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Hühneraugen – Ursachen und Tipps zum entfernen

In der Fachsprache wird ein Hühnerauge Clavus genannt und es handelt sich dabei um eine bis zu einem Zentimeter große und runde Hornhautwucherung. Ein in der Regel gelblich durchscheinender und glasiger Hornkeil ist das sogenannte Auge und dies befindet sich im Zentrum eines Hühnerauges. Dieser Hornkeil kann gelegentlich Schmerzen durch den Druck auf tiefere Gewebeschichten verursachen. Die Hühneraugen sind somit umso schmerzhafter, je tiefer der Hornkeil in das Gewebe reicht.

Über den Zehengelenken oder seitlich der Zehen treten die Hühneraugen hauptsächlich auf, doch diese können sich auch an der Fußsohle befinden. An der Fußsohle besteht die Gefahr, dass sich ein Hühnerauge zu einer Dornwarze entwickelt. Befinden sich Hühneraugen in den Zwischenräumen der Zehen, dann sind diese oft weißlich aufgequollen. Meist entstehen die Hühneraugen durch Reibung und diese wirkt sich umso stärker aus, falls mehr Druck auf eine betroffene Stelle ausgeübt wird. Dieser Druck entsteht oft durch ein falsches oder zu enges Schuhwerk.

Weitere Ursachen können Fehlstellungen von Zehen und Fuß, oder vorstehende Gelenke und Knochen sein. Es bildet sich vermehrt Hornhaut, nachdem eine exponierte Stelle durch den Reiz einer permanenten Reibung einen Schutz vor der Mehrbelastung bildet. Wird die Ursache nicht behoben oder die die übermäßige Hornhaut wird nicht regelmäßig abgetragen, dann kann es zu dem Hornkeil im Zentrum von dem Hühnerauge kommen.

Langsam dringt der Hornkeil durch die tieferen Hautschichten und drückt allmählich schmerzhaft auf Nervenendigungen. Entzündliche Reaktionen können durch eine anhaltende Reizung der Hautstelle hinzukommen. In diesem Fall reagiert die Haut auf einen eingedrungenen Fremdkörper und dies wird durch die Bildung von eitrigem Sekret und mit Rötung ersichtlich.

Werden die Füße unzureichend abgetrocknet, dann bilden sich die Hühneraugen zwischen den Zehen. Auch durch eine schlechte Belüftung der Zehen kommt es zu den so bezeichneten weichen Hühneraugen, die oftmals sehr schmerzhaft sind. Durch eine bloße Augenscheinnahme könnend die Hühneraugen einfach diagnostiziert werden.

Der Hautarzt kann eine entsprechende Behandlung einleiten und zuvor die Position und den Entwicklungsgrad bestimmen. Von selbst bilden sich die Hühneraugen nicht zurück und der Hornkeil dringt immer tiefer in das Gewebe. Eine fachgerechte Entfernung dauert nur wenige Wochen und werden die Ursachen nicht abgestellt, dann kann sich ein neues Hühnerauge bilden.

Hühneraugen entfernen

Die Hühneraugen entstehen durch einen ständigen Druck an derselben Stelle. Meistens sind die kleinen Zehen und zum Teil auch die restlichen Zehen betroffen. Gerade Gelenke und Stellen, wo die Haut sehr nah am Knochen gelegen ist, sind besonders betroffen. Die Hühneraugen sind daran erkennbar, dass sie in ihrer Mitte etwas Ähnliches wie eine Wurzel aufweisen und sich durch ein verhärtetes Gewebe darstellen. Optisch erinnert dieses Phänomen an Dornwarzen. Nachdem Gehen und Laufen für einen Betroffenen zur Qual wird, gibt es nur die Möglichkeit, die Hühneraugen entfernen zu lassen.

In der Regel läuft die Hühneraugen-Behandlung ohne Schmerzen und wer ein Hühnerauge entfernen möchte, der kann sogar ein herkömmliches Hühneraugenpflaster verwenden. Diese Pflaster sind in der Apotheke oder in der Drogerie erhältlich. Dieses Pflaster verschafft eine Linderung der Schmerzen, denn die Druckstelle wird vor weiterem Druck gedämmt. Auch mit einem kurzen Fußbad und einem Bimsstein kann man Hühneraugen entfernen, denn durch das Bad wird die Haut weich und mit dem Bimsstein kann die Verhärtung abgerubbelt werden.

Im Anschluss ist eine betroffene Stelle dünner und in der Apotheke sind auch Raspeln als weitere Option erhältlich. Der Erfolg mit dem Bimsstein und den Raspeln dürfte ziemlich gleich sein. Die Hühneraugen Tinktur erzielt eine ähnliche Wirkung und diese wird ein bis zweimal pro Tag direkt auf eine betroffene Stelle aufgetragen. Nach ein paar Tagen sollte sich ein Hühnerauge in warmem Wasser leicht abrubbeln lassen.

Oftmals sitzen die Hühneraugen tief in der Haut und wer ein Hühnerauge entfernen möchte, kann dies an dieser Stelle nicht mit einfachen Mitteln durchführen. Somit bietet es sich an dieser Stelle an, einen Fußspezialisten aufzusuchen und dieser soll die Hühneraugen entfernen.

Menschen mit Durchblutungsstörungen oder Diabetiker sollten diesen bereits vorher aufsuchen. In den Drogerien und Apotheken gibt es auch noch Mittel auf Salevylbasis, die auch dabei helfen, betroffene Hautschichten abzutragen. Hier müssen betroffene Personen bei dem Hühneraugen entfernen vorsichtig sein, damit umliegende Stellen nicht angegriffen werden. Wer dies vermeiden möchte, der kann eine Fettschicht um ein Hühnerauge auftragen.

Was gibt es bei Hühneraugenpflastern zu beachten?

Hühneraugen sind Hornhautverdickungen, die oft an den Außenbereichen des Fußes vorkommen. Wenn Druck, zum Beispiel durch Tragen eines Schuhs, auf das Hühnerauge ausgeübt wird, ist das in der Regel sehr schmerzhaft. Abhilfe schaffen kann das Hühneraugenpflaster, welches zwei Aufgaben zu erfüllen hat. Zum Einen soll der Druck gemildert und zum Anderen die Hornhaut weich gemacht werden, um das Entfernen zu erleichtern.

Anwendung und Risiken der Hühneraugenpflaster

Um den Druck zu mindern, kann ein Pflaster verwendet werden, welches einen Schaumstoffring enthält. Man sollte darauf achten, dass der Ring direkt über dem Hühnerauge platziert und mit dem Pflaster fixiert wird.
Um die Hornhaut aufzuweichen, verwendet man ein Hühneraugenpflaster, in dessen Mitte ein hornhautlösendes Mittel enthalten ist. Meist wird von den Herstellern Milchsäure, Salicylsäure oder eine Kombination verwendet.

Der Nachteil dieses Mittels ist, dass Nebenwirkungen auftreten können. Hautreizungen oder allergische Reaktionen, bei Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe, können nicht ausgeschlossen werden. Sollten Medikamente regelmäßig eingenommen werden, ist es auf jeden Fall ratsam zu prüfen, ob eine Wechselwirkung eintreten kann.

Vorsicht bei Anwendung der Hühneraugenpflaster

Grundsätzlich sollten bei Kindern unter 12 Jahre (Kleinkinder und Babys) keine Pflaster mit hornhautlösendem Mittel angewendet werden, da die Haut noch sehr sensibel ist. Für Muttermale sind sie ebenfalls ungeeignet. Bei Verletzungen oder Hautentzündungen empfiehlt es sich die Heilung abzuwarten bevor das Hühneraugenpflaster genutzt wird, um eine zusätzliche Reizung zu vermeiden.

Schwangere und stillende Frauen reagieren in der Regel auf die enthaltenen Wirkstoffe sehr sensibel, deshalb muss die Anwendung mit dem behandelten Art abgesprochen werden. Dies trifft im Übrigen auch auf Menschen zu, die an Diabetes mellitung erkrankt sind. Wegen der schlechteren Wundheilung müssen eventuelle Nebenwirkungen in jedem Einzelfall abgeklärt werden.

Fazit: Das Hühneraugenpflaster mit Schaumstoff ist in der Anwendung unbedenklich, schafft aber nur Erleichterung und beseitigt nicht die Ursache. Die hornhautlösenden Mittel bekämpfen zwar die Ursache, sind aber nicht für jeden Fall geeignet und sollten deshalb nur nach genauer Prüfung verwendet werden.
Hühneraugen – Ursachen und Tipps zum entfernen
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