Der Vorruhestand – Gesundheitsvorsorge nach Altersvorsorge

Bis zu einem Alter von 67 Jahren zu arbeiten, finden die wenigsten Arbeitnehmer attraktiv. Wer, aber im Jahr 1967 oder später geboren wurde, darf erst in diesem Alter in Rente gehen. Eine Umfrage hat gezeigt, dass die Deutschen im Schnitt lieber mit 60,2 Jahren in Rente gehen würden, wenn sie es sich leisten könnten. So mag die Regelaltersgrenze zwar vielen sehr hoch erscheinen, aber es gibt verschiedene Möglichkeiten eher in Rente zu gehen. Bedeutend ist in diesem Fall eine gute Planung des Vorruhestands.

Freiwillig zuzahlen für mehr Rente im Vorruhestand

Wer demnach das reguläre Rentenalter noch nicht erreicht hat, kann zwar dennoch vorzeitig in Rente gehen, muss aber die entsprechenden Wartezeiten erfüllen. Bei der Regelaltersrente beträgt diese Zeit fünf Jahre, für die Beiträge bezahlt wurden. Tritt ein Arbeitnehmer früher aus dem Erwerbsleben aus, bekommt er weniger Rente. Pro Jahr mindert sich diese um 3,6 Prozent. Lebenslang gelten diese Rentenabschläge, so dass der Vorruhestand wohl überlegt sein sollte.

Wer dennoch plant frühzeitig in Rente zu gehen, der kann die Rentenabschläge allerdings mit Zuzahlungen im Vorfeld ausgleichen. Ab dem 50. Lebensjahr ist es Versicherten möglich eine spezielle Auskunft bei der Gesetzlichen Rentenversicherung anzufordern. In dieser steht geschrieben, welcher Beitrag zum Ausgleich bezahlt werden müsste. Auf diese Weise besitzen Berufstätige eine bessere Planungssicherheit. Außerdem wissen sie mit welcher Rente sie später zu rechnen haben.

Aus dem Berufsleben gleitend aussteigen

Treffen Arbeitnehmer und Arbeitgeber eine entsprechende Vereinbarung ist es außerdem möglich  sich gleitend aus dem Berufsleben zu verabschieden. Dies kann, beispielsweise, über eine Altersteilzeit oder mit einem Lebensarbeitszeitkonto geschehen. Überstunden, wie nicht genommene Urlaubstage, aber auch Gehaltsbestandteile zählen dazu. So sind diese Einzahlungen sozialversicherungs-, sowie steuerfrei und können in Häufigkeit, wie Höhe nach Bedarf gestaltet werden. Ab Beginn des Vorruhestands sind die eingezahlten Beiträge garantiert. Wer sich hingegen für das Lebensarbeitszeitkonto entscheidet, auf dem das Wertguthaben verzinst, wie angespart wird, muss dieses Konto nicht selbst einrichten. Dies übernimmt der Arbeitgeber.

Altersteilzeit als Blockmodell

Bei diesem Modell wird die sogenannte Altersteilzeit in zwei verschiedene Phasen aufgeteilt. Die erste Hälfte des vereinbarten Zeitraums arbeitet der Arbeitnehmer demnach, wie gewohnt weiter. In der zweiten Hälfte hingegen arbeitet dieser dann gar nicht mehr, bekommt aber dennoch sein Gehalt weiter gezahlt. Einigen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber, beispielsweise, für eine Arbeitsteilzeit die drei Jahre umfasst, arbeitet der Arbeitnehmer davon lediglich 1,5 Jahre und die anderen 1,5 Jahre bleibt er zu Hause.

So arbeitet der Arbeitnehmer nur noch 50% bei entsprechend niedrigerem Gehalt. Der Arbeitgeber hingegen stockt dabei das hälftige Arbeitsentgelt um wenigstens 20% auf. Während der Altersteilzeit werden außerdem die Rentenbeiträge vom Arbeitgeber weiter bezahlt. So sind die Aufstockungsbeträge zwar grundsätzlich steuer-, wie sozialversicherungsfrei, aber werden dennoch bei der Steuererklärung miteinbezogen.

Welche Anlagestrategie für den Ruhestand ist die Richtige?

Je näher der Vorruhestand rückt, desto bedeutsamer ist es, das vorhandene Vermögen zu sichern. In erster Linie geht es darum, eine Umschichtung vorzunehmen. Demnach sollten möglichst viele laufende Erträge anfallen, die dann der Aufstockung der gesetzlichen Rente dienen können. Wer Aktien-Fonds besitzt, sollte diese verringern, um damit die Rentenfondsanteile und Anleihen aufzustocken.

Lediglich wenn es sich um dividendenstarke Basiswerte handelt, gilt es einzelne Aktien noch im Depot zu halten. Ansonsten ist es so, dass Fonds in dieser Phase stets einem Investment in Einzelwerte vorzuziehen ist. Durchaus macht es außerdem Sinn das Tagesgeldkonto wieder ein wenig zu erhöhen, denn im Vorruhestand verreisen viele gerne oder aber gönnen sich ein paar Neuanschaffungen.

Ein Investment im Vorruhestand könnte demnach, wie folgt aussehen:

  • 40% Rentenfonds, sowie Zertifikate
  • 30% Anleihen, sowie Genussscheine
  • 10% Aktien-Fonds
  • 10% Tagesgeld
  • 10% betriebliche Altersvorsorge, Riester-Rente

[box type=“info“ align=“alignleft“ class=““ width=““]Fazit: Wer seinen Vorruhestand genießen möchte, sollte vorab genau planen. Nur mit der gesetzlichen Rentenversicherung kommt heute keiner weit, wenn diese nicht vorab entsprechend aufgestockt wurde. Noch besser ist es natürlich auch privat für eine Altersvorsorge zu sorgen, denn mit entsprechenden Mitteln lässt sich der Vorruhestand immer noch am besten genießen, wenn die Gesundheit mitspielt.[/box]

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Greg Wertheim

Kundenrezensionen und Reviews im Bereich Sportnahrung und Fitness sind mein persönliches Steckenpferd.
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