Zahnschmerzen Ursachen

Zahnschmerzen durch Knirschen

Einer der ersten Zahnschmerzen Ursachen liegt beim Knirschen. Die meisten Menschen in unserer Gesellschaft leiden unter Stress. Selbst Maßnahmen, die den Stress abbauen sollen, werden zu einem zusätzlichen Stressfaktor, wenn man an seinem Tagesablauf nichts ändert. Wer in Windeseile von der Arbeit zu seinem Jogakurs hetzt, braucht nicht auf Entspannung hoffen.

Es sollte sich wirklich überlegt werden, ob und wie der Stress im Leben minimiert werden kann. Wer das nicht schafft, wird schon bald die Folgen davon zu tragen haben. Der Begriff Burnout ist schon lange kein Fremdwort mehr in der deutschen Gesellschaft aber auch die ersten Anzeichen sollten nicht einfach ignoriert werden.

Viele gestresste Menschen fühlen sich immer müde und angespannt. Abends im Bett kommen sie allerdings nicht zur Ruhe, sondern bereiten in Gedanken schon den nächsten Tag vor. Wenn sie dann endlich schlafen, dann tun sie es unruhig, weil das Unterbewusstsein versucht das Erlebte irgendwie zu verarbeiten. Auch häufige Erkältungen, Verdauungsbeschwerden und Mattigkeit sind ein Alarmsystem, mit dem der Körper um Hilfe ruft.

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Ein weiteres Problem, was in der Nacht dazu kommt ist, dass immer mehr Menschen anfangen zu knirschen. Im Grunde gehört dies zum Verarbeitungsprozess, wenn es aber über das gesunde Maß hinaus geht, kann es Schmerzen hervorrufen und zu Kiefergelenksschäden führen.  Die Geschädigten wachen morgens mit starken Verspannungen in der Kaumuskulatur auf. Die Zähne tun regelrecht weh und Schulter- und Nackenmuskulatur ist bretthart.

Eine Lösung um wenigstens die Symptome einzudämmen und den Körper vor Langzeitschäden zu bewahren, ist eine  Schiene anzufertigen. Diese verteilt den Druck gleichmäßig auf alle Zähne, da die meisten Menschen nur auf zwei bis drei Zähnen knirschen. Zudem wird die Zahnsubstanz vor ständiger nächtlicher Abrasion geschützt.

Eine Schiene ist aber nur der Anfang in der Behandlung. Nach wie vor sollte der Leidende versuchen seine Lebensumstände anzupassen. Wer merkt, dass ihm alles zu viel wird, der sollte rechtzeitig die Notbremse ziehen. Wenn der Körper Alarm schlägt, sollte auf ihn gehört werden.

Zahnschmerzen durch Kieferfehlstellung

Die Kieferorthopädie hat mittlerweile nicht  nur einen ästhetischen Wert in Deutschland. Es geht vielmehr darum eine vernünftige Funktionalität des Kauapparates zu gewährleisten. In jungen Jahren mag man davon noch weniger betroffen sein, wer in fortschreitendem Alter aber immer mehr Probleme bekommt, sollte unbedingt einen Zahnarzt aufsuchen, vorzugweise einen, der auf dem Gebiet der Funktionsanalyse bewandert ist.

Zahnschmerzen Ursache Kieferfehlstellung
Zahnschmerzen Ursache Kieferfehlstellung

Wenn gewisse Zähne falsch stehen, kann es sein, dass das Kiefergelenk stark in Mittleidenschaft gezogen wird. Es muss sich hierbei ein Hindernis vorgestellt werden, dass den natürlichen Bewegungslauf des Gelenks beeinträchtigt. Die Anfangszeit kann das Gelenk noch ausgleichen werden, aber über die Jahre gesehen, wird das Gelenk mit der Zeit immer mehr geschädigt und abgenutzt.

Folge davon können Kiefergelenksknacken, Schmerzen beim Kauen, extremes knirschen (was in den fall noch mehr schädigt), Nacken- und Schulterverspannungen und Kopfschmerzen sein. Aber nicht nur eine angeborene Fehlstellung der Zähne kann dieses komplexe System beeinträchtigen, auch gewollte Veränderungen im Kauapparat können zu Schädigungen führen.

Eine neue Krone oder Brücke beispielsweise. Hier ist es einfach von Patient zu Patient abhängig, wie empfindlich jeder einzelne auf solche Störungen reagiert, denn schon eine zu hohe Füllung kann sich unangenehm äußern.

In der Regel versucht der Körper von selbst dieses Hindernis zu beseitigen, wenn er sich nicht daran gewöhnen kann. Dies passiert,  in dem er es durch das Knirschen abzuschleifen versucht. Allerdings wird dadurch wieder unnötiger Druck auf das Kiefergelenk gelegt.

Sollte ein Patient solche Symptome bei sich feststellen, würde es sich lohnen einen Spezialisten aufzusuchen. In einer umfassenden Anamnese werden die Probleme und Ursachen herausgefunden, wodurch eine vernünftige Lösung gefunden werden kann.

Hierbei kann auch ein Fernröntgenseitenbild eine Menge Aufschluss zur Situation geben, da der Behandler den Kiefer nun besser vermessen kann. Eine Erhöhung der Kiefergelenke, durch eine Überkronung bringt meist die erwünschten Erfolge. Die Patienten bekommen wieder ein gutes Körpergefühl und ein Leben ohne Schmerzen.

Zahnschmerzen bei Abszessbildung

Die Schmerzen vor einer bevorstehenden Wurzelbehandlung sind vielen Menschen bekannt. Wenn der Nerv durch die anschwellenden Blutgefäße abgeklemmt wird und langsam abstirbt. An diesem Punkt der Entzündung sollte der Patient schon längst den Weg zum Zahnarzt gefunden haben. Wer die Sache so belässt, wie sie ist, kann mit unangenehmen Folgen rechnen.

Der Körper schickt seine Abwehrzellen in den entzündeten Bereich. Diese bekämpfen die Entzündung und sterben dann ab. Das Endprodukt hiervon ist der uns allen wohlbekannte Eiter. Bei einer Wurzelbehandlung kann der Zahnarzt im Vorfeld abklären, ob der Zahn eitrig ist oder nicht. Wenn eine Eiteransammlung besteht, wird er den Zahn einige Tage offen lassen, damit der Eiter abfließen kann.

Spart man sich den Gang zum Zahnarzt, so kann auch der Zahn nicht eröffnet werden und auch der Eiter kann nicht abfließen. Dieser lagert sich dann im Weichgewebe an, was zu einer Schwellung und starken Schmerzen führt. Man spricht hier von der sogenannten dicken Backe, im Fachkreis bedeutet das, dass sich ein Abszess gebildet hat.

Der Eiter kann aber nicht im Weichgewebe verbleiben, da er von hier aus seine schädlichen Substanzen in den Blutkreislauf befördert. Im günstigsten Fall bildet sich eine Zahnfistel, die den Eiter aus dem Gewebe befördert.

Durch diese Fistel kann der Eiter abfließen, was auch eine Minderung der Schmerzen und der Schwellung zur Folge hat. Dennoch muss eine Behandlung stattfinden, dass die innere Entzündung weiterhin besteht und ein permanenter Entzündungsherd auf das Immunsystem schlagen kann.

Wenn der Eiter nicht abfließt, muss er aufgestochen werden. Dies ist eine sehr schmerzhafte Angelegenheit, da eine Injektion oftmals nicht richtig anschlägt. Das Betäubungsmittel wird durch die Entzündung so schnell abgebaut, das es nicht in der Lage ist das Gewebe richtig zu betäuben. Nach der Behandlung sollte eine Drainage in die Wunde gelegt werden.

Dies verhindert, dass die Wunde sich schließt und sorgt dafür, dass restlicher Eiter ungehindert abfließen kann. Auch die Gabe eines Antibiotikums sollte erfolgen, um der Entzündung Herr zu werden.

Zahnschmerzen durch bakterielle Munderkrankung

Schmerzen im Mund werden nicht nur durch Karies hervorgerufen, sondern können auch andere Ursachen haben. Gerade bei einer Erkältung oder Grippe ist das Immunsystem so mit der Bekämpfung des Infektes beschäftigt, dass sich andere Viren und Bakterien besser ausbreiten können.

So werden viele Menschen, die unter einer Grippe leiden, oft noch zusätzlich mit Herpes, Aphten und Zahnfleischentzündungen gestraft. Diese Krankheitserreger nutzen einfach die Lücke im Immunsystem um sich ungehindert auszubreiten. Normalerweise gehen diese Symptome aber zurück, sobald der Körper seiner Erkältung Herr geworden ist.

Im Regelfall sollten keine weiteren Schäden zurückbleiben. Hat man aber auch nach der Erkältung noch längere Zeit mit diesen Symptomen zu kämpfen, ist es unbedingt angebracht einen Zahnarzt aufzusuchen. In diesem Fall wird eine Reinigung und eine medikamentöse Behandlung absolviert werden. In der Apotheke kann sich der Patient zudem stärkende und desinfizierende Produkte geben lassen, die den Heilungsprozess unterstützen sollen.

Dennoch ist es in erster Linie angebracht Geduld zu haben. Wer die Mundflora zu sehr mit Desinfektionsspülungen irritiert, belastet nicht nur die schlechten Bakterien, sondern auch die, die im Mundmilieu gebraucht werden. Je weniger Bakterien in der Mundhöhle sind, desto eher schaffen es Pilze sich auszubreiten. Mundsoor kann auch eine Folge von Antibiotika sein und kommt häufig bei Kleinkindern vor.

Die Schleimhäute sind mit einem gelblichen Flaum überzogen, der sich nur schwer entfernen lässt. Durch die Reizung kann es auch zu blutenden Entzündungen kommen. Selbst die Speiseröhre kann von dem Mundpilz angegriffen sein. So wird dann schon schlucken zur Qual.

Es ist wichtig, bei solchen Beschwerden unverzüglich zum Arzt zu gehen und einen Abstrich machen zu lassen, um die weitere Behandlung festzulegen. Gerade bei kleineren Kindern ist es wichtig, sie nicht zu lange einer solchen physischen und psychischen Belastung auszusetzen. Eine medikamentöse Behandlung schlägt in der Regel aber sehr gut an, so dass keine Folgeschäden zu erwarten sind.

Zahnschmerzen durch Druckstellen

Der Wechsel von einem festen Zahnersatz hin zu einem herausnehmbaren Zahnersatz ist für viele Patienten eine enorme Belastung. Viele können sich nicht an das unangenehme Gefühl gewöhnen, das ein Stück Kunststoff auf der Haut liegt. Auch mit dem Sitz und der Haltbarkeit ist es jetzt um einiges anders, als bei einer Brücke oder Krone.

Wenn die Prothese dann noch einige Überschüsse im Kunststoff hat, dann können diese unangenehm am Zahnfleisch scheuern. Das Resultat hieraus sind dann die wohlbekannten Druckstellen in Fachkreisen auch Dekubitus genannt.

Diese Druckstellen kann der Behandler nur abheilen lassen, da es sich im Grunde um eine simple Fleischwunde handelt. Den Verursacher kann er aber beseitigen in dem er beim überschüssigen Kunststoff einiges wegschleift. So kann der Überschuss nicht mehr an der Gingiva reiben.

Patienten, die damit nicht zum Arzt gehen, brauchen nicht auf eine Linderung hoffen. Die Schleimhaut ist nicht in der Lage Hornhaut auszubilden und sich damit vor zu viel Reibung zu schützen. Wer den Arztbesuch meidet, fügt sich selbst unnötige Schmerzen zu, die man mit einigen Handgriffen beseitigen könnte.

Gerade bei neuen Prothesen oder nach einer Unterfütterung entstehen oft noch einige Druckstellen, die als Nachsorge anfallen. Es kommt auch immer ein wenig darauf an, wie empfindlich der einzelne auf einen solchen Fremdkörper reagiert. Der eine hat keine Druckstellen, der nächste muss dafür drei bis vier Mal zum Zahnarzt bevor alles sitzt.

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Druckstellen treten aber auch auf, als Folge von Kieferveränderungen. Meist passiert dies im Alter oder wenn ein Zahn gezogen wurde. Bevor hier die Prothese beschliffen wird, sollte vorab eine Unterfütterung erfolgen. Diese hat den Zweck die verlorene Knochensubstanz mit Kunststoff aufzufüllen.  In der Apotheke kann man sich auch betäubende Salben für den Mundbereich besorgen, die die Schmerzen beim Abheilen etwas lindern können. Im Großen und Ganzen kann der Patient aber nur warten und je kleiner die Druckstelle, desto schneller ist diese auch wieder weg.

Video: Zahnschmerzen Ursache – wie man die Schmerzen wieder loswird

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