heftig sein, dass der Patient keine Schuhe anziehen kann.

Sportler aufgepasst

Gerade der Sportler sollte bei seinen sportlichen Übungen darauf achten, dass er die richtigen Schuhe trägt. Schuhe, die den Fuss entlasten und nicht einseitig an den Sehnen reiben. Das gilt auch für den Patienten der gerne wandert und sich bewegt. Eine gerade Haltung und das richtige Gehen sind anzuraten.

Sind die Schmerzen aber da, hilft Ruhigstellung oder ein kühlender Packs. Dieser aber nicht auf die direkte Haut aufbringen, es könnten Gewebeschäden entstehen. Bei der Sehnenscheidenentzündung im Fuss, sollte dieser nicht zu lange ruhig gestellt bleiben, denn der Körper braucht Bewegung. Gerade bei dem Patienten, der gewohnt ist, sich körperlich zu betätigen.

Der Entzündung kann neben auch von nährstoffwissenschaftlicher Seite beigekommen werden. Frische Kräuter und Gewürze oder Zwiebeln und Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungssenkend. Parallel dazu kann der Knorpel- und Bindegewebsbereich durch Nährstoffe wie Glucosamin und Chondroitin gestärkt werden. Bei Sehnenscheidenentzündungen können auch zusätzlich tägliche Dosen von 10mg Vitamin B6 und 5-6 Gramm Arginin hilfreich sein.

Wann muss man sich Gedanken wegen einer Sehnenscheidenentzündung-Behandlung machen?

Eine Sehnenscheidenentzündung-Behandlung ist natürlich dann interessant, wenn eine Sehnenscheidenentzündung vorliegt. Um also die Herangehensweise bei einer Sehnenscheidenentzündung-Behandlung zu verstehen, sollten erst einige grundlegende Dinge zur Erkrankung gesagt werden. Es gibt 2 Ursachen, die dazu führen können. Das sind zum einen infektiöse Ursachen. Dazu kommt es meistens nach einer Verletzung der Sehnenscheide, was vor allem durch Stichverletzungen passiert. Dadurch entsteht dann auch ein Kanal für die Bakterien.

Nichtinfektiöse Ursachen rühren meistens von Überanstrengung, Fehlhaltung oder einer Kombination aus beidem her. Ein Bekanntes Synonym heutzutage ist der so genannte „Mausarm“. Das Ergebnis sind in jedem Fall stechende Schmerzen, die ein Arbeiten mit oder häufiges Bewegen der Hand schwierig bis unmöglich machen. Meistens betrifft es die Handgelenke, es kann aber, bei Skisportlern zum Beispiel, an den Füßen vorkommen.

Sehnenscheidenentzündung-Behandlung, wie sieht sie aus?

Die erste und beste Sehnenscheidenentzündung-Behandlung ist natürlich eine gute Vorsorge. Die Gelenke richtig halten, Fehlstellungen vermeiden und Überbelastung nach Möglichkeit auch. Wenn es allerdings bereits zum Problem gekommen ist, muss gehandelt werden, um eine längere Problematik zu verhindern. Kompression und Ruhigstellung, wie sie über eine Schiene erreicht werden können, sind erste Ansätze einer Sehnenscheidenentzündung-Behandlung. Auch längerfristig wird oft eine Schiene benötigt.

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Mit einigen Tricks, wie zum Beispiel dem Aufwärmen der Hände vor einer Anstrengung kann der Schmerz oft gemindert oder ganz verhindert werden. Von arzneilicher Seite werden bei schwereren Fällen oft Lokalanästhetika oder Cortison verwendet. Nichtsteroidale Antirheumatika oder andere Mittel gegen Entzündungen, wie zum Beispiel von nährstofflicher Seite aus Kräuter, Gewürze, Omega-3-Fettsäuren oder ein verminderter Kohlenhydratanteil runden eine Sehnenscheidenentzündung-Behandlung schließlich ab.

Sehnenscheidenentzündung Therapie:

Akut ist neben der Einnahme entzündungshemmender Analgetica (= Schmerzmittel) die Iontophorese (= Einbringen eines entzündungshemmenden Arzneimittels durch die Haut mittels elektrischem Strom) (z.B. mit Diclofenac) hilfreich. Auch Salben mit Diclophenac wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend.

Eine Schmerztherapie ist bei einer chronischen, therapieresistenten (= nichts hilft) Sehnenscheidenentzündung gefragt. Gegen die Kombination Schmerz und Entzündung verfügt die moderne, spezielle Schmerztherapie über äußerst wirksame Methoden:

  • Nervenblockaden unter Einbezug des vegetativen (= unwillkürlichen) Nervensystems.

Eine Seh nenscheidenen tzündung tritt mit Abstand am häufigsten im Bereich des Armes (Unterarm und Hand) auf. Zur Behandlung bietet sich hier die wiederholte Blockade (Betäubung) des Plexus brachialis (= Armnervengeflecht) an, in hartnäckigen Fällen kontinuierlich mit eingepflanztem Katheter*.

Ein nicht zu unterschätzender Vorteil dieser Behandlungsmethode ist, daß neben der erwünschten Hemmung der Nozizeption (= Schmerzreizleitung), sozusagen als Nebeneffekt, auch vegetative Nervenfasern (= unwillkürliches Nervensystem) mit einbezogen sind, dies gilt insbesondere für den Plexus brachialis (= großes Armnervengeflecht). Die daraus resultierende sympathikolytische (= gefäßerweiternde) Wirkung führt zu einer sehr deutlichen Mehrdurchblutung, die jeder entzündlichen (z.B. chronische Sehnenscheidenentzündung) oder degenerativen Schmerzursache kausal (= ursächlich) entgegenwirkt. Eine solche Durchblutungssteigerung kann mit einer systemischen Medikation (= eingenommene Mittel, die im ganzen Körper wirken) nie erreicht werden.

Betäubungsmittel auch entzündungshemmend

Daß örtliche Betäubungsmittel auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.

* Bei der kontinuierlichen Blockade des Plexus brachialis (= Armnervengeflecht) mit Katheter wird im Bereich der Innenseite des Oberarm es, nahe der Achselhöhle in örtlicher Betäubung der Armnerv mit einer Kanüle aufgesucht. Dann wird durch diese Kanüle hindurch ein dünner Kunststoffschlauch in die Ner venscheide (den Nerv umhüllendes Gewebe) eingeführt und nach oben, zur Schulter hin, vorgeschoben. In den nächsten 2-3 Wochen wird der Kunststoffschlauch mehrmals täglich (bei Bedarf auch nachts) mit einem örtlichen Betäubungsmittel aufgefüllt. Die Konzentration des Wirkstoffes wird so gewählt, dass die aktive Beweglichkeit erhalten bleibt, die Schmerzempfindlichkeit jedoch deutlich herabgesetzt oder aufgehoben ist. Im Stadium der deutlichen Schmerzlinderung oder Schmerzfreiheit kann dann intensiv und vor allem sinnvoll krankengymnastisch behandelt werden.

Wenn eine Sehnenscheidenentzündung längerfristig besteht, so ist davon auszugehen, dass bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.

Die beschriebene, invasive (= in den Körper eindringende) Therapiemethode der speziellen Schmerztherapie setzt eine sehr gründliche fachärztliche Ausbildung voraus, weshalb sie nur in spezialisierten Einrichtungen angeboten werden können. Insbesondere sind die kontinuierlichen Nervenblockaden mittels eingepflanztem Katheter in Deutschland nur in ganz wenigen Schmerzzentren (Schmerzkliniken) durchführbar.

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