Rachenentzündung – Ursachen, Symptome, Behandlung

Die Rachenentzündung zählt zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Es handelt sich um eine Begleiterscheinung im Zusammenhang mit Entzündungen des Hals- und Rachenbereichs. Die medizinische Bezeichnung Pharyngitis basiert auf dem griechischen Wort pharynx (Rachen).

Aufgrund des häufigen Auftretens dieser Erkrankung sind die mit einer Rachenentzündung einhergehenden Beschwerden einer der häufigsten Gründe, eine allgemeinmedizinische Praxis aufzusuchen.

Die möglichen Rachenentzündung Symptome

Überwiegend ist es eine virale Infektion, die Verursacher einer Rachenentzündung ist; diese wiederum steht zumeist im Zusammenhang mit einem grippalen Infekt. Die nicht-bakterielle Entstehung ist gekennzeichnet von typischen Erkältungsviren (beispielsweise Influenza- oder Parainfluenzaviren), die die Atemwege angreifen. In selteneren Fällen handelt es sich um andersartige Viren – Beispiele sind Viren, die systemische Erkrankungen wie Masern oder Röteln verursachen.

Eher selten sind Bakterien (vorwiegend Streptokokken) die Ursache für eine Rachenentzündung.

Die Symptome einer Pharyngitis sind ein geröteter Rachen und Gaumen; auch die Halslymphknoten sind häufig gerötet und geschwollen. Auftreten können zudem Schluckbeschwerden, Halsschmerzen, Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen.

Kinder leiden häufiger als Erwachsene unter einer Rachentzündung, und Übelkeit kommt bei ihnen oftmals als weiteres Symptom hinzu.

Die Rachenentzündung und Bilder zur Erkrankung

Während Erwachsene und ältere Kinder sagen können, was ihnen weh tut, muss bei Kleinkindern auf Gestik und Verhalten geachtet werden, um Erkrankungen erkennen zu können.

Wenn das Kind es zulässt, sollte bei ausreichend Licht der Rachen betrachtet werden.

Hat man den Verdacht einer Rachenentzündung und tritt zudem Fieber auf, gilt es, einen Kinderarzt aufzusuchen. Dieser wird dann gegebenenfalls ein Antibiotikum und ein fiebersenkendes Mittel verschreiben.

Ein entzündeter Rachen ist aufgrund der starken Rötung auch für den Laien gut zu erkennen.

Die Gefahr, dass eine Rachenentzündung chronisch wird

Eine chronische Form der Pharyngitis ist möglich, wenn die betreffende Person längerfristig Reizstoffen ausgesetzt ist, die die Rachenschleimhaut angreifen. Davon abgesehen kommen auch körperliche Veränderungen unterschiedlicher Form für eine chronische Rachenentzündung als Auslöser in Frage. Folgende chronische Formen sind zu unterscheiden:

  • Pharyngitis chronica respiratoria: staubhaltige Luft, Umweltgifte oder Reizgase führen zu dieser chronischen Rachenentzündung.
  • Pharyngitis chronica digestiva: verursachend für die Rachentzündung können in diesem Fall Alkohol und/oder zu heißes beziehungsweise zu scharfes Essen sein.
  • Pharyngitis chronica allergica: als Auslöser sind hier Allergien zu nennen.
  • Pharyngitis chronica metabolica: Veränderungen des Hormonhaushalts und Stoffwechselstörungen sind Ursache der Rachenentzündung.

Wenn die Rachenentzündung mit Eiter einhergeht

Zur Bildung von Eiter kann es kommen, wenn Streptokokken am Erkrankungsprozess beteiligt sind.

Kennzeichnend für diese Form der Rachenentzündung sind starke Schmerzen, hohes Fieber und Eiterstippchen im Hals.

Da auch kleine Eiterherde zu erheblichen Komplikationen führen können, sollte möglichst rasch ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufgesucht werden. Zu den Komplikationen zählt insbesondere die Ausbildung von Abzessen, die Schluckprobleme und/oder eine Behinderung der der Nasenatmung nach sich ziehen können.

In selteneren Fällen kann es zu einer bakteriellen Nasennebenhöhlenentzündung oder aber zu einer Mittelohrentzündung in Folge einer eitrigen Rachenentzündung kommen.

Die Rachenentzündung und HIV

Das HI-Virus wird in HIV-1 und HIV-2 unterschieden, wobei letzteres vorrangig in West-Afrika vertreten ist. Sobald das Virus in den Körper gelangt, werden die für ein funktionierendes Immunsystem zuständigen T-Helferzellen angegriffen. Innerhalb dieser Zellen ist es den HI-Viren möglich, sich zu vermehren und ein Zellsterben zu bewirken.

Zusätzlich versucht der Körper, infizierte T-Lymphozyten unschädlich zu machen. Das Resultat ist ein immer schwächer werdendes Immunsystem, sodass Betroffene sehr anfällig sind für Infektionen aller Art. Typische Symptome frisch Infizierter sind unter anderem Fieber und Rachenentzündungen.

Prinzipiell sind die Symptome unspezifisch – und eine länger anhaltende oder wiederkehrende Rachenentzündung ist keinesfalls als ein sicheres Zeichen für eine HIV-Infektion zu werten.

Gegen eine Rachenentzündung Medikamente einsetzen

Abhängig von der Art der Pharyngitis und dem Maß an Beschwerden sollte die Einnahme von Medikamenten in Betracht gezogen werden. Vor allem dann, wenn die Entzündung sich nicht binnen weniger Tage bessert, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Welche Medikamente kommen zur Behandlung in Betracht?

Rezeptfrei erhältlich sind beispielsweise Lutschtabletten mit Salbei oder Islandmoos. Verschreibungspflichtige Medikamente sind Halstabletten, Gurgellösungen und Sprays mit desinfizierender und antibiotischer Wirkung. Unerlässlich ist es, reichlich Flüssigkeit (am besten in Form von Wasser oder ungesüßtem Tee) zu sich zu nehmen, damit die Schleimhäute feucht gehalten werden. Zu meiden sind überheizte Räume; regelmäßiges Stoßlüften sorgt auch im Winter für ein gesundes Raumklima.

Die Rachenentzündung mit Antibiotika behandeln

Bei bakteriellen Entzündungen des Halses ist eine Behandlung mit Antibiotika angezeigt – vor allem im Fall einer Infektion mit Streptokokken. Vorrangig geht es darum, ein rheumatisches Fieber zu verhindern, das das Ergebnis einer derartigen Infektion sein kann. Grundsätzlich sollte ein verschriebenes Antibiotikum stets so lange eingenommen werden, wie der behandelnde Arzt es verordnet hat. Hierdurch werden Rückfälle sowie die Bildung von Resistenzen verhindert.

Unbedingt ist der jeweils behandelnde Arzt im Vorwege über Allergien gegen bestimmte Antibiotika zu informieren, damit alternative Präparate verschrieben werden können. Zumeist eher harmlose Nebenwirkungen, die die Einnahme eines Antibiotikums mit sich bringen kann, sind beispielsweise Magen-Darm-Beschwerden oder auch Hautausschläge.

Die Rachenentzündung geht nicht weg

Jeder, der sich länger als drei Tage mit einer Rachenentzündung quält, ohne dass eine Besserung festzustellen ist, gehört zu einem Arzt. Werden, womöglich über einige Wochen hinweg, leichte Beschwerden nicht weiter beachtet, kann sich allmählich eine chronische Rachenentzündung einstellen.

Bemerkbar macht sich diese unter anderem durch ständigen Räusperzwang sowie durch ein Gefühl der Trockenheit in Hals und Rachen.

Typisch ist zudem das sogenannte Globus-Syndrom: Betroffene haben das Gefühl, ein Fremdkörper stecke im Hals. HNO-Ärzte unterscheiden eine atrophische und eine hypertrophische Form. Die atrophische Form (Pharyngitis atrophicans et sicca) geht einher mit einer blassen, ausgetrockneten Rachenschleimhaut und mit zähen Belägen. Die hypertrophische Form tritt häufig mit vergrößerten Lymphfollikeln in Erscheinung auftreten (Pharyngitis hyperplastica granulosa).

Kann man eine Rachenentzündung durch Stress bekommen?

Stress kann die Entstehung einer Rachentzündung begünstigen, da sich Stress negativ auf das Immunsystem auswirkt. Dies hat zur Folge, dass unter Stress stehende Personen generell anfälliger sind für Infektionen wie Erkältungen, Rachenentzündungen und ähnliche Erkrankungen.

Zahlreiche Untersuchungen belegen: Jeder, der unter dauerhaftem Stress steht, wird einerseits schneller krank und andererseits wird er langsamer wieder gesund. Jegliche Erreger haben es wesentlich einfacher, einen geschwächten Körper anzugreifen als einen, dessen Immunsystem bestens funktioniert. Während akuter Stress die Aktivität der natürlichen Killerzellen fördert, können diese auf Dauerstress nur noch unzureichend reagieren und die Anzahl der Immunzellen im Blut nimmt ab. In beiden Fällen teilen sich die spezialisierten T-Lymphozyten langsamer.

Die Rachentzündung im Kreuzworträtsel

Wohl dem, der nur im Kreuzworträtsel mit der Rachenentzündung zu tun bekommt. Gefragt sein kann in dem Rätsel allgemein nach einem Begriff aus der Medizin oder nach einer Krankheit. Wird als zu enträtselnder beziehungsweise als zu umschreibender Begriff „Rachenentzündung“ im Rätsel angegeben, ist üblicherweise der medizinische Fachbegriff Pharyngitis des Rätsels Lösung.

Beim Arzt mit einer Rachenentzündung: Diagnostik

Geht ein Patient, dem Schmerzen im Hals- und Rachenraum zu schaffen machen, zum Arzt, wird dieser zunächst einmal Art und Dauer der Beschwerden erfragen.

Die erste Untersuchung erfolgt unter Zuhilfenahme eines Spiegels, mit dem sich der Arzt den Rachen genauer anschauen kann. Sofern es sich um eine akute Pharyngitis handelt, weist die Rachenwand eine Rötung und möglicherweise auch Beläge auf. Sollte der Verdacht bestehen, dass Bakterien Verursacher der Rachenentzündung sind, sollte ein Schnelltest durchgeführt werden, um das Vorhandensein von A-Streptokokken zu prüfen.

Obgleich bei vielen Personen diese Bakterienart auf der Rachenschleimhaut vorzufinden ist, können A-Streptokokken, wenn sie durch eine Schmier- oder Tröpfcheninfektion übertragen werden, diverse Erkrankungen wie eine Rachenentzündung hervorrufen.

Da Streptokokken sich nicht nur im Rachen und Hals ausbreiten, sondern auch Gelenke, das Gehirn und die Nieren befallen können, ist bei einem positiven Testergebnis die Behandlung mit einem Antibiotikum angezeigt. Sollten Ohrenschmerzen als Symptom hinzukommen, wird der untersuchende Arzt mit dem Mikroskop feststellen, ob eine Mittelohrentzündung oder lediglich ausstrahlende Schmerzen vorliegen.

Anhand des Trommelfellbildes vermag der Arzt zu beurteilen, ob eine virale oder aber eine bakteriell bedingte Mittelohrentzündung vorliegt. Zu untersuchen ist schließlich noch, ob sich ein Abszess im Rachen gebildet hat; dies kann gegebenenfalls auch durch eine Ultraschalluntersuchung oder durch eine Magnetresonanztomografie erfolgen.

Bei Vorliegen einer chronischen Pharyngitis ist die Spiegeluntersuchung die wichtigste Methode.

Da die chronische Rachenentzündung in mehrere Formen unterschieden wird, die somit verschiedene Behandlungsmethodenerforderlich machen, wird der Arzt zunächst feststellen, um welche Variante es sich handelt. Wichtig ist aber auch das Gespräch mit dem Patienten, um einiges über die Vorgeschichte zu erfahren. Unter anderem wird bekannt werden, ob Allergien vorliegen und ob der Patient regelmäßig mit Schadstoffen Kontakt hat.

Der korrekten Diagnose dienlich ist zudem eine Untersuchung der Nase, um gegebenenfalls eine behinderte Nasenatmung als Verursacher der chronischen Erkrankung entdecken zu können. Grundsätzlich sind hinsichtlich einer chronischen Rachenentzündung die hypertrophische Form und die atrophische Form zu unterscheiden. Während bei der erstgenannten Variante die Rachenschleimhaut ein gerötetes und granuliertes Bild abgibt, ist die atrophische Form durch eine relativ blasse und glatte Rachenschleimhaut gekennzeichnet.

Sofern der untersuchende Arzt vermutet, dass der chronischen Pharyngitis eine Allergie zugrundeliegt, gilt es herauszufinden, was der Auslöser für diese Allergie ist.

Der in diesem Zusammenhang anzuwendende Prick-Test wird zumeist an der Unterarminnenseite durchgeführt: Häufig vorkommende Allergene (wie beispielsweise Tierhaare, Pollen und Schimmelpilze) werden gelöst auf die Haut gegeben. In jedes Feld wird mit einer sehr feinen Nadel gestochen, und nach einigen Minuten zeigen sich möglicherweise allergische Reaktionen in Form von Rötungen sowie Schwellungen. Falls möglich, sollte dann das Allergen gemieden werden oder der Arzt wird Medikamente gegen die allergischen Beschwerden verschreiben.

Die Symptome einer Mandelentzündung

Bei einer Mandelentzündung (Tonsillitis) sind die Gaumenmandeln entzündet. Ebenso wie bei der Rachenentzündung kommen entweder Viren oder Bakterien als Auslöser in Frage.

Prinzipiell tritt eine Mandelentzündung in jedem Alter auf, jedoch sind Kinder und Jugendlich am häufigsten betroffen.

Zu unterscheiden ist die akute Mandelentzündung von der chronischen Form: Eine chronische Mandelentzündung verursacht kaum Beschwerden, eine akute Mandelentzündung ist durch folgende Symptome gekennzeichnet:

  • Halsschmerzen
  • geschwollene und gerötete Mandeln, teilweise mit Stippchen bedeckt
  • Schluckbeschwerden
  • Geschwollene Lymphknoten
  •  Fieber

Eine mögliche Komplikation, die aufgrund einer akuten Mandelentzündung entstehen kann, ist eine Vergrößerung der Mandeln. In einem derartigen Fall kann es zu Atemnot kommen. Insbesondere dann, wenn der Betroffene im gesunden Zustand über vergrößerte Mandeln verfügt, wird sich eine Entzündung negativ auf das Atemvermögen auswirken.

Gegebenenfalls ist eine operative Entfernung der Mandeln dann sinnvoll.

Wie lässt sich eine Mandelentzündung selbst behandeln, und ist eine ärztliche Untersuchung überhaupt notwendig? Um das Wohlbefinden der betroffenen Person wieder zu steigern, sind Medikamente, die gegen das Fieber und die Schmerzen wirken, die richtige Wahl. Ein bewährtes Hausmittel gegen eine akute Mandelentzündung sind warme Halswickel sowie Spülungen mit Kamillentee.

Ein Arzt sollte auf jeden Fall konsultiert werden – vor allem, um bei Vorliegen einer Streptokokken-Tonsillitis die geeignete Antibiotikatherapie anwenden zu können. Von Vorteil ist, dass die Mandelentzündung 24 Stunden nach Beginn dieser Behandlungsform nicht mehr ansteckend ist.

Das am häufigsten verschriebene Antibiotikum zur Behandlung einer Mandelentzündung ist Penicillin.

Jeder Patient, der unter einer Pencillinunverträglichkeit leidet, sollte dies dem untersuchenden Arzt unbedingt mitteilen, damit ein alternatives Medikament verschrieben werden kann.

Nach wie vor erfordert eine chronische Mandelentzündung zumeist eine Mandeloperation. Die medizinische Bezeichnung für diesen Eingriff lautet Tonsillektomie. Eine chronische Entzündung bedeutet für den Betroffenen, dass er ständig mit einem Infektionsherd lebt, wodurch zumeist die Lebensqualität gemindert ist.

Nach einer Entfernung der Mandeln ist der Infektionsherd beseitigt und es können keine Streptokokken-Folgeerkrankungen mehr entstehen. Patienten, für die eine Operation (zunächst) nicht in Betracht kommt, können mit pflanzlichen oder homöopathischen Mitteln behandelt werden; ergänzende Maßnahmen bestehen darin, Mandelpfröpfe abzusaugen und die Mandeln mit einer desinfizierenden Lösung einzupinseln.

Sobald die Mandelentzündung ausgestanden ist, sollte man das Immunsystem stärken, indem gesund gegessen wird und indem man sich ausreichend bewegt.

Eine abwechslungsreiche und vitaminreiche Ernährung einerseits und Ausdauersport sorgen für Vitalität und Fitness. Wichtig ist es zudem, Stress zu vermeiden und für ausreichend Schlaf zu sorgen. Da gerade in der Winterzeit auch Mandelentzündungen häufiger auftreten, sind Saunagänge und die Einnahme immunstärkender Pflanzenpräparate in der kalten Jahreszeit zusätzlich zu empfehlen.

So kann es zu einer Angina kommen

Der Begriff Angina leitet sich ab von dem lateinischen Wort angor, was so viel bedeutet wie Beklemmung oder Enge. Diese Bezeichnung gibt bereits den Hinweis auf das wichtigste Symptom, das eine Angina mit sich bringt: Im Fall einer Angina tonsillaris sind der Hals- und Rachenraum von der Enge betroffen.
Vorwiegend entsteht die Entzündung des Halses im Rahmen einer Erkältung. Zu den anfänglichen Symptomen einer Angina gehören Kratzen im Hals, Schluckbeschwerden und Heiserkeit.

Hervorgerufen wird eine Angina entweder durch eine bakterielle Infektion (überwiegend sind Streptokokken oder Staphylokokken beteiligt) oder durch eine virale Infektion.

Generell schwächt eine Angina den Körper und die Gefahr besteht, sich zusätzliche Infektionen zuzuziehen. Da eine Angina ohnehin zumeist mit einer schnell ansteigenden Körpertemperatur einhergeht, sollte der Patient im Bett bleiben. Durchaus kann das Fieber Werte von 39 Grad Celsius und mehr erreichen – insbesondere bei Kindern treten sehr hohe Körpertemperaturen auf.

Sinnvoll ist die Verabreichung von fiebersenkenden Zäpfchen beziehungsweise Tabletten. Selbstverständlich sollte möglichst viel getrunken werden, um einerseits den Flüssigkeitsverlust auszugleichen und andererseits die Schleimhäute zu befeuchten. Am besten geeignet sind Kräutertees und Wasser. Als angenehm wird es vielfach empfunden, warme Milch mit Honig langsam zu trinken.

Die durch Streptokokken hervorgerufene Angina ist eine Bakterieninfektion, die hauptsächlich Kinder betrifft. Typischerweise sind der Rachen und die Gaumenmandeln entzündet, aber es tritt kein Husten auf.

Ein Arztbesuch ist unumgänglich, wenn das Fieber sich nicht senken lässt oder wenn die Beschwerden sich auch nach einigen Tagen nicht bessern sollten.

Zu den möglichen Komplikationen, die aber selten auftreten, zählen Mittelohrentzündung, Nebenhöhlenentzündung, Lungenentzündung und Hirnhautentzündung. Der jeweils behandelnde Arzt wird die Vor- und Nachteile einer Antibiotikatherapie abwägen; entscheidet er sich für die Verabreichung eines Antibiotikums geht es vorrangig darum, derartigen Komplikationen vorzubeugen. Eine der gefährlichsten seltenen Komplikationen ist das rheumatische Fieber, das einige Wochen nach der eigentlichen Erkrankung eintreten kann.

Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit eine Angina entstehen kann? Wie im Fall von ähnlichen Erkrankungen ist eine Mandelentzündung durch eine Schmier- oder eine Tröpfcheninfektion übertragbar. Eine weitere Grundbedingung ist ein Immunsystem, das bereits geschwächt ist. Die Inkubationszeit ist mit 24 bis 72 Stunden vergleichsweise kurz.

Lokale Ausbrüche sind vor allem in der kalten Jahreszeit festzustellen – stets dort, wo mehrere Personen zusammenleben oder -arbeiten. Vorbeugen kann man einer Mandelentzündung, indem man auf ausreichende Hygiene achtet. Insbesondere sollte man auf das Schütteln von Händen verzichten und mehrmals am Tag die Hände gründlich waschen. Jegliche Unterkühlung ist zu vermeiden, aber die genutzten Räume sind unbedingt regelmäßig zu lüften.

Schluckbeschwerden nicht ignorieren

Bei Schluckbeschwerden handelt es sich um ein Symptom, dessen Ursachen sehr unterschiedlich sein können. Umschreiben lassen sich Schluckbeschwerden als erschwertes Herunterschlucken von Nahrung, aber auch lediglich von Speichel.

Betroffene haben das Gefühl, dass jeder Schluckversuch einen Fremdkörper hinterlässt oder das zu Schluckende bleibt kurzfristig stecken. Auch Schluckbeschwerden lassen sich untergliedern in akute und in chronische Krankheitsverläufe; zudem gibt es Schluckbeschwerden, die Schmerzen verursachen (Odynophagie) und welche, die die keine Schmerzen auslösen (Dysphagie). Wodurch können Schluckbeschwerden verursacht werden?

Zu den häufigsten harmlosen Ursachen gehören Erkältungen, die mit Halsschmerzen einhergehen.

Ebenfalls recht häufig kommen organische Gegebenheiten in Betracht – zu nennen sind in diesem Zusammenhang vor allem:

  • Rachenentzündungen
  • Mandelentzündungen
  • Kehlkopfentzündungen
  • Zysten
  • Erkrankung der Stimmbänder

Anders geartet sind Schluckbeschwerden, die chronisch sind. In diesen Fällen kann eine erkrankte Schilddrüse oder eine Allergie verursachend sein. Und schließlich gibt es auch psychische Gründe für Schluckbeschwerden, die unter anderem eine intensive Körperbeobachtung und Erstickungsängste mit sich bringen.

Ein sehr seltener Auslöser für Beschwerden während des Schluckvorganges sind gutartige und bösartige Tumore im Rachen- und Halsbereich.

Jeder, der stark schmerzende Schluckbeschwerden hat, die nach wenigen Tagen nicht beginnen abzuklingen, sollte einen Arzt aufsuchen. Gleiches gilt für Schluckbeschwerden, die zwar keine Schmerzen verursachen, aber bereits länger als eine Woche andauern. Um den Schluckbeschwerden gezielt entgegenwirken zu können, ist es unerlässlich, die Ursache abzuklären. Sollte feststehen, dass lediglich eine vorübergehende Reizung oder Entzündung des Rachens/Halses dahinter steckt, kann der Betroffene Hausmittel einsetzen.

Hierzu zählen beispielsweise die warme Milch mit Honig oder eine heiße Suppe. Unbedingt empfehlenswert ist das Trinken von Kräutertee; eine lindernde Wirkung wird beispielsweise Salbei und Thymian zugeschrieben. Sollte der Gang zum HNO-Arzt erforderlich sein, wird dieser sich zunächst einmal nach Dauer und Ausmaß der Schluckbeschwerden erkundigen, um anschließend eine Inspektion der Mund- und Rachenregion vorzunehmen. Vielfach finden eine endoskopische und/oder eine sonographische Untersuchung statt. Abhängig vom Untersuchungsergebnis wird der Arzt womöglich ein Antibiotikum sowie eine Gurgellösung verordnen.

Sollte man ohnehin zu Schluckbeschwerden neigen, die dann üblicherweise im Rahmen von Erkältungen auftreten, gilt es, sich vor neuerlichen Ansteckungen zu schützen.

Dies geschieht einerseits durch eine allgemeine Stärkung des Immunsystems und andererseits durch hygienische Maßnahmen. Auch im Winter und in der Übergangszeit sollte man sich ausreichend an der frischen Luft aufhalten, Sport treiben und sich ausgewogen ernähren. Erkälteten Personen sollte man vorsichtshalber nicht die Hand geben, und der Handhygiene ist gerade in Erkältungszeiten ausreichend Zeit zu widmen.

Da scharfe und heiße Speisen weder dem Rachen noch der Speiseröhre guttun, ist hierauf nach Möglichkeit zu verzichten.

Rachenentzündung – Ursachen, Symptome, Behandlung
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Autor: Robert Milan

Der Autor ist seit dem Jahr 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.

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One Comment

  1. Erste Anzeichen bei einer Kehlkopfentzündung sind ein trockener Husten sowie eine heißere Stimme. Due Ursache hierfür ist ein starkes Anschwellen der Stimmbänder. Ein eher selten zu beobachtendes Anzeichen für eine Kehlkopfentzündung ist eine starke Atemnot. In diesem Fall sollte sofort ein Arzt zu Rate gezogen werden, da die Atemnot unter Umständen lebensbedrohlich sein kann. Um ein schnelles Abschwellen der Schleimhaut zu erreichen, erhält der Patient entzündungshemmendes Cortison. In einigen Fällen kann auch Fieber bereits ein Anzeichen für eine Entzündung des Kehlkopfes sein. Bei Fieber sollte man ebenfalls einen Arzt aufsuchen. Ein ebenfalls sehr unangenehmes Anzeichen für eine Kehlkopfentzündung ist der Verlust der Stimme. In diesem Fall ist es unbedingt erforderlich, die Stimmbänder zu schonen und Sprechen zu vermeiden.
    Dauern die Beschwerden länger als einige Tage an, kann dies ein Anzeichen für eine chronische Kehlkopfentzündung sein. Von einer chronischen Kehlkopfentzündung spricht man dann, wenn die Symptome trotz einer Behandlung nach drei Wochen noch nicht abgeklungen sind. Bei einer chronischen Kehlkopfentzündung kann ebenfalls nur ein Arzt weiterhelfen. Die Erkrankung muss dann mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden. Um zu verhindern, dass die Entzündung chronisch wird, sollte man bereits bei den ersten Zeichen eine Behandlung mit Hausmitteln beginnen. In den meisten Fällen helfen bereits Kräutertess oder das Gurgeln mit einer Lösung aus Meersalz.

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