Antistatische Einlegesohlen
Wie funktionieren Antistatische Einlegesohlen?
Antistatisches Schuhwerk ist immer dann empfehlenswert, wenn die elektrostatische Aufladung reduziert werden soll. Die Ausstattung von Sicherheitsschuhe enthält automatisch antistatische Lauf- und Zwischensohlen. Doch was ist, wenn man keine Sicherheitsschuhe benötigt, aber trotzdem die elektrostatische Aufladung verringern muss? Hier sind antistatische Einlegesohlen eine hilfreiche Lösung.

Elektrische Ladung …
… entsteht immer dort, wo Reibung gegeben ist – vor allem im Winter bei trockener Heizungsluft. Aber auch Gummisohlen sind oft für den Stromschlag verantwortlich. Normalerweise besitzt
jeder Körper gleichermaßen positive und negative Energie, deren Wirkung sich gegenseitig aufhebt. Die Körper bleiben elektrisch neutral. Durch Reibung kann man jedoch elektrische Energie auf einen anderen Körper übertragen, sodass diese sich irgendwo entladen muss. Ein Beispiel: Reibt man einen Luftballon am Wollpullover, so lädt dieser sich auf (die Elektronen werden auf den Luftballon übertragen).
Hier spricht man von Elektronenaffinität. Der Pullover verliert negative Elektronen, der Ballon nimmt sie auf. Der Ballon wird negativ, der Pullover positiv. Bei entsprechender negativer Ladung ist diese so hoch, dass beim Kontakt mit einem elektrischen Leiter die überflüssigen Elektronen sozusagen schlagartig abgegeben werden. Nun ist das Gleichgewicht wiederhergestellt.
Was bedeutet Antistatik bei Schuhe und Einlegesohlen?
Es ist die Definition für den Umfang des elektrischen Durchgangswiderstandes. Bei bereits antistatisch hergestellten Schuhe darf dieser nicht geringer als 100 k Ohm, aber auch nicht größer als 1.000 M Ohm sein (bei trockener und feuchter Atmosphäre).
Fehlt beim Schuhwerk die antistatische Ausstattung, kennt jeder die schmerzhaften Folgen – Stromschlag (gerade im Winter bei trockener Luft). Daher sind antistatische Einlegesohlen eine gute Alternative zu Sicherheitsschuhen, die man im Büro in einem Raum voller Computer sicher nicht benötigt.
Wo bekomme ich Antistatische Einlegesohlen ?
Wer antistatische Einlegesohlen tragen sollte
Gerade im Bereich Arbeitsschutz gibt es Vorschriften, die unbedingt eingehalten werden müssen. Jeder kann sich vorstellen was passieren wird, wenn sich elektrostatische Entladungen in Rechenzentren, Computer-Chip- und CD-Produktionen oder in explosionsgefährdeten Räumen ergeben.
Auch am heimischen Computer kann eine solche Entladung schlimme Folgen haben. Mit antistatischen Einlegesohlen ist man auf der sicheren Seite. Reicht die antistatische Einlegesohle nicht aus, kann auf Arbeitsschuhe zurückgegriffen werden, denn sie schützen garantiert vor Entladungen.
Antistatische Einlegesohlen gibt es auch als orthopädische Einlagen. Übrigens sollte man diese Art Sohlen stets nach dem Tragen lüften und trocknen.
Antistatische Einlegesohlen – Bestandteile und Vorschriften
Antistatische Einlegesohlen sind meist aus saugfähigem Jutefilz gefertigt und sollten, sofern sie am Arbeitsplatz getragen werden, der DIN 54345-Norm entsprechen. Oftmals enthalten sie auch Aktivkohle, was zusätzlich Fußgeruch entgegenwirkt. Jutefilz hält außerdem die Füße trocken, da dieser sehr saugfähig ist.
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Damit muss man rechnen
Nicht in jedem Schuhgeschäft erhält man antistatische Einlegesohlen, doch das Internet hilft an dieser Stelle weiter. Preislich muss man ab ca. 2,80 Euro bis ca. 30 Euro rechnen. Sind orthopädische antistatische Einlagen notwendig, kann man sich gegebenenfalls an die Berufsgenossenschaft wenden (sofern die Einlagen für den Arbeitsplatz vorgesehen sind). Diese übernimmt gegebenenfalls die Kosten.
Fazit
Antistatische Einlegesohlen sind vor allem am Arbeitsplatz sinnvoll, wenn elektrische negative Ladung gefährlich werden kann (z. B. Computer). Man kann sie auch in normalen Schuhen verwenden, doch hilft ihre Wirkungsweise wenig, wenn man Schuhe mit Gummisohlen trägt.
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