Ungewöhnliche Beeren liegen im Trend: Acai- und Goji-Beeren

Für so manchen ernährungsbewussten Menschen ist die neueste Superfood-Liste fast schon zum Nachrichten-Ersatz geworden. Warum? Weil hinter den meist winzig kleinen Lebensmittelchen wahre Powerpakete stecken.

Was auf der Superfood-Liste immer häufiger zu finden ist, mutet auf den ersten Blick fast schon ein wenig heimisch an. Es sind nämlich Beeren. Wer nun an Heidelbeeren, Erdbeeren oder Himbeeren denkt, der irrt sich. Denn in der Riege der Superfrüchte tummeln sich vor allem exotische Namen wie Acai- und Goji-Beeren. Was hinter diesen Früchtchen steckt, ist Thema dieses Beitrags.

Acai-Beeren. Die Beere aus dem Amazonas-Gebiet

Eine Acai-Bowl zum Frühstück bringt den Nährstoffkick in den Tag.
Eine Acai-Bowl zum Frühstück bringt den Nährstoffkick in den Tag.

Die Acai-Beere ist ein wahrer Exot und stammt aus dem Amazonas-Gebiet: Sie stammt von einer Palme, die es in Brasilien, Panama, Suriname und Guyana gibt. Die Beere ist gerade einmal ein bis zwei Zentimeter groß und sieht der uns wohl bekannten Heidelbeere sehr ähnlich. Ihr matter Schleier auf der Oberfläche und ihre dunkle Lila- bzw. Blaufärbung lassen sie rein optisch fast zu Früchtchen-Zwillingen werden.

Wer die frische Beere verspeist, merkt den Unterschied: Die Acai-Beere hat einen Kern. In den Genuss einer erntefrischen Acai-Beere kommt hierzulande wohl niemand und so wird auch keiner erkennen, dass der Hauptbestandteil der Mini-Beere ihr Kern ist, der nicht zum Verzehr geeignet ist. Die kleine Beere stammt übrigens aus der Acaipalme, die auch als Kohlpalme bezeichnet wird.

Die Frucht wächst an sogenannten Dolden, die gut 1000 Beeren tragen. Geschmacklich ist die Acai-Beere für die europäischen Geschmacksnerven eher ungewöhnlich anstatt beerig. Als nussig, erdig und fettig wird ihr Geschmack beschrieben.

In Südamerika gilt die Acai-Beere als Grundnahrungsmittel der Bevölkerung. Sie soll fast 40 Prozent des täglichen Energiebedarfs decken. Der Hauptteil der guten Inhalte befindet sich im Fruchtfleisch und in der Schale der Beere. Am besten bleiben diese erhalten, wenn die Frucht direkt schockgefroren wird. Doch nur selten finden Suchende Acai-Beeren im Tiefkühlfach. Häufiger ist die Acai-Beere in Form von Kapseln, Pulver, Saft oder gar Hautpflegeprodukten erhältlich. Wer Acai Kapseln bei GloryFeel  ordert, bekommt die Information, dass die Beeren, die für das Extrakt verwendet werden, in Brasilien angebaut werden.

Schwieriger wird es mit der Skizzierung der Wirkweise der Frucht, denn obgleich es bereits zahlreiche Studien gibt, gibt es meist keine endgültigen Beweise für die Wirkkraft der exotischen Frucht.  Unbestritten sind hingegen ihre positiven Inhaltsstoffe, die die Frucht zum Kraftpaket in der Riege der Superfoods machen.

  • Acai-Beeren beinhalten zahlreiche Vitamine: Vitamin C, B1, B2, B3, B6, D und E.
  • Acai-Beeren beinhalten zahlreiche Mineralstoffe: Kalzium, Magnesium, Natrium, Phosphor, Kalium, Eisen, Zink und Kupfer. Auch Antioxidantien sind Teil des Nährstoffcocktails.
  • Acai-Beeren bestehen aus: Fett (45,9 bis 50,7 Gramm pro 100 Gramm), Ballaststoffen (32,3 bis 34 Gramm pro 100 Gramm), Proteinen (8,3 bis 18,2 Gramm pro 100 Gramm), Mineralien (2,0 bis 3,5 Gramm pro 100 Gramm), Kohlenhydraten (1,5 bis 6,7 pro 100 Gramm) und Glukose (null bis 1,5 pro 100 Gramm).

Goji-Beeren. Der „rote Diamant“ Asiens

Erhältlich ist die Goji-Beere vor allem in getrockneter Form, als Pulver oder Kapsel. Zu lang wäre der Transport für die frischen Früchte.
Erhältlich ist die Goji-Beere vor allem in getrockneter Form, als Pulver oder Kapsel. Zu lang wäre der Transport für die frischen Früchte.

Ihre leuchtend rote Farbe hat der Goji-Beere den Beinamen „roter Diamant“ eingebracht. Ursprünglich stammt die Goji-Beere aus Westasien und Südosteuropa. Heute wird sie vor allem in China angebaut.

Ihren Nährstoffreichtum hat die Goji-Beere mitunter auch ihrer Herkunft zu verdanken, denn der Huang He, der Gelbe Fluss in der Provinz Ningxia, der auch positive Auswirkungen auf die Provinzen Shanxi und Gansu hat, ist reich an Mineralien. Über Verlauf, Bedeutung, Fakten und Probleme des Flusses informiert der Klett-Verlag mit diesem Datenblatt.

Die Goji-Beere wartet mit einem „Nährstoff-Cocktail“ auf. Die Goji-Beere beinhaltet mehr B-Vitamine (B1, B2, B3, B5) als jede andere Frucht. Hinzu kommen die Vitamine A und C. In punkto Mineralstoffe hat die Goji-Beere Kalzium, Kalium, Magnesium und Phosphor zu bieten. Zu den in der größten Anzahl vertretenen Spurenelementen in Goji-Beeren zählen Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Chrom und Selen. Goji-Beeren sind reich an Arginin und Leucin, zwei Aminosäuren, die eine Reihe positiver Eigenschaften mit sich bringen. Mehr erfahren Sie im Vitamine-Ratgeber zu Aminosäuren. Essentielle Fettsäuren (Alpha-Linolensäure, Oleinsäure, Palmitoleinsäure, Stearinsäure) sind weitere Bestandteil des Nährstoff-Mixes der Goji-Beere.

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