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Kontaktlinsen – ein Überblick

Kontaktlinsen

Kaum ein Thema im Bereich der Optik kann so tief auch für Laien interessant gemacht werden wie das Thema der Kontaktlinsen. Gerade Menschen, die vor der Entscheidung stehen: Brille oder Kontaktlinsen, beschäftigen sich damit. Nachdem Augengläser wie auch Kontaktlinsen nicht mehr von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, hat sich die Anzahl der Menschen, die sich für ein Tragen von Kontaktlinsen entscheiden, erhöht, da eine Bezahlung der Brille und Brillengläser sowieso nicht mehr in Frage kommt. Gerade im Vergleich der unterschiedlichen Arten von Kontaktlinsen kann man erkennen, wie weit dieses Thema reicht und wie sehr Informationen für diesen Bereich benötigt werden.

Tageslinsen

Neben den anderen Linsenformen wie zum Beispiel Monatslinsen gibt es die Tageslinsen. Diese werden am Morgen in die Augen einlegt, und am Abend wieder heraus genommen. Diese Linsen sollte man auf keinen Fall über Nacht in den Augen lassen, da dies zu Reizungen der Augen führen kann. Tageslinsen benötigen des Nachts ein Reinigungsbad, in das sie eingelegt werden. Tageslinsen waren früher die am häufigsten verkaufen Kontaktlinsen, inzwischen tendieren die Träger von Kontaktlinsen jedoch eher dazu, Kontaktlinsen zu tragen, die sie nicht jeden Abend wieder herausnehmen und am nächsten Morgen wieder einsetzen müssen.

Ein-Wochen-Linsen

Die Ein-Wochen-Linsen kann man eine Woche lang in den Augen tragen, ohne dass es zu Störungen beim Sehen oder zu Reizungen der Netzhaut kommt. Nach Ablauf der einen Woche sollten diese Kontaktlinsen doch unbedingt herausgenommen werden, und nicht unmittelbar durch neue Linsen ersetzt werden, damit die Augen sich wieder ein wenig beruhigen können. Ein-Wochen-Linsen stellen eine Erleichterung dar zum täglichen Entnehmen und wieder Einsetzen der Kontaktlinsen und ersparen viel Zeit und zum Teil auch Mühe, auch wenn das Linsen einsetzen lässt kein Hexenwerk mehr ist wie in den frühen Jahren der Kontaktlinsen.

Zwei-Wochen-Linsen

Neben den Ein-Wochen-Linsen gibt es auch die Zwei-Wochen-Linsen. Diese können zwei Wochen lang in den Augen verbleiben, müssen dann aber entnommen und entsorgt werden, da die Augen so gereizt werden. In wie weit es sinnvoller ist, Zwei-Wochen- anstatt Ein-Wochen-Linsen zu nehmen, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden. Wichtig ist jedoch, einen Rhythmus zu entwickeln, der mit diesem Zeitraum umgehen kann, und die Kontaktlinsen wirklich auch spätestens am letzten Tag der zwei Wochen zu entnehmen und nicht zu vergessen.

Monats-Linsen

Wie die Ein-Wochen- und Zwei-Wochen-Linsen nicht über Nacht entfernt werden müssen, verhält es sich auch mit den Monats-Linsen. Diese können einen Monat lang ohne Herausnehmen in den Augen bleiben, müssen aber dann umgehend entfernt werden. Sie sind nicht wiederverwendbar und sollten entsorgt werden. Monats-Linsen sind immer wieder Kritik unterworfen, da immer noch niemand sagen kann, ob es auf Dauer nicht vielleicht doch schädlich ist, die Kontaktlinsen so lange im Auge zu belassen, ohne Reinigung und auch ohne Ruhezeit für die Augen.

Einmal-Linsen

Einmal-Linsen sind genau das, was der Name dieser Art von Kontaktlinsen schon sagt: Linsen, die man nur einmalig tragen kann und dann herausnehmen muss. Die nochmalige Verwendung der Einmal-Linsen kann zu Schädigungen am Auge und gegebenenfalls sogar zu Sehstörungen führen, weswegen diese Linsen umgehend noch Gebrauch entsorgt werden müssen. Sonst kommt man womöglich in die Gefahr, sie ausversehen noch einmal einzulegen, weil man sich vertut und diese Kontaktlinsen nicht rechtzeitig entsorgt hat.

Farbige Linsen

Seit Jahren und immer noch im Trend sind farbige Kontaktlinsen. Diese Linsen gibt es in allen möglichen Mustern und Farben, sollten jedoch wirklich nur aus Spaß und nicht zu lange getragen werden. Diese Kontaktlinsen sind auf vielen Partys der Hit, behindern jedoch meist die Sicht des Trägers und sind deshalb so bald wie möglich wieder zu entfernen. Farbige Kontaktlinsen sollten nicht über Nacht im Auge belassen werden, und können im Normalfall auch nicht wieder verwendet werden, es sei denn, der Hersteller macht dazu andere Angaben.

Unterschiede Kontaktlinsen – Brillen

Immer wieder werden Kontaktlinsen und Brillen miteinander verglichen, wenn es darum geht, die Entscheidung für eine Sehhilfe zu treffen. Die einen bevorzugen Kontaktlinsen, die anderen Brillen, und es ist wohl meistens eine ganz persönliche Frage des Geschmacks, was einem lieber ist. Der Vorteil einer Kontaktlinse liegt auf der Hand. Denn der Augenoptiker kann sehr schnell reagieren bei Sehveränderungen, der Träger von Kontaktlinsen umgehend auf eine neue Linsenstärke umsteigen. Bei Brillen ist dies aus finanziellen Gründen meist schon nicht möglich. Dennoch bieten Brillen den Vorteil, dass sie wesentlich weniger Pflege benötigen als Kontaktlinsen und eindeutig länger haltbar sind. Wenn ein Brillengestell zeitlos ist aus Sicht der Mode, und es nicht zu Bruch oder sonst auf irgendeine Art und Weise kaputt geht, kann es viele Jahre und Jahrzehnte halten und nur die Gläser müssen hin und wieder ersetzt und der Sehstärke des Trägers angepasst werden.

Die Vor- und Nachteile von Kontaktlinsen

Wer Kontaktlinsen tragen möchte, sollte sich im Vorfeld auch mit den Vor- und Nachteilen der Linsen und des Tragens der Kontaktlinsen befassen. Denn nicht für jeden sind Kontaktlinsen geeignet, und nicht jeder kann sie tragen. Dennoch haben Kontaktlinsen Vorteile, die auf keinen Fall außer acht gelassen werden sollten, gerade im Bezug auf die Entscheidungsfindung. Wer bereits eine Brille trägt, aber auf Kontaktlinsen umsteigen möchte, muss sich erst einmal daran gewöhnen, dass Kontaktlinsen keine Brille sind. Aber nichts ist einfacher als das, wenn der Alltag da ist und das Einsetzen der Linsen auch nicht mehr viel länger dauert als das Aufsetzen und Reinigen der Brille und Brillengläser.

Vorteile von Kontaktlinsen

Die Vorteile des Tragens von Kontaktlinsen liegen auf der Hand: Wer sich einmal an das Einsetzen gewöhnt hat, für den bedeutet dies am Morgen keinen wirklichen Zeitverlust mehr. Die Augen stellen sich recht schnell darauf ein und ein Wechsel der Linsen ist, wenn es doch nicht so gut läuft und man zum Beispiel harte Linsen nicht so gut verträgt, schnell vorgenommen. Auch kann bei Änderungen der Sehstärke schnell reagiert und gewechselt werden, da die Kontaktlinsen anderer Stärken nicht teurer sind.
Ein weiterer Vorteil ist das nicht Vorhandensein einer Brille, gerade beim Sport und bei bestimmten anderen Tätigkeiten stört dies viele Menschen und sie fühlen sich dadurch weniger flexibel.

Nachteile von Kontaktlinsen

Ein Nachteil von Kontaktlinsen ist der Kostenfaktor. Die Linsen selbst wie auch das Reinigungsmittel kosten Geld und müssen erst einmal bezahlt werden.
Ein weiterer Faktor ist der Faktor Zeit zu Anfang des erstmaligen Tragens. Der Augenoptiker muss meist in mehreren Sitzungen die Kontaktlinsen anpassen und auch das Einsetzen dauert am Anfang meist recht lange.
Und noch ein Nachteil für Allergiker: Wer Heuschnupfen oder eine Stauballergie hat, bekommt oft auch Probleme beim Tragen von Kontaktlinsen, da die Augen aufgrund allergischer Reaktionen recht schnell zu tränen beginnen und dadurch die Linsen entweder verrutschen können oder die Sicht generell beeinträchtig ist.

Kann jeder Kontaktlinsen tragen?

Nicht jeder Mensch, der es auch möchte, kann Kontaktlinsen tragen. Gerade wenn ein Zuviel oder ein Zuwenig an Tränenflüssigkeit vorhanden ist, kann es zu Problemen beim Tragen und / oder beim Sehen kommen. Auch wenn Verletzungen an einem oder an beiden Augen vorhanden sind, kann nicht immer eine Linse getragen werden.
Doch wer nur eine Sehschwäche hat aufgrund der gängigen Störungen wie Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit, der kann normalerweise ohne jegliche Probleme Kontaktlinsen tragen. Solange immer darauf geachtet wird, die Linsen zur gegebenen Zeit oder zum gegebenen Termin, je nach dem, welche Kontaktlinsen getragen werden, zu entfernen.

Kontaktlinsen und Heuschnupfen

Wer Heuschnupfen hat oder eine Allergie gegen Hausstaub zum Beispiel, ist oft leider nicht in der Lage, Kontaktlinsen zu tragen und muss, zumindest in den Hochphasen der allergischen Reaktionen auf eine Brille ausweichen. Die vermehrte Produktion von Tränenflüssigkeit während der allergischen Reaktion führt zu einer „Verschwimmung“ des Sichtbildes und evtl. sogar zur Verschiebung der Kontaktlinsen. Deshalb sollte ein Allergiker auf jeden Fall immer auch neben den Kontaktlinsen eine Ersatzbrille parat haben, um im Fall aller Fälle auf diese als Sehhilfe ausweichen zu können.

Weiche oder harte Kontaktlinsen?

Es gibt kein Ja für weiche Kontaktlinsen und ein Nein zu harten Kontaktlinsen, auch der umgekehrte Fall bringt keine Lösung. Jeder Träger von Linsen nimmt diese anders war, der eine braucht harte Linsen, um das Gefühl vermittelt zu bekommen, die Linsen haben noch Halt. Andere wiederum stört genau dies und sie möchten die Kontaktlinsen nur dann spüren, wenn sie diese einlegen oder herausnehmen. Deshalb ist die Entscheidung für eine Art von Linsen immer auch eine ganz persönliche Entscheidung, die man selbst treffen muss und die einem auch ein Augenoptiker nicht abnehmen kann.

Weiche Kontaktlinsen

Der Vorteil von weichen Kontaktlinsen ist ganz einfach: Wer sich hektisch bewegt, zum Beispiel beim Sport oder bei Tätigkeiten auf der Arbeit, ist mit weichen Kontaktlinsen meist besser dran. Die weichen Linsen bleiben viel eher im Auge bei schnellen und ruckartigen Bewegungen als harte Kontaktlinsen. Deshalb ist die weiche Form der Linsen die weitaus bessere Wahl für Sportler oder körperlich hart arbeitende Menschen. Wer aber stabilere Linsen haben möchte, sollte auf harte Linsen ausweichen oder gegebenenfalls wechseln, dies aber nur in Absprache mit dem eigenen Augenoptiker.

Harte Kontaktlinsen

Wer harte Kontaktlinsen bevorzugt, weiß meist auch, dass diese zu einer weitaus besseren Durchlässigkeit von Sauerstoff neigen gegenüber den weichen Linsen. Desweiteren sind sie auf lange Sicht gesehen stabiler in ihrer Form. Nicht jeder verträgt jedoch harte Linsen und muss deshalb auf die instabileren weichen Kontaktlinsen ausweichen. Auch Sportler sollten weiche Linsen bevorzugen, da harte Linsen sehr schnell verloren gehen können bei Bewegungen im Sport. Welche Art von Kontaktlinsen man jedoch letztlich nimmt, ist immer auch eine persönliche Entscheidung, die davon abhängt, wie wohl oder unwohl man sich mit den verschiedenen Arten von Linsen jeweils fühlt.

Kontaktlinsen und Tränenflüssigkeit

Ein Problem, das immer wieder beim Tragen von Kontaktlinsen auftreten kann, ist das Problem des Zuviel oder Zuwenig an Tränenflüssigkeit. Dies ist zu beachten gegebenenfalls Abhilfe zu schaffen, falls dies möglich ist, damit der Linsenträger nicht dadurch behindert wird. Immer ist jedoch dabei auch eine Untersuchung und Abklärung beim Augenarzt notwendig, um sich rück zu versichern, dass kein gesundheitlich schädigendes Problem vorliegt und die Ursache möglicherweise in einer Krankheit liegt. Wichtig ist, der Kontaktlinsenträger sollte immer selbst darauf achten und bei auftretenden Problemen mit seinem Augenoptiker beraten, was für Möglichkeiten der Linderung es geben kann.

Ein Zuviel an Tränenflüssigkeit

Wer ein Zuviel an Tränenflüssigkeit hat, wird meist auch Probleme beim Tragen von Kontaktlinsen bekommen. Diese können, aufgrund des hohen Aufkommens an Tränenflüssigkeit recht schnell verrutschen und zu einer Verminderung der Sehleistung führen. Gerade bei Allergikern tritt dies häufig auf im Rahmen der allergischen Reaktion. Ein Besuch beim Augenarzt kann zur Klärung beitragen, auch zur Entscheidung, ob man trotzdem weiter Kontaktlinsen tragen kann oder vielleicht doch besser auf eine Brille umsteigen sollte.

Ein Zuwenig an Tränenflüssigkeit

Bei einem Zuwenig an Tränenflüssigkeit trocknet ein Auge recht schnell aus. Dies kann gerade beim Tragen von Kontaktlinsen zu Problemen wie zum Beispiel zu Reizungen der Augen führen. Auch kann es zu Augenrötungen führen, was optisch nicht wirklich passabel ist und deshalb sehr störend wirken kann. Wer zu wenig Augenflüssigkeit produziert und deshalb gereizte Augen hat, sollte einen Augenarzt aufsuchen. Dieser wird, sollte nicht ein größeres gesundheitliches Problem vorliegen, zu Augentropfen raten, um die Augen flüssig zu halten und damit Reizungen vor zu beugen.

Weitsichtigkeit

Im Gegensatz zu Brillen macht Weitsichtigkeit bei Kontaktlinsen keinen Unterschied zur Kurzsichtigkeit. Im Gegensatz zu Brillen, bei denen man dem Träger schon meist aufgrund der Form der Brillengläser ansehen kann, ob er kurz- oder weitsichtig ist, spielt dies bei Kontaktlinsen keine Rolle. Auch die Wahl zwischen harten Linsen und weichen Linsen ist völlig irrelevant und hat nichts mit der Art der Sehstörung zu tun. Wer Kontaktlinsen trägt, braucht keine dicken und unförmigen Brillengläser, weshalb gerade Menschen mit einer starken Sehschwäche oft zum Tragen von Kontaktlinsen tendieren.

Kurzsichtigkeit

Ob kurzsichtig oder weitsichtig, für die Art der Kontaktlinsen ist dies nicht ausschlaggebend. Wer harte Linsen tragen möchte, kann dies tun, egal ob er weitsichtig ist oder kurzsichtig. Auch bei weichen Linsen spielt dies bei den Überlegungen, welche Linsen man nun besser nehmen sollte, keine Rolle. Kontaktlinsen sind eben völlig andere Sehhilfen als Brillen und haben andere Punkte, auf die geachtet werden sollte und muss beim Anpassen und Kauf. Deshalb ist ein Miteinbeziehen der Sehstörung nur dann relevant, wenn zum Beispiel ein Zuviel oder Zuwenig an Tränenflüssigkeit vorhanden ist oder die Augen an sich sehr schnell gereizt sind.

Allergische Reaktionen auf Kontaktlinsen möglich?

Heutzutage ist es gang und gäbe, dass ein Mensch auf irgendetwas allergisch reagiert. Auch Kontaktlinsen sind hiervon nicht ausgenommen. Dies zeigt sich jedoch meist recht schnell bei der Anpassung der Linsen. In diesem Fall sollte auf eine Brille als Sehhilfe ausgewichen werden. Reizungen der Augen sind übrigens nicht immer auf allergische Reaktionen gegenüber den Linsen zurück zu führen. Manchmal ist es einfach die mangelnde Tränenflüssigkeit oder das zu lange Tragen der Kontaktlinsen, gerade in der Anfangsphase bei Linsen-Neulingen, welche diese Reizung herbeiführen können.

Wie lange halten Kontaktlinsen?

Kontaktlinsen haben eine unterschiedliche Dauer der Haltbarkeit. Während harte Kontaktlinsen bei normalem Gebrauch und richtiger Pflege sehr langlebig sein können, sind weiche Kontaktlinsen weniger lang nutzbar und müssen weitaus früher gegen neue Linsen ausgetauscht werden. Am sichersten ist man immer vom Augenoptiker vor Ort beraten, der schon bei der Anpassung der Linsen entsprechend beraten wird.

Fazit

Kontaktlinsen sind eine sehr gute Alternative zur Brille, die wesentlich schneller kaputt gehen kann bei entsprechendem Gebrauch. Doch es ist wichtig, darauf zu achten, dass Kontaktlinsen, die nur eine bestimmte Zeit lang tragbar sind, nicht zu lange getragen werden.

Veraltete Linsen verhindern unter anderem eine ausreichende Sauerstoffzufuhr zu den Augen.
Wichtig ist immer, die richtige Entscheidung zu treffen, ob für oder wider harte Linsen zum Beispiel. Diese sehr haltbaren Linsen sind pflegeleichter als weiche Linsen, müssen aber des Abends immer wieder entnommen werden, wohingegen weiche Linsen auch als Monatslinsen getragen werden können.

Kontaktlinsen – ein Überblick
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One comment

  1. MiroJ

    Den meisten Brillenträgern ist der Begriff Hornhautkrümmung oder Astigmatismus durchaus bekannt. Etwa ein Fünftel aller Menschen haben einen korrektur-bedürftigen Astigmatismus. Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen regulärem und irregulärem Astigmatismus.

    Beim regulärem Astigmatismus oder der Stabsichtigkeit handelt es sich um eine Fehlsichtigkeit, die durch eine veränderte Hornhautkrümmung entsteht. Die Hornhaut ist in ihren Meridianen unphysiologisch gekrümmt und dadurch entstehen Bildverzerrungen. Unregelmäßigkeiten auf der Hornhaut bezeichnet man als irregulären Astigmatismus.

    Als verstärkt auftretende Ursachen der Hornhautverkrümmung/Stabsichtigkeit sind Geschwüre und Narben auf der Hornhaut bekannt, erblich bedingte Wachstumsanomalien der Hornhaut sowie Linsentrübung (Katarakt).

    Bei der Stabsichtigkeit weicht die Hornhautwölbung von der üblichen Kugelform ab – ähnlich der Seite eines Eies – und somit werden Gegenstände längs, quer oder schräg verzogen wahrgenommen. Das Auge bildet dabei Punkte zu Strichen (Stäbchen) ab. Personen, die unter Kopfschmerzen leiden oder eine Art von Muskelkater im Auge verspüren, sollten sich unbedingt augenärztlich untersuchen lassen. Leidet man unter Astigmatismus, so versucht das Auge unaufhörlich, den Brechungsfehler durch Akkomodation des Ziliarmuskels auszugleichen, wodurch nicht selten Kopfschmerzen auftreten. Wird diese Erkrankung spät erkannt und behandelt, führt sie meist zu Schwachsichtigkeit.

    Beim regulären Astigmatismus werden Winkel und Brechungsfehler der Hornhautkrümmung bestimmt, damit die Brennlinien der schwachen und starken Achse wieder zu einem Brennpunkt zusammengeführt werden. Durch weiche, entsprechend gewölbte Kontaktlinsen, welche sich auf der verkrümmten Hornhaut von selbst ausrichten, erfolgt die Korrektur dieser Fehlsichtigkeit. Gleiches erreicht man durch harte Kontaktlinsen, welche die Hornhaut richtig hinbiegen.

    Beim irregulären Astigmatismus werden häufig harte Kontaktlinsen empfohlen. Nur wenn diese nicht die gewünschte Besserung bringen, sollte man eine Laseroperation in Erwägung ziehen, und zwar mit einem Excimer-Laser. Je nach Gegebenheit kann der Brechungsfehler dauerhaft korrigiert werden, sowohl bei Kurz- als auch bei Weitsichtigkeit. Handelt es sich um einen besonders schweren Fall, hilft eine Hornhautverpflanzung. Bei Problemen, die auf die Linse zurückzuführen sind, kann durch Einsetzen einer Kunstlinse geholfen werden.

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