Magenknurren – Warum macht der Magen Geräusche? – Borborygmus

Magenknurren ist etwas natürliches, trotzdem ist man peinlich berührt wenn andere es auch hören. Zwar kann der Magen natürlich nicht sprechen, dennoch ist er in der Lage auf sich aufmerksam zu machen. Durch Magengeräusche kann dieser demnach etwas über den Zustand des Verdauungssystems preisgeben. Haben wir, zum Beispiel, Hunger gibt der Magen oftmals ebenfalls ein lautes Knurren von sich. Aber, warum kommt es zu einem solchen Magenknurren?

Der Haushalt des Magens

Wer am Morgen lediglich schnell eine Tasse Kaffee trinkt und keine Zeit mehr für ein Frühstück hat, wird kurz darauf wahrscheinlich ein erstes Magenknurren vernehmen. Irgendwann meldet sich das Hungergefühl und der Magen gibt einen grollenden, grummelnden Ton von sich. So mancher fragt sich da bestimmt insgeheim wie dieses Magenknurren entsteht? Um diesen Vorgang allerdings begreifen zu können, müssen wir uns erst einmal mit den Aufgaben des Magens befassen.

Der Magen ist im Grunde nichts anderes als ein großer Muskel, der unter anderem zwei bedeutende Aufgaben erfüllt:

  1. Der Magen vermischt den Speisebrei mit der Magensäure.
  2. Der Magen transportiert seinen Inhalt Richtung Darm weiter.

Damit der Magen diese zwei Aufgaben zuverlässig erfüllen kann, bewegt er sich ständig in wellenförmigen Bewegungen. Diese Aktivität der Muskeln, also das Zusammenziehen, wie weiten des Magens nennen Experten auch Peristaltik. Ebenso nutzen Mediziner in diesem Zusammenhang immer wieder gerne den Begriff „Housekeeping“. Hiermit ist die Aufgabe des eigenständigen Sauberhaltens des Magens gemeint.

Wenn der Magen knurrt, bedeutet das Hunger?

Die ständigen wellenförmigen Bewegungen enden außerdem auch nicht, wenn wir längere Zeit keine Nahrung zu uns genommen haben. In diesem Fall befindet sich im Mageninneren dann vermehrt Wasser, wie Luft und auch dieser Inhalt gerät dann natürlich Schwingungen. Dies wiederum führt zu Geräuschen, die verstärkt werden, weil der leere Magen jetzt mit einem Klangkörper verglichen werden kann. Ähnlich, wie bei einem Dudelsack kommt es dann zum lautstarken Magenknurren, welches nicht nur der Betroffene selbst hören kann.

Manchmal kommt es auch direkt nach dem Essen zu Magengeräuschen. Nicht immer steckt hier jetzt der Magen hinter dem Knurren. So erzeugt nicht nur dieser Geräusche, denn ebenso gibt der Darm gerne grummelnde, wie gluckernde Töne von sich.

Gilt es bei Magengeräuschen einen Arzt aufzusuchen?

Auch, wenn das Magenknurren unter Umständen etwas bedrohlich erscheint, sind diese Töne im Grunde stets völlig harmlos. Jeder Mensch hat ab und zu mit Magengeräuschen zu kämpfen und in der Regel steckt hier keine ernste Erkrankung hinter dem Knurren, wie Grummeln.

Lediglich, wenn das Knurren des Magens unnatürlich laut auftritt und kontinuierlich zugegen ist, ist es empfehlenswert einen Mediziner um Rat zu fragen. Dies gilt vor allem dann, wenn noch weitere Symptome, wie Sodbrennen, Magendrücken oder Übelkeit zu den Magengeräuschen hinzukommen.

Was hilft gegen Magenknurren?

Magenknurren ist weder schlimm, noch ist es ein Grund sich zu schämen. Dennoch empfinden einige Menschen dies als unangenehm, wenn der Magen plötzlich lautstark ein Knurren von sich gibt. In so mancher Situation, wie zum Beispiel, bei einer Vorlesung, wo eigentlich völlige Stille in einem Raum herrscht, ist es einigen peinlich, wenn der Magen immer wieder ein lautes Knurren von sich gibt. Schließlich zieht ein solches Geräusch oftmals alle Blicke auf einen.

Folgende Tipps können bei Magenknurren helfen:

  • Mit vollem Mund zu sprechen, zeugt in der heutigen Gesellschaft für schlechtes Benehmen. Dieses gilt es aber ebenso zu unterlassen, wenn man ein Magenknurren verhindern möchte, denn durch das Sprechen beim Kauen gelangt noch mehr Luft ins Mageninnere. Außerdem ist es ratsam langsam zu essen und die Nahrung gründlich zu kauen.
  • Wer häufig mit Magengeräuschen zu kämpfen hat, sollte blähende Nahrungsmittel, wie Bohnen, Kohl, Fast Food und Co meiden. So erzeugen die Gase zwar kein Magenknurren, aber meist kommt es in diesem Fall zu Darmgeräuschen, die gerne mit den Erstgenannten verwechselt werden.
  • Trinken Sie vorzugsweise stilles Wasser, denn kohlensäurehaltige Getränke verursachen oftmals ebenfalls Magengeräusche.
  • Haben Sie immer einen kleinen Snack zu Hand, können Sie den kleinen Hunger zwischendurch stillen und demnach Magenknurren vermeiden.
  • Es gibt einige Gewürze die entblähende Eigenschaften mitbringen. Kümmel, sowie Fenchelsamen können helfen die Geräusche des Magens zu reduzieren.
  • Überkommt Sie der Hunger, versuchen Sie einfach an Etwas anderes zu denken. Manchmal lässt sich der Magen auf diese Weise überlisten.

Kommt es extrem häufig zu einem Magenknurren, kann dies auch mit falschen Essgewohnheiten in Zusammenhang stehen. Das Auslassen von Mahlzeiten oder aber auch unregelmäßige Essenszeiten können demnach dafür verantwortlich sein, dass der Magen häufiger knurrende Geräusche von sich gibt. Somit macht es Sinn, über den Tag verteilt mehrere kleine Essensrationen zu sich zu nehmen und die drei Hauptmahlzeiten stets einzuhalten.

Das Vermeiden von Stress im Alltag, eine gesunde Lebensweise, sowie regelmäßige Bewegung wirken sich ebenso positiv auf die Verdauung aus und verbessern das allgemeine Wohlbefinden.

Fazit: Magenknurren, kennt wahrscheinlich jeder. Nicht immer ist es hier der Hunger, der dafür sorgt, dass der Magen lautstark grummelt, wie knurrt. Eine ernstzunehmende Krankheit steckt in der Regel aber nicht hinter den Magengeräuschen. Manchmal ist es einfach zu viel Luft oder Wasser, welches sich bemerkbar macht.

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