Ein Überblick der bekanntesten Teesorten

Was gibt es alles für Teesorten?

Ungeachtet des Namens, des Ortes, der Zeit, belebt das Aufgießen von Blättern mit Wasser den Körper; es erfrischt die Sinne und besänftigt den Geist. Allerlei Teesorten im Überblick:

Schwarzer Tee/Schwarztee

Schwarzer Tee, oder auch Schwarztee, wird heutzutage in den meisten Teeregionen dieser Welt angebaut und verarbeitet. Die bekanntesten darunter sind sicherlich die aus Nordindien stammenden Darjeeling- und Assam-Tees, aber auch die Keemun- und Yunnan-Tees aus China. Das Blattgut wird nach der Ernte voll fermentiert, indem man nach dem Welken und Rollen den Blattzellsaft mit Sauerstoff an der Luft oxidieren lässt. Bei diesem Oxydations- und Gärungsprozess entwickeln sich die ätherischen Öle und das Blatt erhält seine kupferrote Färbung.

Nach der Fermentation folgt die Trocknung, die das Wasser wieder entzieht und den Zellsaft an den Tee antrocknet. Dabei wird das Teeblatt langsam immer dunkler und trockener, bis es schließlich als schwarzer Tee vorliegt. Die unterschiedlichen Blattgrade und die raffinierten Verarbeitungsmethoden entscheiden in hohem Maße über die Qualität des Tees. Wunderbar verarbeitet ist der China Rose Tee. Ein schwarzer Keemum Tee, der mit zarten Rosenblüten natürlich gedämpft wurde,  um seinen weichen und süßlichen Charakter mit blumigem Rosenduft zu entfalten.

Grüner Tee

Grüner Tee wird vorwiegend in China, Japan, Taiwan und Indien angebaut und verarbeitet. Grüntee ist die ursprünglichste Form des Tees bei dessen Herstellung die Fermentation des Blattes unterbunden wird. Dazu wird das Blattgut entweder kurz in Röstpfannen gegeben oder mit heißem Wasserdampf behandelt.  Anschließend wird der Tee gerollt, geröstet und sortiert. So behalten die Teeblätter ihre grüne Farbe und ihren frischen Duft ebenso wie alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe.

Es heißt, dass Grüner Tee die gesamte Energie der Teepflanze in sich hält. Für den Gyokuro aus Japan- einer der edelsten Grüntees- werden nur die feinsten Triebe geerntet. Eine wundervolle Rarität ist der Jasmin Silver Tips, Er wird auch heute noch sorgfältig von Hand produziert und mit zarten Jasminblüten gedämpft. Zu den Klassikern unter den Grüntees gehört der Sencha Wild Cherry mit Wildkirschnote. Grüntee-Genuss in besonders raffinierter Form sind u.a. Tea Flowers und oder japanischer Matcha, der mit Milch aufgegossen einen köstlichen Smoothie oder Matcha Latte ergibt.

Weißer Tee

Dieser seltene, zarte und wohlschmeckende Tee stammt aus Fujian, China. Nur dort wird Weißer Tee angebaut und noch heute wie vor Jahrhunderten aufbereitet. Nach dem Pflücken wird dieser Tee leicht gewelkt und getrocknet. Nur an den wenigen Bruchstellen schreitet die Fermentation fort, wird aber nach kurzer Zeit gestoppt, um nur Teile des Blattes fermentieren zu lassen.

Dies ist die älteste Form, Tee zu produzieren. Weißer Tee ist sehr magenfreundlich und man sagt, er sei der gesündeste Tee, den es gibt. Er hat einen milden und sehr edlen Geschmack. Der Weiße Tee Pai Mu Tan ist eine Rarität und wird nur in sehr geringen Mengen hergestellt.

Oolong

Oolong, bzw. Oolong Tee, ist durch seine spezielle und aufwendige Herstellung zwischen grünem und schwarzem Tee anzusiedeln. Im Gegensatz zu anderen Teearten werden die Blätter gleich nach der Pflückung in der Sonne gewelkt. Sobald das Blattgut anfängt nach Orchideen zu duften, muss die beginnende Fermentation gestoppt werden.

Dies geschieht durch das Rösten. Dieses Röstverfahren verlangt eine höhere Temperatur als bei anderen Tees, daher ist Oolong besonders gut haltbar. Der wundervolle Geschmack erinnert im Aroma an reife Pfirsiche. Ein Geschmackserlebnis der besonderen Art vermittelt der aus Taiwan stammende handverarbeitete Jade Oolong Formosa-Tee.

Rooibos

Rooibos bedeutet „roter Busch“ und wird aus den Blättern des afrikanischen Rooibos Strauches gewonnen. Dieser weit verzweigte immergrüne Strauch kann bis zu zwei Meter hoch werden und wird überwiegend am westlichen Kap Südafrikas angebaut. Bei der Ernte werden die grünen Zweige und Äste abgeschnitten und anschließend in ca. ½ cm große Stückchen zerkleinert, fermentiert und anschließend in der Sonne getrocknet.

Durch die Fermentation erhält der Tee seine kupferrote Farbe und sein leicht süßes Aroma. Rooibos Tee besitz eine natürliche Süße, ist koffeinfrei, arm an Reizstoffen und daher sehr bekömmlich. Rooibos Tee gibt es mittlerweile in vielen Geschmacksvarianten. Besonders extravagant ist der Rooibos Ginkgo Tee. Frische Ginkgo Biloba Blätter verfeinern diesen wunderbaren Rooibos Tee und geben ihm eine ganz besondere Note.

Kräutertee

Einer der wohl bekanntesten Teesorten, denn schon Generationen von Menschen verwenden Kräuter schon seit Jahrhunderten als Heilmittel und als wohltuendes und erfrischendes Getränk in Form eines Teeaufgusses mit heißem Wasser. Von nahezu jeder eßbaren Pflanze können bekömmliche und wohlschmeckende Kräutertees hergestellt werden, von denen jeder einzelne seine eigene natürliche Wirkung besitzt:

Teesorten im Überblick: Der Kräutertee
Teesorten im Überblick: Der Kräutertee

Einige Kräuter sind erwiesene Arzneimittel, sind beruhigend und fördern die Entspannung, andere regen den Kreislauf an und machen einen munter. Aber Kräutertees können nicht nur gegen allerlei Beschwerden helfen – sie schmecken auch besonders gut.  Egal ob heiß oder kalt – ein erfrischender Lemongrass Ginger Tee bietet durch seine raffinierte Mischung einen ganz natürlichen Genuß!

Früchtetee

Früchtetee – das sind natürliche Früchte in Tassen. Die Basis für einen klassischen Früchtetee stellen meistens Hagebutten und Hibiskusblüten dar. Genau diese Früchte sind es, die dem Tee seinen erfrischenden Geschmack, seine angenehme Säure und die leicht rötliche Farbe verleihen. Doch Früchtetee kann heutzutage von jeder genießbaren Obst und Fruchtsorte hergestellt werden.

Die Früchtepalette ist fast unerdenklich und neue Kreationen an Tees entstehen täglich. Für hochwertigen Früchtetee wird ausschließlich Obst aus Wildsammlungen verwendet. Diese in der Sonne gereiften Früchte zeichnen sich besonders durch ihren ursprünglichen und unverwechselbaren Geschmack aus. Das natürliche Aroma der Früchtetees wird meist mit anderen Blüten, Blättern und feinen Gewürzen geschmacklich vollendet.

Originally posted 2017-09-12 08:40:47. Republished by Blog Post Promoter

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2 Kommentare

  1. Löwenzahnwurzeltee, vielerorts auch Löwenzahnwurzelkaffee genannt, ist ein Kräutertee aus den Wurzeln des Löwenzahns (Taraxacum sect. Ruderalia). Löwenzahn ist eine in Europa, Asien und Amerika heimische Pflanze und wird meist als Unkraut betrachtet. Bestimmte Teile der Pflanze, wie seine Blätter und seine lange Pfahlwurzel, sind jedoch eßbar und Teil der Küche einiger Regionen Europa´s und Asiens. Knospen und junge Blätter können, nach Blanchieren und Kochen, als Blattgemüse verzehrt werden. Aus den Pfahlwurzeln älterer Pflanzen, Die blassen Karotten ähneln, lässt sich ein Löwenzahnwurzeltee oder ein Ersatzkaffee zubereiten.

    Gesundheitsvorteile von Löwenzahnwurzeltee

    Löwenzahn bietet zudem noch einige Vorteile für die Gesundheit, ist reich an Kalium und hilft bei Durchfall und Erbrechen. Darüber hinaus hilft Löwenzahnwurzeltee bei Verdauungsstörungen und Sodbrennen und wirkt appetitanregend. Seine blutzuckersenkende Wirkung macht Löwenzahntee auch besonders gut für Diabetiker geeignet. Leute mit hohem Blutdruck können von seiner harntreibenden Wirkung, Die den Salz- und Wasserspiegel im Blut reduziert und damit den Blutdruck senkt, profitieren. Desweiteren schützt Löwenwurzelzahntee vor Leberstress, fördert einen guten Gallefluss und hilft bei Leber-, Galle- oder Milzproblemen. Zur Vorbeugung und zum Lindern von Stress und Entzündungen, resultierend von Viruserkrankungen wie Erkältungen, Grippe und Fieber, empfiehlt sich eine tägliche Tasse Löwenzahntee.

    Zubereitung von Löwenzahnwurzeltee

    Löwenzahnwurzeltee lässt sich sehr leicht und einfach zubereiten. Der Tee ist in Pulverform in Drogerien, Naturkostläden, Reformhäusern oder in online Teeshops erhältlich und wurde aus frisch geernteten, getrockneten und zu Pulver zermahlenen Löwenzahnwurzeln hergestellt. Zur Zubereitung des Tees 1 Eßlöffel Wurzelpulver für 5 Minuten in einem Viertelliter Wasser kochen, abseihen und wenn gewünscht mit Zimt oder Honig abschmecken.

    Nebenwirkungen von Löwenzahnwurzeltee

    Wie bei allen Heilpflanzen gibt es auch einige Leute die Löwenzahntee nicht vertragen. Die Wirkungen seiner Inhaltsstoffe sind bislang noch nicht gänzlich erforscht und schwangere oder stillende Mütter sollten seinen Konsum sicherheitshalber vermeiden. Leute, Die kaliumsparende Diuretika wie Spironolacton oder Amilorid einnehmen, sollten sich ebenfalls von Löwenzahntee fernhalten. Leute mit Hämophilie sollten wissen daß der Konsum von Löwenzahnwurzeltee die Blutgerinnung (wie z.B. auch Kamillentee oder Mutterkrauttee)beeinträchtigen kann.

  2. Assam Tee wird heute häufig in Ostfriesischen Teemischungen angeboten. Das legt den Gedanken nahe, dass die dazugehörigen Pflanzen in Norddeutschland wachsen könnten, doch das ist natürlich völlig falsch. Assam Tee stammt aus Indien und kann sowohl als grüner und schwarzer Tee gekauft werden. Er gehört zu den Teesorten, die im Hochland wachsen.

    Charakteristisch für Tee aus dem Hochland ist ein kräftiges Aroma. Das kann im Verlaufe der Verarbeitung noch einmal zusätzlich beeinflusst werden. Unbehandelten frischen Assam Tee bekommt man in Deutschland gar nicht, weil die Blätter bereits unter normalen Umweltbedingungen binnen eines Tages eintrocknen und ihr Aroma verändern.

    Traditionell werden die Blätter für den Assam Tee gezupft und getrocknet. Das ist eine mühsame und zeitaufwändige Handarbeit. Wenn man für diesen Tee einen verträglichen Verkaufspreis erreichen möchte, muss die industrielle Verarbeitung auf schnelle Trocknung und kostengünstige Bearbeitung und Verpackung optimiert sein. Um einen möglichst hochwertigen schwarzen Assam Tee zu bekommen, muss vor allem darauf geachtet werden, dass die Fermentation, also die Reaktion der Teeblätter mit der Luft, unter kontrollierten Bedingungen stattfindet.

    Einige Sorten beim Assam Tee werden noch zusätzlich aromatisiert. Das ginge einfach, indem man chemische Geschmacksstoffe hinzu fügen würde, doch das tut man bei einer hochwertigen Verarbeitung natürlich nicht. Der getrocknete Tee wird immer wieder mit Kräutern und Blüten gemischt, deren Aroma man in den Assam Tee hinein bringen möchte. Dabei werden die gerebelten Teeblätter immer wieder von den Zusätzen getrennt und mit frischen vermischt. Mit der Anzahl dieser Vorgänge kann man den Aromatisierungsgrad sehr genau bestimmen. Außerdem bieten die zusätzlichen Stoffe die Möglichkeit, die anregende Wirkung von Assam Tee entweder verstärken oder abmildern zu können.

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