ICD-10-GM 2026 · 22 Kapitel
ICD-10-Diagnoseschlüssel verständlich erklärt
Was bedeutet der Code auf Ihrem Befund? Finden Sie das passende Kapitel, lesen Sie die Erklärung und gelangen Sie zu weiterführenden Ratgebern auf 4G HEALTH.
Suche in 113 ausgewählten Code-Erklärungen. Auch Schreibweisen wie E1190 werden erkannt.
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Alle 113 Code-Erklärungen →Was ist die ICD-10-GM?
Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme ordnet Diagnosen, Symptome und weitere gesundheitsbezogene Angaben in ein gemeinsames System ein. Die deutsche Anpassung heißt ICD-10-GM. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlicht die jeweilige Jahresfassung. Dieses Verzeichnis orientiert sich an der Version 2026.
Die Schlüssel werden insbesondere für die Abrechnung medizinischer Leistungen verwendet. Sie begegnen Ihnen beispielsweise in Diagnoseübersichten, auf Arbeitsunfähigkeitsunterlagen oder in Arztbriefen. Die Nummer erschließt sich am besten zusammen mit dem Diagnosewortlaut und möglichen Zusatzkennzeichen.
So lesen Sie einen Diagnoseschlüssel
- Buchstabe und zwei Ziffern: Sie nennen zunächst die Kategorie, beispielsweise I10 für primären Bluthochdruck.
- Weitere Ziffern nach dem Punkt: Sie grenzen die Diagnose näher ein. E11.90 ist beispielsweise ein vollständiger Schlüssel für eine bestimmte Einordnung von Typ-2-Diabetes.
- Zusatzkennzeichen: G, V, A und Z können die Diagnosesicherheit kennzeichnen. R, L und B stehen für rechts, links und beidseitig.
Manche Einträge wie I10.- oder G20.- sind Oberkategorien. Der Strich zeigt, dass weitere Stellen folgen. Ein Ausrufezeichen kennzeichnet einen Zusatzcode; ein Stern kennzeichnet im Kreuz-Stern-System die Manifestation einer anderen Grunderkrankung. Solche Zeichen sollten bei der Einordnung nicht übergangen werden.
Ein Code ist keine Anleitung zur Selbstdiagnose. Einige Schlüssel enthalten bereits Merkmale wie einen Schweregrad, andere beschreiben nur eine Beschwerde oder einen Untersuchungsanlass. Was Ihre konkrete Angabe bedeutet, ergibt sich aus dem vollständigen Befund.
Fragen zum Diagnoseschlüssel
Was bedeuten G, V, A und Z hinter einem Code?
Im ambulanten Bereich kennzeichnen diese Buchstaben die Diagnosesicherheit: G steht für gesichert, V für Verdacht, A für ausgeschlossen und Z für einen symptomlosen Zustand nach der betreffenden Diagnose. Ein nachgestelltes Z ist etwas anderes als ein Code, der mit Z beginnt.
Bedeutet die Endung .9 immer „nicht näher bezeichnet“?
Die Ziffer 9 steht in vielen Kategorien für eine unspezifische Einordnung, aber ihre Bedeutung ist nicht überall gleich. Bei E11.9 bezeichnet sie beispielsweise „ohne Komplikationen“. Lesen Sie deshalb immer die genaue Bezeichnung der jeweiligen Unterkategorie.
Warum steht ein ICD-Code auf einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung?
Die Diagnoseverschlüsselung gehört zur Dokumentation gegenüber der Krankenkasse. Der Code beschreibt die ärztlich eingeordnete Diagnose; aus ihm allein folgt keine bestimmte Dauer der Arbeitsunfähigkeit.
Warum finde ich einen Code hier nicht?
Das Verzeichnis erklärt eine Auswahl von 113 Codes und Kategorien. Es bildet nicht sämtliche Schlüssel der ICD-10-GM ab. Prüfen Sie die vollständige Schreibweise und die Jahresfassung; für weitere Codes nutzen Sie das amtliche Verzeichnis des BfArM.
Wie finde ich die passende ärztliche Anlaufstelle?
Auf den Kapitel- und Codeseiten finden Sie passende Facharzt- und Ratgeberlinks. Wenn Sie von einer Beschwerde ausgehen, hilft Ihnen der Facharzt-Navigator bei der Orientierung.