Risse in der Zunge – Was hilft gegen diese Diagnose?

Zahlreiche Menschen haben ab und zu einmal mit Risse in der Zunge zu kämpfen. Oft gehen Betroffene in diesen Fall sofort davon aus, dass hinter dieser Veränderung eine ernste Erkrankung steckt. In vielen Fällen ist eine rissige Zunge aber doch eher harmlos.

Medizinisch gesehen, sind diese Risse in der Regel sogar bedeutungslos. So entstehen bei einer solchen Veränderung meist große quer, wie längs verlaufende Einkerbungen. Außerdem kann es aus den Verletzungen der Schleimhaut manchmal zu leichten  Blutungen kommen.

Viele Ursachen können für Risse in der Zunge verantwortlich sein. Menschen, die, zum Beispiel, eher wenig trinken, verfügen häufig über eine trockne, rissige Zunge. Hinzu kommt, dass ebenso virale und/oder bakterielle Infektionen, die gleichzeitig Fieber auslösen, Risse in der Zunge begünstigen.

Auch in diesem Fall ist es allerdings meist der Mangel an Flüssigkeit der die Zunge rissig werden lässt und keineswegs die Infektion selbst. Betroffene berichten außerdem oft, dass gerade der Verzehr von scharfen, wie säurehaltigen Nahrungsmitteln und Getränken jetzt sehr unangenehm ist. So löst der Genuss von Äpfeln, Orangensaft oder Chiligerichten meist brennende Schmerzen auf der rissigen Zunge aus.

Welche Symptome lösen Risse in der Zunge noch aus?

Häufig berichten Betroffene, die immer wieder unter einer rissigen Zunge leiden von zusätzlichen weiteren Beschwerden. Demnach kann Allgemein gesagt werden, dass Risse in der Zunge, sowie in der Mundschleimhaut oftmals weitere Probleme auslösen. In einigen Fällen tritt eine solche Veränderung der Zunge aber auch ohne weitere Symptome auf.

Leichtes Bluten, sowie eine weißliche Verfärbung hingegen gehört hier oft zu den zusätzlichen Symptomen einer rissigen Zunge. Außerdem können ebenfalls Verletzungen an der Zunge dazu führen, dass die Geschmackswahrnehmung beeinträchtigt wird. Säurehaltige Getränke, wie Lebensmittel lösen jetzt häufig ein unangenehmes Gefühl aus.

Welche Ursachen gibt es für Risse in der Zunge?

Durch Bisse auf der Zunge kommt es oftmals zu längs und/oder quer verlaufende Risse. Ebenso zählen aber auch angeborene Fehlanlagen des Schleimhautreliefs zu den häufigsten Ursachen, warum es wiederholt zu einer rissigen Zunge kommen kann. Hierbei handelt es sich um eine eher harmlose, relativ häufige Abweichung der normalen Hautfeinstruktur der Schleimhaut.

Betroffene haben in diesem Fall auch nicht mit einer negativen Beeinflussung der normalen Zungenfunktion zu kämpfen. Die Risse in der Zunge können bei diesen Personen sowohl symmetrisch, als auch asymmetrisch auftreten. In einigen Fällen leiden die Betroffenen außerdem manchmal an einem Zungenbrennen.

Ebenso kann aber auch ein chronischer Biotin-Mangel für eine rissige Zunge, sowie Entzündungen der Mundschleimhaut sorgen. Typisch ist hier meist auch, dass die Betroffenen zusätzlich mit Haarausfall, Blutarmut, wie mit Infektionen der Schleimhäute zu kämpfen haben. Um schlimmere Komplikationen zu vermeiden, gilt es in diesem Fall das fehlende Vitamin durch Nahrungsergänzungsmittel dem Körper zu zuführen.

Außerdem kann eine rissige Zunge in Zusammenhang mit einer Magen-Darm-Krankheit auftreten. So entstehen die Risse in der Zunge bei einer infektiösen Darmerkrankung meist durch den entstandenen Flüssigkeitsmangel. Dies gilt ebenfalls für chronische Magen-Darm Leiden.

Hat sich hingegen die Leber krankhaft verändert, führt dies oftmals zu einer rötlich-glänzenden Veränderung der Zungenoberfläche. Experten nennen dies „Lackzunge“. Auch eine akute Pilzinfektion kann Risse in der Zunge entstehen lassen. So zeigt sich die Zunge in diesem Fall nicht nur rissig, sondern ist auch gerötet und rau. In diesem Zusammenhang kommt es außerdem häufig zu weißen Belägen, sowie zu Kontaktblutungen.

Auch eine sogenannte Glossitis führt außerdem zu Rissen in der Zunge. Hierbei handelt es sich um eine Zungenentzündung, die wiederum in einigen Fällen durch Zahnerkrankungen und/oder Zahnprothesen ausgelöst werden kann. Nahrungsmittelunverträglichkeiten, sowie das Rauchen begünstigen ebenfalls eine Glossitis. Hinzu kommt, dass ebenso Erkrankungen, wie Diphterie, Scharlach, Syphilis, wie das Sjörgen-Syndrom von einer rissigen Zunge begleitet werden. Gleiches gilt für Stress, Lebererkrankungen, wie Diabetes.

Wie lassen sich Risse in der Zunge behandeln?

In erster Linie gilt es eine rissige Zunge erst einmal mit einfachen Hausmitteln zu behandeln. Wer ohnehin zu wenig trinkt, sollte außerdem seine Flüssigkeitszufuhr steigern. Oftmals stehen Risse in der Zunge damit in Zusammenhang, dass der Betroffene an einem Flüssigkeitsmangel leidet. Schon mit diesen einfachen Maßnahmen bilden sich die Veränderungen der Zunge oftmals zurück.

Darüber hinaus, gilt es stets auf eine konsequente, wie gründliche Mundhygiene zu achten. Bereits winzige Verletzungen auf der Oberfläche der Zunge können bakterielle Erreger in den Organismus leiten und hier für Infektionen sorgen. Verursacht die rissige Zunge außerdem Schmerzen können schon wenige Tropfen Glycerin die Beschwerden lindern. Hilfreich ist ebenfalls das Kauen harter Kost. Auf diese Weise lassen sich neue Zungenrisse vorbeugen. So sorgt das Kauen für eine vermehrte Speichelbildung, so die Schleimhäute besser befeuchtet werden.

Linderung und Besserung können ebenfalls spezielle Mundspülungen, sowie Salbeitee bescheren. Es gilt allerdings vorab darauf zu achten nicht zu aggressive Mundspüllösungen anzuwenden, denn diese können ansonsten Schmerzen verursachen. Es empfiehlt sich daher, die Mundspülungen stets mit Wasser zu verdünnen.

Wer mit Rissen in der Zunge zu kämpfen hat, sollte außerdem nicht zu viel an der Zunge manipulieren. Gerade der Kontakt zwischen Zunge und Zahnbürste kann alles nur noch schlimmer machen und Blutungen begünstigen. Bis die Zunge wieder abgeheilt ist, gilt es außerdem auf stark reizende Stoffe zu verzichten. Dies gilt ebenfalls für Nikotin und Alkohol, denn auch diese Substanzen treiben eine Veränderung der Schleimhaut meist voran und fördern das Abheilen nicht.

Des Weiteren kann ebenfalls ein Zahnarztbesuch helfen, wenn Risse in der Zunge für Probleme sorgen. Unter Umständen steht die rissige Zunge mit abgebrochenen Zähnen oder falsch sitzenden Zahnprothesen in Zusammenhang.

Fazit: In den meisten Fällen sind Risse in der Zunge kein Hinweis auf eine ernstzunehmende Erkrankung. Häufig handelt es sich hier lediglich um einen Flüssigkeitsmangel oder aber um eine Begleiterscheinung einer Infektion. Löst die rissige Zunge allerdings Schmerzen aus und es kommt auch nach einiger Zeit nicht zu einem Abheilen, ist es ratsam medizinische Hilfe zu suchen.

Risse in der Zunge – Was hilft gegen diese Diagnose?
5 (100%) 2 votes
Ähnliche Suchanfragen:

Ähnlich interessante Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Close