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Wechseljahre Symptome – Beschwerden und Behandlung bei Mann und Frau

Wechseljahre Symptome lassen sich nur schwer bis gar nicht pauschalisieren, da es einen normalen Verlauf der Wechseljahre eigentlich nicht gibt. Längst nicht bei jeden sind die Begleiterscheinungen dieselben. Sowohl der Ablauf, als auch die Wechseljahre Symptome sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Nicht selten werden sie einfach nur falsch gedeutet oder werden dem Alltagsstress, wie er zum Beispiel im Berufsleben auftreten kann zugeschrieben.

Auch kann hier keine Rede davon sein, dass die Wechseljahre grundsätzlich im Alter zwischen Ende dreißig und Mitte vierzig beginnen. Wenn die ersten Wechseljahre Symptome in Erscheinung treten, heißt dies jedoch nicht, dass die Wechseljahre jetzt erst beginnen, sondern viel mehr, dass sie bereits im vollen Gang sind.

Die ersten Wechseljahre Symptome können in dem Alter zwischen 37 und 42 Jahren auftreten.

Bei etwa einem Drittel der Frauen treten die Wechseljahre Symptome überhaupt nicht auf.
Demzufolge bekommen sie von den Wechseljahren nahezu gar nichts mit. Bei den anderen zwei Drittel sieht es hingegen ganz anders aus. Und zwar hinsichtlich auf den Verlauf der Wechseljahre, wie auch deren Symptome.

Es beginnt häufig damit, dass der allgemeine Zyklus sich ändert, der eigentlich bei achtundzwanzig Tagen liegt. Dieser kann dann schon mal zwischen zweiundzwanzig und etwa 50 Tagen schwanken. Bei anderen hingegen treten die Wechseljahre Symptome erst mit Ende vierzig in Form von plötzlichen Hitzewallungen auf, wofür sich das ständige Auf und Ab der Hormone verantwortlich zeigt.

Ausgelöst wird dies unter anderem durch die verminderte Produktion von Östrogen in den Eierstöcken, wodurch es unter Umständen zu einer Schilddrüsenüberfunktion kommen kann. Wer zusätzlich an Dihydration wegen Mangels an Flüssigkeitsaufnahme leidet, wird diese Hitzewallungen besonders intensiv spüren. Aber auch emotionale Wechselbilder, wie Reizbarkeit und Ungeduld können als Begleiterscheinungen auftreten.

Kennt man die Ursache für seine Gefühle nicht, wird es schwer, damit umzugehen.

Bedauerlicherweise werden diese für den Mann völlig unbegründeten und daher auch unverständlichen Gefühlsschwankungen der Frau sehr oft fehlinterpretiert, was in solchen Fällen nicht selten zu Missverständnissen führt. Sehr zum Leidwesen der Frauen wissen diese ihre Gefühle selber oft nicht richtig zu deuten und versuchen dann etwas zu rechtfertigen, was sie selber nicht verstehen.

Dass sie meistens zwar alles mögliche wie emotionale Überbelastung durch Stress oder sogar falsche Ernährung in Betracht ziehen, die Wechseljahre aber oft außen vor lassen, ist dann nichts Ungewöhnliches.

Ein nicht ungewöhnlicher Nebeneffekt der Wechseljahre ist neben dem Ausbleiben der Menstruation das plötzliche Verschwinden von zum Teil chronischen Krankheiten, wie beispielsweise Migräne.

Allgemeines über die Menopause

Die Menopause ist ein bedeutender Einschnitt im Leben einer Frau. Zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr ist sie für die Veränderung der Fruchtbarkeitssituation einer Frau verantwortlich. Diese Veränderung erfolgt durch die hormonelle Umstellung, die durch die nachlassende Tätigkeit der Eierstöcke bewirkt wird. Der Östrogenspiegel sinkt und bei vielen Frauen verändern sich dadurch Körpergefühl und Wohlbefinden. Die Menopause wird von einigen unangenehmen Symptomen, wie Hitzewallungen, Haarausfall, depressive Verstimmung, Schlafstörungen und Gereiztheit begleitet.

Nach operativen Eingriffen, z.B. nach einer Totaloperation, ist aufgrund der fehlenden Eierstöcke eine körpereigene Produktion von Östrogen nicht mehr möglich und die Hormone müssen von außen mithilfe einer Hormontherapie durchgeführt werden. Fehlt diese Therapie, kommt die betroffene Frau frühzeitig in die Wechseljahre. Durch Hormonpräparate können Menopause und Wechseljahre künstlich hinausgezögert werden.

Eine Hormontherapie ist ratsam, wenn die Symptome der Menopause in ihrer Intensität gravierend sind und dadurch das Alltagsleben der Frau negativ beeinflussen. Diese Therapie sollte aber immer durch Absprache mit einem Facharzt erfolgen, der zusätzlich über die Risiken einer Hormonbehandlung aufklärt. Folgen wie Haarausfall oder Schlafstörungen sind für viele Frauen besonders frustrierend. Das Angebot an homöopathischen Mitteln ist groß und auch einige Hausrezepte versprechen Milderung, doch in Extremfällen helfen wirklich ur noch die Hormone.

Die Menopause veränbdert zwar die Fruchtbarkeitssituation der Frau, was aber nicht bedeutet, dass sie keine Kinder mehr bekommen kann. Dank künstlicher Befruchtung können sich sogar Frauen jenseits der 60 noch den Kinderwunsch erfüllen. Dieses Thema ist jedoch moralisch und ethisch umstritten. Nicht jede Frau ist während der Menopause im gleichen Maß von Hitzewallungen und Schlafstörungen betroffen. Oft spielen auch Veranlagung und Sensitivität eine Rolle. Das männliche Pendant zu den Wechseljahren ist die „Midlife Crisis“, die allerdings nicht mit einer hormonellen Umstellung einher geht.

Hitzewallungen und was man dagegen tun kann

Hitzewallungen sind Begleiterscheinungen von auftretenden Wechseljahren und 90% aller betroffenen Frauen klagen über diese. Mehrmals am Tag überkommen die Frauen Hitzewellen die durch den ganzen Körper gehen. Das passiert deshalb, weil Blutgefäße unter der Haut sich erweitern und diese dann stark durchbluten.

Hautrötungen und Schweißausbrüche sind die Folge und demnach auch äußerliche Anzeichen. Starkes Herzklopfen, welches aber kein Herzleiden signalisiert, und ein Druckgefühl im Kopf können auch auftreten, häufig auch Nachts, was bei Betroffenen zu Schlafstörungen führen kann. Beschrieben wird eine Zeitspanne von etwa drei Minuten, solange sind Frauen diesen ausgesetzt.

Doch wie kann man Hitzewallungen behandeln? Wenn die Ausbrüche sehr stark ausgeprägt sind gehen Ärzte dazu über Hormonersatztheraphien zu verschreiben. Aber es geht auch ohne. Sogenannte Heilpflanzen helfen ebenfalls, wie Rotklee, Soja, Salbei, Frauenmantel und Schafgarbe – entweder als Käutertee-Zusammensetzung oder in Tablettenform. Ebenso Moorbäder, wechselwarme Fußbäder oder Teilgüsse versprechen eine Linderung.

Achtet man auf seine Ernährung und vermeidet beispielsweise zu stark gewürztes Essen oder verringert man den Konsum von schwarzen Kaffee und Tee, vermeidet man ebenfalls starke Hitzeschübe. Leicht verdauliches wie Obst, Gemüse und Salate sollten zum Speiseplan gehören. Luftige und atmungsaktive Kleidung trägt zum eigenen Wohlbefinden bei, aber man sollte nie frieren. Zum Ende der Wechseljahre verringern sich die Hitzewallungen, bis sie dann endgültig verschwinden.

Alles über Mönchspfeffer

Der Mönchspfeffer (Vitex agnus castus) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Eisenkrautgewächse. In der Umgangssprache heißt der Mönchspfeffer Keuschbaum oder Keuschschlamm. Die Heimat der Pflanze ist der Mittelmeerraum und Zentralasien. Die Mönchspfefferpflanze wächst gern am Flussufer. Der Strauch wird bis zu 5 m hoch. Im Spätsommer blüht der Mönchspfeffer zartblau bis violett. Die Früchte (Steinbeeren) schmecken nach Pfeffer und sind scharf.

Erstmals wird der medizinische Nutzen von Agnus castus von Hippokrates erwähnt, im 4. Jh. vor Chr.
Bereits im Mittelalter wurde die Pflanze in Europa kultiviert. Der Mönchspfeffer wurde in den Klöstern hoch dosiert verwendet. Er half den Nonnen und Mönchen die Enthaltsamkeit zu leben. In einer geringen Dosis bewirkt er das Gegenteil.

Heute findet Agnus Castus bei Frauenkrankheiten Anwendung.

Mönchspfeffer ist ein wirksames Mittel :

– gegen die jeden Monat wiederkehrenden Beschwerden vor Eintritt der Monatsblutung
– bei unregelmäßiger und schmerzhafter Menstruation
– bei Spannungs- und Schwellungsgefühl in den Brüsten
– bei Wechseljahresbeschwerden, wie Hitzewallungen, Reizbarkeit, Schlafstörungen, unregelmäßige Regelzyklen.

Ernsthafte Erkrankungen oder unklare Beschwerden sollten mit dem Arzt abgeklärt werden.
Sehr selten hat der Mönchspfeffer Nebenwirkungen, wie Verstärkung psychischer Beschwerden, sexuelle Unlust, Magen- und Darmbeschwerden, Hautausschlag.
Darreichungsformen von Mönchspfeffer (Vitex agnus castus) sind: Tee, Tabletten, Tropfen, Tinktur, Homöopathie. Der Mönchspfeffer wird meistens über einen längeren Zeitraum angewendet.

Wechseljahre bei Männern

Wechseljahre – die sogenannte „Zweite Pubertät“ – ist als Krankheitsbild der Gesellschaft als typische Krankheit von Frauen ab 40 bekannt. Doch entgegen der landläufigen Meinung können auch Männer in die Wechseljahre kommen. Der korrekte medizinische Termus hierfür lautet „TMS“ – Testosteronmangelsyndrom.

An folgenden Symptomen kann man Wechseljahre erkennen. Wie viele und wie heftig die Symptome auftreten, ist von Patient zu Patient verschieden und sollte keinesfalls pauschalisiert werden. Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit gehören zu den Hauptproblemen von Männern in den Wechseljahren, da letztere eine Umstellung des Hormonhaushaltes darstellen und sich diese in launischen Phasen auswirkt.

Auch ein Nachlassen der sexuellen Aktivität kann Symptom für Wechseljahre sein, denn auch die Testosteronproduktion wird umgewandelt und abgeschwächt. Das geschieht etwa vom 40. Lebensjahr an.

Im Allgemeinen sind eine verringerte Aktivität, Kraft, Mobilität und Konzentration Warnsignale für Wechseljahre. Schlafstörungen, Gelenkschmerzen und Gewichtszunahme kommen ebenfalls dazu.

Nicht alle Männer erkranken an TMS, den Wechseljahren; doch denen, die zu den Leidenden zählen, kann geholfen werden. Zum Beispiel ist eine Behandlung mit Hormonen zu empfehlen, da diese hilft, den Spiegel von zum Beispiel Testosteron wieder ins Lot zu bringen.

Symptome der Wechseljahre des Mannes

Es ist wenig bekannt, dass auch Männer in die Wechseljahre kommen können und oft unter starken Symptomen dieser sogenannten Andropause leiden. Der Grund dafür ist ein zunehmender Mangel an Testosteron, dem wichtigsten männlichen Sexualhormon und ist der Grund für das Testosterondefizit-Syndrom, von Fachleuten oft PADAM (partial androgen deficiency in the aging male).

Nicht alle Männer leiden an Symptomen, die mit sinkenden Hormonwerten einhergehen. Bei vielen Männern nimmt die Testosteronproduktion ab dem 40. Lebensjahr kontinuierlich ab, andere jedoch haben auch im Alter stabile Werte. Genetische Faktoren beeinflussen, genauso wie die Lebensweise des jeweiligen Mannes, den Hormonspiegel grundlegend.

Die Symptome der Andropause des Mannes sind vielschichtig. Zahlreiche Männer leiden unter nachlassender Leistungsfähigkeit, Herzrasen, Hitzewallungen, erhöhter Reizbarkeit, vermehrtem nächtlichen Schwitzen und Schlaflosigkeit, welche nicht selten chronische Müdigkeit zur Folge hat. Auch depressive Verstimmungen und Konzentrationsschwäche werden mit einem Mangel an Testosteron in Verbindung gebracht.

Eine Zunahme des Körperfettanteils, nachlassende Muskelkraft und eine deutlich verringerte Knochendichte, verbunden mit einem erhöhten Osteoporoserisiko sind ebenfalls typische Kennzeichen der Andropause des Mannes. Mit sinkendem Testosteron lassen sowohl Dauer und Stärke der Erektion als auch das Hodenvolumen und die Spermienproduktion, und damit die Zeugungsfähigkeit des Mannes, deutlich nach.

Eine sinkende Libido und die daraus resultierende Verminderung der sexuellen Aktivität kann weitreichende Konsequenzen für eine Partnerschaft haben. Trockene Haut (hier helfen manche Anti Aging Cremes, siehe auch mensvita.de), ein verminderter Bartwuchs und eine abnehmende Sauerstoffversorgung des Körpers kennzeichnen weiterhin die männlichen Wechseljahre.

Wenn die Konzentration von Testosteron im Blut unter einen bestimmten Wert fällt, sprechen Mediziner von Hypogonadismus. Dem fortschreitenden Mangel des Sexualhormons kann man durch eine gesunde Lebensweise vorbeugen. Übergewicht, Drogen- und Alkoholkonsum sowie lang anhaltender Stress begünstigen die Ausbildung eines Testosterondefizit-Syndroms genauso wie verschiedene Vorerkrankungen und bestimmte Medikamente.

PADAM ist heute durch eine Hormonsubstitution sehr gut behandelbar. Hierbei wird der Hormonmangel durch die medizinisch kontrollierte Erhöhung des Testosteronspiegels ausgeglichen und damit die Symptome vermindert. Dies kann über die Haut geschehen, wobei Pflaster oder Gels verwendet werden. Auch die Einnahme eines Hormonpräparates oder die intramuskuläre Substitution mittels Spritze sind weit verbreitete Behandlungsmethoden.

Hiermit können die Beschwerden, welche mit einem zunehmenden Mangel des wichtigsten Sexualhormons des Mannes mit zunehmendem Alter einhergehen, oft deutlich vermindert werden. Dies verbessert die Lebensqualität des Mannes im fortgeschrittenen Alter in erheblichem Maße und ist eine wichtige Voraussetzung für ein gesundes Leben jenseits der 40.

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