Grippewelle 2016 – Das sollten Sie jetzt wissen!

Grippewelle 2015 - Was sind Symptome und mögliche Gegenmaßnahmen?
Grippewelle 2015 – Was sind Symptome und mögliche Gegenmaßnahmen?

Die aktuelle Grippewelle rollt durch Deutschland und sorgt für erste Engpässe bei den Behandlungen. Mit mehr als 18.000 registrierten Fällen dieser Grippesaison sind bereits viele Kliniken überfüllt und an der Grenze der medizinischen Versorgung angelangt.

Am schlimmsten ist derzeit der Süden der Republik mit Bayern betroffen. Die Zahl der von der Influenza Betroffenen hat sich zum Vorjahr fast versiebenfacht(!). Aber auch im Norden, besonders in den Ballungsräumen Hannover, Oldenburg, Osnabrück und Braunschweig sind die Kliniken bereits voll.

Falls Sie bisher noch nicht von der Grippewelle  erfasst sein sollten, haben wir ein paar Informationen zusammengetragen die Sie jetzt wissen sollten:

Grippe Symptome

Die Grippe, in der Medizin auch Influenza genannt, ist eine Viruserkrankung, die unterschiedlich verlaufen kann. Dabei ist ein milder Verlauf ebenso möglich, wie auch ein gefährlicher und lebensbedrohlicher Verlauf.

Anfangs ähneln die Grippesymptome den Anzeichen eines grippalen Infektes bzw. einer Erkältung, denn auch für eine Erkältung sind mehrheitlich Viren verantwortlich. Die Unterschiede zeigen sich lediglich im Verlauf sowie in der Schwere der Erkrankung.

Grippe Anzeichen – Inkubationszeit und Ansteckung

Für die echte Grippe ist ein heftiger und plötzlicher Beginn sehr typisch. Sobald die Grippeviren übertragen wurden, dauert es nicht lange, bis sich der Betroffene deutlich krank fühlt. Dabei beträgt die Inkubationszeit von der Grippe nur wenigen Stunden bis drei Tage. Bereits nach der Ansteckung mit dem Virus und bevor die ersten Grippesymptome auftreten, ist der Betroffene ansteckend. Die Ansteckungsgefahr besteht nach dem Ausbruch der Grippe noch etwa drei bis fünf Tage.

Symptome einer Grippe

Die Symptome einer Grippe sind dadurch gekennzeichnet, dass unterschiedliche Symptome gleichzeitig und auch intensiver auftreten als bei einer normalen Erkältung. Dabei sind Anzeichen einer Grippe

  • hohes Fieber
  • Husten (häufig trocken) und / oder auch Schmerzen (Kopf- und Gliederschmerzen)
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit (gelegentlich)
  • Niedergeschlagenheit
  • Halsschmerzen und Schluckbeschwerden
  • Augenbrennen
  • Lichtempfindlichkeit

In der Regel sind die Grippe Anzeichen sehr hohes Fieber von mehr als 39 Grad Celsius über mehrere Tage. Darüber hinaus können weitere Grippe Symptome, wie zum Beispiel Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Rücken- und Muskelschmerzen sowie Luftnot und massive Erschöpfung auftreten.

Durch die Grippe ist der Zustand des Betroffenen stark geschwächt, sodass die Bakterien ein sehr leichtes Spiel haben. Aus diesem Grund können bei einer Virusgrippe auch gleichzeitig bakterielle Infektionen entstehen, sodass sich die Beschwerden noch zusätzlich verstärken. Beispielsweise kann es bei einer Grippe zu Entzündungen des Nervensystems kommen. Zudem kann die Grippe zu einer Lungenentzündung führen.

Dauer und Verlauf der Grippewelle

Im Allgemeinen verläuft eine unkomplizierte Grippe über ein bis zwei Wochen. Im Vergleich zu der Gesamtzahl der Influenzafälle, ist der Anteil der schwer oder tödlich verlaufenden Grippe gering. Allerdings kann die Grippe vor allem bei Kleinkindern oder älteren Menschen, die ein geschwächtes Immunsystem besitzen, tödlich enden. Aus diesem Grund ist eine Grippeerkrankung nicht als harmlos anzusehen.

Therapie

Bei virusbedingten Erkrankungen ist ein Antibiotikum wirkungslos. Aus diesem Grund kommen zur Grippetherapie die sogenannten Virostatika zum Einsatz, die gegen die Erreger wirken. Zudem können die Anzeichen einer Grippe zusätzlich mit unterschiedlichen Hausmitteln, wie zum Beispiel heißer Tee, Inhalieren, Gurgeln, fiebersenkende und schmerzlindernde Mittel und Bettruhe behandelt werden. Treten Grippe Symptome auf, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Inkubationszeit und Dauer einer Grippe

Für eine klassische Grippe sind Viren die Ursachen. Von denen, die beim Menschen eine Erkrankung hervorrufen können, gibt es zwei grundlegende Typen, A und B. Sie unterscheiden sich in ihrem genetischen Material. Influenza A kann moderate bis schwere Krankheitsverläufe über alle Altersgruppen zur Folge haben und die Dauer einer Grippe verlängern, Typ B eher mildere Ausprägungen, und dies häufiger bei Kindern.

Die Inkubationszeit bei Grippe beträgt in der Regel zwei Tage. Mit Grippe Inkubationszeit ist die Zeit gemeint, die nach der Infektion mit den Influenzaviren folgt und in der sich die Viren vermehren. Weitergegeben wird die Grippe durch Tröpfchenübertragung aus dem Atemtrakt einer bereits infizierten Person. Die Grippe Inkubationszeit kann auch variieren und zwischen einem und vier Tagen liegen. Ausnahme: Bei der Schweinegrippe geht man von zwei bis fünf Tagen Inkubationszeit aus.

Die Dauer einer Grippe richtet sich auch nach der Art und Schwere der Symptome. Typische Symptome sind das plötzliche Auftreten von hohem Fieber, Muskelschmerzen, Heiserkeit und Husten. Zur Begleitsymptomatik gehören Kopfschmerzen, eine laufende Nase, Augenschmerzen und Lichtempfindlichkeit.

Grippaler Infekt oder Influenza?

Viele Leute verwechseln einen grippalen Infekt – oft als „Grippe“ bezeichnet – mit einer manifesten Influenza, einer weitaus ernsthafteren Erkrankung, die jährlich etliche Krankenhauseinweisungen und auch Todesfälle nach sich zieht. Auch die Symptomatik und Dauer einer richtigen saisonalen Grippe sind in den meisten Fällen deutlich ausgeprägter.

Die Risiken für Komplikationen, Hospitalisierung und Todesfälle steigen für Personen ab 65 Jahren. Jenen wird deshalb auch angeraten, sich alljährlich prophylaktisch gegen die Grippe impfen zu lassen. Der Impfschutz baut sich innerhalb von zwei Wochen nach Verabreichung auf und ist dann vollständig vorhanden. Allerdings gilt es, die Impfung jedes Jahr zu wiederholen, da die Viren mutieren und daher neue Impfstoffe entwickelt werden müssen.

Grippe Impfung - Sinn oder Unsinn?
Grippe Impfung – Sinn oder Unsinn?

Prophylaxe durch Grippeimpfung

Eine Grippeschutzimpfung bietet den besten Schutz vor einer Influenza und deren Komplikationen. Daneben gibt es zusätzliche Möglichkeiten, eine Ansteckung mit Grippeviren zu verhindern:

  1. Beim Husten oder Niesen den Mund bzw. die Nase mit einem Papiertaschentuch abdecken.
  2. Häufig die Hände mit Seife und Wasser oder einem Desinfektionsmittel säubern.
  3. Sich von bereits erkrankten Personen so weit möglich fernhalten.
  4. Bei Erkrankung von der Abriet oder Schule für die Dauer einer Grippe fern bleiben, um andere nicht anzustecken
  5. Nach der Inkubationszeit bei Grippe sind die Symptome am stärksten; besonders in dieser Zeit den Kontakt zu anderen meiden.

Grippe Symptome bei Kindern

Die Grippe ist bei Kindern eine sehr häufige und sehr ansteckende Infektionskrankheit der oberen Luftwege. Verursacht wird die Krankheit durch Influenza-Viren (Grippe-Viren), die durch Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen übertragen wird.

Es gibt verschiedene Grippe Symptome bei Kindern

Je nach Alter der Kinder und je nach der Schwere der Infektion kann eine Grippe mit unterschiedlichen Krankheitssymptomen einhergehen. Die häufigsten Anzeichen einer Grippe bei Kindern sind:

  • Fieber bis zu 40 Grad
  • Übelkeit und Erbreche
  • Bauchschmerzen und Durchfall
  • Laufende Nase
  • Hals- und Rachenschmerzen
  • Mittelohrentzündung
  • Trockener Husten
  • Schüttelfrost
  • Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit
  • Schwächegefühl

Größere Kinder klagen auch oftmals über Kopfschmerzen und Glieder- und Gelenkschmerzen.

Komplikationen, die bei einer Grippeinfektion auftreten können

Kleine Kinder bekommen allgemein bei Erkrankungen sehr häufig Fieber. Eine Grippe kann teilweise sehr hohes Fieber bis zu 40 Grad hervorrufen. Dabei kann es zu Fieberkrämpfen kommen. Fieberkrämpfe sollten in jedem Fall ärztlich behandelt werden. Bei einem länger anhaltenden Krampf sollte der Notarzt gerufen werden. In einigen Fällen kann eine Grippeerkrankung bei Kindern auch eine Hirnhautentzündung auslösen.

Dabei kommt es neben den herkömmlichen Anzeichen einer Grippe bei Kindern zu extremer Müdigkeit, einhergehend mit Übelkeit und Erbrechen und einem steifen Hals. Beim Auftreten dieser Symptome ist eine ärztliche Abklärung unerlässlich, da eine Hirnhautentzündung schnell fortschreitet und schwerste Komplikationen hervorrufen kann. Eine weitere Komplikation kann eine Lungenentzündung sein. Hierbei kommt es zu sehr hohem Fieber, sowie Atemproblemen und einer schnellen Herzfrequenz. Auch eine Lungenentzündung muss möglichst schnell ärztlich behandelt werden.

Es gibt verschiedene Grippeviren

Grippeviren verändern häufig ihre äußere Form und ihre Eigenschaften. Daher gibt es gegen Grippe keine Immunität und gerade Kinder können sich immer wieder neu anstecken. Auch die Anzeichen einer Grippe bei Kindern können immer wieder unterschiedlich sein. Einige Grippeviren können über die häufigsten Symptome hinaus Bronchitis oder Pseudo-Krupp auslösen.

Grippe Symptome bei Kindern – ein Grund den Kinderarzt aufzusuchen?

Grippe ist eine Virusinfektion. Deshalb wirken Antibiotika gegen die herkömmlichen Krankheitssymptome nicht. Bei einer einfachen Infektion reicht eine Behandlung mit einem Virustatikum aus. Sofern jedoch zusätzlich eine bakterielle Infektion auftritt wird eine Behandlung mit Antibiotika notwendig. Um eventuelle Komplikationen auszuschließen oder rechtzeitig zu erkennen, sollte gerade mit kleineren Kindern bei den ersten Krankheitsanzeichen der Kinderarzt aufgesucht werden. Zuhause sollte auf Bettruhe und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.

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