Wieso die Potenz der Männer seit Jahren schwindet

Männer produzieren immer weniger Spermien. Wissenschaftler der Hebrew Universität in Jerusalem haben in einer Metastudie seit 1973 herausgefunden, dass durchschnittliche Spermienzahl pro Samenerguss um 60 Prozent zurückgegangen ist. Jährlich sinkt die Anzahl der Spermien um 1,6 Prozent. Betroffen sind Männer aus den Industrieländern, Australien und Neuseeland.

Lifestyle und Weichmacher

Warum geht die Anzahl der Spermien zurück? Wissenschaftler vermuten, dass die Ursachen in Umwelteinflüssen und im Lifestyle liegen. Alkohol, Zigarettenkonsum und Übergewicht oder die Strahlung des Mobiltelefons in der Hosentasche werden zu den Ursachen gerechnet.

Ganz so einfach ist es jedoch nicht, denn auch Weichmacher, so genannte DEHP-Phalate stehen unter starkem Verdacht. Sie lassen sich im täglichen Leben kaum umgehen, denn Phalate stecken Verpackungen, Putzmitteln, Medikamenten, Textilien, Teppichböden und Spielzeug. Phalate imitieren das weibliche Hormon Östrogen.

Im Endeffekt wird Körper weiblicher und die männlichen Hoden werden kleiner und produzieren weniger Spermien. Nicht nur Phalate sind für die Potenz der Männer fatal, sondern im sie verwirren die Spermien im weiblichen Körper, sodass die Spermien die Hülle der Eizelle nicht mehr durchdringen können.

Neben Phalaten steht neuerdings auch BP153, eine Industriechemikalie, die beim Hausbau eingesetzt wird, in Verdacht, die Beweglichkeit der Spermien zu reduzieren.

Eine Störung der Spermienreifung kann durch die Krankheit Mumps, Hormonstörungen, Hodenhochstand, genetische Ursachen oder Tumore ausgelöst werden. Die Ursachen sind vielfältig.

Training für die Potenz

Rund 70 Prozent der Erektionsstörungen sind organisch bedingt. Nur 30 Prozent lassen sich auf psychische Faktoren zurückführen. Organische Erektionsstörungen treten häufig bei älteren Männern auf, während physische Ursachen eher bei jungen Männern zu finden sind. Für psychisches Selbstbewusstsein ist der richtige Partner nötig, der Leistungsdruck und Versagensängste abbaut.

Die Potenz der Männer lässt sich mit Masturbationsübungen steigern. Experten empfehlen, den Penis mehrmals hintereinander nicht bis zum Höhepunkt zu stimulieren. Das Wissen, dass es mehrmals hintereinander funktioniere, helfe im Ernstfall entspannter zu bleiben.

Richtige Unterwäsche tragen

Enge Unterhosen verursachen einen Hitzestau in den Hoden, denn nicht umsonst hat der Körper die Produktion der Spermien außerhalb des Körpers ausgelagert. Die optimale Produktionstemperatur liegt einige Grad unter der normalen Körpertemperatur.

Enge Unterhosen sollten Tabu sein. Ein Studie der Havard T.H. Chan School of Public Health testete Männer, die enge Unterhosen trugen und Männer die Boxershorts bevorzugten. Sie zählten bei der zweiten Untersuchungsgruppe 17 Prozent mehr Spermien und 33 Prozent mehr schwimmende Spermien.

Schon ältere Studien waren zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. Paare mit Kinderwunsch könnten die Trefferquote durch das Tragen von weiten Boxershorts erhöhen.

Vitamine können helfen

Vitamin E regt die Durchblutung des Penis an. Dazu sollte über vier bis sechs Wochen lang zwei Mal täglich 600 mg Vitamin E eingenommen werden. Die Wirkung zeigt sich zusätzlich, indem sich Männer insgesamt fitter fühlen.

Der afrikanische Yohimbin-Baum verbessert ebenfalls die Blutzirkulation. Der Wirkstoff wird aus den Blättern und aus der Rinde gewonnen. Medikamente mit dem Wirkstoff des Yohimbin-Baumes sind rezeptpflichtig.

Tipps um die Spermienqualität verbessern

Auf der PENP Website finden sich viele Tipps, wie die Spermienqualität verbessert werden kann, ausführlich erklärt.

1. Stress reduzieren
2. Auf Nikotin verzichten
3. Schmerzmittel reduzieren
4. Auf Phalate verzichten
5. Gesund ernähren
6. Smartphone nicht in der Hosentasche transportieren
7. Entzündungen und Infektionen ausschließen
8. Vitamin- und Mirkonährstoffversorgung checken lassen

Beckenbodenmuskulatur stärken

Nicht nur Frauen profitieren von eine starken Beckenbodenmuskulatur. Die Beckenbodenmuskeln, Sehnen und Bänder sind nicht nur für die Kontinenz, sondern auch für die Potenz verantwortlich. Anders als Frauen aktivieren Männer ihre Beckenbodenmuskeln, indem sie ihre Hoden anspannen.

Dabei hilft die Vorstellung, dass die Beine im kalten Wasser stehen, welches in Richtung des Penis steigt. Die Beckenbodenmuskulatur zieht die Hoden automatisch nach oben. Die Übung sollte mehrmals am Tag im Wechsel von Anspannung und Entspannung ausgeführt werden.

Back to top button
Close