Haarverpflanzung – Kosten und Erfahrungen

Viele Menschen, und nicht unbedingt immer bloß Männer, leiden unter Haarausfall, den nichts zu stoppen scheint. Jedoch ist es in der Tat so, dass 2/3 der Männer auf Grund ihrer Gene Haarausfall und 1/3 davon sogar eine komplette Glatze bekommen.

Vorgeschichten und Voraussetzungen

So interessieren sich auch immer mehr Personen für eine Behandlung, die sehr Erfolgversprechend ist – die Haarverpflanzung. In vielen Zentren und medizinischen Einrichtungen werden diese Verfahren inzwischen angewandt. Die Betroffenen erhoffen sich von diesem Schritt alles, meistens hatten sie vorher einen erheblichen Leidensdruck, haben alles mögliche und windige ausprobiert und so kommt ihnen dieses Verfahren vor wie der letzte Strohhalm, an dem sie sich festklammern.

Vertrauen und Kosten der Behandlung

Jedoch ist es leider noch immer so, dass diese Methoden inzwischen sehr weit verbreitet sind und sie wirklich schon viele Menschen in Anspruch nehmen. Allerdings zählt diese Behandlung als eine Ästhetische, für die die Krankenkassen keine Kosten übernehmen. Außer, es kann festgestellt werden, dass der Haarausfall für den Betroffenen so belastend ist, dass er in eine Depression abzurutschen droht, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kassen das Verfahren finanzieren, wesentlich höher.

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Wir sprechen hier von Kosten, die sich zusammen setzen aus den Punkten Anzahl der zu verpflanzenden Haaren, Methoden der Haarverpflanzung und dem Zustand und der Menge des noch bestehenden Resthaares. So können auf den Patienten Kosten von 2000 € und je nach Arbeitsaufwand bis zu 17.500 € zu kommen.

Die Ergebnisse

Eine Investition, die sich auszahlt, wenn dadurch bei dem Patienten eine viel höhere Lebensqualität erreicht werden kann und er oder sie wieder zu seinem alten Selbstbewusstsein zurück findet. Und man sollte Abstand von sogenannten „Schnäppchen“ nehmen, die den Patienten viel versprechen und es in den aller meisten Fällen durch Pfusch nur noch schlimmer, und am Ende für den Patienten nur noch teurer wird, wenn der entstandene Pfusch vor einer richtigen Verpflanzung zunächst noch behoben werden muss.

Aber man kann sagen, dass, wenn man sich in Vertrauenswürdige Hände begibt, man ausreichend informiert wird, und keine Fragen mehr offen bleiben, einer Verbesserung der Lebensqualität nichts mehr im Wege steht.

Was ist eine Eigenhaarverpflanzung?

In den meisten Fällen verlieren die älteren Männer einen Teil ihrer Kopfhaare oder bekommen sogar eine Glatze. Auch jungen Menschen können von einem Haarausfall betroffen sein, da die Haarwurzeln an bestimmten Stellen absterben. Bei einigen Männern wird das Selbstbewusstsein gestört und andere Herren sehen ihr persönliches Erscheinungsbild beeinträchtigt. Mit verschiedenen Mitteln kann dem Prozess etwas entgegengewirkt werden.

Die Eigenhaarverpflanzung

Eine Eigenhaarverpflanzung ist für Personen interessant, welche noch über einen gewissen Anteil von eigenen Haaren verfügen. Im hinteren Bereich gibt es keine Erbinformation für eine Glatzenbildung. In diesem Bereich wachsen die Haare weiter und die Wurzeln sind intakt. Diese Haare werden von einem Arzt samt Wurzel entfernt und an einer Stelle eingepflanzt, wo die Haare weniger geworden oder ganz verschwunden sind.

Besonders die sogenannten Geheimratsecken können auf diesem Weg beseitigt werden. Nach der Verpflanzung wachsen die Haare weiter und die Männer können sich über die neue Haarpracht freuen. Die verpflanzten Haare wachsen ein Leben lang, sofern die neben dem Haar lebenden Stammzellen ebenfalls mit verpflanzt wurden. Die Haare wachsen in einem Monat etwa um einen Zentimeter. Nach einer gewissen Zeit ist also wieder ein Friseurbesuch erforderlich.

Die Krankenkasse zahlt nicht

Diese Art der Behandlung wird nicht von der Krankenkasse übernommen, da es sich um keine medizinisch notwendige Operation handelt. Den betroffenen Männern geht es lediglich um eine ästhetische Veränderung und muss deshalb aus der eigenen Tasche finanziert werden.

Bei einer Haartransplantation sind verschiedene Methoden möglich. Eine Eigenhaartransplantation kommt nur für Männer infrage, welche unter einen hormonell bedingten Haarausfall leiden. Unter dieser Art des Verlustes der Haare sind in den meisten Fällen die Männer betroffen. In Einzelfällen kann dieses Problem auch bei Frauen auftreten.

Besonders wichtig ist eine derartige Behandlung für Leute, welche in der Öffentlichkeit stehen. Bei einer bekannten Person wurde weniger über das Fußballspiel diskutiert, als über die neue Haarpracht des Trainers.

Die „EIN-HAAR Verpflanzung“

Von der androgenetischen Alopezie sind weltweit 60 Prozent aller Männer betroffen. Die Ursache ist in der negativen Einflussnahme der männlichen Hormone auf die Haarwurzeln zu sehen. Die Zellen stellen ihre Arbeit ein und verkümmern. Das Ergebnis sehen die Männer daran, indem die Haare auf ihrem Kopf immer weniger werden.

Eine besonders aufwendige und teure Methode ist die „EIN-HAAR Verpflanzung“. Hier werden nicht größere Teile der Kopfhaut auf einmal verpflanzt sondern jedes Haar wird einzeln an die neue Stelle gesetzt. Diese Art der Verpflanzung ist besonders schonend und auch das Haarbild kann individueller dem Kundenwunsch angepasst werden. Nach der Operation kann auch eine Haarverlängerung durchgeführt werden und niemanden wird die kleine Schummelei auffallen.

Immer mehr Menschen kennen dieses Problem: Möglicherweise werden bereits in jungen Jahren kahle Stellen oder die sogenannten „Geheimratsecken“ sichtbar. Moderne Verfahren der Haartransplantation können hier auf verschiedenste Art und Weise Abhilfe schaffen.

Transplantation von Hautstreifen oder auch Lappentechnik

Diese Methode war lange Zeit die in Deutschland bekannteste Art, Haare zu verpflanzen. Hierbei wird dem Patienten ein behaarter Hautstreifen aus dem Haarkranz transplantiert, und dieser zergliedert. Die Gliederung in mittlere und kleinere Hautteile mit Haarwurzeln ermöglicht das Einsetzen dieser behaarten Hautinseln in die zuvor präparierten Gebiete der Kopfhaut.

Diese Behandlung erfolgt zumeist sitzend in lokaler Betäubung und nimmt ca. drei bis maximal neun Stunden in Anspruch. Ein Großteil dieser Zeit dient der Vorbereitung der Kopfhaut. Es gibt aber mehrere Gründe, warum diese Methode in Deutschland kaum noch angewendet wird. Neben dem abrupten und somit auffälligen Übergang von stark behaarter zu dünn behaarter Kopfhaut, besteht ebenso die Gefahr der Narbenbildung.

Streifenentnahme & einsetzen follikularer Einheiten

Vorteilhaftere Ergebnisse werden heutzutage mit der „MMG-Methode“ erzielt. Vom Prinzip her ähnelt sie der Transplantation von Hautstreifen bzw. der Lappentechnik, jedoch werden wesentlich kleinere Hautinseln verwendet. Sogenannte Mini- oder Micrografts sind in etwa streichholzgroße Kopfhautsegmente, die nur minimal mit Haaren bewachsen sind. Insbesondere mit sogenannten „Follicular Units“ werden sehr gute Ergebnisse erzielt.

Einheiten aus wenigen Haaren, die direkt nebeneinander auf der Kopfhaut wachsen, werden unter örtlicher Betäubung streifenweise aus der hinteren Kopfhaut entnommen und somit als Transplantate gewonnen. Der Operateur bearbeitet diese anschließend unter dem Mikroskop und verpflanzt sie in die vorhandenen Kahlflächen. 

Follicular Unit Extraction oder auch Punkttechnik

Eine deutlich teurere, aber auch modernere und effektivere Methode ist die Entnahme einzelner Haarwurzel-Einheiten aus der Kopfhaut. Hierbei entstehen anstatt längeren Narbenbahnen ausschließlich winzige, kaum sichtbare Punktnarben. Einzelne Haare werden mitsamt der Wurzel entnommen und an anderer Stelle wieder eingesetzt.

Dieses geschieht wiederum unter örtlicher Betäubung, da es sich um ein sehr zeitintensives Unterfangen handelt. Gefahren hierbei bilden zum einen die Beschädigung der Haarwurzel, oder aber die vorhandenen Strapazen für den Patienten, da sich dieser Eingriff mitunter über mehrere Tage ziehen kann. Bei lockigem Haar ist diese Methode hingegen nicht zu empfehlen.Festgehalten werden kann, dass jeder einzelne Patient auch eine individuelle Beratung durch einen Spezialisten durchlaufen sollte.

Nicht jede modernste oder aufwändigste Technik ist immer auch die beste für den Einzelnen. Achten sollte man auf gut ausgebildetes, seriöses Personal mit chirurgischer Ausbildung und wenn möglich einer Spezialisierung und Weiterbildung auf und im Bereich Haartransplantation, einer Mitgliedschaft in einer anerkannten Vereinigung – und vor allem einer langjährige Erfahrung.

Die Risiken einer Haartransplantation

Für die Haartransplantation werden heut zu Tage viele unterschiedliche Methoden eingesetzt. Dies Auswahl dieser ist abhängig vom behandelndem Chirurgen und dessen Erfahrungen, jedoch gibt es für jeden Haartyp das Richtige.

Jeder dieser Methoden wird allerdings unter lokaler Betäubung durchgeführt, die Nachbehandlung erfolgt mit Medikamenten, es entstehen Wunden auf der Kopfhaut und auch ästhetisch birgt dieser Eingriff einiges an Risiken. In der Regel verlaufen Haartransplantationen komplikationslos, aber in Einzelfällen waren immer wieder gesundheitliche und ästhetische negative Verlaufsformen zu beobachten.

Ästhetische Risiken

Schon während des Eingriffs können dem behandelnden Arzt grobe Fehler unterlaufen, die meist auf mangelnde Erfahrung zurück zu führen sind. So kann es passieren, dass er den Haaransatz viel zu buschig präpariert. Dazu kommt meist noch, dass der Ansatz wie mit dem Lineal gezogen aussieht.

Außerdem kann der Haaransatz viel zu tief in die Stirn gezogen werden, was betroffene als sehr peinlich empfinden. Aber auch durch das Einpflanzen viel zu großer Drafts können ästhetische Fehler passieren. Dadurch wachsen nämlich die Haare in büscheln, was dann einer Klobürste sehr ähnelt. Der selbe Effekt tritt auf, wenn der Chirurg nicht die Wuchsrichtung der Follikel beachtet, weshalb die Haare wild kreuz und quer wachsen.

Beim Einpflanzen zu vieler Drafts in einer Sitzung kann es passieren, dass das Gewebe in diesen Bereichen vernarbt, was leider auch mit einer vollen Haarpracht oft schwer zu überdecken ist. Im späteren Verlauf besteht die Möglichkeit, dass die Drafts abgestoßen oder heraus gedrückt werden. Diese Schönheitsfehler sind es, die immer weitere Eingriffe erforderlich machen, dabei bestehen auch gesundheitlich erhebliche Risiken. 

Gesundheitliche Risiken

Noch bevor der Arzt das Skalpell ansetzt setzten wir uns erheblichen gesundheitlichen Risiken aus. Denn schon das injizieren des Lokalanästhetikums birgt Risiken. Die Spritze selbst kann von Abszessen bis hin zu Hämatomen eine kleine Reihe von Komplikationen verursachen, die in den meisten Fällen einer Therapie bedarf. Aber auch das Lokalanästhetikum per se kann Beschwerden von allergischen Reaktionen bis hin zur Beeinflussung des ZNS verursachen.

Wie bei jeder anderer offenen Wunde können auch an der Kopfhaut Bakterien ins Innere dringen, wo sie sich vermehren und Infektionen verursachen können. Das zur weiterführenden Therapie einzunehmende Medikament Finasterid kann außerdem zu einer Minderung der Libido sowie zu Schmerzen in den Hoden führen.

Die Haarverpflanzung bei Frauen

Das Haar spiegelt oft den Gesundheitsstatus eines Menschen wieder. Schönes, gesundes und kräftiges Haar ist zudem ein Schönheitsideal. Leider gibt es gesundheitlich und auch erblich einige Faktoren, die dafür sorgen können, dass das eigene Haar nicht mehr wächst. Um dem entgegenzuwirken, gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Möglichkeiten. Eine der effektiveren Möglichkeiten ist sie Haarverpflanzung oder auch Haartransplantation.

Mögliche Ursachen für Haarausfall bei Frauen

Gerade bei Frauen wirken sich viele Dinge direkt auf die Gesundheit der Haare aus. Zu viel Stress, falsche Ernährung und hormonelle Schwankungen sorgen häufen für unangenehmen Haarausfall. Auch kaputte Haare fallen schneller aus, als gesunde. Da vor allem bei Frauen das Haar mit für ein gesundes Selbstbewusstsein verantwortlich ist, lohnt es sich, etwas gegen Haarausfall zu unternehmen.

Untersuchung der Ursachen

Besonders wichtig ist es, vor der Wahl einer Behandlungsmethode, die möglichen Ursachen für den Haarausfall zu untersuchen. Oft reicht ein Blutbild schon aus. Wenn dem Haarausfall dann mit alltäglichen Mitteln nicht mehr entgegengewirkt werden kann, kann unter anderem über die Durchführung einer Haarverpflanzung nachgedacht werden. 

Die Haartransplantation

Auch wenn es mehrere Verschiedene Arten der Haarverpflanzung gibt, so ist vor allem darauf zu achten, dass die gewählte Art für andere nicht sichtbar ist. Die normale Methode ist zum Beispiel so aufgebaut, dass ein intaktes Gebilde der Haare aus dem Haar vom Hinterkopf, wo es beinahe nie zum Haarausfall kommt, entnommen werden und anschließend die Haarwurzeln auf die kahlen Stellen verpflanzt.

Da das Haar genetisch dazu in der Lage ist, seine Informationen zu speichern, wächst es nach der Verpflanzung an der neuen Stelle ganz normal nach. Und dies über einen sehr langen Zeitraum. Diese Methode ist für Außenstehende nicht sichtbar.

Generell bietet eine Haarverpflanzung bei Frauen den Vorteil, dass auf Grund der Tatsache, dass bei Frauen, Haarausfall in der Regel nicht zu einer Vollglatze führt, eine höhere Haardichte erreicht werden kann, als beim Mann. Wichtig ist immer, eine Klinik aufzusuchen, die über ein kompetentes Team verfügt. Anhand der Erfahrung der Ärzte ist zu sehen, ob die dort angebotene Methode Erfolg verspricht.

Video: Haarverpflanzung Erfahrungen – Haartransplantation Vorher Nachher 7 Monate

Haarverpflanzung – Kosten und Erfahrungen
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Autor: Robert Milan

Der Autor ist seit dem Jahr 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.

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