Parkinson

Die Parkinson-Krankheit ist in der Öffentlichkeit vor allem durch prominente Betroffene wie Boxlegende Muhammad Ali, Hollywoodstar Michael J. Fox und den mittlerweile verstorbenen Papst Johannes Paul II. bekannt geworden. Diese drei stehen stellvertretend für verschiedene Unterarten der Krankheit, von der längst nicht nur alte Menschen betroffen sind. Die meisten Fälle von Parkinson werden zwischen dem 50. und 65. Lebensjahr festgestellt, doch auch Jüngere und Ältere können betroffen sein.

Ursache Dopaminmangel

Der englische Arzt James Parkinson gab der „Schüttellähmung“ schon 1817 ihren heutigen bekannten Namen. Doch erst viel später konnten die Ursachen für Parkinson medizinisch erforscht werden. Gewöhnlich setzt die Erkrankung mit dem Absterben von Nervenzellen im „Substantia Nigra“ genannten Teil des Gehirns ein, die normalerweise den Botenstoff Dopamin produzieren.

Wenn über die Hälfte dieser Zellen abgestorben sind, macht sich der Dopaminmangel in Form einer Funktionsstörung der Basalganglien bemerkbar, den Teilen des Gehirns unterhalb der Großhirnrinde, die die motorischen und kognitiven Fähigkeiten des Körpers regulieren. Dadurch kommt es zu den typischen Parkinson-Symptomen wie zittrigen Gliedmaßen, Bewegungssteifheit und auch einem verlangsamten geistigen Fähigkeiten.

Was genau das Absterben der Nervenzellen auslöst, konnte bis heute noch nicht wirklich geklärt werden. Etwa 75% der Parkinson-Erkrankungen entfallen auf dieses sogenannte idiopathische Parkinson-Syndrom (IPS). In selteneren Fällen wird Parkinson vererbt oder kann durch äußere Einflüsse wie Toxine, Medikamente oder Traumata ausgelöst werden. Eine

Die drei Kardinalsymptome von Parkinson

Das Zittern – in der Fachsprache Ruhetremor genannt – ist das wohl bekannteste Symptom der Parkinson-Krankheit. Es tritt vor allem dann auf, wenn der Betroffene ruhig sitzt oder liegt und nimmt ab, wenn er sich bewegt. Es ist jedoch nur eines der drei sogenannten Kardinalsymptome der Krankheit. Ein anderes Symptom ist die Rigor genannte Muskelsteifheit, die sich durch langsame steife Bewegungen und damit verbundene Muskelschmerzen äußert.

Dabei kommt es häufig zu einer gekrümmten Körperhaltung. Mit ihr verbunden ist die sogenannte posturale Instabilität, das dritte der Kardinalsymptome. Dabei haben die Betroffenen Schwierigkeiten bei der Vorwärtsbewegung oder beim Umdrehen, weil der Körper nicht mehr sicher aufrecht gehalten werden kann.

Patienten können nur eines oder alle drei Symptome in unterschiedlicher Stärke aufweisen. In jedem Fall gesellen sie sich zur Akinese, einer allgemeinen Bewegungsarmut, auf deren Grundlage die Diagnose Parkinson gestellt wird. Sichtbarste Zeichen für eine Akinese sind unter anderen ein starrer Gesichtsausdruck, eine leise, undeutliche Sprache und zunehmende Ungeschicklichkeit, die sich u.a. durch zittrige kleine Handschrift und einen schlurfenden Gang äußert.

Die Behandlung von Parkinson

Die schlechte Nachricht zuerst: Bis heute gibt es keine Möglichkeit, Parkinson zu heilen. Die gute Nachricht: Es ist jedoch möglich, Parkinson lange Jahre so effektiv zu behandeln, dass ein fast normales Leben geführt werden kann. Dabei wird dem Betroffenen über Medikamente das Dopamin zugeführt, das die Krankheit dem Körper entzieht.

Ergänzend dazu wird häufig ein sogenannter Hirnschrittmacher eingesetzt, mit dessen Hilfe elektrische Impulse in die Basalganglien geleitet werden, die dort regulierend eingreifen und Fehlimpulse unterdrücken.

2005 wurden die Universität Köln und das Forschungszentrum Jülich mit dem Erwin-Schrödinger-Preis für ihren neuen Hirnschrittmacher ausgezeichnet, der die Fehlimpulse nicht nur unterdrücken, sondern auch korrigieren kann. Bislang ist dieses neue Gerät jedoch noch nicht allgemein marktreif, so dass Parkinson-Patienten weiterhin auf eine mögliche Heilmethode warten müssen.

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