Maca und Gesundheit – das darf wirklich von der Pflanze erwartet werden!

Zugegeben, es gibt viele gute Gründe, nicht jedem Trend zu folgen. Vor allem der Hype um Superfood gefällt nicht jedem, wirken manche ach so gesundheitsfördernden Pflanzen, Körner und Co. aus fernen Landen am Ende doch nicht mehr als der mittlerweile fast schon gewöhnliche Apfel zwischendurch.

Etwas anders sieht dies allerdings bei einer Pflanze aus den Anden aus, die sich Maca schimpft. Warum das sogenannte „Peru Ginseng“ aber eine Sonderstellung unter allen Lebensmitteln innehat, wird im Folgenden erläutert.

Gut, bereits dem botanischen Stammbaum der Maca-Pflanze folgen zu wollen, ist für das eigene Vermögen als Nicht-Biologe eine komplexe Herausforderung. Mindestens ebenso komplex wie die Einteilung in die Gattung der Kressen und Familie der Kreuzblütengewächse – und so fort – ist aber die vielseits versprochene Wirkung der Pflanze, deren zivilisatorische Nutzung bereits für über 2.000 Jahre belegt ist – zumindest für ihre peruanische Heimat im höchsten Gebirge außerhalb Asiens.

Denn die aus den Anden stammende Maca verspricht bereits in der altasiatischen Heilmedizin wahre Wunder: Stressabbau, Tilgung von Beschwerden in den Wechseljahren, Kampf den Verdauungsproblemen und ferner Steigerung von Leistung, Stärke und Potenz – all dies wollen Anhänger der traditionellen Medizin der Nahrungs- und Heilpflanze Maca zusprechen.

Dass womöglich aber tatsächlich etwas mehr am Superfood dran ist als bloß ein starres Wunschdenken, könnte bereits durch einen Blick auf die gängigen Online-Shops bewiesen sein. Denn bei bekannten Anbietern wie iNutro zählt Maca, vor allem in Pulverform, seit langer Zeit zu den Topsellern. Trotz der Begeisterung für Maca bleibt indes die Frage: Welche Wirkung kann die Wissenschaft wirklich nachweisen?

Fruchtbarkeit, Potenz, Leistungsvermögen – das bescheinigen Studien der Superpflanze

Glücklicherweise zählt Maca zu den beliebten Nahrungspflanzen, mit denen sich die Wissenschaft in der Tat schon mit vielen unterschiedlichen Erkenntnisinteressen beschäftigt hat. Und auch die Resultate jener Studien geben – bei aller Vorsicht – relativ eindeutige Ergebnisse wieder, die jeden überzeugen sollten, der bislang noch an der peruanischen Wunderpflanze zweifelte:

  • Mehr Leistung bei sportlicher Anstrengung

Die Northumbria University untersuchte in einer Studie die Leistungsfähigkeit von Männern beim Fahrradfahren über eine Strecke von 40 Kilometern – mit dem Resultat: Nach zweiwöchiger Einnahme von Maca konnte bei allen Studienteilnehmern auf gleicher Strecke eine signifikante Leistungssteigerung festgestellt werden.

  • Mehr Lust auf Sex

Sicherlich werden nur wenige Männer zugeben, dass es bei ihnen mit der Libido und Potenz nicht sonderlich gut bestellt ist. Abseits dieses Vorurteils kann aber selbst der stärkste Mann nichts gegen seine physiologische Disposition tun – und braucht hier und da etwas Hilfe.

Und wie in einer Fachzeitschrift der Endokrinologie zu lesen war, kommt Maca als Helfer in der Not, wenn es wirklich draufankommt, durchaus in Betracht. Wissenschaftler konnten nämlich nachweisen, dass sich die Beweglichkeit von Spermien beim Mann nach der Einnahme von Maca sichtbar gesteigert hat. Darüber hinaus können Forscher sowohl für Männer als auch Frauen bestätigen, dass diese bei Zufuhr von Maca mit einer aphrodisierenden Wirkung rechnen dürfen.

Etwas näher hingeschaut: Welche Vital- und Nährstoffe sind in Maca verborgen?

Von nichts kommt bekanntlich auch nichts und so dürfte es jetzt auch nicht mehr wundern, dass Maca auch auf Mikroebene etwas mehr zu bieten hat als die Gesundheitskonkurrenz. Über 60 unterschiedliche Nährstoffe hat Maca nämlich zu bieten.

Bereits ein Blick auf die Makronährstoffe stellt indes heraus, dass Maca in puncto Gesundheit keine halben Sachen macht: Dank eines hohen Proteinanteils und reichlich essentiellen Aminosäuren sowie Omega-3-Fettsäuren, die ansonsten vor allem über den Verzehr von Fischen aus Kaltwassermeeren zugeführt werden müssen, kann die Maca-Pflanze mit einem breiten Nährstoffprofil aufwarten, das insbesondere für Vegetarier, Veganer, Frutarier, Freeganer, Puddingvegetarier und Co. ein Wohlgenuss sein dürfte.

Was natürlich nicht bedeuten soll, dass sich Maca nur für Personen mit der bewussten Entscheidung für einen alternativen Ernährungsstil eigne – ganz und gar nicht. Die kalzium-, eisen- und zinkreiche Pflanze hat mittlerweile längst Einzug in die gesundheitsorientierte Familienküche für Groß und Klein, Jung und Alt gehalten.

Denn vor allem Maca-Pulver lässt sich bestens für kreative Rezepte nutzen, allerdings auch für sehr einfach umzusetzende Speisen und Snacks. Maca-Muffins beispielsweise sind bei Hobbyköchen in Experimentierlaune sehr beliebt. Auch Kakao kann aus Maca-Pulver, verrührt mit heißem Wasser oder Milch, sehr einfach angerührt werden und dürfte gerade für Personen, die an ihrer Strandfigur arbeiten, ein willkommener Vorschlag für den kalorienreduzierten Ernährungsplan sein.

Gesundheitsförderung: ja – Wunder: nein

Der zugegeben nachvollziehbaren Begeisterung für die peruanische Pflanze sollten Menschen, die Maca in ihre Ernährung integrieren möchten, natürlich nicht bedingungslos folgen, sondern stattdessen mit der richtigen Einstellung an den Verzehr von Maca gehen. Denn auch wenn Wissenschaft und Erfahrungsberichte sicherlich vielversprechend sind, gehören zu einem gesunden Lifestyle – welche Ziele man mit seinem Ernährungsplan auch verfolgen mag – noch weitere Lebensmittel als Maca.

Von dubiosen Maca-Diäten, auf Maca basierenden „Wunderpillen“ oder überteuerten Diät-Shakes gilt es, Abstand zu nehmen. Wer möchte, kann vor allem biologisch produziertes Maca-Pulver nutzen und sollte dieses sinnvoll in eine ausgewogene Ernährung integrieren.

Quellenverweise für die Studien:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19781622

http://joe.endocrinology-journals.org/content/176/1/163.full.pdf

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18801111

Maca und Gesundheit – das darf wirklich von der Pflanze erwartet werden!
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Lili Nuß

Lili Nuß ist Geprüfte Industriemeisterin IHK - Fachrichtung Pharmazie und Chemielaborantin, Fachbereich Analytik. In ihrer langjährigen beruflichen Praxis bei Warner Lambert und Pfizer in Freiburg, war sie unter anderem für die Qualitätskontrolle der Wirkstoffe und Hilfsstoffe zuständig. Lili Nuß ist unsere Fachfrau für Pharmazie, Chemie, Analytik und Medikamentenkunde.

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