Schlafstörungen Hausmittel und Selbsthilfe

Immer mehr Menschen leider in der heutigen Zeit unter Schlafstörungen, allerdings muss nicht immer zwingend sofort ein Arzt aufgesucht werden, denn leichte Schlafstörungen können unter Umständen schon abgestellt werden, wenn der Betroffene seine Lebensgewohnheiten verändert und vor allem für eine bessere Schlafhygiene sorgt.

Dies bedeutet, dass der Betroffene zuerst einmal seine eigenen Schlafbedürfnisse kennenlernen muss, denn jeder Körper verlangt nach einer anderen Schlafmenge. Verordnet sich der Betroffene unbewusst zu viel Schlaf, dann kann es durchaus vorkommen, dass der Körper noch nicht ermüdet genug ist, um Schlaf und Ruhe zu finden.

Auch die Schlafumgebung sollte angemessen geschaffen werden. Hierzu zählen unter anderem ein dunkler Raum, ein ruhiger Schlafplatz und außerdem eine angenehme Raumtemperatur, welche bei etwa 16 bis 18°C liegen sollte.

Auch regelmäßige Schlafzeiten können eine Art Gewohnheit auslösen und gelegentlichen Schlafstörungen Abhilfe schaffen. Sowohl körperliche als auch geistige Tätigkeiten sollte vor dem Schlafengehen grundsätzlich vermieden werden. Besser ist es, den Tag ruhig ausklingen zu lassen, damit sich der Körper auf den Schlaf einstellen kann.

Ein Vollbad oder auch ein entspannendes Fußbad, welches mit beruhigenden Zusätzen angereichert ist, können ebenfalls zu Müdigkeit führen.

Wer unter Schlafstörungen leidet, sollte unter anderem einen Mittagsschlaf vermeiden. Weiterhin sollte das Bett nicht zum Lesen oder Arbeiten genutzt werde und es ist durchaus ratsam, für die innere Ruhe, wenn sich keine Uhr oder kein Wecker im unmittelbaren Sichtfeld befindet.

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Chemische Wirkstoffe bei Schlafstörungen

Hat der Betroffene bereits versucht seine Verhaltensweise zu verändern und hat auch bereits einige Hausmittel oder pflanzliche Präparate verwendet, um seinen Schlafstörungen entgegenzuwirken, dann können unter Umständen auch chemische Wirkstoffe helfen.

In der Regel enthalten Schlaf- und Beruhigungsmittel mit chemischen Wirkstoffen, Substanzen wie zum Beispiel Diphenhydramin, Doxylamin oder auch Tryptophan. Diese können sowohl einzeln als auch in Kombination mit pflanzlichen Wirkstoffen in den verschiedenen Medikamenten als Einschlafhilfe vertreten sein.

Diphenhydramin und Doxylamin haben grundsätzlich eine beruhigende Wirkung, welche nicht nur den Schlaf anstoßen, sondern auch ein Durchschlafen ermöglichen sollen. Allerdings muss hier auch einiges bei der Anwendung beachtet werden.

So sollte eine Einnahme stets rechtzeitig erfolgen, etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen und weiterhin muss bedacht werden, dass die Einnahme etwa acht Stunden vor dem Aufstehen erfolgt, da es ansonsten zu Aufmerksamkeitsproblemen kommen kann und der Körper sich den ganzen Tag übermüdet und schlapp fühlt. Weiterhin dürfen diese Präparate nicht länger als eine Woche und keinesfalls zusammen mit Alkohol eingenommen werden.

Unter Umständen kann eine Einnahme dieser Medikamente auch zu Nebenwirkungen an den Verdauungs- und Ausscheidungsorganen führen, wie beispielsweise Verstopfungen oder Störungen der Harnblase.

Tryptophan ist ein Eiweißstoff und eigentlich nur für Menschen geeignet, welche andere Mittel nicht vertragen. Bevor sich ein gewünschter Erfolg als Einschlafhilfe einstellt, muss dieser Wirkstoff über mehrere Wochen durchgehend eingenommen werden.

Schlafbeschwerden wie verlängerte Einschlafzeit, häufiges nächtliches Aufwachen, flacher, unruhiger Schlaf führen zu Beschwerden am Tage, wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrations- und Leistungsschwäche, depressive Verstimmung und Muskelschmerzen. Fit über den Tag und gesund auf Dauer bleibt nur, wer gut schläft. Wer über einen längeren Zeitraum schlecht schläft, muss langfristig mit gesundheitliche Folgen rechnen: Der gestörte Schlaf kann Konzentrationsstörungen, Herzprobleme und Bluthochdruck verursachen, das Immunsystem schwächen und den Hormonhaushalt beeinträchtigen.

Worauf Sie am Abend achten sollten:

– verzichten Sie am Abend auf Nikotin, anregenden Tee (grüner Tee), Cola und Bohnenkaffee
– nehmen Sie keine schwere Mahlzeiten, sondern leichte Speisen zu sich
– sportliches Training sollte nicht am Abend, sondern am Vor- oder Nachmittag stattfinden
– Verzichten Sie auf Alkohol als Einschlafhilfe, besser sind Tees oder warme Milch
– tryptophanhaltige Nahrungsmittel wie Emmentaler, Puten-, Rindfleisch und Milch zusammen mit Kohlenhydraten begünstigen das Einschlafen
– entspannen Sie sich abends – körperlich und geistig. Z.B. mit einem Abendspaziergang, beim Lesen, Musikhören, einem Bad (evtl. als Zusatz Baldrian, Melisse oder Lavendel)
– wenn Sie sich von belastenden Gedanken nicht lösen könen, dann schreiben Sie sich diese von der Seele, bevor Sie zu Bett gehen
– ein Schlaftagebuch, in dem Sie Ihre Schlafgewohnheiten und Ihre Gedanken zur Schlafenszeit notieren, kann hilfreich sein, um das Schlafproblem zu erkennen
– achten Sie auf angenehme Schlafbedingungen, z.B. auf eine gute Raumtemperatur und Feuchtigkeit, aber auch auf eine gesunde Matratze
– vermeiden Sie elektrische Geräte im Schlafzimmer. Wenn dies nicht möglich ist, stellen Sie die Geräte in einem Abstand von mind. 1 Meter (Radiowecker) bzw. 4 Meter (Fernseher) vom Bett entfernt auf.

Falls diese Maßnahmen zu keinem Erfolg führen, Sie nachts stundenlang wachliegen oder sich tagsüber oft erschöpft und antriebslos fühlen oder sogar ungewollt einschlafen, dann sollten Sie mit Ihrem Arzt die Ursachen klären (z.B. ob organische oder seelische Erkrankungen vorliegen).

Schlafstörungen im Alter:

Schlafdauer und Schlafqualität ändern sich im Laufe des Lebens, d.h. im Alter verringert sich die nächtliche Schlafdauer, die Tiefschlafphasen nehmen ab, nächtliche Wachphasen häufen sich. Diese Änderungen gehören zum natürlichen Prozess des Älterwerdens und sollten nicht als etwas Krankhaftes betrachtet werden. Mehr als 7 Stunden Nachtschlaf dürfen Sie in der Regel im höheren Alter nicht mehr erwarten. Der verkürzte Nachtschlaf bedeutet aber nicht, daß Ihr Schlafbedürfnis insgesamt abnimmt.

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Sie werden feststellen, dass Sie nicht mehr so belastbar sind wie früher und öfter am Tag müde oder schläfrig werden. Gönnen Sie sich ein kleines Nickerchen, nach dem Sie sich früher, als Sie noch von beruflichen und familiären Aufgaben gestresst waren, gesehnt haben. Der Mittagsschlaf und andere Tagesschläfchen sind echter (und sehr erholsamer) Schlaf.

Wenn Sie ihn zum Nachtschlaf hinzuzählen, werden Sie feststellen, dass Sie insgesamt wieder annähernd auf die gleiche Schlafmenge kommen wie früher, auf 7 oder mehr Stunden. Da ein Schläfchen am Tag jedoch den Schlafdruck am Abend verringert, sollten Sie ab dem späten Nachmittag möglichst darauf verzichten.

Video: Schlafstörungen – Erklärungen

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Autor: Robert Milan

Der Autor ist seit dem Jahr 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.

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One Comment

  1. Dass es zu einem Gesunden Schlaf kommt, kann durch verschiedene Tricks positiv beeinflusst werden. Denn wer nicht gut schläft, ist den ganzen Tag erledigt, fühlt sich schlapp und ausgelaugt. So sollte stets die Freude auf den Schlaf das Bild beherrschen und schon auftreten, wenn das Paradies der Erholung betreten wird. Es sollte im Schlafzimmer nichts von der Arbeit zu spüren sein. Fernseher gehören schon gar nicht ins Schlafzimmer. Alle Stromquellen, wie Radiowecker sollten entfernt werden. Optimal ist es auch, wenn im Schlafzimmer kein Computer steht. Außerdem sollte mehr Gelassenheit in das Leben einziehen. Je mehr Entspannung tagsüber greifen kann, desto erholsamer werden auch die Abende. Daher ist empfehlenswert, so häufig wie möglich zu lächeln.

    Unterstützt werden kann der gesunde Schlaf vor allem auch durch eine hochwertige Matratze, die individuell auf Jeden abgestimmt werden kann. Schließlich gibt es dabei inzwischen die unterschiedlichsten Füllungen, wie Schaumkern, mit denen Matratzen ausgestattet werden. Diese ermöglichen dabei ein genaues Anpassen an die jeweilige Struktur des Körpers. Deshalb sollte gerade in diesem Bereich beim Erwerb einer Matratze viel Zeit eingeplant werden. Schließlich hat die Bedeutung an humanverträgliche Materialien immer mehr zugenommen. Es sollte also ein Testliegen stattfinden und gleichzeitig ein genauer Blick auf das Produktetikett der Matratze geworfen werden.

    Eine wichtige Rolle spielt beim Gesunden Schlaf auch das Klima im jeweiligen Schlafraum. Ideal ist es, wenn im Zimmer eine Temperatur von 14 bis 18 Grad herrscht, während gleichzeitig eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 bis 60 Prozent gegeben ist. Demzufolge sollte auch die Decke angepasst werden. Vorzugsweise sollten dabei Materialien aus Natur wie beispielsweise Schurwolle, Cashmere oder Daune ausgewählt werden. Sie wirken sich ebenfalls positiv auf das Klima aus.

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