L-Arginin als Potenzmittel

1998 bekamen dir Wissenschaftler Ignarro, Furchgott und Murad den Nobelpreis für Medizin für die Erforschung der Wirkungen des Moleküls NO (Stickstoffmonoxid). NO ist tatsächlich ein zentraler Bestandteil im Stoffwechsel und der Steuerung der Gefäße.

NO führt dazu, dass sich die Muskelzellen der Arterien entspannen und so die Arterien erweitert werden.Übrigens: 1998 war, natürlich rein zufällig, auch das Jahr, in dem Viagra die Männergesundheit und Therapie der erektilen Dyfunktion revolutioniert hat.

Was hat das nun mit L-Arginin und Potenzmitteln zu tun?

Sehr viel. Denn diese Stoffwechselprozesse von Sickstoffmonoxid NO, der Aminosäure L-Arginin und dem PDE-5 Hemmer Sildenafil (dem Viagra Wirkstoff) hängen unmittelbar zusammen.

Die Aminosäure L-Arginin ist die Aminosäure mit dem höchsten Anteil von Stickstoff (N). Allein aus L-Arginin wird der Neurotransmitter NO (Stickstoffmonoxid) gebildet – keine andere Aminosäure wird für die Synthese des Botenstoffes NO genutzt. Bei ensprechender Stimulation des Mannes wird im Bereich des Penis das Molekül NO freigesetzt.

Für die Freisetzung von NO wird bei diesem Stoffwechselprozess sehr viel verfügbares L-Arginin benötigt. Aus NO wird wiederum der Erektionsstoff cGMP gebildet – cyklisches Guanosinmonophosphat.Dieser Stoff führt dazu, dass sich die Muskeln im Penis entspannen, die Arterien erweitern. Dadurch wird der Zufluss von Blut in den Schwellkörper gefördert und der venöse Rückfluss gestaut – die Erektion entsteht.

Der Erektionsstoff cGMP wird aber durch die Phosphodiesterase-5 abgebaut. Diese für die Erektion negative Wirkung von Phosphodiesterase-5, abgekürzt PDE-5, kann man durch Potenzmittel verhindern. Diese rezeptpflichtigen Potenzmittel sind PDE-5 Hemmer – sie hemmen PDE-5 und bremsen damit den Abbau des Botenstoffs der Erektion cGMP.

L-Arginin: Die Wirkung als Potenzmittel

Ein ähnlicher Effekt, allerdings von der anderen Seite her, kann durch Potenzmittel auf L-Arginin Basis bewirkt werden. Potenzmittel auf L-Arginin Basis stellen dem Körper eine hohe Menge an L-Arginin zur Verfügung. Durch dieses frei verfügbare L-Arginin kann der Körper leichter große Mengen an NO produzieren und damit den Botenstoff cGMP – die Erektion kann entstehen.

Nebenwirkungen des Potenzmittels L-Arginin?

Nebenwirkungen sind bei L-Arginin als Potenzmittel völlige Fehlanzeige. Es gibt also bei Vorliegen von Potenzstörungen keinen Grund, nicht ein entsprechendes Mittel zu versuchen. Die empfohlene Dosierung von L-Arginin Potenzmitteln liegt bei 5.000 mg je Tag. Bei diesen Dosierungen sind in keiner Studie Nebenwirkungen zu verzeichnen gewesen.

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Lediglich wenn man die Dosis auf über 30.000 mg am Tag erhöht, haben sehr wenige Probanden ein leichtes Unwohlsein im Magen – das sich aber legt, wenn man langsam die Dosierung der Aminosäure erhöht. Ausserdem müssen für eine wirkungsvolle Steigerung der Potenz ja auch nur 5.000 mg am Tag eingenommen werden.

Auf die Dosierung von L-Arginin als Potenzmittel kommt es an

L-Arginin kann ein wirksames Potenzmittel sein. Dazu müssen, so weisen es Studien nach, allerdings zwei Dinge beachtet werden:

  1. die Dosierung muss hoch genug sein (5 Gramm / 5.000 mg mit der besten getesteten Wirksamkeit),
  2. L-Arginin Produkte müssen dauerhaft eingenommen werden, denn die Wirkung setzt erst nach zwei bis vier Wochen ein.

Die untersuchten Männer, die im Rahmen einer größeren Studie ein spezielles L-Arginin Produkt über mindestens vier bis sechs Wochen regelmäßig eingenommen haben, haben über signifikante Verbesserungen ihrer Erektionsfähigkeit berichtet. In einer anderen Studie, in der nur über einen Zeitraum von 14 Tagen eine geringe Dosierung von 1.500 mg je Tag eingenommen worden ist, konnte nur eine geringe Verbesserung der Erektionsfähigkeit festgestellt werden.

Sehr gute Potenzsteigerung bei dauerhaft 5.000 mg L-Arginin am Tag über mindestens sechs Wochen

In einer Studie von Chen et al. , bei der 50 Patienten L-Arginin konsequent über sechs Wochen und in einer Dosierung von 5.000 mg je Tag eingenommen haben, ist eine hohe Erfolgsrate bei der Therapie der erektilen Dysfunktion beobachtet worden. Die Patienten waren zwischen 55 und 75 Jahren alt und klagten über länger beobachtete erektile Dysfunktion (länger als sechs Monate Erektionsstörungen).

Die Patienten hatten Erektionsprobleme aufgrund von Schädigungen der Gefäße (Atherosklerose) und Diabetes. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel führt ebenfalls zu Schädigungen der Gefäße, aber auch der feinen Nerven im Penis.

Die Studie ist vom Aufbau her placebokontrolliert, randomisiert und doppelblind durchgeführt worden. Dies ist der sogenannte wissenschaftliche Gold-Standard und garantiert zuverlässige Ergebnisse. Die Resultate der Gabe von L-Arginin sind nicht nur im Rahmen eines Fragebogens subjektiv gemessen worden, sondern auch durch organische Untersuchungen und Messungen diverser Blut- und Urinwerte untermauert worden.

Im Ergebnis hat ein Drittel der untersuchten Männer über eine deutlich verbesserte Erektionsfähigkeit berichtet. Diese Ergebnise sind statistisch relevant und sprechen für die sehr gute Wirksamkeit von L-Arginin, wie sie sonst nur bei Arzneimitteln zu finden ist (nur sehr selten weisen Arzneimittel eine Wirksamkeit bei über 50% der untersuchten Patienten auf).

In einer weiteren Studie von Zorgniotti et al. ist ebenfalls festgestellt worden, dass sich L-Arginin positiv auf die Potenz auswirkt. Die Resultate bei den untersuchten Männern sind jedoch nicht ganz so gut wie bei der Anwendung von 5.000 mg je Tag.

Während der beiden Studien sind keinerlei Nebenwirkungen beobachtet worden, sämtliche Patienten haben problemlos hochdosiertes L-Arginin vertragen. Lediglich während eines akuten Herpes sollten grundsätzlich L-Arginin Produkte in jeglicher Dosierungsform vermieden werden.

1.500 mg L-Arginin am Tag für zwei Wochen ist vermutlich nicht ausreichend zur Steigerung der Potenz

In einer Studie der Klinik für Urologie an der Universität Köln haben T. Klotz et al. die Effektivität der oralen L-Arginin Einnahme in der Behandlung der erektilen Dysfunktion untersucht.

In der Studie sind 32 Männer im durchschnittlichen Alter von 52 Jahren mit leichten bis mittleren Potenzstörungen untersucht worden. Für diese Männer hat man ebenfalls mittels einer randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studie untersucht, inwiefern sich die Symptome der erektilen Dysfunktion verbessern. Der Grad der Potenzstörung wurde mittels eines standardisierten Fragebogens aufgenommen.

In der Kölner Studie wurde den untersuchten Männern drei Kapseln a 500 mg L-Arginin je Tag über einen Zeitraum von 17 Tagen gegeben. Eine Testgruppe wurde eine wirkungslose Substanz (Placebo) verabreicht. Das Ergebnis: Beide Gruppen von untersuchten Männern berichteten über eine bessere Erektionsfähigkeit. Die Gruppe, die 1.500 mg L-Arginin eingenommen hatte, berichtete aber nur geringfügig besser von einer Steigerung der Potenz als die Placebo-Gruppe.

Fazit:

  1. L-Arginin als Potenzmittel ist bei dauerhafter Anwendung und hoher Dosierung ein sehr empfehlenswertes und in Studien nachgewiesenes Mittel.
  2. Eine Dosierung von 3.000 mg am Tag sollte mindestens gewählt werden, 5.000 mg Dosierung verspricht erheblich bessere Resultate.
  3. Die Einnahme muss über drei bis sechs Wochen erfolgen, bis die Aminosäurenspeicher aufgefüllt sind und überzeugende Resultate zu erwarten sind.
  4. Da keinerlei Nebenwirkungen beobachtet werden, kann jedermann bedenkenlos dieses natürliche Potenzmittel ausprobieren, sollte aber erste Ergebnisse erst nach drei bis sechs Wochen erwarten.

L-Arginin erhöht die Fruchtbarkeit des Mannes

L-Arginin ist die Aminosäure, die den höchsten Anteil an Stickstoff (N) aufweist. L-Arginin ist daher die Aminosäure, aus der der wichtige Neurotransmitter NO (Stickstoffmonoxid) gebildet wird. Für Zwecke der Behandlung von Atherosklerose und erektiler Dysfunktion werden daher Präparate mit L-Arginin als Wirkstoff erfolgreich eingesetzt. In der Sexualmedizin hat L-Arginin aber auch einen weiteren Anwendungsbereich: L-Arginin erhöht die Fruchtbarkeit des Mannes erheblich.

Unerfüllter Kinderwunsch ist weit verbreitet

Ein unerfüllter Kinderwunsch ist bei immer mehr Paaren Realität. Die Gründe für eine reduzierte Fruchtbarkeit von Mann und Frau sind vielfältig. Fest steht, dass die Qualität der männlichen Spermien in den letzten 40 Jahren massiv zurückgegangen ist. Dies wurde in einer vielbeachteten Studie des WWF für Deutschland und Europa festgestellt.

Fruchtbarkeit durch L-Arginin verbessern

L-Arginin bildet über den Umweg der Synthese der Aminosäure L-Ornithin die Polyamine Spermin und Spermidin. Diese beiden Polyamine kommen in hoher Konzentration in der Spermienflüssigkeit vor. L-Arginin begünstigt die Produktion von Spermin und Spermidin, und es erhöht sowohl die Anzahl als auch die Beweglichkeit der Spermien.

In einer weiteren Studie wurden die Aminosäuren L-Lysin, L-Ornithin und L-Arginin auf ihren Einfluss auf die Spermienqualität hin untersucht. Dabei hatten die Aminosäuren L-Lysin und L-Ornithin keinen bzw. fast keinen Effekt auf den Stoffwechsel der Spermien. Die Einnahme von L-Arginin hingegen konnte den Stoffwechsel der Spermien verbessern. In der Folge der regelmäßigen Einnahme von L-Arginin werden die Spermien beweglicher und gesünder.

Paare, die bisher erfolglos versucht haben, Kinder zu bekommen, können so auf natürliche Art und Weise die Chancen einer Schwangerschaft erhöhen. In Apotheken sind hochwertige Produkte erhältlich, die eigentlich zur Therapie erektiler Dysfunktion gedacht sind. Diese Produkte mit einer Konzentration von 3.000 mg bis 5.000 mg sind jedoch genauso geeignet, die Fruchtbarkeit des Mannes signifikant zu verbessern. Eine möglichst hohe Konzentration von L-Arginin ist empfehlenswert.

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