Ursachen von Haarausfall

Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem. Jedoch sind ein paar, beim Kämmen ausgefallene Haare noch kein Indiz für einen krankhaften Haarausfall. Es ist völlig normal, dass jeder Mensch täglich Haare verliert. Ein Verlust von bis zu einhundert Haaren pro Tag ist völlig normal.

Jedoch liegt die Menge der ausfallenden Haare bei jedem dritten Mann und bei jeder zehnten Frau deutlich höher. In diesen Fällen handelt es sich dann tatsächlich um einen krankhaft bedingten Haarausfall. Es gibt verschiedene Haarausfall Ursachen, die manchmal nicht leicht zu diagnostizieren sind. In manchen Fällen bleiben die Ursachen von Haarausfall auch unklar.

Welches sind die häufigsten Haarausfall Ursachen?

Die häufigste Ursache von Haarausfall ist der hormonell-erbliche Haarausfall. Die Haarwurzeln reagieren auf das Sexualhormon Testosteron und sterben dadurch ab. Als Folge davon fallen die Haare aus. Meist sind Männer davon betroffen. Sie leiden bereits im Jugendalter oder als junge Erwachsene unter dieser Krankheit. Bei den wenigen Frauen, die betroffen sind, beginnt die Krankheit erst nach den Wechseljahren, weil ab diesem Zeitpunkt der Testosteronspiegel im weiblichen Körper ansteigt.

Die zweithäufigste Ursache von Haarausfall ist der kreisrunde Haarausfall. Dabei entstehen kleine, kreisförmige, kahle Stellen am Kopf. Im weiteren Verlauf der Krankheit kann es auch passieren, dass alle Haare ausfallen. Bis heute sind die genauen Ursachen für den kreisrunden Haarausfall unbekannt. Dementsprechend schwierig sind auch die Behandlung und die Heilungsprognose. In einigen Fällen wächst das Haar nach einigen Monaten wieder nach. In anderen Fällen kommt es aber immer wieder zu Rückfällen.

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Beim diffusen Haarausfall fallen die Haare über den gesamten Kopf verteilt aus, sodass die Haarfülle insgesamt immer mehr abnimmt und ausdünnt. Die Haarausfall Ursachen können auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden. So kann eine Hormonumstellung, wie beispielsweise in der Schwangerschaft, dafür verantwortlich sein.

Auch die Einnahme von Medikamenten kann Haarausfall auslösen. Krebsmittel, Beta-Blocker, Antidepressiva oder Medikamente gegen einen zu hohen Cholesterinwert gehören zu den typischen Haarausfall Ursachen.

Ursachen von Haarausfall - Medikamente verändern unseren Hormonhaushalt
Ursachen von Haarausfall – Medikamente verändern unseren Hormonhaushalt

Ein diffuser Haarausfall kann aber auch die Folge von Stress oder einer Fehlernährung sein. Es kommt dabei zu einer Schädigung der Haarwurzeln, die letztendlich für den Verlust der Haare verantwortlich ist. Da die Auslöser für den Haarverlust unterschiedlich sein können, gibt es keine einheitlichen Behandlungsmethoden.

Ein diffuser Haarausfall, also das langsame Ausdünnen der Haare, kann auch altersbedingt sein. In diesem Fall handelt es sich jedoch nicht um einen krankhaften Verlust der Haare, sondern ist ein ganz normaler Vorgang des Alterungsprozesses.

Sonstige Ursachen für Haarausfall

Es gibt noch weitere Haarausfall Ursachen, die den Teil- oder Komplettverlust der Haare zur Folge haben können. So kann eine Pilz-Infektion an den betroffenen Stellen den Verlust der Haare zur Folge haben. Der so genannte Kopfpilz wird mit Anti-Pilz-Mitteln behandelt. Nach erfolgreicher Behandlung wachsen die Haare wieder nach.

In den meisten Fällen sind Kinder von dieser Pilzerkrankung betroffen. Auch Hauterkrankungen, wie zum Beispiel die Schuppenflechte können eine Ursache von Haarausfall sein. Weitere Haarausfall Ursachen können angeborene Missbildungen, vererbte Defekte und Mangelerkrankungen sein.

Gibt es Behandlungsmöglichkeiten?

Die Behandlungsmöglichkeiten versprechen nicht in jedem Fall Erfolg. Je nach der Ursache von Haarausfall können verschiedene Medikamente verabreicht werden. Teilweise gelingt es so, zumindest einen weiteren Haarausfall zu verhindern. Entscheidend für den Erfolg einer Behandlung ist immer die Ursache von Haarausfall richtig zu diagnostizieren.

Es gibt auch Haarausfall Ursachen, die nicht physisch, sondern psychisch bedingt sind. So kann ständiges Reiben oder Kratzen an denselben Stellen oder auch zwanghaftes Ziehen oder Zerren an den Haaren zu Haarausfall führen.

Meist handelt es sich um stressbedingte, zwanghafte Handlungen. In diesen Fällen kann eine Psychotherapie helfen. Bringt weder eine medikamentöse, noch eine psychotherapeutische Behandlung Erfolg, gibt es noch die Möglichkeit der Haartransplantation. Dabei werden einzelne Haare mit den kompletten Haarwurzeln in die Kopfhaut eingepflanzt.

Gibt es vorbeugende Maßnahmen, um beginnenden Haarausfall rechtzeitig zu erkennen oder zu verhindern?

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist ungemein wichtig. Ein Vitamin- oder Mineralstoffmangel kann durchaus eine Ursache von Haarausfall sein. Auch Veränderungen an der Kopfhaut sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Entzündungen, Juckreiz oder eine starke Schuppenbildung können Hinweise auf einen beginnenden Haarausfall sein.

Beim Hautarzt können auch spezielle Haarkuren verschrieben werden, die Mangelerscheinungen entgegenwirken können. Darüber hinaus gibt es diverse Mittel in Apotheken und Drogerien, die einen Haarausfall verhindern sollen. Die Wirksamkeit aller dieser Mittel ist bislang aber nur teilweise bewiesen. Jeder Betroffene muss ausprobieren, welches Produkt in seinem Fall wirkt.

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Autor: Robert Milan

Der Autor ist seit dem Jahr 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.

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