Nasenkrebs – Symptome, Ursachen und Heilungschancen

Es gibt inzwischen allzu viele Krebsarten. Doch kaum jemand weiß, dass es auch Nasenkrebs gibt. Juckt die Nase und ist extrem trocken, denken die meisten Betroffenen erst einmal an Heuschnupfen oder aber, dass zu trockne Luft für diese Probleme verantwortlich sind. Kommt es hingegen zu einer geröteten, wie geschwollenen Nase, schieben viele Betroffene dies auf eine Furunkel oder aber auf eine chronische Erkältung. In manchen Fällen haben einige auch das Gefühl, dass sich in Fremdkörper in der Nase befindet, obwohl nichts Nennenswertes tastbar ist. An Krebs denken hier die wenigsten.

Wertvolle Zeit geht jetzt allerdings verloren. Statt einen Hals-Nasen-Ohrenarzt aufzusuchen, kommen meist erst einmal Nasensprays, Anti-Allergika, wie Inhalationen zum Einsatz. Dabei gilt die Nase sogar als besonders krebsgefährdend, denn unser Riechorgan ist zahlreichen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Täglich durchströmen etwa 12.000 Liter Atemluft die Nase eines erwachsenen Menschen. Demnach werden auch gefährliche Staubpartikel, sowie Gase mit dieser Luft aufgesogen.

So befinden sich in der Nasenschleimhaut zwar sogenannte Haftmoleküle, die alles aus der Luft herausfiltern, was nicht in die Lunge gelangen soll, allerdings wird die Schleimhaut auf diese Weise mit verschiedenen Fremdsubstanzen belastet. Unter Umständen sind diese dann krebserregend.

Welche Nasenkrebsarten gibt es?

  1. Das Maligne Melanom

Das sogenannte Maligne Melanom ist eines der vier häufigsten Krebsgeschwulste, die im Nasenbereich auftreten können. So handelt es sich hier um den schwarzen Hautkrebs, welcher die gefährlichste Krebsart überhaupt darstellt. So gewinnt dieser in kurzer Zeit an Größe. Je nachdem, um welche Krebsform es sich handelt, kann dieser schon früh in den Knorpel der Nase oder gar in die Gesichtsknochen einwachsen.

Bei folgenden Symptomen gilt es den Fachmann aufzusuchen, wenn diese länger als zwei Wochen bestehen bleiben:

  • Krustenbildung in der Nase, sowie beständiges Nässen
  • Blutungen die spontan oder nach leichten Berührungen auftreten
  • Beständige rot entzündete Stelle, oft an der Nasenscheidewand zu finden
  • Juckreiz
  • Eine ins graue, blaue oder rote verfärbte angeschwollen Stelle innen oder außen an der Nase
  1. Das Spinaliom

Diese Nasenkrebsart bildet sich aufgrund von zu viel Sonne. So beginnt dieser Krebs meist auf dem Nasenrücken zu wachsen und fast nie im Inneren des Riechorgans. Anfangs kommt es hier zu abkratzbaren Hautveränderungen. Mit der Zeit können diese sich in einer Art Ekzem verwandeln. Daraus entwickelt sich dann ein warzenartiges Geschwür, worauf sich ein unangenehm riechender Belag ansiedelt.

  1. Das Basaliom

Die dritte Krebsart, die sich hier bilden kann, nennt sich Basaliom. Verschiedene Unterformen finden sich von dieser Art des Krebses. Zum Teil fressen sich einige davon recht zügig in die Tiefe des Gewebes. Im Vergleich zum schwarzen Hautkrebs, verändert sich das Basaliom meist in der Farbe nicht. Krustenbildung, ein knotiger Wachstum, sowie nässende Stellen gelten hier als erste Alarmsignale.

  1. Das Adenokarzinom

Das Adenokarzinom geht von den Drüsen aus, welche für die Nasenbefeuchtung zuständig sind. Als Berufskrankheit in der Holzwirtschaft ist diese Krebsart inzwischen anerkannt. Unklar ist allerdings nach, wie vor, ob lediglich die Stäube von Buchen- und Eichenholz für die Entstehung dieser Krebsart verantwortlich sind oder nicht ebenso Holzschutzmittel hier einen großen Einfluss besitzen. Anzeichen für das Adenokarzinom ist eine behinderte Nasenatmung, Nasenbluten, sowie ein chronischer Schnupfen. Betroffene klagen im fortgeschrittenen Stadium außerdem häufig über Kopfschmerzen. Manchmal kommt es durch Augenbewegungsstörrungen ebenfalls zu einem Sehen von Doppelbildern.

Wie wird Nasenkrebs behandelt?

In der Regel wird jede Art von Nasenkrebs während einer Operation entfernt. So wird hier entweder ein Teil der Nase entfernt oder aber gleich das ganze Riechorgan herausgenommen. Hat der Krebs hingegen schon auf den Wangen-, wie den Kieferknochen übergegriffen, kommt auch hier meist das Skalpell zum Einsatz. Je nachdem, wie weit der Krebs bereits vorangeschritten ist, kommt es nach dem chirurgischen Eingriff außerdem noch zu einer Chemotherapie und/oder eine Bestrahlung.

Was geschieht außerdem noch nach der Operation?

Kam es zu einer Operation an der Nase, sucht der behandelnde Arzt im Anschluss nach einer Möglichkeit die klaffende Wunde wieder zu verschließen. Mit Hilfe der plastischen Chirurgie werden hier in der Regel kleinere Defekte behoben. Musste hingegen die ganze Nase entfernt werden, erhalten Betroffene eine künstliche Nase. Diese wird heutzutage meist direkt am Knochen verankert. Ein Metallsteg wird somit über dem Gesichtsknochen an geklemmt und mit kleinen Schrauben fixiert. Die Kunstnase wird dann daraufgesetzt.

Als Materialart wird hier oftmals auf Silikon gesetzt, denn dieses weiche Material fügt sich unauffällig in das Gesicht ein. Wesentlich haltbarer ist allerdings eine Nase aus Acryl. Dieses Material ist nicht so empfindlich und härter in der Beschaffenheit. Diese Nachahmungen gelten als besonders gut, denn Fremde merken meist nicht, dass es sich um eine Kunstnase handelt.

Die Nase kann von den Patienten außerdem auf-, wie abgesetzt werden. So macht dies, zum Beispiel, bei einem Schnupfen Sinn, denn dieser kann sich auch ohne Nase bilden. Hinzu kommt, dass künstliche Nasen regelmäßig gereinigt, wie gepflegt werden müssen.

Was sind die Auslöser und Ursachen für Nasenkrebs?

Gerade Zigarettenrauch, aber ebenfalls Erdöl, Holzstaub, sowie Chemikalien der Eisenverhüttung gelten als Risikofaktoren, wenn Menschen sich diesen regelmäßig aussetzen. Als gefährlich werden meist leichtere, aber andauernde Reizungen der Nasenschleimhaut gesehen. Somit gilt dies ebenfalls für das Passivrauchen. Erst vor kurzer Zeit fanden Experten außerdem heraus, dass ebenso das Epstein-Barr-Virus eine Gefahr in dieser Hinsicht darstellen kann. So vermuten die Wissenschaftler, dass dieser Virus sowohl an der Entstehung von Multiple Sklerose, als auch von Nasenkrebs beteiligt ist.

Fazit: Nasenkrebs kann sich sowohl innen, als auch außen an der Nase bilden. Auch hier kann eine Früherkennung somit Schlimmes verhindern. Bildet sich der Tumor außen am Riechorgan, ist hier meist die Sonneneinstrahlung für die Entstehung dieser schweren Erkrankung verantwortlich. Da hier oftmals Menschen betroffen sind, die über eine sonnenempfindliche Haut verfügen, ist es wichtig sich nicht nur im Sommer mit Sonnencreme zu schützen.

Nasenkrebs – Symptome, Ursachen und Heilungschancen
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