Grippearten im Überblick

Die Grippe ist nicht immer gleich verlaufend. Denn es kommt stets auf das Virus an, das die Grippe hervorgerufen hat. Man unterscheidet in Grippearten im Überblick zwischen drei Arten:

  • Influenza Typ A
  • Influenza Typ B
  • Influenza Typ C

Influenza Typ B: Sehr häufig, aber ungefährlich

Influenza Viren des Typs B treten beim Menschen am häufigsten auf. Meist ist es nur ein Grippevirus dieser Art, der jedes Jahr auftritt. Der Virus kann sich kaum verändern, er neigt nicht zu Mutationen und meist sind Behandlungsmöglichkeiten schon vorhanden, so dass die so verursachte Grippe sehr einfach zu behandeln ist.

Influenza Typ A: Extrem gefährlich

Neben dem einzelnen Influenza Typ B Virus wird die Grippesaison auch von meist zwei Influenza Typ A Viren begleitet. Sie treten häufig bei Wildvögeln auf, sind aber zwischen verschiedenen Tierarten, sowie zwischen Mensch und Tier übertragbar. Sobald der Virus beispielsweise von einem Vogel auf den Menschen übertragen wird, verändert sich der Stamm.

Das Virus kann sich sehr schnell verändern, weiter entwickeln und mutieren. Diese Mutationen, sowie die extrem hohe Ansteckungsgefahr beim Influenza Virus Typ A sorgen dafür, dass Massenerkrankungen, ja sogar Pandemien entstehen können. Damit ist dieser Virustyp, der die Grippe verursachen kann, der gefährlichste. Bekannte Beispiele für die Gefahr der Mutationen aus dem Influenza Typ A sind die Schweine- und Vogelgrippe. Diese können häufig sogar tödlich verlaufen.

Influenza Typ C: Selten, aber gefährlich

Nur sehr selten kommen Influenza Viren des Typs C vor. Sie treten bei Hunden und Schweinen, seltener bei Menschen auf. Erwachsene stecken sich fast nie mit diesem Virus an, bei Kindern ist eine Ansteckung schon eher möglich. Eine Epidemie wird mit dem Grippevirus nicht ausgelöst. Allerdings greift es die Atemwege stark an und im Rahmen einer so verursachten Grippe treten vergleichsweise häufig Komplikationen im Krankheitsverlauf auf. Auch dieses Virus mutiert in aller Regel nicht.

Risikogruppen für die Grippe

Grundsätzlich kann jede Person an einer Grippe erkranken. Auch junge, gesunde Menschen, die nicht zu den Risikogruppen gezählt werden, sind potenziell gefährdet. Das Risiko, an der Grippe zu erkranken, steigt zudem an, wenn verschiedene Faktoren das Immunsystem negativ beeinflussen.

Mögliche Ursachen:

  • Fehlernährung,
  • Schlafmangel,
  • Alkoholkonsum / -missbrauch,
  • psychische Probleme,
  • Stress,
  • Rauchen,
  • Umweltbelastungen oder
  • Medikamente

Generell geht man also bei einem geschwächten Immunsystem davon aus, dass das Risiko, an der Grippe zu erkranken, ansteigt.

Weitere Risikogruppen

Ebenfalls wird im Zusammenhang mit der Grippe von ganz konkreten Risikogruppen gesprochen. Welche das sind, soll im Folgenden kurz dargestellt werden:

  1. Senioren der Generation 60+: Ihr Immunsystem ist altersbedingt abgeschwächt.
  2. Personen mit chronischen Erkrankungen: Hier sind vor allem Lungen- und Herzerkrankungen, aber auch Diabetes mellitus zu nennen.
  3. Personen mit Immundefekten: Vorwiegend Patienten, die unter AIDS leiden.
  4. Personen, die viel mit anderen Menschen zu tun haben: z. B. Pendler, Lehrer, Verkäufer usw.
  5. Personen aus der Medizin: z. B. Ärzte, Pfleger, Krankenschwestern, da sie ständig den Viren ihrer Patienten ausgesetzt sind.

Mögliche Therapien bei Grippe

Wenn eine Grippe aufgetreten ist, dann stellt sich die Frage, wie man diese behandeln kann. Viele verschiedene Therapiemöglichkeiten stehen dabei zur Auswahl. Am bekanntesten sind die bewährten Hausmittel. Wadenwickel gegen das Fieber beispielsweise werden auch von vielen Ärzten gutgeheißen. Ebenso wichtig ist es, das Bett zu hüten, da der Körper zu schwach ist, um größere Anstrengungen auszuüben.

Die Bettruhe sollte zudem bis zum vollständigen Ausheilen der Erkrankung bestehen bleiben, damit die Grippe nicht verschleppt wird. Außerdem ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr entscheidend. Denn durch das mit der Grippe einhergehende Fieber leidet man unter starkem Flüssigkeitsverlust.

Hustenlöser bei Grippe

Da die Grippe oft mit einem trockenen Reizhusten, teils auch mit Auswurf, einhergeht, können Hustenlöser Sinn machen. Hier sollte im Zweifel der Arzt befragt werden, welcher Hustenlöser im Einzelfall sinnvoll ist. Die meisten Hustenlöser lösen den festsitzenden Schleim in den Atemwegen, so dass dieser abgehustet werden kann. Dadurch wird zu Beginn vermehrter Husten auftreten, der aber für die Reinigung der Atemwege sorgt.

Mittel gegen Fieber

Ebenfalls verschreibt der Arzt Mittel gegen das Fieber, das mit der Grippe einhergeht. Diese fiebersenkenden Mittel sind gleichfalls nicht geeignet, um die Krankheit zu heilen, sondern lindern sie nur die Symptome, in diesem Fall senken sie eben das Fieber.

Mittel gegen Viren

Zum Einsatz kommen bei einer Grippe auch Mittel gegen Viren. Diese so genannten Virostatika sollten ebenfalls nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Sie können den Verlauf der Erkrankung abschwächen, sowie die Dauer verkürzen. Allerdings bringen Virostatika nur dann etwas, wenn sie binnen 48 Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome eingenommen werden.

Lesen Sie auch: Ist eine Grippeimpfung sinnvoll?

Antibiotika bei Grippe

Seltener verschreibt der Arzt Antibiotika bei einer Grippe. Wie der Name bereits verdeutlicht, sind diese gegen Bakterien hilfreich. Da die Grippe aber von Viren verursacht wird, bringen Antibiotika nicht viel. Diese sind aber immer dann sinnvoll, wenn das geschwächte Immunsystem zusätzlich von Bakterien angegriffen wird, also eine so genannte Sekundärinfektion erfolgt. Dann können Antibiotika verschrieben werden, die die Erkrankung lindern sollen.


Quelle:

  1. Arbeitsgemeinschaft Influenza: Saisonberichte, Saisonberichte ab 1b 1996
  2. WHO: Influenza A virus resistance to oseltamivir and other antiviral medicines. Veröffentlicht am 4. Juni 2009
  3. C. W. Potter: A history of Influenza. In: Journal of Applied Microbiology.
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