Risikofaktoren für Arthrose und Arthritis

Die Knorpel besitzen für die Bewegungsfähigkeit des Menschen einen entscheidenden Einfluss. Knorpel sitzen in den Gelenken und stellen sicher, dass die Gelenkflächen sich aneinander reiben können. Gleichzeitig dienen sie als Puffer, um harte Stöße abzufedern.

Junge Menschen verfügen in der Regel über genügend Knorpelmasse in ihren Gelenken. Sie können sich gut und sicher bewegen. Im zunehmenden Alter nimmt die Knorpelmasse in den Gelenken allerdings ab. Eine dauerhafte Fehlbelastung und Überbeanspruchung der Gelenke sind ein weiterer Risikofaktor für Arthrose und Arthritis. Übergewichtigkeit ist deswegen ein Problem, weil diese die Beanspruchung der Gelenke verstärkt.

Weitere Risikofaktoren sind eine genetische Disposition sowie das weibliche Geschlecht. In diesem Zusammenhang haben Studien gezeigt, dass sich die Knorpelmasse im Knie bei Frauen viermal schneller abbaut als bei Männern. Auch neigen Frauen durch ihre Tätigkeit im Haushalt zu einer Überbeanspruchung des Handgelenks, was zu Beschwerden führt, die der Volksmund als „Hausfrauendaumen“ bezeichnet. Vor allem die größeren Gelenke wie im Knie, in der Hüfte sowie in der Schulter sind von dem Knorpelverschleiß betroffen. In diesem Link finden Sie weitere Infos zur richtigen Glucosamin Dosierung.

Die Rolle von Glucosamin für die Gelenke

Glucosamin ist Glucose mit einer Aminogruppe und ein Stoff, den der Körper selbst herstellen kann. Der Aminozucker wird für die Glucosaminoglycane benötigt. Die Polysaccharide binden das Wasser in den Gelenken, erhöhen den osmotischen Druck auf die Zellen und schränken die Fortbewegung größerer Partikel wie Bakterien ein. Das ist der Grund dafür, warum Glocosamin vor allem entzündungshemmend und knorpelaufbauend wirkt sowie für die Stützung des Knorpel- und Bindegewebes essentiell ist.

Progredienter Krankheitsverlauf bei Nichtbehandlung

Unbehandelt nimmt der Substanzverlust an Knorpelmasse mit den Jahren weiter zu. Die ersten Anzeichen des Gelenkverschleißes sind Schmerzen bei Beanspruchung der betroffenen Gelenke. Mit der Zeit nehmen die Schmerzen an Intensität zu und treten auch in Ruhephasen auf, in denen die Gelenke nicht belastet werden. Die Schmerzentwicklung geht mit einer zunehmenden Einschränkung der Bewegungsfähigkeit einher.

Betrifft die Arthrose zum Beispiel das Kniegelenk, so tut jeder einzelne Schritt weh, der Betroffene verliert die Freude und Fähigkeit zur Fortbewegung und wird in seiner Mobilität zunehmend beeinträchtigt. Als letzter Schritt können schließlich die betroffenen Gelenke entfernt und durch künstliche Gelenke ersetzt werden.

Ein solcher Schritt stellt allerdings einen hochgradig radikalen Eingriff in den menschlichen Körper dar. Viele Patienten scheuen deswegen eine solche Operation und suchen zusammen mit ihren Ärzten nach Lösungen, die Schmerzen zu lindern, den Gelenkverschleiß aufzuhalten und den Prozess umzukehren.

Glucosamin als Therapie

Eine mögliche Therapie bei solchen Gelenksbeschwerden ist die regelmäßige Einnahme von Glucosamin. Die Dosierung von Glucosamin beträgt in der Regel 1500 mg pro Tag und kann zur Steigerung der Effekte mit Chondroitin und Omega-3 kombiniert werden.

Die Glucosamin-Therapie ist eine risikoarme Therapie, weil der menschliche Körper den Aminozucker in einem geringen Maße selbst herstellt und folglich mit der Substanz vertraut ist. Lediglich Schwangere und Stillende sollten die Therapie vorher mit ihrem Arzt absprechen, weil Fötus und Säugling empfindlich auf die übernatürliche Menge an Glucosamin reagieren können.

Widersprüchliche Studienergebnisse

Das Ziel der Therapie besteht darin, dass der Körper wieder verstärkt in die Lage versetzt wird, selbstständig Knorpelmasse für die Gelenke für den Schutz des Knorpel- und Bindegewebes herzustellen. Die Symptome von Arthritis und Arthrose, vor allem die Schmerzen und die Bewegungseinschränkungen, sollten gelindert werden. Glucosamin ist ein für die Behandlung von Gelenkverschleiß zugelassenes Medikament.

Die Forschungslage ist allerdings widersprüchlich. Während manche Studien kaum bis gar nicht eine signifikante Wirkung gegen die Erkrankung feststellen konnten, förderten andere Studien für Betroffene vielversprechende Ergebnisse zu Tage, denen die Therapie eine erhebliche Linderung ihrer Leiden versprach. Aufgrund der risikoarmen Behandlungsmethode spricht abgesehen von schwangeren und stillenden Frauen nichts dagegen, den Aminozucker regelmäßig zu sich zu nehmen bzw. diese Behandlung mit einem Arzt oder Apotheker abzusprechen.

Risikofaktoren für Arthrose und Arthritis
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Autor: Robert Milan

Der Autor ist seit dem Jahr 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.

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