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Grippesymptome rechtzeitig erkennen und behandeln

Grippesymptome - Grippe oder Erkältung?

Grippe oder Erkältung? Diese Frage stellen sich viele Menschen, wenn sie unter Husten, Schnupfen und Heiserkeit leiden. Beide Erkrankungen können  durch Viren verursacht werden, eine Erkältung kann aber zusätzlich durch Bakterien ausgelöst werden. Die größten Unterschiede zwischen Grippe und Erkältung finden sich deshalb in der Dauer, der Schwere und dem Verlauf der Erkrankung.

Hinzu kommt, dass sich die Grippe nicht lange im Voraus ankündigt. Stattdessen tritt die Erkrankung sehr plötzlich auf. Von der Ansteckung bis zu dem Zeitpunkt, an dem die ersten Anzeichen auftreten, vergehen oft nur wenige Stunden oder Tage. Bei Erkältungen dauert es meist etwas länger, bis diese ausbrechen und sie kündigen sich oft im Vorfeld an.

Durch welche Symptome wird die Grippe gekennzeichnet?

Wer nun herausfinden will, ob er eine Grippe oder nur eine Erkältung hat, der muss sich die Anzeichen genauer ansehen. Denn Grippesymptome und Anzeichen einer Erkältung können sich sehr stark ähneln. Nur die Intensität der Symptome ist meist bei der Grippe stärker ausgeprägt. Typische Grippesymptome sind dabei:

  • hohes Fieber, auch über mehrere Tage hinweg,
  • Schüttelfrost,
  • Müdigkeit,
  • Abgeschlagenheit,
  • Allgemeines Schwäche- / Krankheitsgefühl,
  • Muskel- und Gliederschmerzen,
  • Kopfschmerzen,
  • Augenbrennen,
  • verstärkte Lichtempfindlichkeit,
  • Halsschmerzen / Schluckbeschwerden,
  • trockener Husten und
  • selten Übelkeit.

Wie wird der Virus übertragen?

Der Grippevirus wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Sobald man also niest oder hustet, schleudert man Grippeviren in die Luft, die sofort andere Personen befallen können.

Wie lange ist man ansteckend?

Die Ansteckungsgefahr beginnt schon, bevor die Erkrankung überhaupt ausgebrochen ist. Bis zum Ausbruch dauert es etwa ein bis zwei Tage. Während dieser Zeit und innerhalb einer Woche nach dem Ausbruch der Grippe bleiben Patienten ansteckend.

Wer ist besonders gefährdet?

Die Grippe kann jeden Menschen befallen, da eine Immunität aufgrund der sich ständig verändernden Viren nicht erreicht werden kann. Besonders gefährdet sind jedoch Babys und Kleinkinder, deren Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist. Schwangere und Stillende sind ebenfalls gefährdet.

Gleiches gilt für ältere Menschen, deren Immunsystem mit zunehmendem Alter schwächer wird. Sie gehören zu den Risikogruppen der Grippe. Außerdem sind Patienten mit einer chronischen Erkrankung oder einer Immunschwäche verstärkt gefährdet. Gleiches gilt für Personen, die viel Kontakt zu anderen Menschen haben, sowie medizinisches Personal.

Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?

Jeder sollte sich gegen die Grippe impfen lassen, da nur so einer Erkrankung vorgebeugt werden kann, bzw. diese milder verläuft, wenn ein Impfschutz besteht. Speziell diejenigen Personengruppen, die besonders gefährdet sind, sollten aber in jedem Fall eine Grippeschutzimpfung nutzen.

Warum muss die Grippe-Impfung wiederholt werden?

Die Grippe-Impfung muss jedes Jahr wiederholt werden. Grund dafür ist, dass sich die Grippeviren permanent verändern und der neue Impfstoff immer die neuesten bekannten Grippeviren zu bekämpfen vermag.

Wie funktioniert die Grippe-Impfung?

Die Grippe-Impfung kann mit Lebend- oder Tot-Impfstoffen erfolgen. Dafür werden abgeschwächte oder abgetötete Virenbestandteile injiziert. Diese sorgen dafür, dass das Immunsystem eine Reaktion auf die Viren in Gang setzt, sprich Antikörper ausbildet. Etwa sieben bis 14 Tage nach der Impfung ist der Antikörper-Gehalt im Körper ausreichend hoch. Sofern jetzt eine Infektion mit Grippeviren erfolgt, können die Antikörper die Viren sofort bekämpfen.

Kann die Impfung auch in der Schwangerschaft durchgeführt werden?

Auch in der Schwangerschaft ist die Grippe-Impfung sinnvoll. Sie sollte regelmäßig ab der Schwangerschaftswoche erfolgen. In einigen Fällen, etwa wenn die Schwangere aufgrund einer Grunderkrankung zu den Risikogruppen zählt, kann die Grippe-Impfung bereits ab der Empfängnis erfolgen. Allerdings ist hier Rücksprache mit dem Arzt zu halten, ob ein Lebend- oder Tot-Impfstoff verwendet wird.

Gibt es Nebenwirkungen bei der Grippe-Impfung und wenn ja, welche?

Im Allgemeinen ist die Grippe-Impfung sehr gut verträglich. Es kann in seltenen Fällen aber zu Nebenwirkungen kommen. Typische Nebenwirkungen hierbei sind:

  • Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle
  • Kopfschmerzen
  • Erhöhung der Temperatur
  • Krankheitsgefühl
  • Appetitlosigkeit

Diese Nebenwirkungen treten meist 24 bis 48 Stunden nach der Impfung auf. Sie verschwinden aber genauso schnell wieder. Seltener kann es bei einem Lebend-Impfstoff, der als Nasenspray verabreicht wird, zu einer Verstopfung der Nase kommen. Auch allergische Reaktionen auf die Grippe-Impfung sind nur selten zu beobachten.

Wiese wurde ich krank, obwohl ich eine Impfung habe?

Eine Erkrankung kann trotz Impfung auftreten. Allerdings verläuft diese meist milder, als eine heftige Grippe. Zudem schützt die Grippe-Impfung nur vor den aktuell bekannten Grippeviren. Sind diese bereits erneut mutiert, hilft die Impfung ebenso wenig, wie bei Erregern anderer Erkrankungen, die der Grippe zumindest von den Symptomen her ähneln.

Grippe diagnostizieren

Wenn es um die Frage geht, was man genau hat, ist der Arzt der erste Ansprechpartner. Viele Menschen verwechseln nämlich eine einfache Erkältung mit einer Grippe. Dabei ist es wenig hilfreich, dass auch die Begriffe „Erkältung“, „Grippe“ und „grippaler Infekt“ im Volksmund wie ein einziges Krankheitsbild betrachtet werden. In den allermeisten Fällen ist die selbst diagnostizierte Grippe jedoch nur eine Erkältung. Im Zweifel hilft der Arztbesuch bei der Diagnose weiter.

So stellt der Arzt die Diagnose

Beginnend mit einer körperlichen Untersuchung des Patienten und der Befragung zur Krankengeschichte (Anamnese) erfolgt die Diagnose der Grippe. Für diese Erkrankung spricht ein plötzliches Ausbrechen der Krankheit. Dabei sollten wenigstens zwei der folgenden vier Symptome plötzlich aufgetreten sein, um den Verdacht auf die Grippe zu verstärken:

Plötzlicher Beginn der Erkrankung

  1. Husten
  2. Fieber
  3. Schmerzen

In der Regel ist damit die Diagnose schon gestellt. Noch sicherer wird der Arzt, wenn bekannt ist, dass derzeit ohnehin eine Grippewelle grassiert. Die Behandlung sollte dann unverzüglich eingeleitet werden, um den Krankheitsverlauf möglichst kurz zu halten.

Weitere Untersuchungen nur bedingt nötig

Weitere Untersuchungen werden bei der Diagnose Grippe nur bedingt durchgeführt. So kann die Laboruntersuchung beispielsweise durchgeführt werden, meist aber nur, wenn erste Symptome auftreten, die auf eine schwere Erkrankung hinweisen oder wenn es zu Komplikationen kommt.

Auch bei einem ungewöhnlich langen Krankheitsverlauf kann eine weitere Untersuchung eingeleitet werden. Gleiches gilt für den Verdacht auf Lungenentzündung. In diesen Fällen wird der Brustkorb geröntgt und es wird Blut für eine Laboruntersuchung entnommen.

In sehr seltenen Fällen werden auch Speichelproben entnommen, um die Diagnose zu stellen. Das ist beispielsweise bei einer bevorstehenden Lungenerkrankung der Fall. Ebenso kommen die Bronchoskopie, die Lungenfunktionsprüfung und die Computertomographie nur bedingt zum Einsatz, wenn der Verdacht besteht, dass keine Grippe, sondern eine andere Erkrankung der Atemwege vorliegt.

Video: Grippesymptome – Influenza die echte Grippe

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