Kohlenhydrate führen zu Übergewicht

Viele Menschen konzentrieren sich bei ihrer Diät auf die Vermeidung von Fetten. Dabei ist die Vermeidung von Kohlenhydraten für eine gute Figur mindestens genauso wichtig. Zwar beträgt das Verhältnis von Kalorien im Vergleich von Kohlenhydraten mit Fetten nur 4:9.

Dieser Vorteil von Kohlenhydraten wird durch zahlreiche andere Negativfaktoren aber mindestens aufgewogen. In diesem Ratgeber werden die Negativfaktoren näher beschrieben und der Sinn einer Low-Carb-Diät damit begründet. Es gibt immer wieder neue Ideen Low-Carb-Gerichte noch schmackhafter zu gestalten. Pizzasuppe ist Beispielsweise einer der neusten Trends, die sich in den verschiedensten Variationen zubereiten lässt.

Nicht das Limit an Kohlenhydraten überschreiten

Kohlenhydrate gehören neben Fetten und Proteinen zu den sogenannten Makro-Nährstoffen. Der menschliche Körper benötigt sämtliche dieser drei Nährstoffe für den Grundumsatz und damit für die Gewährleistung seiner vitalen Prozesse.

Experten gehen bei Kohlenhydraten von einer benötigten Menge von rund 100 Gramm aus, was in etwa einer kleinen Portion Nudeln oder Reis, zwei Scheiben Brot sowie einem Apfel und einer Banane entspricht. Diese Zahlenangabe soll allerdings nur ein Näherungswert sein, denn auch andere Faktoren bestimmen den Bedarf an Kohlenhydraten.

Je sportlicher ein Mensch, je größer sein Gewicht sowie seine Muskelmasse und je funktionsfähiger sein Stoffwechsel ist, desto größere Mengen benötigt er an Kohlenhydraten. In der Realität stecken allerdings bereits in so vielen Lebensmitteln Kohlenhydrate, dass das Problem weniger eine Unterversorgung als vielmehr eine Überversorgung an Kohlenhydraten ist. Denn sind die Kohlenhydratspeicher gefüllt, wird es mit der Verwertung der Kohlenhydrate problematisch.

Drei Nachteile für den Stoffwechsel

Im Zuge der Triglycerid-Synthese werden die überschüssigen Kohlenhydrate als Fette im menschlichen Körper abgelagert. Zudem kommt es während des Stoffwechsels zu einem unguten Zusammenhang mit der Fettverbrennung. Durch die Verbrennung der Kohlenhydrate wird die Verbrennung an Fetten nämlich blockiert, sodass zusätzliche Fettpolster entstehen.

Als dritter Faktor führen Kohlenhydrate zu einem höheren Blutzuckerspiegel. Es wird mehr Insulin freigesetzt als vorher, womit abgesehen von der Gefährdung, an Diabetes mellitus zu erkranken, eine appetitanregende Wirkung einhergeht. Zusammen mit der ohnehin geschmacksverstärkenden Wirkung von Kohlenhydraten kann dies regelrechte Heißhungerattacken auslösen, denen nicht immer mit dem gebotenen Maß an Selbstdisziplin entgegengetreten werden kann.

Auch die Kettenlänge ist entscheidend

Nicht nur die Quantität an Kohlenhydraten, sondern auch die Qualität ist entscheidend für das Ausmaß an Übergewicht infolge des Verzehrs von Kohlenhydraten. Kohlenhydrate sind nämlich Zuckermoleküle, die untereinander Verbindungen eingehen können. Unterschieden werden die Kohlenhydrate dabei in Einfachzucker, Zweifachzucker und Mehrfachzucker.

Je kurzkettiger die Moleküle sind, desto schneller gelangen die Zucker in den Blutkreislauf und desto abrupter werden Blutzuckerspiegel und Insulin angehoben. Zudem sind insbesondere kurzkettige Kohlenhydrate, zum Beispiel solche in Süßigkeiten und Weißbrot, besonders geschmacksverstärkend, appetitanregend und auch minderwertig. Denn während Nahrungsmittel mit längeren Ketten von Kohlenhydraten wie bei Vollkornbrot, Kartoffeln, Obst, Gemüse (vor allem Hülsenfrüchte) und Nudeln andere wichtige Mineralien, Nährstoffe und Vitamine besitzen, enthalten Nahrungsmittel aus potentiell kurzkettigen Zuckerketten in der Regel kaum andere Nährstoffe. Sie liefern viele Kalorien, aber bieten dem Körper keinen Mehrwert.

Glykogen muss verbrannt werden

Im menschlichen Körper werden aufgenommene Kohlenhydrate vor allem als Glykogen gespeichert. Dort lagern sie in den Muskelzellen sowie in der Leber und warten auf ihre Verwertung. Geschieht dies nicht und der Träger bleibt inaktiv, verwandelt sich das Glykogen endgültig in Fettpolster. Deswegen ist Übergewicht eine typische Zivilisationskrankheit, die durch die Neigung der modernen Menschen zu einer zu kalorienreichen Ernährung in Verbindung mit einem eklatanten Ernährungsmangel hervorgerufen wird.

Was jeder tun kann

Um überschüssige Pfunde loszuwerden und wieder zu einer guten Figur zu gelangen, sollte also folgendes getan werden: Zunächst sollte die eigene Kost gesund sein, wobei möglichst nicht nur auf Fette, sondern auch auf Kohlenhydrate verzichtet werden sollte. Neben Mineralstoffen und Vitamine sollte insbesondere auf eiweißreiche Kost gesetzt werden, da dies den Grundumsatz nicht senkt und dazu beiträgt, dass körperliche Anstrengung sich in den Muskeln zeigt.

Der Sport selbst ist dazu wichtig, damit die Kalorien besser verbrannt werden können, wobei in diesem Sinne Nachhaltigkeit besser als Übermut ist. Denn wenn sich zu viel zugetraut wird und es so zu einem abrupten Abbruch der neuen Lebensweise kommt, kommen auch die Kalorien wieder und niemand hat etwas davon gehabt.

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