Shisha rauchen: Was ist dran am Trend?

Eine Shisha zu rauchen, ist angesagt. Das veranschaulichen die zahlreichen Shisha-Bars und -Shops, die plötzlich in diversen Städten auftauchen. Online lassen sich ebenfalls mehr und mehr Shishas finden. Jeder kann sie bestellen und sich nach Hause liefern lassen. Das zeigt, dass das Shisha-Rauchen für manche Menschen längst auch in der eigenen Wohnung interessant ist.

Was ist überhaupt eine Shisha?

Eine Shisha – auch Wasserpfeife oder Hookah genannt – ist eine spezielle Vorrichtung zum Rauchen von Tabak. Mit einer durchschnittlichen Höhe von 60 Zentimetern sticht sie sofort ins Auge. Dabei besteht sie hauptsächlich aus einer gläsernen Wasservase, einer Rauchsäule und einem langen Schlauch.

Zunächst muss man die Vase mit Wasser füllen und Shisha-Tabak in einen speziellen Kopf legen. Zum Anzünden kommen glühende Kohlestücke zum Einsatz. Um die Wasserpfeife zu rauchen, zieht man schließlich am Mundstück des Schlauchs. Die angesaugte Luft wird durch die Pfeife gezogen und mit Tabakrauch angereichert. Auffallend am Shisha-Rauchen ist der typisch weiße Rauch. Dieser resultiert aus dem besonders feuchten Shisha-Tabak. Er kann auch aromatisiert sein.

Darum sind Shishas so beliebt

Anders als Zigaretten wirken Shishas eher unhandlich – sie sind zu groß und zu komplex, um sie im Alltag dabei zu haben. Darum geht es aber auch: Statt hektisch eine Portion Tabak zu inhalieren, lädt die Wasserpfeife dazu ein, es sich gemütlich zu machen. Man möchte also ganz bewusst einen hochwertigen Tabak genießen. Dieser Punkt wird weiter dadurch unterstrichen, dass eine größere Menge Tabak in den Rauchkopf gegeben wird. Sie reicht für mehrere Personen und kann bis zu 30 Minuten brennen.

Das macht das Rauchen der Shisha zu einer sehr geselligen Angelegenheit. Zwar kann man auch allein eine Wasserpfeife rauchen, spannender ist es jedoch in der Gruppe. Oft scharen sich mehrere Menschen um eine einzige Shisha. Alle sitzen entspannt auf gemütlichen Sesseln im Kreis, während der Schlauch weitergereicht wird. So kann jeder einige Male den Rauch genießen. Das Shisha-Rauchen gilt deswegen in manchen Kulturen sogar als Zeichen der Gastfreundschaft.

Der Ursprung der Wasserpfeifen-Tradition

Das Rauchen von Tabak ist in fast allen Teilen der Welt bekannt. Die Shisha ist nur eine sehr spezielle Art, um den Genuss interessanter zu gestalten. Im deutschsprachigen Raum scheinen die ungewöhnlichen Geräte erst seit einigen Jahren populär zu sein. Tatsächlich gab es aber schon früher den Trend zur Wasserpfeife, dieser beschränkte sich jedoch auf Subkulturen. Heute trifft sich auch der Mainstream, um abends oder am Wochenende eine Shisha zu rauchen.

Ursprünglich stammt die Wasserpfeife aus dem arabischen und indischen Raum. In diesen Ländern entstand auch die Tradition rund um das gesellige Genießen der Shisha. Da es inzwischen Millionen Einwanderer aus diesen Regionen in der westlichen Welt gibt, konnte sich der Trend auch hier ausbreiten.

Shisha-Rauchen: Wie gesund ist der Trend?

Eine Shisha in Gesellschaft zu rauchen, macht Spaß und hat durchaus Stil. Wer sich darauf einlässt, sollte die Risiken aber nicht unter den Tisch fallen lassen. Tatsächlich ist der Tabak mindestens genauso gefährlich wie jener in Zigaretten. Es bestehen also alle Gefahren, die auch bei anderen Arten des Tabakkonsums auftreten.

Speziell bei der Shisha kommen noch weitere hinzu: Durch das Teilen des Mundstücks in der Gruppe kann man sich leichter mit Infektionskrankheiten wie Herpes oder Hepatitis infizieren. Das ist aber nur möglich, wenn Teilnehmer ansteckend sind.

Ein weiteres Risiko geht von unprofessionell geführten Shisha-Bars aus. Ökotest weist darauf hin, dass es regelmäßig zu Kohlenmonoxid-Vergiftungen durch eine schlechte Belüftung in den Räumen kommt. Wer trotzdem Wasserpfeifen rauchen möchte, sollte zumindest auf Hygiene und eine gute Belüftung des Raums achten.

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