Glutamin richtig anwenden

Glutamin, eine Aminosäure die jeder Sportler kennen sollte

Glutamin ist eine Aminosäure. Sie wird von Sportlern sehr gerne genutzt, kann aber auch ein Lebensmittel für einen Diätplan sein.

Jeder der Sport treibt oder eine Diät macht wird folgende Effekte kennen:

  • Heißhunger
  • schmerzende, schwere und müde Muskeln
  • Muskelkater
  • die Muskulatur wächst nicht schnell genug oder wird sogar abgebaut.

All diese Effekte können vermindert und in manchen Fällen sogar vermieden werden, wenn der Körper mit genügend Glutamin versorgt wird. Im Falle des Heißhungers bewirkt die Zufuhr von Glutamin eine Regulierung des Blutzuckerspiegels, wodurch weniger Insulin produziert und somit auch der Hunger gedämpft wird.

Der Effekt des Muskelabbaus wird durch eine mangelnde Energieversorgung der Muskulatur hervorgerufen. Im Zuge dessen baut der Körper erst die Energiereserven ab und greift als nächstes nicht die Fetteinlagerungen an, sondern die eingebauten Proteine. Da die Muskulatur zum größten Teil aus Proteinen besteht ist es daher nicht verwunderlich, dass diese als erstes abgebaut werden. Insofernist es demnach unerlässlich den Organismus mit genügend Aminosäuren oder Proteinen zu versorgen, damit kein Mangel entsteht.

Unter allen Aminosäuren ist dieser Wirkstoff am häufigsten vertreten. Bedingt  durch zwei Atome, die pro Molekül vorkommen bietet sich ein klarer Vorteil: Dieser Wirkstoff hat Einfluss auf den Stoffwechsel und das Muskelgewebe. Und zwar einen positiven Einfluss! Und wussten Sie, dass dieser Wirkstoff als Bote fungiert? Dadurch ist diese Aminosäuren-Substanz ein wichtiger Bote von Stickstoff-Molekülen.
Sobald der Muskel aktiv ist, wird also Glutamin verbraucht. Und dieser aufgebrauchte Speicher muss nun wieder aufgefüllt werden.

Glutamin Wirkung – warum ist dieser Wirkstoff für Sportler wichtig?

Damit der Muskelaufbau gewährleistet werden kann, wird also diese Aminosäure benötigt. Nur besitzt diese Aminosäure einen weiteren Vorteil: Sie ist direkt daran beteiligt den Muskel zu stärken. Und wussten Sie, dass mit diesem Stoff die eigene Muskulatur Steinhart werden kann?

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Wie ist diese Wirkung zu erklären?

Das Funktionsprinzip ist einfach. Diese Aminosäure hat die Fähigkeit in den eigenen Zellen Wasser einzulagern. Dadurch wird bei einer körperlichen Belastung das Zellvolumen vergrößert. Und dieser Effekt kommt natürlich Bodybuildern und Sportlern zugute: So sieht der Körper knackiger, straffer und muskulöser aus.

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1. Abbau von Ammoniak / Entgiftung
Da Glutamin zwei Stickstoffatome besitzt kann es Ermüdungserscheinungen vorbeugen. Bei körperlicher Anstrengung (Bodybuilding, Kraftsport, Fitness, Training) steigt der Ammoniaklevel im Körper. Dabei wird aus den Aminogruppen, der im Muskel vorhandenen Proteine, Ammoniak gebildet. Die bei der Entstehung von Ammoniak frei gewordenen Aminogruppen werden jedoch mit der Glutaminsäure zu Glutamin gebunden und beugen so einer Ermüdung vor.

Das entstandene Glutamin kann daraufhin das Ammoniak zur Leber und Niere transportieren, damit das Ammoniak dort in Harnstoff umgewandelt und abtransportiert werden kann. Hat das Glutamin diese Aufgabe erfüllt wird es in der Leber wieder in Glutaminsäure umgewandelt und steht dem Organismus somit wieder zur Verfügung.

2. Verhindern von Heißhungerattacken während Diäten
Während der Diät mit reduzierten Kohlenhydraten werden die Körpereigenen und durch die Ernährung zugeführten Proteine zur Energiegewinnung verbraucht. Bei diesem Vorgang wird das Glutamin freigesetzt. Daraufhin reguliert es den Blutzuckerspiegel und mindert so die Gefahr einer Heißhungerattacke. In Folge dessen wird es einfacher die Diät ohne größere Probleme durchzuhalten.

3. Verhinderung von Übertraining
Wenn eine Stresssituation vorliegt wird im Körper vermehrt Cortison freigesetzt, welches die Herauslösung des sich in den Muskeln befindlichen Glutamins bewirkt. Dies geschieht im Hinblick darauf, dass das Glutamin ein wichtiger Energielieferant der Zellen des Immunsystems ist. Wird dem Körper in solch einer Situation nicht genügend Glutamin zugeführt folgt ein Mangel an Glutamin und damit eine Schwächung des Immunsystems.

Wird jedoch rechtzeitig Glutamin zur Verfügung gestellt, wird die Herauslösung des sich in den Muskeln befindlichen Glutamins verhindert und somit einem Übertraining entgegengewirkt. Dies hat den positiven Nebeneffekt, dass sich die Regenerationsphase  verkürzt und besonders im Schlaf verbessert.

4. Bessere  Zellhydratation
Um die Proteinsynthese (den Muskelaufbau) zu optimieren ist es besonders wichtig, dass die Muskelzellen genügend Wasser speichern. Besteht ein Wassermangel  so hat dieser einen katabolen Zustand zur Folge, in dem vermehrt Stickstoff ausgeschieden wird (die Stickstoffkonzentration in der Muskelzelle steigt).

Erfolgt aber eine Speicherung von Glutamin in den Muskelzellen hat dies eine Verschiebung des osmotischen Drucks zur Folge. Das bedeutet, dass Wasser zur höheren Konzentration wandert und somit durch die Einlagerung von Wasser  einen Konzentrationsausgleich in den Zellen bewirkt. Ferner steigt durch die Wassereinlagerungen das Muskelvolumen.

5. Bildung lebenswichtiger Proteine

Als Aminosäure ist das Glutamin ein Baustein der Proteine. Die Aminosäuren werden durch Peptidbindungen zu Ketten verknüpft und bilden somit Makromoleküle (Peptide) und somit die Proteine. Je nach Zusammenstellung und Anzahl der in der Kette befindlichen Aminosäuren erfüllen die Proteine die unterschiedlichsten Aufgaben (z.B. Enzyme, Hormonregulierung, Transport, Reizleiter, Muskelaufbau, usw.).

Glutamin für Bodybuilding – der Effekt

Übersetzt bedeutet das folgendes: mit dieser Nahrungsergänzung können Muskeln für die Fitness besser aufgebaut werden. Warum? Da der Körper eigentlich andere Substanzen bildet, die wiederum den Stoffwechsel unterstützen. Das sind vor allem Substanzen, die das Fett im Körper verbrennen, um dieses als Energie bereitzustellen. Und gerade bei sportlichen Aktivitäten fehlt dem Organismus sehr schnell dieses wertvolle Glutamin. Daher muss sich der Körper auch auf diesen Ersatz konzentrieren.

Für die Fitness

Gerade beim Sport sollte dieses Supplement zugeführt werden. Denn das Wasser lagert sich in den Zellen ein. Und dieser Prozess wird von Glutamin verantwortet. Die Folge: es wird kein Protein mehr abgebaut, sondern vor allem Fett. Dadurch wird ein unerwünschter Effekt beim Fitnessprogramm verhindert: es werden nicht mehr die Muskeln abgebaut, sondern das Fett. Voraussetzung ist aber wie gesagt eine grundlegende Versorgung von Glutamin.

Was bewirkt Glutamin bei der Einnahme?

Bei der Einnahme sollten Sie wissen, dass dieser Wirkstoff auch mit BCAA’s hervorragend harmonieren kann. Zudem wird durch die Einnahmen verhindert, dass in der Muskulatur gespeicherte Zucker aufgebraucht wird. Ergänzt durch alle weiteren wesentlichen und wichtigen Nährstoffe kann diese Aminosäure Ihre Wirkung vervielfachen. So bleibt beispielsweise Natrium noch länger in den Muskelzellen. Dadurch kann wiederum Wasser effektiver gespeichert werden, was einen positiven Effekt bewirken kann.

Die Dosierung bei Glutamin

Die Dosierung hängt natürlich immer vom eigenen Körperbau und dem Verwendungszweck ab. Wenn Sie eine einfache Diät machen, benötigen Sie eine spezifische Dosierung. Sind Sie dagegen ein Hardgainer, dann sind Sie auf andere Möglichkeiten angewiesen.

Dosierung für den Muskelaufbau

Es gibt diverse Ausführungen für diese Aminosäure. Anhand einer Bodybuilding-Diät möchten wir Ihnen eine kleine Anleitung mit an die Hand geben:

  • 5-10 g nach dem aufstehen
  • Kurz vor dem Training 10 g
  • Nach dem Training 10 g
  • Bevor sie schlafengehen weitere 5-10 g

Speziell beim Muskelaufbau findet immer eine elektrische Wechselwirkung statt. Und das innerhalb und außerhalb der Zelle. Es handelt es sich um geladene Atome, die außerhalb der Zelle liegen. wobei innerhalb der Zellen anders geladene Atome liegen. Wird nun bei einer sportlichen Betätigung die Spannung zwischen den negativ und positiv geladenen Molekülen höher, so öffnet sich am Rand der Zelle eine Öffnung. Und die Spannung zwischen diesen verschiedenen Molekülen erhöht sich mit Zunahme der körperlichen Aktivität.

Dabei wird  das Molekül außerhalb der Zellen in den Muskel gezogen. Die Muskulatur steht also unter Spannung. Ach ja: Auch bei diesem Vorgang ist Natrium äußerst wichtig. Und die Wechselwirkung von Glutamin und Natrium wurde ja bereits erörtert.

L-Glutamin Nebenwirkungen

Natürlich ist für jeden Verbraucher wichtig, ob Glutamin Nebenwirkungen auslöst. In diesem Zusammenhang kann darauf hingewiesen werden, dass bei einer Überdosierung ein starker Bewegungsdrang und Schlafstörungen eintreten können. Diese Nebenwirkungen verschwinden jedoch wieder, wenn Sie die Dosis verringern.

Desweiteren muss eine Mindestmenge an Glutamin eingenommen werden, da sich ansonsten die Wirkung nicht oder nicht richtig entfalten kann. Ferner können Sie die Dosierung nicht von einem Produkt auf ein anderes übertragen, da diese sich in der Reinheit des Glutamins unterscheiden und somit auch anders wirken.

Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass es beim Erwerb eines Glutaminpräparates nicht unbedingt ratsam ist eine Billigmarke auszuwählen, dieweil diese meist Glutamin geringerer Qualität verwenden.

Ferner ist Personen mit einer Überempfindlichkeit gegen Gluteinsäure von diesen Präparaten abzuraten. Sofern alle Oben genannten Punkte berücksichtigt und eingehalten werden ist nicht mit  Nebenwirkungen zu rechnen. Eine Wechselwirkung mit anderen Mitteln ist nicht bekannt.

Die richtige Dosis macht es

Zu Dosierung hatten wir bereits etwas erwähnt. Nebenwirkungen treten im Regelfall nur dann auf, wenn überdosiert wird. Auch Vitamin C oder Magnesium können bei einer Überdosierung zu Durchfall oder gar Übelkeit führen. Ähnlich verhält es sich auch mit Glutamin. Wenn Sie also nicht die Mengenangaben bei der Einnahme beachten, dann sind Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen möglich. Werden dagegen die Mengenangaben beachtet und der Körper bekommt genug Flüssigkeit, dann ist die Einnahme absolut unbedenklich.

Einnahmeempfehlung – für jung und alt

Sie sollten wissen, dass dieser Wirkstoff  erst mit Betätigung der Muskulatur seine Stärken zeigt. Es wird sehr viel mehr Energie freigesetzt. Menschen können Belastungen besser ertragen oder beim Training länger durchhalten. Gerade bei Ausdauersportlern ist diese Aminosäure gerne gesehen. Auch Kraftsportler können mehr Leistung erbringen.

Auch die ältere Generation profitiert

Das Wort “älter“ setzen wir einfach in Relation und sprechen von “ab dem 30. Lebensjahr“. Wissenschaftlich ist erwiesen, dass ab diesem Alter die körperlichen Fähigkeiten  Muskulatur aufzubauen sinken. Das ist aber nicht weiter  tragisch. Denn es hängt im Endeffekt mit dem Glutaminmangel zusammen. Werden also entsprechende Präparate zugenommen, dann könnten sich die Muskelaufbauleistungen weiterhin stabil halten.

Unser Tipp:

Ist das Training vorbei, dann wird eine große Zufuhr benötigt. Das wäre also der optimale Zeitpunkt. Natürlich klingt das paradox, da dieses Produkt während des Sportes eigentlich seine Wirkung entfalten soll. Doch wäre es effektiver, den aufgebrauchten Speicher dann aufzufüllen, wenn er leer ist.

Nämlich nach dem Training. Dadurch ist bei der nächsten Trainingssession automatisch mehr Glutamin vorhanden. Zudem wird der Aufbau von Muskeln und Proteinen gefördert. Und wie Sie wissen, wächst die Muskulatur nicht während dem Training, sondern während der Ruhephase. Also nach dem Training.

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Ein Kommentar

  1. Wenn man sich den eigenen Fitness Ernährungsplan zusammenstellt und die einzelnen Komponenten zusammenstellen will, dann wartet viel Arbeit. Bei den Profis kommen da Produkte wie L-Glutamin mit auf den Plan, von denen man noch nie gehört hat. Doch wenn der Trainer den Plan erstellt, dann hat man auch kaum Möglichkeiten, sich einmal gehen zu lassen. Dieses Training ist natürlich, wie sollte es anders sein, körperlich hart und anstrengend. Und auch wenn die meisten glauben, dass diese strikten Ernährungspläne reine Willkür sind, so beruhen die doch auf einer Erfahrung, die den meisten jungen Sportlern fehlt. Ausnahmen gibt es selten, doch es gibt sie, auch in einem Fitness Ernährungsplan. Fit zu sein heißt aber heute nicht nur, körperlich auf der Höhe zu sein. Es heißt auch, sich im Bereich Fitness auszukennen, L-Glutamin und andere Ergänzungsmittel in ihrer Wirkung verstehen zu können und auch, aus alten Trainingsmethoden neue Impulse herauszufiltern, um dem Training auch einmal neuen Schwung zu geben. Wenn man einen hohen Anspruch an sich hat, dann wird auch der Fitness Ernährungsplan nicht gerade vor süßen Versuchungen überquellen. Dennoch sollte man nicht glauben, dass man es nicht schaffen kann, mit einem solchen Plan erfolgreich zu sein. Allen Versuchungen zu widerstehen heißt auch, die eigenen Kräfte zu bündeln. Doch neben der eigenen körperlichen Kraft kommt es eben auch darauf an, dass man viel über Fitness weiß, ebenso über Motivation, über Ernährung und im speziellen über Ergänzungsmittel um L-Glutamin. Gut gerüstet sein ist schon die halbe Miete für den Erfolg. Und vielleicht warten nach dem Training auch mal Belohnungen auf einen.

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