4G Health Welcher Arzt passt?
☰ Menü

Borderline-Test: 10 Fragen, Einordnung & passende Hilfe

Starke Gefühle, Verlustangst oder ein wechselndes Selbstbild können verunsichern. Dieser kostenlose Borderline-Test hilft Erwachsenen, eigene Erfahrungen zu ordnen. Alle zehn Fragen stehen offen untereinander. Erst nach dem Abschicken erhalten Sie eine sachliche Einordnung mit passenden Anlaufstellen. Ohne Anmeldung und ohne E-Mail-Adresse.

So nutzen Sie den Check: Denken Sie bei den ersten acht Fragen an wiederkehrende Erfahrungen über längere Zeit, nicht nur an den heutigen Tag. Anschließend geht es um persönliche Krisenerfahrungen und Ihre Alltagsbelastung. Sie können „Unsicher“ wählen und die persönliche Frage auslassen. Der Check ist eine redaktionelle Orientierung, kein validierter Diagnosetest. Er ist für Ihre eigene Einschätzung gedacht, nicht zur Beurteilung einer anderen Person.

Falls Sie gerade in einer Krise sind: Bei unmittelbarer Gefahr, sich etwas anzutun, oder einer schweren Verletzung wählen Sie in Deutschland 112. Für ein vertrauliches Gespräch ist die TelefonSeelsorge unter 116 123 kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Dafür brauchen Sie den Test nicht abzuschließen.

4G HEALTH · Selbstcheck
Borderline-Selbsttest

Alle zehn Fragen auf einen Blick. Wählen Sie je Frage eine Antwort und lassen Sie anschließend Ihre Angaben einordnen.

Kostenlos · Ohne Anmeldung · Der Test sendet oder speichert Ihre Antworten nicht

  1. Wechseln Ihre Gefühle wiederholt sehr stark?

    Erleben Sie häufig intensive Gefühlswechsel, etwa von Verbundenheit zu Angst, Wut oder Verzweiflung, und fällt es Ihnen schwer, wieder zur Ruhe zu kommen?

    Gemeint ist ein wiederkehrendes Muster über längere Zeit, nicht nur ein einzelner schlechter Tag.

  2. Belastet Sie die Angst, verlassen zu werden?

    Lösen tatsächliche oder vermutete Distanz und Zurückweisung wiederholt starke Angst aus, auf die Sie nur schwer Einfluss nehmen können?

    Die Frage bewertet weder Ihren Wert noch das Verhalten anderer. Verlustangst allein bedeutet keine Borderline-Persönlichkeitsstörung.

  3. Erleben Sie Beziehungen wiederholt als sehr wechselhaft?

    Wechselt Ihr Erleben nahestehender Menschen wiederholt zwischen großer Nähe und starker Enttäuschung oder Ablehnung, sodass Beziehungen belastet werden?

    Ein einzelner Streit oder das Ende einer Beziehung ist damit nicht gemeint.

  4. Ist Ihr Bild von sich selbst häufig instabil?

    Schwankt stark, wer Sie sein möchten, was Ihnen wichtig ist oder wie Sie sich selbst einschätzen, und verunsichert Sie das wiederholt?

    Entwicklung und neue Lebensziele sind normal. Hier geht es um ein ausgeprägtes, wiederkehrend belastendes Erleben.

  5. Spüren Sie häufig innere Leere?

    Erleben Sie wiederholt ein anhaltendes Gefühl von innerer Leere oder fehlender innerer Verbundenheit?

    Innere Leere kann unterschiedliche Ursachen haben und ist kein eindeutiges Borderline-Merkmal.

  6. Ist intensive Wut für Sie schwer zu regulieren?

    Erleben Sie wiederholt starke Wut oder Ärger, die Sie kaum beruhigen können und die Sie selbst oder Ihr Miteinander belasten?

    Wut muss nicht nach außen sichtbar sein. Sie können auch innerlich stark darunter leiden.

  7. Handeln Sie wiederholt impulsiv zu Ihrem Nachteil?

    Kommt es wiederholt zu schwer steuerbaren Entscheidungen, etwa bei Ausgaben, Essen oder Substanzkonsum, die Ihnen anschließend Probleme bereiten?

    Es geht nicht um spontane Freude oder einzelne Fehlentscheidungen. Selbstverletzung wird gesondert in Frage 9 angesprochen.

  8. Fühlen Sie sich unter starkem Stress zeitweise fremd oder unwirklich?

    Fühlen Sie sich unter Belastung wiederholt von sich selbst oder Ihrer Umgebung abgetrennt, oder werden Sie vorübergehend ungewöhnlich misstrauisch?

    Solche Erfahrungen können auch bei anderen Belastungen oder Erkrankungen vorkommen. Beschreiben Sie sie bei Bedarf fachlich, ohne sich selbst ein Etikett zu geben.

  9. Gab es Selbstverletzung oder Gedanken, nicht mehr leben zu wollen?

    Welche Antwort passt zu Ihrer Erfahrung mit Selbstverletzung, einem starken Drang dazu oder Gedanken, sich das Leben zu nehmen?

    Sie dürfen diese persönliche Frage auslassen. Die Antwort dient der Empfehlung für Unterstützung und wird nicht als Diagnosekriterium gezählt.

  10. Wie lange und wie stark belasten Sie die beschriebenen Erfahrungen?

    Welche Aussage beschreibt am besten, ob diese Erfahrungen Ihre Beziehungen, Arbeit, Ausbildung oder Ihren Alltag beeinträchtigen?

    Die Zeitangaben sind Orientierungshilfen, keine diagnostischen Grenzwerte. Auch neu aufgetretene Belastungen verdienen Unterstützung.

0 von 10 Fragen beantwortet

Für die automatische Auswertung wird JavaScript benötigt. Die Fragen bleiben lesbar; Hinweise zur ärztlichen Einordnung finden Sie direkt unter dem Test.

Was bedeutet das Ergebnis des Borderline-Tests?

Das Ergebnis beschreibt einen möglichen nächsten Schritt, keine Wahrscheinlichkeit für Borderline. Es gibt weder eine Prozentzahl noch eine Einteilung in „leicht“, „mittel“ oder „schwer“. Die eigene Auswertungslogik orientiert sich zuerst am angegebenen Unterstützungsbedarf bei Selbstverletzung oder Suizidgedanken und anschließend an Dauer und Belastung. Die Zahl der bejahten Merkmale wird nicht als diagnostischer Grenzwert verwendet.

Ihre Angaben Worum es bei der Empfehlung geht
Aktuelle oder kürzlich aufgetretene Selbstverletzung, entsprechender Drang oder Suizidgedanken Heute erreichbare fachliche Unterstützung hinzunehmen; unmittelbare Gefahr gesondert behandeln.
Frühere Krisenerfahrungen, derzeit nicht Vorgeschichte bei Bedarf besprechen und gemeinsam Vorsorge für erneute Krisen treffen.
Seit Monaten oder Jahren wiederkehrende Alltagsbelastung Psychotherapeutische oder psychiatrische Abklärung vereinbaren.
Erst seit Kurzem belastet Aktuelle Veränderungen und mögliche andere Ursachen einordnen lassen.
Einzelne Erfahrungen, offene Angaben oder keine bejahten Merkmale Keine Diagnose und kein Ausschluss. Beratung bleibt möglich, wenn Sie Fragen oder Sorgen haben.

„Unsicher“ und „möchte ich nicht beantworten“ werden nicht als Nein gewertet. Auch wenige bejahte Fragen sind kein Grund, sich notwendige Hilfe zu verwehren. Ändern Sie nach der Auswertung eine Antwort, verschwindet die bisherige Einschätzung, bis Sie erneut abschicken. Die Rückmeldung ist keine Einschätzung Ihres individuellen Suizidrisikos.

Welche Merkmale können bei Borderline vorkommen?

Eine Borderline-Persönlichkeitsstörung kann das Regulieren intensiver Gefühle, das Selbstbild und das Erleben von Beziehungen betreffen. Hinzukommen können starke Verlustängste, innere Leere, Impulsivität oder Schwierigkeiten mit Wut. Unter Stress sind zeitweise Fremdheitsgefühle oder ausgeprägtes Misstrauen möglich. Selbstverletzung und Suizidgedanken können auftreten, müssen aber nicht bei jeder betroffenen Person vorhanden sein. Die NHS-Übersicht zu Borderline-Symptomen beschreibt diese unterschiedlichen Bereiche.

Diese Erfahrungen sind keine Charakterfehler. Zugleich bedeutet nicht jede starke Reaktion eine psychische Erkrankung. Entscheidend sind unter anderem Verlauf, Häufigkeit, Ausprägung, Lebensumstände und Beeinträchtigung. Der Überblick zur deutschen S3-Leitlinie betont die über verschiedene Lebenssituationen auftretenden Muster. Ein einzelner Streit, eine Trennung oder ein belastender Monat kann dieses Gesamtbild nicht ersetzen.

Was ist mit „stillem Borderline“ gemeint?

Der Ausdruck wird im Alltag für eher nach innen gerichtetes Leiden verwendet. In diesem Check ist er keine eigene Diagnosekategorie. Dass jemand nach außen ruhig wirkt, sagt wenig darüber aus, wie belastet er sich innerlich fühlt. Beschreiben Sie deshalb Ihre Erfahrungen möglichst konkret, statt sich anhand eines Internetbegriffs selbst einer Untergruppe zuzuordnen.

Wie wird eine Borderline-Persönlichkeitsstörung festgestellt?

Eine fachliche Diagnostik beruht auf einem ausführlichen Gespräch über Beschwerden, Lebensgeschichte, Beziehungen, Alltag und andere Erkrankungen. Je nach Situation werden strukturierte Interviews oder Fragebögen eingesetzt. Es geht auch darum, andere Erklärungen und gleichzeitig bestehende Belastungen zu erkennen. Die NHS-Information zur Diagnostik erläutert, warum dafür eine spezialisierte Beurteilung nötig ist.

Sie müssen im ersten Gespräch keine fertige Diagnose mitbringen. Hilfreich sind konkrete Beispiele: Was war der Auslöser, was haben Sie erlebt, wie lange hielt es an und welche Folgen hatte es? Falls Sie bereits behandelt werden, können Sie Ihre Fragen und das Testergebnis dort ansprechen. Eine bestehende Diagnose oder Therapie sollte nicht aufgrund dieses Online-Checks verändert werden.

Borderline, ADHS, Trauma oder bipolare Störung?

Beschwerden können sich überschneiden. Impulsivität kann beispielsweise auch bei ADHS vorkommen; starke Anspannung, Fremdheitsgefühle und Beziehungsschwierigkeiten können bei traumabezogenen Störungen auftreten. Bei einer bipolaren Störung sind unter anderem Phasen deutlich veränderter Stimmung und Energie relevant. Eine Abgrenzung allein nach einem Symptom oder der Dauer eines einzelnen Gefühlswechsels ist nicht zuverlässig. Mehrere Erkrankungen können auch gleichzeitig bestehen. Das NIMH erläutert Überschneidungen und Begleiterkrankungen.

Ist dieser Selbsttest ein MSI-BPD oder BSL-23?

Nein. Dieser Check verwendet eigene Fragen und eine eigene, nicht klinisch validierte Empfehlungssystematik. Er bildet weder den MSI-BPD noch die BSL-23 ab und übernimmt keine ihrer Punkteskalen. Auch fachlich eingesetzte Fragebögen sind jeweils für bestimmte Zwecke gedacht und müssen im passenden Kontext interpretiert werden. Die Anzahl der hier bejahten Antworten lässt sich nicht in einen Wert eines anderen Tests umrechnen.

Welcher Arzt oder Therapeut ist die richtige Anlaufstelle?

Für eine erste Einordnung sind eine psychotherapeutische Sprechstunde oder die Psychiatrie und Psychotherapie passend. Dort lassen sich Beschwerden, mögliche Diagnosen und Behandlungsbedarf gemeinsam besprechen. Fragen Sie bei der Terminvereinbarung nach Erfahrung mit Persönlichkeitsstörungen oder Schwierigkeiten der Emotionsregulation. Auch Ihre Hausarztpraxis kann unterstützen und die weitere Versorgung koordinieren.

Eine psychotherapeutische Sprechstunde können Sie direkt bei einer Praxis anfragen. Für dieses Erstgespräch benötigen Sie keine ärztliche Überweisung. Der Patientenservice 116117 erklärt die Möglichkeiten zur Terminvermittlung; für die erste Sprechstunde ist kein Vermittlungscode nötig. Ein Erstgespräch bedeutet noch nicht automatisch, dass unmittelbar ein längerfristiger Therapieplatz verfügbar ist.

Ein möglicher Gesprächseinstieg: „Meine Gefühle wechseln oft sehr stark, und das belastet meine Beziehungen. Ich möchte verstehen, was dahintersteckt und welche Hilfe sinnvoll ist.“ Notieren Sie zwei Alltagssituationen und Ihre wichtigsten Fragen. Sie können offen sagen, wenn Ihnen ein Thema unangenehm ist oder Sie Zeit brauchen.

Wie lässt sich Borderline behandeln?

Eine Borderline-Persönlichkeitsstörung ist behandelbar. Im Mittelpunkt steht eine geeignete Psychotherapie. Zu den spezialisierten Ansätzen gehört die dialektisch-behaviorale Therapie (DBT), in der unter anderem Fertigkeiten zum Umgang mit Anspannung, Gefühlen und zwischenmenschlichen Schwierigkeiten erarbeitet werden. Auch mentalisierungsbasierte Behandlung (MBT) ist eine Möglichkeit. Welche Behandlung passt, hängt von Beschwerden, Zielen und verfügbaren Angeboten ab. Die NHS-Übersicht zur Behandlung erklärt unterschiedliche Verfahren.

Medikamente sind keine allgemeine Behandlung des Borderline-Musters. Sie können im Einzelfall wegen gleichzeitig bestehender Erkrankungen oder besonderer Behandlungssituationen erwogen werden. Die NICE-Leitlinie empfiehlt keine spezifische medikamentöse Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung oder ihrer einzelnen Kernsymptome. Ändern oder beenden Sie bestehende Medikamente deshalb nicht selbst, sondern sprechen Sie darüber mit der verordnenden Praxis.

Behandlungsziele dürfen konkret sein: besser mit hoher Anspannung umgehen, Beziehungen verlässlicher gestalten oder den Alltag wieder bewältigen. Fortschritte können schrittweise entstehen. Eine Diagnose beschreibt ein behandelbares Beschwerdemuster und legt nicht fest, wie sich Ihr Leben entwickeln wird.

Unterstützung in einer Krise – abgestuft nach Bedarf

Für anhaltende Belastungen ohne unmittelbare Gefahr ist ein Praxis- oder Therapietermin der passende Weg. Bei aktuellen Suizidgedanken, Selbstverletzung oder starkem Drang dazu sollten Sie noch heute eine erreichbare Fachperson oder einen örtlichen Krisendienst kontaktieren. Wenn möglich, bleiben Sie damit nicht allein und beziehen Sie eine vertraute Person ein. Bei dringendem medizinischem Bedarf außerhalb der Sprechzeiten unterstützt die 116117.

Besteht unmittelbare Gefahr, dass Sie sich etwas antun, oder liegt eine schwere Verletzung vor, wählen Sie 112. Die Information von gesund.bund.de zu psychischen Krisen erklärt diese Abstufung. Die TelefonSeelsorge ist unter 116 123, 0800 1110111 oder 0800 1110222 kostenlos und rund um die Uhr für Gespräche erreichbar; sie ersetzt bei unmittelbarer Gefahr keinen Rettungsdienst. Diese Angaben gelten für Deutschland.

Häufige Fragen zum Borderline-Selbsttest

Kann ein Online-Test sagen, ob ich Borderline habe?

Nein. Dieser Check kann helfen, Erfahrungen zu sortieren und einen nächsten Schritt zu finden. Eine Diagnose erfordert eine fachliche Untersuchung, die Verlauf, Umfeld und andere mögliche Ursachen berücksichtigt.

Wie viele Ja-Antworten bedeuten Borderline?

Für diesen redaktionellen Selbsttest gibt es keinen diagnostischen Grenzwert. Auch viele Ja-Antworten beweisen keine Borderline-Persönlichkeitsstörung, und wenige Antworten schließen sie nicht aus.

Ist Borderline ohne Selbstverletzung möglich?

Ja. Nicht alle Betroffenen erleben alle möglichen Symptome. Umgekehrt kann Selbstverletzung auch andere Hintergründe haben. Sie sollte unabhängig von einer bestimmten Diagnose ernst genommen und fachlich besprochen werden.

Kann ich den Test für meine Partnerin oder meinen Partner ausfüllen?

Er ist als Selbsteinschätzung gedacht. Antworten aus der Außenperspektive erlauben keine Diagnose über eine andere Person. Beschreiben Sie konkrete Schwierigkeiten in der Beziehung, ohne Ihrem Gegenüber eine Störung zuzuschreiben.

Ist der Test auch für Jugendliche geeignet?

Dieser Check richtet sich an Erwachsene. Jugendliche können sich bei entsprechenden Belastungen an Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie oder Kinder- und Jugendpsychiatrie wenden. Belastungen verdienen auch ohne fertige Diagnose Unterstützung.

Kann ich eine persönliche Frage auslassen?

Ja. Bei Frage 9 können Sie „Unsicher / möchte ich nicht beantworten“ wählen und den Check trotzdem abschließen. Die Auswertung macht daraus kein Nein und keine Aussage darüber, ob Sie gerade sicher sind.

Werden meine Antworten gespeichert oder verschickt?

Das Programm des Selbsttests verarbeitet Ihre Auswahl im Browser. Es sendet die Antworten nicht und speichert sie nicht dauerhaft. Für allgemeine Dienste der Website gelten deren Datenschutzhinweise. Eine Registrierung ist nicht erforderlich.

Quellen und weiterführende Informationen

Mehr anzeigen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"