Wie wichtig ist Wasser?

Wie wichtig ist Wasser für den Flüssigkeitshaushalt?

Die vielen Vorteile von Wasser.
Die vielen Vorteile von Wasser.

Der menschliche Körper besteht zu 50 bis 75 Prozent aus Wasser. Das Wasser wird für sämtliche zentralen Organfunktionen und auch Körperfunktionen benötigt. Dabei unterstützt das Wasser nicht nur den Körper bei der Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen, es ist auch für den Abtransport der nicht mehr benötigten Stoffe des Stoffwechsels zuständig. Würde nun nicht nur die Zufuhr von Nahrungsmitteln eingeschränkt werden, sondern auch die Aufnahme von Flüssigkeit reduziert, dann würde der Flüssigkeitshaushalt aus dem Gleichgewicht geraten und diverse Abläufe des Körpers wären nicht mehr so, wie sie notwendig wären, möglich.

Warum es so wichtig ist, ausreichend zu trinken hat die vorangegangene Erklärung deutlich gemacht, aber nicht nur die Menge ist dabei entscheidend, sondern auch was getrunken wird. Auch wenn der Körper durch die normale Aufnahme von Nahrung einen gewissen Anteil der benötigten Flüssigkeit erhält, handelt es sich dabei lediglich um ca. einen halben Liter am Tag. Bei jedem Menschen fällt der Flüssigkeitsbedarf individuell aus, aus diesem Grund, ist es auch nicht möglich, eine konkrete Trinkmenge zu nennen. 1,5 bis 2 Liter täglich sind als Minimum anzusehen, denn das ist die Menge, die der Körper täglich auch wieder verliert. Bei extremen Temperaturen oder körperlicher Belastung sollte sich die Trinkmenge erhöhen!

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt einen Richtwert von 1,5 Litern Wasser täglich vor, dabei weisen die Experten aber auch daraufhin, dass eine Trinkmenge von 4 Litern Wasser täglich nicht überschritten werden sollte. Somit liegt eine Trinkmenge von 2 bis 3 Litern Wasser täglich im Normalbereich, bei außerordentlicher Belastung kann die Trinkmenge bedenkenlos auf bis zu 4 Liter erhöht werden.

Dabei ist normales Wasser noch am besten geeignet, um den Flüssigkeitshaushalt des Körpers im Gleichgewicht zu halten. Ob es sich dabei um stilles Wasser oder Mineralwasser mit Kohlensäure handelt, ist nicht ausschlaggebend. Auch ungesüßter Tee oder Saftschorlen sind als Flüssigkeitslieferanten gut geeignet.

Leitungswasser

Nicht jedes Leitungswasser kann bedenkenlos getrunken werden. Wer sich für Leitungswasser entscheidet, sollte sich vorher über die Qualität genau informieren. Das Trinkwasser, das wir aus der Leitung beziehen, setzt sich in der Regel aus ca. zwei Dritteln Grundwasser und ca. einem Drittel Oberflächenwasser zusammen und wird in den angeschlossenen Wasserwerken aufbereitet. Dabei werden dem Wasser rund 50 chemische Zusatzstoffe beigemischt.

Durch die Trinkwasserverordnung wird geregelt, dass diese Zusatzstoffe vorgegebene Grenzwerte nicht überschreiten dürfen. Doch auch andere Einflüsse können einen Qualitätsverlust des Trinkwassers auslösen. Gerade in Altbauten könnten noch Bleirohre vorhanden sein, in denen sich über die Jahre bakterielle Ablagerungen gebildet haben. Zum einen können diese Ablagerungen zu Verunreinigungen führen, zum anderen können sich bei alten Leistungssystemen auch erhöhte Mengen an Blei und Uran in Wasser finden lassen.

Wer dennoch Leitungswasser trinken möchte, kann sich auch durch eine Wasseranalyse absichern. Sowohl Stadtwerke als auch das Umweltamt führen derartige Analysen gegen ein Entgelt durch.

Mineralwasser aus Plastik- oder Glasflaschen

Bevor sich eine Wasser Mineralwasser nennen darf, bedarf es einer amtlichen Anerkennung. Der Begriff Mineralwasser ist gesetzlich geschützt und seine Verwendung mit diversen Auflagen verbunden. Das im Handel erhältliche Mineralwasser, Tafelwasser oder auch Quellwasser unter liegt hohen Qualitätsanforderungen.

Ebenso wird auch geregelt, dass auf den Flaschen angegeben werden muss, ob und in welchem Maß dem Wasser Kohlensäure beigemischt wurde und ob dem Wasser Schwefel oder Eisen entzogen wurden. In diesem Fall muss auf den Flaschen „entschwefelt“ oder „enteisent“ angegeben werden.

Generell ist das Mineralwasser aus Glasflaschen empfehlenswerter als das aus Plastikflaschen. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass sich in den Flaschen kleinste Plastikpartikel ablösen und so in das Wasser gelangen können. Dabei wird von dem Kunststoff Polyethylenterephthalat, aus dem die Plastikflaschen bestehen, Acetaldehyd an das Mineralwasser abgegeben. Plastikflaschen können darüber hinaus einen Fremdgeschmack annehmen.

Heilwasser

Heilwasser stammt aus unterirdischen Quellen und ist aufgrund der Reichhaltigkeit an Mineralstoffen und Spurenelementen besonders empfehlenswert. Die Bestandteile des Heilwassers können sich stärkend auf den Stoffwechsel und die Funktion der Organe auswirken. Auch das Heilwasser unterliegt strengen Qualitätskontrollen.

Quellwasser

Beim Quellwasser müssen zwar die Grenzwerte, die in der Trinkwasserverordnung vorgegeben werden, eingehalten werden, es Bedarf aber keiner amtlichen Anerkennung oder einem Nachweis über eine ernährungsphysiologische Wirkung. Tiefenwasser oder Grundwasser, das frei zutage tritt, wird als Quellwasser bezeichnet.

Tafelwasser

Ähnlich wie beim Quellwasser brauch auch das Tafelwasser keine ernährungsphysiologische Wirkung nachzuweisen. Tafelwasser ist im Normalfall Leitungswasser, dem in Rahmen der Trinkwasserverordnung Mineralien beigemischt wurden.

Isotonische Getränke

Gerade Sportler, die viel schwitzen, müssen dafür sorgen, dass ihrem Körper ausreichend Flüssigkeit zugeführt wird. Der menschliche Körper verliert bereits nach einer Stunde sportlicher Aktivität zwischen 1 und 2 Litern Flüssigkeit, die wieder ausgeglichen werden muss.

Die klassischen Sportgetränke, die während oder nach dem Sport gerne zur Hand genommen werden, werden in drei Gruppen unterteilt: in hypertone, hypotone und isotonische Getränke.

„Gleiche Spannung“ bedeutet isotonisch in der Übersetzung. Damit gemeint ist eine Flüssigkeit, die den gleichen osmotischen Druck wie das menschliche Blut besitzt, 7,5 bar. Generell verfügt jede Flüssigkeit die Mineralien, Eiweiß oder Kohlenhydrate enthält über einen osmotischen Druck. Die isotonischen Getränke weisen jedoch die gleiche Konzentration wie das menschliche Blut auf. Elektrolytgetränke, die man als fertiges Getränk oder in Pulverform im Handel erwerben kann, gehören zu den isotonischen Getränken, aber auch Saftschorlen zählen dazu!

Mit einer Apfelsaftschorle, die zu einem Drittel aus Apfelsaft und zu zwei Dritteln aus natriumreichen Mineralwasser besteht, wird die gleiche Wirkung wie mit einem isotonischen Drink erzielt und der Körper ist ausreichend und optimal versorgt.

Originally posted 2015-12-26 18:02:26. Republished by Blog Post Promoter

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