Gonorrhoe – Ursachen und Symptome

Gonorrhoe, umgangssprachlich Tripper genannt, ist eine der am häufigsten auftretenden Geschlechtskrankheiten, die durch Gonokokken-Bakterien (Wikipedia.org)  übertragen wird. Hauptsächlich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr gelangt das Bakterium in den Körper und befallen Schleimhäute der Harnwege und Geschlechtsorgane.

Außerhalb des Körpers haben die Gonorrhoe auslösenden Krankheitserreger keine lange Überlebenszeit, weshalb eine Ansteckung durch verunreinigte Gegenstände unwahrscheinlich ist. Weltweit werden die jährlichen Neuinfektionen auf 60 Mio., rund 1% der Weltbevölkerung, geschätzt. In Deutschland wird die Zahl der Gonorrhoe Neuerkrankungen auf 10.000-20.000 pro Jahr geschätzt.

Nicht immer zeigen sich bei Tripper Symptome. Bei Männern kann es bis zu einer Woche nach dem Geschlechtsverkehr zu eitrigem Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen kommen. Eventuell auftretende Sekrettropfen am Morgen werden von Medizinern als Bonjour-Tropfen bezeichnet und kann ein Anzeichen für eine Tripper Infektion sein. In seltenen Fällen zeigen sich auch Beschwerden an Augen, Gelenken oder Haut. Frauen können ebenfalls an Brennen beim Wasserlassen und Scheidenausfluss leiden.

Bei ihnen können die Symptome aber auch erst später und milder auftreten, wodurch Tripper bei Frauen schwerer zu erkennen ist. Wenn Gonorrhoe nicht rechtzeitig behandelt wird, kann es zur Ausbreitung einer Entzündung vom Gebärmutterhals zur Gebärmutter und Eileitern kommen und bei Männern von der Harnröhre bis zu den Nebenhoden und der Prostata. In seltenen Fällen kann Tripper auch Auslöser einer Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung sein.

Für die Diagnose von Gonorrhoe ist eine Sekretprobe von Gebärmutterhals oder Harnröhre nötig um die Gonokokken festzustellen. Bei einem frühzeitigen Beginn mit der Behandlung, kann Tripper ohne weitere Folgen mit der Einnahme von Antibiotika geheilt werden.

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Wegen einer entwickelten Resistenz der Gonokokken Bakterien (Heilpraxisnet.de) greifen Mediziner zur Behandlung meist auf neuere Arzneimittel der dritten Generation zurück. Schwangere werden bereits in der Vorsorgeuntersuchung auf Tripper getestet, da sonst eine Ansteckungsgefahr für das Kind bei der Geburt besteht.

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Ein Kommentar

  1. Zur Heilung von Gonorrhoe wird oft das Antibiotikum Cefixim eingesetzt. Cefixim gehört der Gruppe halbsynthetischer Breitband-Antibiotika an und wird vertrieben als Beta-Lactam-Antibiotikum. Es findet Anwendung bei verschiedenen Bakterien und Erregern, wie beispielsweise bei zahlreichen Streptokokken-Erkrankungen, Salmonellen oder Enterobactern. Cefixim wird bei Infektionen im Bereich der Harnwege, Lungen, Nieren, sowie im Bereich von Hals, Nasen und Ohren verabreicht und wirkt bei Geschlechtskrankheiten mit Viren oder Bakterienbefall und insbesondere bei einem Tripper, der auch als Gonorrhoe bekannt ist, ebenfalls erfolgreich.

    Als aktiver Wirkstoff Cefixim wird dieser je nach Hersteller von verschiedenen Hilfsstoffen unterstützt. Dazu zählen Calciumhydrogenphosphat, Cellose, Magnesiumstearat, Maisstärke, Methylhyddroxypropylcellose, Natriumdodecylsulfat und Paraffinum Perliquidum. Zusätzlich sind diverse Farbstoffe bei einem Cefixim Medikament enthalten.
    Das Breitband Antibiotikum ist ab 100 Milligramm erhältlich und wird in Tablettenform dargereicht.

    Cefixim wirkt Bakterien entgegen, die durch den Wirkstoff abgetötet werden. Dabei wird der Aufbau der Bakterien in den Zellwänden verhindert und sie sterben somit ab. Nicht selten besitzen Bakterien Betalaktamase, welches ein Eiweiß ist und Cephalosporne zerstören. Daraufhin werden die Bakterien unempfindlicher und reagieren oftmals mit einer Resistenz gegenüber herkömmlichen Antibiotika. Cefixim hingegen wird nicht von Betalaktamase zerstört und kann so seine Aufgabe im Körper auch langfristig fortsetzen und beenden. Diese Art von Erregern können dem Antibiotikum nichts anhaben und schränkt es in keinster Art und Weise ein.

    In der Regel ist Cefixim gut verträglich, dennoch kann es zu Neben- und Wechselwirkungen kommen. Insbesondere bei der Einnahme von anderen Antibiotika können Wechselwirkungen auftreten, die schlimmstenfalls zu Erkrankungen der Organe führen können. Bei Symptomen, wie Blut im Stuhl oder kontinuierlich schlimmer werdende Bauchschmerzen ist sofort der Arzt aufzusuchen.
    Nebenwirkungen hingegen können zwar auftreten, klingen aber meist nach dem Absetzen von Cefixim wieder ab. Dabei sind Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bauch- oder Kopfschmerzen, Schwindel und Hautirritationen wie Juckreiz oder Ausschlag möglich. In seltenen Fällen wurden ein Kältegefühl oder Schmerzen in der Brust verspürt, wie auch Blut im Urin festgestellt.

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