Über die „Problemzonen“ des Mannes

Viele Frauen pilgern regelmäßig zum Bauch-Beine-Po-Training und sagen damit direkt auch aus, wo sie ihre Problemzonen verorten: am Bauch, an den Beinen und am Po. Die Männerwelt hingegen trifft man beim Ausdauersport an – beim Radeln, Joggen oder Schwimmen – und natürlich beim Krafttraining.

An welchen Problemzonen der Mann damit arbeitet und welche Tricks es für und in der Männerwelt gibt, das verrät dieser Beitrag. PraxisVITA erklärt in dieser Aufstellung der zehn Problemzonen des Mannes, dass die Probleme nicht nur existent sind, sondern dass sie meist erst viel zu spät angegangen werden.

Problemzone Kopf. Männern droht der Haarausfall

Radikalschnitt statt Geheimratsecken und kreisrundem Haarausfall. Dieser Schritt ist ein Weg, um mit Haarausfall im Alter umzugehen. Medikamente oder eine Transplantation wären eine weitere Option.
Radikalschnitt statt Geheimratsecken und kreisrundem Haarausfall. Dieser Schritt ist ein Weg, um mit Haarausfall im Alter umzugehen. Medikamente oder eine Transplantation wären eine weitere Option.

Häufig ist der Haarwuchs beim männlichen Geschlecht eine Sache der Veranlagung. Werden beim Vater Geheimratsecken deutlich oder zeigt sich der Haarausfall am Hinterkopf, trifft den Nachwuchs mit den Jahren häufig dasselbe Schicksal. Eher durch Zufall zu Tage trat die Wirkkraft von Minoxidil bei Haarausfall, zeigt dieser Beitrag in der Apothekenumschau. Eine ähnlich gute Quote erreichten Probanden, die Finasterid einnahmen, jedoch geht die Einnahme dieses Medikaments durchaus mit einigen unerwünschten Nebenwirkungen einher. Alternativen zur Einnahme von Medikamenten sind die Haartransplantation sowie die Verpflanzung von Haarfolikeln.

Problemzone Leisten. Hier droht der Leistenbruch

Es ist das Los des männlichen Geschlechts, dass Männer neunmal häufiger von der Gefahr betroffen sind, einen Leistenbruch zu erleiden. Ist es passiert, hilft nur noch eine Operation. Wer einem Leistenbruch präventiv vorbeugen möchte, sollte auf starke Bauchmuskeln setzen.

Tipp: Das Training diverser Muskelgruppen sollte keineswegs einseitig erfolgen. Das bedeutet auch, dass nebst den Bauchmuskeln auch die Rückenmuskulatur stark ausgeprägt sein muss, um dem harten Männeralltag standhalten zu können. Doch nicht nur das. Zudem fällt es mit einem trainierten Körper deutlich leichter, schicke Outfits – beispielsweise vom Markenhersteller Babista – in der passenden Größe erstehen zu können.

Problemzone Bett. So riskant ist Schnarchen wirklich

Der schnarchende Mann kann eine echte Gefahr für sich selbst darstellen. Nicht etwa, weil er die Rache der nicht schlafen könnenden Ehefrau fürchten muss, sondern weil Schnarchen zu Atemaussetzern führen kann. Dies kann beispielsweise bei einer Untersuchung in einem Schlaflabor festgestellt werden. Wurden Atemaussetzer festgestellt, kann die Anwendung einer Atemmaske helfen.

Eine weitere Problemzone kann im Bett offensichtlich werden, wenn es statt dem Liebesakt zur Erektionsstörung kommt. Allzu häufig werden diese auf psychische Probleme abgewälzt, doch das ist nur in 30 Prozent der Fälle der Auslöser. 70 Prozent der Erektionsstörungen sind organisch bedingt und brauchen eine entsprechende Behandlung.

Problemzone Leber, Herz und Prostata. Die Masse macht das Gift

Das Feierabendbierchen will dem Mann keiner ausreden, jedoch gilt beim Alkoholkonsum wie bei jeder Form von Konsum: Die Masse macht das Gift. Demnach sollte der Alkoholkonsum deutlich eingeschränkt werden – vor allem um die Leber nicht zu schädigen.

Wer zudem noch auf fettreiche Kost verzichtet, kann die Leber aufatmen hören. Regelmäßige Bewegungseinheiten helfen dabei, das Risiko eines Herzinfarkts deutlich zu verringern. Wer täglich 30 Minuten Herzsportarten betreibt – wie beispielsweise Schwimmen, Walken oder Radfahren – der verbessert die Ausgangsbedingungen für das Männerherz um 30 Prozent.

Wer sich ausgewogen und gesund ernährt, kann einige typischen Männerprobleme direkt umschiffen. Tipp: Omega-3-Fettsäuren schützen das Herz. Kaffee beugt Prostatakrebs vor.
Wer sich ausgewogen und gesund ernährt, kann einige typischen Männerprobleme direkt umschiffen. Tipp: Omega-3-Fettsäuren schützen das Herz. Kaffee beugt Prostatakrebs vor.

Auch eine bedachte Ernährung kann helfen: Omega-3-Fettsäuren sollten reichlich vorhanden sein. Sie senken – täglich verzehrt – das Risiko eines Herzinfarkts um die Hälfte. Auch gegen die am häufigsten verbreite Krebsart unter Männern, den Prostatakrebs, bietet der Lebensmittelbereich so einiges: Kresse, Brokkoli, Spinat und Salat hemmen das Wachstum von Prostatatumoren.

Auch ist Kaffeetrinken als Präventionsmaßnahme erlaubt. Eine Tasse täglich senkt das Krebsrisiko. Um dem Ausbruch der Stoffwechselerkrankung Gicht vorzubeugen, sollten Männer Innereien, Geräuchertes und Bier nur in Maßen verzehren. Die Purine in diesen Lebensmitteln wirken sich negativ auf den Harnsäurespiegel aus – und begünstigen Gicht. Ingwer, Chili und Ananas hingegen wirken lindernd bei den starken Gelenkschmerzen, die mit einer Gichterkrankung einhergehen.

Problemzone Hormone. Das männliche Geschlechtshormon erhöht das Risiko

Wer das strahlende Lächeln aus jungen Jahren erhalten möchte, muss sich gerade im Alter um seine Zahngesundheit kümmern. Auch hier sind nämlich die männlichen Hormone das Problem. Sie verursachen Zahnfleischprobleme.
Wer das strahlende Lächeln aus jungen Jahren erhalten möchte, muss sich gerade im Alter um seine Zahngesundheit kümmern. Auch hier sind nämlich die männlichen Hormone das Problem. Sie verursachen Zahnfleischprobleme.

Dass deutlich weniger Frauen an Parkinson erkranken als Männer, hat einen einfachen Grund: Das weibliche Geschlechtshormon ist ein Kämpfer gegen die Krankheit, das männliche Geschlechtshormon bahnt der Krankheit hingegen förmlich den Weg. Heilbar ist die Krankheit bis heute nicht, auch wenn Medikamente sowie therapeutische Maßnahmen eine Linderung der Symptome ermöglichen können.  Ebenfalls hormonell bedingt ist übrigens das Problem von Parodontitis.

An dieser Stelle sorgt das männliche Sexualhormon dafür, dass sich Entzündungsprozesse verschlimmern. Um den Folgen von Parodontitis vorzubeugen, ist es sinnvoll, eine professionelle Zahnreinigung regelmäßig durchführen zu lassen. Auch die Reinigung mit einer Zahnzwischenraumbürste und Zahnseide kann helfen.

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Autor: Robert Milan

Der Autor ist seit dem Jahr 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.

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