Haarausfall bei Frauen

Haarausfall bei Frauen ist ein besonderes Thema. Von Frauen erwartet man, dass sie schön sind. Dass Männer manchmal schon in jungen Jahren eine Glatze entwickeln, ist bekannt – aber Frauen mit starkem Haarausfall sieht man mitleidig an. Sie versuchen, ihre immer dünner werdenden Härchen so zu frisieren, dass sie keine Kahlstellen erkennen lassen. Dies gelingt aber am Ende kaum noch. Massiver Haarausfall kann auch bei Frauen zu einer Halbglatze mit Restflaum führen.

Vergiftungen als Grund

Frauen und Haarausfall, das ist ein Drama für sich. Haare dienen hier ganz besonders der Selbstdefinition. Daher tragen praktisch alle Frauen, die ihre Haarpracht durch eine Krebserkrankung verlieren, eine Perücke, einen Turban oder ein Kopftuch. Männer hingegen können zum Kahlkopf stehen. Haarausfall bei Frauen kann durch eine Chemotherapie entstehen. Diese muss man zu den Vergiftungen zählen.

Auch andere Vergiftungen z.B. mit toxischen Zahnmaterialien bzw. Schwermetallen kommen in Frage. Mit Pech erleidet man nach dem Genuss von Erdbeertorte Haarausfall – denn Erdbeeren sind oftmals über die Maßen mit Pestiziden belastet. Bestimmte Medikamente oder harte Drogen begünstigen ebenfalls Haarausfall bei Frauen.

Unser Lesetipp: Shampoo ohne Silikone

Hormonell bedingt

Oftmals schiebt man die ausfallenden Haare aber auf hormonelle Faktoren. Einige Frauen verlieren bereits in jungen Jahren aufgrund hormoneller Dysbalancen ihre Haare, andere erst nach den Wechseljahren. Dann kann das Haar sogar massiv ausfallen. Besonders bei Damen mit wenigen dünnen Haaren ist das Ergebnis trauervoll. Eine Perücke zu tragen, ist aber für viele Frauen keine Option.

Es kann psychisch belasten, nicht mit einem vollen Haarschopf beschenkt zu sein. Ein anderes belastendes Problem ist der kreisrunde Haarausfall. Er taucht meist plötzlich auf und verschwindet oft plötzlich wieder. Ob er auf eine Vergiftung, ein seelisches Trauma, hormonelle Probleme oder langfristige Fehlernährung zurückzuführen war, ist meist nicht Gegenstand der Untersuchung.

Stress und Belastungen

Das Thema Frauen und Haarausfall auf die Psyche zu reduzieren, ist nicht fair. Frauen verarbeiten Stress oft bewusster oder setzen sich stressigen Faktoren gar nicht erst aus. Frauen sind im Konkurrenzkampf nur selten die, die sich mit harten Bandagen gegen andere durchsetzen. Genau darin liegt aber oft ihr stilles Leiden.

Dauerhafter Stress und seelische Belastungen können zum Haarausfall bei Frauen führen. Dazu addiert sich eine ungesunde Lebensweise mit weitgehend Säure bildender Kost. Bei ausreichender Dauer solcher Ernährung fehlen dem Organismus wichtige Vitalstoffe. Er kann die optimale Versorgung der Kopfhaut nicht mehr gewährleisten.

Gestresste Frauen und Haarausfall führen unweigerlich zu höhnischen Kommentaren. Die Krux ist, dass Hormonausschüttung und weibliche Psyche eng zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen. Man darf annehmen, dass der weibliche Haarausfall meist multifaktoriell bedingt ist. Genau deshalb ist er in seinen Ursachen schwer zu ermitteln. In den meisten Fällen wird man den Haarausfall bei Frauen als naturgegeben abtun. Sofern keine Hormonstörung als Ursache ermittelt werden kann, bleiben die Frauen sich selbst überlassen.

Stand der Forschung: Genetik und Ernährung

Um das Thema Frauen und Haarausfall wichtiger zu nehmen, bedarf es weiterer Anstrengungen. Mit interdisziplinären Ansätzen könnte die Medizin verbesserte Therapien entwickeln. Insbesondere die wenig beachtete Ernährungsmedizin ist gefragt. Lebensmittel enthalten immer weniger Vitalstoffe. Man setzt ihnen Füllstoffe, synthetische Aromen, Vitamine und Farbstoffe zu. Die zunehmend industrielle Produktion sorgt dafür, dass Fleisch neben Pestiziden auch Antibiotika und Stresshormone enthält. Der Haarausfall bei Frauen kann davon kaum unberührt bleiben.

Frauen, die viel Fleisch verzehren, sind für Haarausfall prädestiniert. Sicher spielen auch genetische Veranlagungen eine Rolle. Bekannt ist auch, dass es in der Menopause zu vermehrtem Haarausfall bei Frauen kommt. Ob dies im einzelnen nur hormonelle Ursachen hat oder auch einer zunehmenden Übersäuerung und Verschlackung des Körpers zuzuschreiben ist, muss untersucht werden. Inwieweit die Antibabypille für weiblichen Haarausfall verantwortlich gemacht werden kann, ist noch unklar. Kaffee, Nikotin, Kantinen- und Fertiggerichte können einen Körper auf Dauer auslaugen.

Dazu addiert sich bei Frauen oft die jahrelange Doppelbelastung zwischen Beruf und Familie. Dem Thema “Frauen und Haarausfall” mehr Aufmerksamkeit zu widmen, heißt auch, die Lebenssituation und Ernährungsweise von Frauen jeden Alters zum Thema zu machen. Auch wer viele Kochbücher mit gesunden Gerichten im Regal stehen hat, ernährt sich nicht notwendigerweise regelmäßig gesund.

Video: Haarausfall bei Frauen – Was kann Frau dagegen tun?

Fazit

Der Komplex Frauen und Haarausfall berührt also viele Themenbereiche. Summa summarum können eine ungeeignete Lebensweise, eine unzureichend vitalstoffreiche Ernährung und hormonelle Gründe wohl nicht voneinander getrennt werden. Da Frauen heutzutage immer öfter an Haarausfall leiden, muss unsere moderne Lebensweise sich von der früherer Tage gravierend unterscheiden. Der Gesamtorganismus ist dadurch aus der Balance geraten.

Der Haarausfall ist nur ein Symptom dafür. Da er aber nicht als Krankheit angesehen wird, bemüht sich nur die Kosmetikindustrie, den Betroffenen Therapien zu empfehlen. Ob sie die Erfolge halten, die sie versprechen, steht auf einem anderen Blatt.

Haarausfall bei Frauen
5 (100%) 1 vote
Ähnliche Suchanfragen:

Autor: Robert Milan

Der Autor ist seit dem Jahr 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.

Ähnlich interessante Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Close