Einsatz mittel- und hochkalorischer Trinknahrung

Trinknahrung ist eine kalorienreiche Nahrung, die in flüssiger Form aufgenommen werden kann. Ihr Einsatz erfolgt in der Medizin bei nicht ausreichender oder völlig fehlender Möglichkeit zur Einnahme fester Speisen. Je nach Bedarf des einzelnen Patienten werden der Flüssignahrung bestimmte Nahrungsbestandteile, wie z.B. Eiweiße in einer speziellen Dosierung hinzugefügt.

Wann wird mittel- und hochkalorische Flüssignahrung eingesetzt?

Sind Patienten z.B. wegen einer Krebs- oder HIV-Erkrankung stark abgemagert, kann hochkalorische Trinknahrung gegeben werden. Auch erhalten Patienten vor und nach bestimmten Operationen flüssige Nahrung.

Ebenso wird in der Betreuung älterer Menschen zuweilen Trinknahrung eingesetzt. Speziell bei Kranken mit Kau- oder Schluckstörungen bietet sich die Gabe von Flüssignahrung an. Bei bestimmten Stoffwechselerkrankungen erfolgt der Einsatz flüssiger Nahrung auch bei gesteigertem Energiebedarf des Patienten.

Die Zusammensetzung der Nahrung muss stets auf mögliche Intoleranzen des Patienten abgestimmt sein, um allergische Reaktionen zu vermeiden. Ferner setzt die Gabe von Trinknahrung voraus, dass das Krankheitsbild des Patienten eine Nahrungszuführung durch den Mund zulässt.

Wie muss die Trinknahrung bei bestimmten Krankheiten zusammengesetzt sein?

Bestimmte Krankheiten erfordern spezielle Dosierungen von Elektrolyten, Kohlenhydraten sowie von Amino- oder Fettsäuren.

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So wurde bei chronisch obstruktiv Lungenerkrankten eine Verstärkung der Atembeschwerden nach Verabreichung fettreicher Speisen festgestellt. Daher erfolgt bei solchen Patienten eine fettarme, aber kohlenhydrathaltige Zusammensetzung der Nahrung.

Bei Erkrankung an Morbus Crohn wird auf die Ballaststofffreiheit der Flüssignahrung geachtet. Liegt Nierenversagen vor, werden möglichst wenig Eiweiße und Elektrolyte verabreicht.

Trinknahrung allein genügt den Anforderungen an eine ausgewogene Ernährung nicht. Sicherzustellen ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme durch den Patienten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt je Kilogramm Körpergewicht die tägliche Aufnahme von 25 bis 35 Millilitern Flüssigkeit.

Bei der Zubereitung der Flüssignahrung sollte darauf geachtet werden, dass ihre Konsistenz das Trinken mit einem Strohhalm ermöglicht. Zudem schmeckt sie bei leichter Kühlung besser. Die flüssige Nahrung sollte aber nicht unter 15° Celsius gelagert werden, um eine für das Trinken optimale Viskosität zu gewährleisten.

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