Wie kann man gegen Osteoporose vorbeugen?

Wie kann man gegen Osteoporose vorbeugen?

Wie bei vielen anderen ernsthaften Erkrankungen gilt auch für die Osteoporose: ein bewusster, gesunder Lebenswandel kann helfen, das Auftreten der unangenehmen Symptome zu verzögern oder ganz zu verhindern. Das hilft bei Osteoporose vorbeugen:

Dazu gehört vor allem, die bekannten Risiken zu meiden. Gegen Risikofaktoren wie eine mögliche erbliche Belastung, Mangelernährung in der Kindheit, ein spätes Einsetzen der Pubertät usw. können Sie nachträglich natürlich nichts mehr tun – aber Sie können ab sofort zwei Dinge abstellen: Bewegungsmangel und falsche Ernährung.

Achten Sie auf Ihr Gewicht.

Dass Übergewicht vielerlei Erkrankungen begünstigt, ist bekannt. Ein kritischer Faktor für Osteoporose ist aber das andere Extrem: man hat festgestellt, dass untergewichtige Menschen häufiger von Knochenschwund betroffen sind als normalgewichtige.

Wenn Sie vorhaben, eine Diät zu beginnen, zu unterdurchschnittlichem Körpergewicht neigen oder gar unter einer Essstörung leiden, sollten Sie Ihren Arzt auf das mögliche Osteoporoserisiko ansprechen und mit ihm über mögliche Abhilfe sprechen.

Essen Sie „knochenfreundlich“.

Um gegen Osteoporose vorzubeugen, brauchen Sie sich bei der Ernährung nur an drei einfache Grundregeln zu halten:

Kalziumreiche Nahrung

Damit Ihre Knochen gut mit dem knochenstärkenden Mineralstoff Kalzium versorgt werden, sollten Sie verstärkt folgende Nahrungsmittel zu sich nehmen:

  • Milch und Milchprodukte – besonders zu empfehlen sind fettarme Milch, Hartkäse und Mozzarella.
  • Obst, Gemüse und Getreideprodukte – achten Sie insbesondere auf ausreichend grünes Gemüse und meiden Sie Weißbrot.
  • Mineralwasser – der Kalziumgehalt ist auf der Flasche angegeben. Je höher er ist, desto besser.
  • Fruchtsaft – manche Säfte enthalten nicht nur viele Vitamine, sondern sind auch mit Kalzium angereichert.

Ausreichende Versorgung mit Vitaminen!

  • Vitamin D – es spielt die Hauptrolle bei der Vorbeugung gegen Osteoporose. Vitamin D wird vom Körper unter der Einwirkung von Sonnenlicht gebildet. Viele Faktoren führen dazu, dass dieser Prozess oft nur unzureichend stattfinden kann – vor allem bei älteren Menschen. Daher kann es sinnvoll sein, zusätzlich Vitamin D in Tablettenform zu sich zu nehmen. Befragen Sie aber dazu unbedingt Ihren Arzt – eine Überdosierung kann gesundheitsschädlich sein!
  • Vitamin C – es fördert die Kalziumaufnahme.
  • Vitamin A – die Bildung von Knochenzellen wird davon positiv beeinflusst.
  • Vitamin B12 und Folsäure – auch diese beiden B-Vitamine sind wichtig für gesunde Knochen.

Vermeidung von „Knochenräubern“

Es gibt eine ganze Reihe von Nahrungs- und Genussmitteln, die dem gesunden Knochenaufbau entgegenstehen:

  • Alkohol – er schädigt nicht nur die Knochenzellen, sondern beeinträchtigt auch die Aufnahme wichtiger Knochenbaustoffe. Außerdem kann er die Aktivierung von Vitamin D durch die Leber stark hemmen.
  • Nikotin – der jährliche Knochenverlust ist bei Rauchern etwa doppelt so hoch wie bei Nichtrauchern.
  • Koffein – es führt zur übermäßigen Ausscheidung von Kalzium.
  • Zucker – der bekannte „Vitaminräuber“ wirkt insbesondere in Verbindung mit Koffein verheerend.
  • Salz – steigert den Blutdruck und damit auch die Ausscheidung von Kalzium.
  • Eiweiß – zuviel davon raubt dem Körper Kalzium.
  • Phosphate – Fleisch und Wurst im Übermaß sind ebenso schädlich wie Cola.

Bewegen Sie sich.

Möglichst regelmäßige körperliche Aktivität fördert nicht nur die Zunahme der Muskelmasse, sondern auch den Knochenaufbau. Zusätzlich können Sie so Schonhaltungen und damit einhergehenden Muskelverspannungen entgegenwirken.

Besonders wirksam zur Osteoporosevorbeugung sind sogenannte „High-Impact-Sportarten“ bei denen starke Kräfte auf die Muskulatur und die Knochen einwirken. Wenn Sie dafür fit genug sind, probieren Sie eine dieser Disziplinen aus: Tennis, Squash, Fußball, Aerobic, Jogging, Badminton, Hockey, Volleyball oder Basketball.

Sollten bestimmte Beschwerden Ihre körperliche Belastungsfähigkeit einschränken, dann versuchen Sie doch einmal Nordic Walking.

Originally posted 2017-10-18 10:00:52. Republished by Blog Post Promoter

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