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Kriterien für gute Zahnärzte – Gut versorgt auf dem Zahnarztstuhl

So unangenehm es auch sein mag – ein regelmäßiger Zahnarztbesuch ist für die meisten Menschen, die keine natürlichen Zähne aus Titan haben, ein Muss. Doch worauf sollen Patienten achten, um bei Zahnärzten keinen Reinfall zu erleiden? Dieser Artikel gibt Auskunft über bombensichere Kriterien bei der Auswahl der Fachärzte.

Ein souveräner Service für sichere Patienten

Jeder Besuch beim Zahnarzt ist ein Stück Selbstauslieferung. Denn die Patientin oder der Patient liegt weitgehend wehrlos auf dem Stuhl, während der Arzt sie oder ihn behandelt. Deshalb ist eine Wohlfühlatmosphäre gleich von Beginn an sehr wichtig.

Das geht schon bei der Terminvergabe los: Viele Arbeitnehmer können nicht einfach einen ganzen Tag frei nehmen, nur um einen Zahnarzttermin für eine Stunde wahrzunehmen. Daher bieten gute Zahnärzte für solche Problematiken entsprechende Lösungen an: Öffnungszeiten extra für Arbeitnehmer beispielsweise. Da dies für viele Zahnärzte ebenfalls nicht so einfach möglich ist, versucht man auf jeden Fall, den Patienten bei der Terminfindung entgegenzukommen.

Ein Plus ist definitiv, wenn die Praxis frühzeitig über Terminverzögerungen informiert und eventuell Alternativen anbietet. Auch eine Erinnerung an anstehende Kontrollbesuche gehört zu einem umfangreichen Service.

Öffnen Sie gerade die Tür zur Praxis und sehen schlecht gelaunte, miesepetrige Zahnarzthelfer, drehen Sie direkt um. In den meisten Städten gibt es zwischen Zahnärzten genug Auswahl. Stattdessen sollte das Servicepersonal durch ein freundliches Auftreten glänzen und etwaige Fragen zu Abrechnungsmodalitäten oder beispielsweise Mundhygiene gern beantworten.

Wartezeiten bei vereinbarten Terminen sollten so gering wie möglich ausfallen. Schließlich haben viele Praxis-Besucher ein gewisses Unwohlsein vor dem Zahnarztbesuch, das berücksichtigt werden sollte. Ein freundliches Ambiente im Wartezimmer, das natürlich groß genug sein sollte, hilft bei der Entspannung.

Hygiene – Das A und O in jeder Praxis

Es sollte sich eigentlich von selbst verstehen, tut es jedoch leider nicht in allen Fällen: Die unbedingte Hygiene in jeder Zahnarztpraxis. Was bedeutet dies ganz konkret? Schon der Eingangsbereich sollte möglich sauber sein. Denn finden sich da schon Mängel, sind diese im Behandlungszimmer vermutlich kaum noch zu übersehen.

Denn dieser Raum als absolutes Herzstück jeder Zahnarzt-Praxis sollte völlig hygienisch sein. Dazu gehört, dass die Fachkräfte Einweg-Handschuhe tragen, die Arbeitskleidung sauber ist und der obligatorische Mundschutz nicht fehlt. Patienten sollten, bevor die Behandlung beginnt, die Arbeitsinstrumente in den Blick nehmen. Denn sind diese nicht sauber, sollten sie sich definitiv nicht behandeln lassen. Strahlen die Instrumente hingegen sauber, ist dies ein gutes Indiz für eine gute Praxis.

Gute Beratung durch den Zahnarzt ist ein Muss

Vor dem Beginn der Behandlung sollte sich der Zahnarzt bei Ihnen freundlich vorstellen und sich Zeit für eine umfangreiche Anamnese, bei der alle relevanten Infos etwaige Behandlungen abgefragt werden, damit der Fachmann punktgenau untersuchen kann. Der Arzt sollte über mögliche Notwendigkeiten wie zum Beispiel den  Knochenaufbau bei Zahnimplantaten, der mittlerweile in guten Praxen zum guten Ton gehört, aufklären. Denn nur mit einer umfangreichen Problemanalyse ist eine richtige Behandlung möglich.

Unbedingte Vorsicht ist geboten, wenn der Zahnarzt zusätzliche Angebote wie die professionelle Zahnreinigung als obligatorisch hinstellt. Denn viele Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese Zusatzoption nicht, weil sie eben nicht verpflichtend oder unbedingt notwendig ist. Ein Plus ist, wenn der Zahnarzt genau darauf hinweist: Sie kann dem Patienten Vorteile bringen, aber ersetzt die eigene Mundhygiene keinesfalls.

Der normale Kontrollbesuch

Vertrauen in die eigene Mundhygiene ist gut, Kontrolle beim Profi ist besser. Putzen Menschen ihre Zähne auch noch so gründlich, kann es dennoch zu Beschädigungen kommen. Wirklich gute Zahnärzte untersuchen allerdings nicht nur lediglich die Zähne und das Zahnfleisch, sondern prüft auch die Mundschleimhaut und Zunge – denn auch dies gehört zu seinen Aufgaben als vertrauensvoller medizinischer Partner.

Ist der Kontrollbesuch beendet und das Ergebnis für den Patienten hoffentlich erfreulich, schließen sich weitere Termine vorerst nicht an. Dennoch geben echte Profis ihren Schützlingen Tipps mit auf den Heimweg, wie diese ihre Zahnhygiene weiter verbessern können.

Was tun bei Ärger?

Sollte trotz aller guten Hoffnung der Besuch beim Fachmann erheblich negativer ausfallen als erwartet und ernsthafte Konflikte abzusehen sein, macht es Sinn, auf entsprechende Patientenberatungsstellen zurückzugreifen.

Umgang mit Angstpatienten und Kindern

Ein verständnisvoller Umgang mit etwaigen Angstpatienten ist Pflicht. Schon das Servicepersonal sollte versuchen, den aufgeregten Zeitgenossen etwas von ihrer Skepsis und Nervosität zu nehmen. Das Gleiche gilt selbstverständlich besonders für den Umgang mit Kindern, die schmerzempfindlich sind. Ein Verständnis für ihre Ängste und Bedürfnisse sowie eine gewisse Empathie trotz oder gerade wegen langer Berufserfahrung sind ein Muss!

Zusätzliche Hinweise

Die Entscheidung, welcher Praxis Patienten sich anvertrauen möchten, liegt allein bei ihnen. Sollte die Behandlung auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherungen erfolgen, so ist ein Zahnarzt zu wählen, der eine entsprechende Kassenzulassung besitzt. Übrigens kann ein Zahnarzt Kassenleistungen nicht einfach verweigern, auch dann nicht, wenn er die Bezahlung durch die Kasse als gering einstuft.

Gehört eine Leistung auf die Wunschliste des Patienten, die die gesetzlichen Krankenkassen nicht übernehmen, ist der Zahnarzt gesetzlich verpflichtet, darüber hinaus gehende, private Kosten in Textform auszuweisen und kenntlich zu machen. Unterlässt er diesen Ausweis, kann der gesetzlich Versicherte die Zahlung unterlassen.

Zahnärztliche Beratung sollte übrigens auf Augenhöhe und nicht schon im Liegen auf dem Stuhl erfolgen – denn so würde eine künstliche Asymmetrie zwischen Arzt und Patient geschaffen.

Fazit

Mit einem guten Auge, einem gewissen Verlassen auf die eigene Intuition und der nötigen Geduld kann jeder Patient einen sehr guten Zahnarzt finden. Wichtig ist das Weitersuchen, sollte man einmal beim ersten oder zweiten Versuch nicht zufrieden sein – nur wer vergleicht, kann die Unterschiede zwischen den Praxen entdecken!
Kriterien für gute Zahnärzte – Gut versorgt auf dem Zahnarztstuhl
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