Was sind Fette?

Was sind Fette? Hier einfach erklärt

Bei guten Fetten handelt es sich um die sogenannten ungesättigten Fettsäuren
Bei guten Fetten handelt es sich um die sogenannten ungesättigten Fettsäuren

Lange Zeit wurde Fett als ein Nährstoff betrachtet, den man weitestgehend meiden oder am besten gar nicht zu sich nehmen sollte. Es macht dick, ist die Ursache diverser Erkrankungen und kann sogar zum vorzeitigen Tod führen. Diäten, die vollkommen auf Fett verzichten werden, überall propagiert und von denjenigen, die ihr Gewicht reduzieren möchten, dankbar ausprobiert.

Mittlerweile weiß man jedoch, dass Fett für den Körper ein wichtiger Nährstoff ist und der Körper für verschiedene Prozesse zwingend auf Fett angewiesen ist. Für den Körper ist Fett lebenswichtig. Doch auch hier ist entscheiden, welche Art von Fett und in welchem Maß! Der tägliche Bedarf des menschlichen Körpers an Fett liegt bei 70 bis 80 g. Das Fett übernimmt dabei die Aufgabe des Energielieferanten und ist der Träger für die Schutz- und Baustoffe des Körpers. Darüber hinaus transportiert das Fett die lebenswichtige Vitamine A, D und K. Dennoch gibt es gute und schlechte Fette.

Auch wenn es widersprüchlich klingt: Fett kann, sofern es richtig eingesetzt wird, den Körper dabei unterstützen Gewicht zu reduzieren und gesund und schlank zu bleiben.

Gute Fette

Bei den guten Fetten handelt es sich um die sogenannten ungesättigten Fettsäuren, wie sie unter anderem in Olivenöl oder Rapsöl vorkommen. Sie wirken sich senkend auf einen hohen LDL-Cholesterinwert aus. Mindestens zehn Prozent sollte der Kalorienanteil betragen.

Als essenzielle Fettsäuren werden mehrfach ungesättigte Fettsäuren bezeichnet. Sie sind deshalb essenziell, weil der Körper sie zwar benötigt aber nicht in der Lage ist, diese selbst herzustellen. Die essenziellen Fettsäuren werden in zwei Gruppen unterteilt: Omega-3 und Omega-6. Bei den Omega-6 Fettsäuren ist zu beachten, dass man sie zwar ausreichend zu sich nehmen sollte, aber auch in einem gesunden Maß. Generell sind Omega-3 Fettsäuren zu bevorzugen.

Dabei stehen die Omega-3 Fettsäuren ohnehin in dem Ruf des Powerfettes und sind unter anderem in fettem Fisch, Hering, Lachs oder auch Makrele, zu finden und natürlich auch in Rapsöl und bestimmten Mengen Fleisch. Der tägliche Bedarf an Omega-3 Fettsäuren liegt bei 1,5 bis 2,0 Gramm.

Schlechte Fette

Zu den schlechten Fetten zählen langkettige, gesättigte Fettsäuren mit tierischer Herkunft. Diese LCT-Fette finden sich in Produkten wie Butter, fettem Käse, Rahm, Torten, Konfekt und auch fetten Würsten wie zum Beispiel Salami.

Die LCT-Fette sorgen zwar dafür, dass bestimmte Nahrungsmittel besonders gut schmecken, sie sind es aber auch, die die Gesundheit gefährden und für eine Gewichtszunahme sorgen. Durch diese gesättigten Fettsäuren steigt der LDL-Anteil im Blut, der Cholesterinwert. Maximal zehn Prozent der täglichen Kalorienzufuhr sollten aus den LCT-Fetten bestehen.

Die Transfettsäuren, die bei der industriellen Fetthärtung entstehen, sind nicht nur extrem hinterhältig, sie sollten aus weitestgehend vermieden werden. Zu finden sind diese Fettsäuren in Fastfood, Chips, Pommes frites und auch in Fertigsoßenpulver. Nicht nur das die Transfettsäuren dicker als andere Fette machen, sie erhöhen den LDL-Cholesterinspiegel und verschlechtern auch die Blutwerte. Ernährungswissenschaftler empfehlen, maximal ein Prozent des täglichen Kalorienbedarfs an Transfettsäuren zu sich zu nehmen. Das entspricht etwas einer Handvoll Chips.

Originally posted 2015-12-28 18:07:26. Republished by Blog Post Promoter

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