Fußsohlen Schmerzen – Ursachen und Behandlung

Die meisten Menschen bekommen ihn am Morgen zu spüren nach dem Aufstehen – Einen stechenden Schmerz in der Fußsohle, der jeden Schritt erst einmal zur Qual werden lässt. Nach einiger Zeit lässt dieser dann zwar nach, aber am nächsten Morgen beginnt das Spiel wieder von vorne und mit jedem Tag wird der Schmerz stärker.

Wer diese Beschwerden bei sich bemerkt, hat sich unter Umständen die Sehnenplatte der Fußsohle entzündet. Mediziner sprechen in diesem Fall auch von der Erkrankung namens Plantarfasziitis. Was sich hier sehr kompliziert anhört, ist aber in der Regel behandelbar.

Was verursacht Fußsohlen Schmerzen?

In der Regel entsteht eine Plantarfasziitis durch eine zu starke Belastung der Fußsohlen. Vor allem Sportler, die während ihres Trainings viel springen, wie laufen, können von diesem gesundheitlichen Problem oftmals ein Lied singen. Gleiches gilt aber ebenso für Menschen, die in ihrem Beruf viel stehen und herumgehen.

Hinzu kommt, dass ebenfalls Verletzungen an der Fußsohle dieses Krankheitsbild auslösen können. Theoretisch kann diese Erkrankung außerdem in einem jeden Alter auftreten. Meist kommt es aber ab dem 40. Lebensjahr zu einer Plantarfasziitis. Experten vermuten, dass dies mit dem Verschleiß in Zusammenhang steht, der sich jetzt allmählich bemerkbar macht.

Was ist der Unterschied zwischen einer Plantarfasziitiis und einem Fersensporn?

Häufig beginnt eine Plantarfasziitis mit Schmerzen in der Ferse. Dennoch gilt es diese Krankheit nicht mit einem Fersensporn zu verwechseln. So handelt es sich beim Fersensporn um einen zusätzlichen kleinen knöchernen Auswuchs an der Ferse, der nicht zwingend schmerzen muss.

Wer, allerdings längere Zeit mit einer entzündeten Sohlenplatte herumläuft, muss damit rechnen, dass dies wiederum einen Fersensporn auslösen kann. Außerdem können Schmerzen im hinteren Fersenbereich, die eventuell bis in die Wade ausstrahlen ebenfalls ein Hinweis darauf sein, dass hier eine Schleimbeutelentzündung an der Achillessehne vorliegt.

Wer demnach in regelmäßigen Abständen Schmerzen in der Fußsohle verspürt, sollte diese nicht allzu lange ignorieren, sondern einen Spezialisten aufsuchen. Ansonsten besteht hier das Risiko, dass eine Schonhaltung eingenommen wird, die wiederum für Schäden an der Wirbelsäule sorgen kann.

Wie lässt sich eine Plantarfasziitis und demnach Fußsohlen Schmerzen behandeln?

Auch bei diesem Krankheitsbild finden sich verschiedene Therapiemöglichkeiten. Zu aller erst kommen hier demnach erst einmal konservative Behandlungen in Betracht, wie das Dehnen der Plantarfaszie, wie der Fußmuskulatur. So raten Spezialisten dazu, in diesem Fall die Fußsohle auf einen Igelball zu stellen und  diesen unter Druck in Längsrichtung hin und her zu rollen.

Außerdem können Fußsohlen Schmerzen gelindert werden, indem individuell gefertigte orthopädische Schuheinlagen zum Einsatz kommen. Diese können die schmerzhaften Qualen erheblich lindern und sowohl einer Fußfehlstellung, als auch einer Überbelastung entgegenwirken. Das Dehnen können diese Einlagen aber nicht ersetzen, so dass diese zusätzlich zum Einsatz kommen sollten. Auch spezielle Massagen am Fuß, sowie Fazien-Techniken können hier unter Umständen Linderung verschaffen. Sind die Schmerzen an der Fußsohle hingegen kaum mehr auszuhalten, verschreiben Mediziner durchaus entsprechende Schmerzmittel.

Ebenso hilfreich kann außerdem die Stoßwellentherapie in diesem Fall sein, allerdings müssen die Kosten dieser Behandlung meist von den Patienten selbst getragen werden. Hochenergetische Schallwellen werden hier auf die schmerzende Stelle gerichtet. Auf diese Weise soll es zu einer schnelleren Heilung kommen. Wissenswert ist hier aber, dass eine solche Therapie in einem akuten Stadium Schmerzen auslösen kann.

Helfen all diese Maßnahmen nicht gegen die Fußsohlen Schmerzen kann der Mediziner auch eine Operation in Betracht ziehen. So macht der Arzt in diesem Fall einen kleinen Schnitt am Innenrand der Ferse. Auf diese Weise soll der Druck auf dem Gewebe verringert werden. Vier Wochen nach dieser OP Gilt es dann mit gezielten Übungen den Fuß zu dehnen, sowie zu kräftigen.

Lassen sich Schmerzen in der Fußsohle vorbeugend behandeln?

Wer Fußsohlen Schmerzen vermeiden möchte und demnach eine Plantarfasziitis verhindern will, sollte seine Füße in regelmäßigen Abständen kräftigen, sowie dehnen. Neben diesen Übungen ist es außerdem sinnvoll öfter einmal in den eigenen vier Wänden barfuß zu laufen. Auch Greifübungen für die Zehen gilt es hier nicht zu vergessen. Sportler dagegen sollten darauf achten ihr Trainingspensum nur langsam zu steigern, denn so beugt man einer Überbelastung am ehesten vor. Hinzu kommt, dass auch Übergewicht, sowie falsches Schuhwerk dafür sorgen können, dass die Fußsohle schmerzt.

Fazit: Fußsohlen Schmerzen können verschiedene Gründe haben. Oftmals kämpfen Menschen mit diesen Qualen, die in ihrem beruflichen Alltag viel stehen, wie gehen. Auch Sportler, die während ihres Trainingsprogramms viel springen und laufen, haben schnell mal mit einer Plantarfasziitis zu kämpfen. Demnach führen meist Überbelastungen der Sehnenplatte in der Fußsohle dazu, dass es hier zu schmerzhaften Entzündungen kommt.

Durchaus lässt sich eine solche aber mit gewissen Maßnahmen vorbeugen. Ist es hingegen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einer Plantarfasziitis gekommen, gilt es mit dem Arztbesuch nicht allzu lange zu warten, denn die Schmerzen in den Fußsohlen verstärken sich mit der Zeit. Ein schnelles Handeln kann auch hier für eine schnellere Heilung sorgen.

Fußsohlen Schmerzen – Ursachen und Behandlung
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Autor: Robert Milan

Der Autor ist seit dem Jahr 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.

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