Kribbeln im kleinen Finger

Viele kennen dieses Gefühl, wenn sie bei eisigen Temperaturen draußen waren und vergessen haben Handschuhe anzuziehen. Die Hände werden so kalt, dass sie sich taub anfühlen und in den Fingern hat man kein Gefühl mehr. Kommt man dann ins Warme und die Finger tauen langsam wieder auf, Kribbelt und Schmerzt es in den Händen.

Durch die frostige Kälte haben sich die Blutgefäße zusammengezogen, so dass die Finger jetzt schlechter durchblutet werden. Kommt die normale Blutzirkulation dann wieder in Gang kehrt langsam wieder das Grundempfinden in die Finger zurück und das Kribbeln fühlt sich an, als ob tausend feine Nadelstiche die Hände bearbeiten.

Wie entstehen Kribbeln und Taubheitsgefühle?

Kommt es zu Kribbel-, wie Taubheitsgefühlen in den Fingern oder an anderen Körperstellen sprechen Experten hier von Sensibilitätsstörungen bzw. von Empfindungs- und Gefühlsstörungen. Ein Kribbeln im kleinen Finger ist eine Empfindung, welches an der Körperoberfläche zu Stande kommt. Das eher unangenehme Gefühl wird durch sensible Nerven bzw. Nervenendigungen in der Haut vermittelt, über die zugehörigen Nervenbahnen weitergesendet und dann im Gehirn als Kribbeln wahrgenommen. Verstärkte Aktivitäten der Nerven spielen somit beim Kribbeln im Finger eine bedeutende Rolle. Ein direkter äußerer Reiz ist hier allerdings in den meisten Fällen nicht ersichtlich.

Handelt es sich also um ein Kribbeln im kleinen Finger als Krankheitssymptom wird dieses Gefühl durch falsche oder krankhafte Reize ausgelöst. So können, zum Beispiel, die zuständigen Nerven in den betreffenden Körperregionen Schäden vorzuweisen haben. Die oftmals unangenehmen Kribbelgefühle können demnach nicht den kleinen Finger befallen, sondern auch gleich eine ganze Körperhälfte betreffen.

In diesem Fall sind die Leitungsbahnen schlichtweg überaktiv. Während einige Betroffene lediglich ein Kribbeln im kleinen Finger verspüren, während andere dieses Gefühl als brennend, stechend oder gar elektrisierend beschreiben. Das Kribbeln tritt in vielen Fällen vor einem kommenden Taubheitsgefühl auf. Manchmal kann dieses aber auch im Nachhinein Körperregionen erfassen.

So kann ein Kribbeln im kleinen Finger oder an einer anderen Körperstelle auch entstehen, wenn Betroffene in einer bestimmten Position verharren. Druck auf Nervenbahnen verursacht Kribbeln, wie Taubheitsgefühle. Erst wenn die eingeschlafene Stelle wieder ausgiebig bewegt wird und somit die Blutzirkulation wieder in Gang gebracht wird, verschwinden diese störenden Gefühle wieder.

So weist ein Kribbeln im kleinen Finger auf eine vorübergehende Unteraktivität der Nervenbahnen hin. Dies kann sowohl harmlos, als auch krankhaft sein. Ebenso kann aber auch die Blutzirkulation gestört sein.

Was verursacht ein Kribbeln im kleinen Finger?

Allgemein gesehen, kommen Störungen in den Blutgefäßen in den unterschiedlichsten Nervenbahnen im Körper vor. Auch der Rücken, die Halswirbel-, sowie Lendenwirbelsäule sind häufig davon betroffen. Meist sind es Nervenschädigungen oder eben Durchblutungsstörungen, die hier für ein Kribbeln im kleinen Finger oder für Taubheitsgefühle in anderen Körperregionen verantwortlich sind.

Häufig gehen außerdem Missempfindungen vom sogenannten peripheren Nervensystem aus. Hier finden sich auch die so wichtigen Empfindungsnerven. So werden von hier aus die Empfindungen an unterschiedliche Körperteile weitergeleitet. Aufgrund verschiedener Krankheitsbilder können demnach im peripheren Nervensystem ein oder auch gleich mehrere Nerven entzündet, gereizt oder geschädigt sein. Sogenannte Polyneuropathien sind oftmals Auslöser von Gefühlsstörungen. Auf beiden Körperhälften erkranken hier die Nerven in ähnlich ausgeprägter Form. Dies passiert entweder direkt an ihrem Endpunkt, zum Beispiel, an den Fingern oder weiter oben. Betroffene verspüren daher im Anfangsstadium häufig ein Brennen oder Kribbeln im kleinen Finger oder aber es zeigen sich Taubheitsgefühle.

Auch Ungleichgewichte im Stoffwechsel können außerdem ein Kribbeln im kleinen Finger oder an einer anderen Körperstelle hervorrufen. Gleiches gilt für ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt. In beiden Fällen können Nerven-, wie Gefäßfunktionen beeinträchtigt werden. Vor allem Diabetiker sind hier oft betroffen, wenn es um Durchblutungsstörungen oder Nervenschäden geht. Des Weiteren können Engpässe aber auch durch Veränderungen der Knochen, Sehnen und andere Weichteile entstehen. Entzündungen, Abnutzungserscheinungen, sowie Verletzungsfolgen können demnach auch zu einem Kribbeln im kleinen Finger oder an anderen Stellen führen.

Außerdem kann es ebenfalls sein, dass das Zentralnervensystem Veränderungen oder Schäden aufweist. Das bedeutet, dass ebenso das Gehirn oder das Rückenmark für das Kribbeln im kleinen Finger verantwortlich sein kann. Verletzungen, Durchblutungsstörungen, Infektionen, Abbauvorgänge, sowie Entzündungen können in diesem Fall der Auslöser sein. Gleiches gilt für Tumore oder Abszesse, die dann bestimmte Nerven beeinträchtigen, so es zu einem Kribbeln an diversen Körperstellen kommen kann.

Je nach Krankheitsbild führen ebenfalls Hautkrankheiten, Verbrennungen oder gar Erfrierungen zu einem Kribbeln im kleinen Finger oder an anderen Stellen. Auch allergische Reaktionen, sowie Unverträglichkeiten bringen manchmal ein Kribbelgefühl mit. Wobei auch Angst-, wie Panikattacken solche Gefühlstörungen auslösen können.

Welche Ursache kann ein Kribbeln im kleinen Finger auslösen?

  1. Die Radfahrerlähmung

Durch eine falsche Haltung der Hände beim Radfahren kann eine Engstelle entstehen. Die Nerven und vor allem der sogenannte Ulnarisnerv werden auf diese Weise eingeklemmt. Die Folgen sind Kribbeln im kleinen, wie in den anderen Fingern. Dies kann sogar zu einem vollständigen Taubheitsgefühl führen. Dies kann auch passieren, wenn die Ellbogen lange Zeit gebeugt werden. In diesem Fall ist die Durchblutung gestört und auch dies macht sich meist durch Kribbeln im kleinen Finger bemerkbar.

  1. Das Karpaltunnelsyndrom

In diesem Fall drückt eine Verengung den mittleren Arm-Nerv an der Handwurzel ab. Dieser Nerv verläuft durch einen Kanal in der Nähe des Handgelenks. Auch jetzt macht sich meist ein Kribbeln im kleinen Finger oder im Daumen bemerkbar.

  1. Verspannungen der Muskeln am Halswirbel

Sind die Muskeln am Halswirbel verspannt, macht dies nicht nur durch Schmerzen und Versteifungen bemerkbar, sondern kann auch zu einem Kribbeln im kleinen Finger, in den Füßen, sowie in den Unterschenkeln führen.

  1. Die Höhenkrankheit

Ein zu schneller Aufstieg in größere Höhen kann ebenfalls ein Kribbeln in Fingern, wie Händen auslösen. Hinzu kommen dann meist aber auch Schwindelgefühle, Übelkeit, sowie Kopfschmerzen.

  1. Blutkrankheiten

Vermehren sich die roten Blutkörperchen im menschlichen Körper auffällig, kann dies ebenfalls ein Kribbeln im kleinen Finger oder an anderen Körperstellen auslösen. In diesem Fall wird das Blut dicker, es bilden sich Blutgerinnsel und diese wiederum stören die Blutzirkulation.

  1. Raynaud-Syndrom

Stress oder auch Kälte können bei dieser Krankheit Gefäßkrämpfe und somit ebenfalls Durchblutungsstörungen auslösen. Häufig kommt es hier nicht nur zu einem Kribbeln im kleinen Finger, sondern auch zu schubweise kalten, blassen und gefühllosen Händen, wie Füßen.

  1. Vitamin B-12 Mangel

Auch ein Vitamin B-12 Mangel der lange Zeit unentdeckt bleibt, kann zu Kribbeln in den Fingern führen. Oftmals tritt das Kribbeln dann aber auch in den Beinen und Füßen auf und befällt die ganze Hand.

[box type=“info“ align=“alignleft“ class=““ width=““]Fazit: Es gibt zahlreiche Auslöser dafür, wenn es zu einem Kribbeln im kleinen Finger kommt. In den meisten Fällen ist dieses Kribbeln aber eher als harmlos zu betrachten. Erst, wenn dieses Gefühl gar nicht mehr weichen will, gilt es aber einen Arzt aufzusuchen, denn unter Umständen steckt hinter dem Kribbeln im kleinen Finger doch ein ernstzunehmendes Problem. [/box]

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