Tennisarm – Ursachen und Behandlung

Was ist eigentlich ein Tennisarm?

Den Begriff Tennisarm hat sicherlich jeder schon einmal gehört. Doch was ist das eigentlich? Bei einem Tennisarm hat man sich zunächst einmal eine Reizung bestimmter Sehnen im Unterarm zugezogen. Diese Reizung wird ausgelöst durch eine Überbeanspruchung der Finger, des Handgelenks und des Unterarms.

Die Reizung letztlich löst dann aber, wenn die Überbeanspruchung nicht abgestellt wird, eine Entzündung an der Außenseite des Ellenbogens hervor. Die Entzündung wiederum äußert sich in den typischen Schmerzen, die mit einem Tennisarm einhergehen.

Was verursacht einen Tennisarm?

Die Ursachen, die einen Tennisarm bedingen, können vielschichtig sein. Lange Zeit war dies eine Erkrankung, die vornehmlich im Tennissport auftrat. Daher rührt tatsächlich auch der Name. Denn gerade bei dieser Sportart liegt oft eine Überbeanspruchung der Sehnen im Unterarm vor. Die Schläger, mit denen der Tennisball gespielt wird, waren recht schwer. Somit musste ein Tennisspieler bei jedem Schlag eine enorme Kraft aufwenden, um den Ball zurückspielen zu können.

Die monotonen Bewegungsabläufe taten ein Übriges. Inzwischen sind die Schläger jedoch entschieden leichter, sodass der Tennisarm nicht mehr in der Frequenz wie noch vor ein paar Jahren im Tennissport auftritt. Dafür hat sich eine bestimmte Berufsgruppe inzwischen als gefährdet herausgestellt.

Hierbei handelt es sich um die Menschen, die den ganzen Tag über am Computer arbeiten. Denn durch die Bewegungen auf der Tastatur und der Bedienung der Maus mit einer Hand kann es ebenfalls zu einer Überbeanspruchung im Bereich des Unterarms kommen, die dann letztlich einen Tennisarm hervorrufen kann. Es wird daher für diese Berufsgruppe angeraten, die Hände ab und zu ordentlich auszuschütteln. Auch die Kräftigung der Hand- und Unterarmmuskulatur ist sehr empfehlenswert.

Einfache Übungen bei Schmerzen im Unterarm

Oft hilft es auch einfach die Bedienungshand der Maus zu wechseln. Rechtshänder sollten daher die Maus auch hin und wieder mit der linken Hand bedienen, um so die rechte Hand entlasten zu können. Für Linkshänder gilt der umgekehrte Fall. Ein weiterer Vorteil ist es, wenn man mit 10 Fingern tippen kann. So verringert sich die Überbeanspruchung einzelner Finger, da die gesamte Hand in den Tippvorgang involviert ist. Gelegenheitshandwerker sind ebenfalls prädestiniert für einen Tennisarm.

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Denn oftmals soll etwas auf die Schnelle gemacht werden, wenn beispielsweise das Wohnzimmer neu gestrichen werden soll. Der Gelegenheitshandwerker legt sich dann kräftig ins Zeug, um die Arbeit eben möglichst schnell zu erledigen. Diese ungewohnten Bewegungsabläufe aber, die zudem meist auch noch mit einem recht hohen Kraftaufwand betrieben werden, können letztlich dann wieder einen Tennisarm hervorrufen.

Was hilft bei einem Tennisarm?

Wenn man einen Tennisarm vermutet, sollte man zunächst einmal einen Arzt aufsuchen, der die Ursache genau abklären kann. Handelt es sich um einen Tennisarm, so können verschiedene Dinge Linderung verschaffen. Eine gute Hilfe ist eine sogenannte Tennisarmbandage.

Diese erhält man in Orthopädiegeschäften oder aber in Sportfachgeschäften. Eine solche Bandage wird fest unter dem Ellenbogen angebracht. Durch den permanenten leichten Druck, den die Bandage auf die Sehnen ausübt, können diese entspannen. Somit reduziert sich in den meisten Fällen der Schmerz deutlich. Aber auch heiße oder kalte Kompressen können schmerzlindernd wirken.

Allerdings gibt es keine Allgemeingültigkeit, ob Heißes oder Kaltes besser hilft. Dies muss jeder für sich selbst herausfinden. Auch die Gabe von entzündungshemmenden Medikamenten kann dazu beitragen, dass sich die Symptome, die mit einem Tennisarm einhergehen, reduzieren.

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Autor: Robert Milan

Der Autor ist seit dem Jahr 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.

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