Diagnose Windpocken – Erwachsene stärkerem Risiko ausgesetzt?

Warum Windpocken Erwachsene stärker gefährden können als Kinder

Fälschlicherweise werden Windpocken auch heute noch als Kinderkrankheiten bezeichnet. Dabei kann diese Viruserkrankung auch durchaus erwachsene Menschen treffen. In diesem Fall verläuft die Krankheit aber weitaus schwerer, als bei Kindern. So ist diese Erkrankung dann oftmals mit Komplikationen, sowie mit einem erhöhten Risiko verbunden.

Hinzu kommt, dass die Gefahr besteht, dass der Virus sich im Erwachsenenalter zu einer Gürtelrose entwickelt. Lediglich wer als Kind mit dem Varizellen-Virus in Kontakt gekommen ist oder gegen Windpocken geimpft wurde, verfügt über eine lebenslange Immunität.

So gilt die Krankheit Windpocken als hochansteckende Infektionserkrankung. Vor allem Kinder, die nicht gegen diesen Virus geimpft wurden, erkranken an diesen. Durchaus ist es aber ebenso möglich das Erwachsene sich mit Windpocken anstecken können. In diesem Fall ist dieses Krankheitsbild weitaus gefährlicher. So kommt es bei dieser Krankheit zu einem juckenden Hautausschlag in Kombination mit kleinen Bläschen.

Wie weit verbreitet sind Windpocken hierzulande?

Die Infektionskrankheit Windpocken bezeichnen Experten auch als Varizellen. So geht diese Bezeichnung auf das Varizella-Zoster-Virus zurück und ordnet sich beim Herpesvirus ein. Kommt es zu einer Ausheilung dieses Krankheitsbildes sind die Viren dennoch fähig im menschlichen Körper zu verbleiben. Folgt demnach im Laufe des Lebens eine Reaktivierung dieses Virus kann sich daraus eine Gürtelrose entwickeln. Laut der Statistiken kommt es jedes Jahr allein in Deutschland zu etwa 750.000 Neuerkrankungen.

Warum sind Windpocken besonders für Erwachsene gefährlich?

Windpocken gelten als hochansteckend. Viele Menschen erkranken bereits als Kinder an dieser Infektionskrankheit. Verbleiben die Viren auch nach der Ausheilung im menschlichen Körper können diese im Erwachsenenalter noch eine Gürtelrose auslösen. Vor allem im Erwachsenenalter können Windpocken außerdem für Komplikationen sorgen und weitaus schweren Verlauf nehmen, als im Kindsalter.

Wie verlaufen Windpocken im Erwachsenenalter?

Die Zeichen der Krankheit sind bei Erwachsenen stets dieselben, wie bei Kindern. Lediglich die Anzahl der Bläschen zeigen sich bei älteren Patienten weitaus ausgeprägter als bei den Kids. Außerdem haben Erwachsene meist mit einem viel stärkeren Krankheitsgefühl zu kämpfen.

Die größte Gefahr ist hier allerdings, dass der Verlauf der Krankheit Komplikationen mit sich bringt. So besitzen Erwachsene ein fünf Mal höheres Risiko an einer ernstzunehmenden Varizellen-Pneumonie zu erkranken, als die kleinen Patienten. Hiermit ist eine Lungenentzündung gemeint, die durch die Windpocken ausgelöst wird. Unter Umständen kann diese sogar tödlich sein. Vor allem Schwangere sind hier besonders gefährdet.

Außerdem können Windpocken bei älteren Patienten eine Störung im zentralen Nervensystem auslösen. Demnach kann es, zum Beispiel, zu Nackensteifheit oder zu Gleichgewichtsstörungen kommen. Erkranken hingegen schwangere Frauen an Windpocken können diese auf das Ungeborene übertragen werden und für Fehlbildungen sorgen.

Meist dauern Windpocken bei Erwachsenen ein wenig länger, als bei Kindern. Hinzu kommt, dass meist nur Erwachsene an Gürtelrose erkranken. Kinder trifft es nur sehr selten. Wobei ältere Patienten aber auch nur an dieser Krankheit erkranken können, wenn sie im Kindsalter Windpocken gehabt haben. In diesem Fall werden Viren, die sich noch im Körper befinden wieder reaktiviert.

Welche Symptome zeigen sich bei Windpocken im Erwachsenenalter?

Geht es um die Symptome von Windpocken zeigen sich hier meist allgemeine Krankheitsanzeichen. Demnach kommt es in den zwei Tagen zu einem Gefühl der Erschöpfung, wie Schlappheit. Außerdem tritt Fieber auf und die Symptome erinnern an einen grippalen Infekt. Am dritten Tag bemerken die Betroffenen dann meist den ersten charakteristischen Hautausschlag.

Dieser zeigt sich erst einmal in roten Flecken und entwickelt dann alsbald erste juckende Bläschen. In den nächsten drei bis fünf Tagen bilden sich dann immer mehr Bläschen. Meist treten die ersten im Gesicht und Rumpf auf. Anschließend kommt es zu einer Ausbreitung auf Armen, wie Beinen. Zum Ende hin, kommen dann meist noch Bläschen auf der behaarten Kopfhaut, im Genitalbereich, sowie in der Mundschleimhaut hinzu. Bis zu 500 Bläschen können es werden.

Wie lassen sich Windpocken im Erwachsenenalter vorbeugen?

Ungeschützte Erwachsene können sich auch im Alter noch gegen Windpocken impfen lassen. Dies gilt vor allem für:

  • Frauen, die einen Kinderwunsch haben, aber keine Antikörper im Blut vorzuweisen haben.
  • Patienten, die eine Behandlung vornehmen lassen, die das Abwehrsystem schwächen.
  • Berufsgruppen, die einem erhöhten Risiko der Ansteckung ausgesetzt sind.

Für alle Personen, die weiterhin ungeschützt sind, gilt demnach den Kontakt zu Windpocken-Erkrankten zu meiden. Durchaus ist es außerdem möglich zur Vorbeugung bis zu fünf Tage nach einer möglichen Ansteckung eine Riegelungsimpfung vornehmen zu lassen.

Fazit: Die Infektionskrankheit Windpocken wird auch heute noch gerne als Kinderkrankheit bezeichnet. Im Grunde ist diese Benennung aber völlig falsch, denn auch Erwachsene können an Windpocken erkranken. Anders als bei Kindern, kann diese Erkrankung im Erwachsenenalter dann schnell mal zu Komplikationen führen. Hinzu kommt, dass ältere Windpocken-Patienten sich weitaus stärker krank fühlen und länger mit dieser Krankheit zu kämpfen haben, als Kinder.

Demnach macht es auch im  Alter noch Sinn sich gegen Windpocken impfen zu lassen, wenn im Blut keine Antikörper nachweisbar sind. Vorsicht ist auch hier besser als Nachsicht, denn gerade bei Erwachsenen kann diese Erkrankung ernstzunehmende Komplikationen mit sich bringen. Im Notfall ist es ebenfalls möglich eine sogenannte Riegelungsimpfung vornehmen zu lassen.

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