Das Streben nach Schönheit

Schönheitsoperationen inzwischen für jeden eine Option?

Schönheit ist ein Ideal, nach dem unzählige Menschen streben. Doch der perfekte Körper verändert sich im Laufe der Zeit: Im 18. Jahrhundert waren korpulente, üppige Körperformen das wünschenswerte Ideal. Heute sollen Damen wie Herren schlank sein, die Herren eher muskulös, die Damen mit Rundungen an den „richtigen“ Stellen. Immer mehr Menschen streben Schönheitsoperationen an, selbst wenn sie medizinisch nicht indiziert sind. Welche Kosten kommen auf Patienten zu und mit welchen Risiken müssen sie rechnen?

Der Klassiker: Die Brust-OP

Nicht wenige Frauen leiden unter ihren Brüsten. Manche finden sie zu klein, andere zu groß. Je nachdem kommt entweder eine Brustverkleinerung oder eine Brustvergrößerung infrage, um das Schönheitsideal zu erreichen. Auch eine Bruststraffung kann stattfinden, wenn die Brüste hängen, etwa aufgrund vorangegangener Schwangerschaften. Jede dieser Operationen ist aufgrund einer medizinischen Indikation möglich oder eben, weil ästhetische Gründe vorliegen.

Bei einer Brustvergrößerung werden Implantate in die Brüste eingesetzt, die die Brust optisch aufpolstern. Die Implantate bieten dabei eine größtmögliche Sicherheit für die Patientinnen und wirken nicht wie ein Fremdkörper in der Brust. Professionelle Kliniken achten auf qualitativ gute Ergebnisse, damit sich die Frau nach der Operation weiblich und selbstbewusst fühlt. In München können Patientinnen sich beispielsweise von Dr. Ludger Meyer von Villa Bella beraten lassen, der als plastischer Chirurg jahrelange Erfahrung mit Schönheitsoperationen hat – Interessierte finden weitere Informationen bei villa-bella.org.

Grundsätzlich müssen Patientinnen mit einer Übernachtung in einer Klinik rechnen und danach mit etwa einer Woche, in der sie krankgeschrieben sind. Danach können sie in aller Regel wieder arbeiten gehen. Die Kosten für eine Brustvergrößerung liegen in Deutschland bei etwa 5.000 bis 10.000 Euro. Unterschiedliche Faktoren beeinflussen hier den Preis:

  • Qualität des Implantats
  • Arztkosten
  • Dauer des Krankenhausaufenthalts
  • Vor- und Nachsorge

Um eine größtmögliche Sicherheit zu haben, ist zu empfehlen, nicht an der Qualität des Implantats zu sparen. Zu den weiteren Risiken des Eingriffs gehören leichte Blutungen beziehungsweise Nachblutungen. Auch kleinere, örtlich begrenzte Blutergüsse sowie Schwellungen, die sich nach wenigen Tagen zurückbilden, sind möglich. In Ausnahmefällen kann es zu Wundheilungsstörungen oder Infektionen kommen, die beim Hausarzt abzuklären sind. Auch die Narbe kann sich geschwülstig verändern, sofern hier eine entsprechende Veranlagung besteht. Erfolgt der Eingriff unter Vollnarkose, kommen die üblichen Risiken einer Anästhesie hinzu. Dies bedeutet, dass eine Brust-OP keine größeren Risiken birgt als beispielsweise die Entfernung des Blinddarms.

Ein wacher Blick gehört zu einem guten ersten Eindruck dazu. Doch mit einem Schlupflid ist dieser nicht so leicht zu erreichen. Deshalb entscheiden sich immer mehr Menschen zu einer Schönheits-OP an den Augen.
Ein wacher Blick gehört zu einem guten ersten Eindruck dazu. Doch mit einem Schlupflid ist dieser nicht so leicht zu erreichen. Deshalb entscheiden sich immer mehr Menschen zu einer Schönheits-OP an den Augen.

Botox und Co.: Operationen im Gesicht

Auch das Gesicht gilt für viele Menschen als wichtigste Visitenkarte. Eine gerade Nase, ein strahlend weißes Lächeln sowie ein freundlicher, offener Blick sind deshalb für viele absolut unentbehrlich. Zu den klassischen Schönheitsoperationen im Gesicht gehören folgende, die unterschiedliche Kosten mitbringen:

Nasenkorrektur (Rhinoplastik)Ab 3.900 Euro
Ohrenkorrektur (Ohren anlegen)Ab 3.000 Euro
Kinnkorrektur (Doppelkinn korrigieren)Ab 2.000 Euro
EigenfettunterspritzungAb 2.000 Euro
BotoxAb 500 Euro
FaltenunterspritzungAb 500 Euro

Die Preise variieren auch hier je nach Aufwand, Arzt und gegebenenfalls Implantat. Im Vergleich zu Brustoperationen sind viele der Operationen im Bereich des Gesichts medizinisch indiziert. So können Nasenkorrekturen dazu führen, dass die Patienten wieder besser Luft bekommen oder nachts endlich weniger schnarchen. Generell sind Schönheitsoperationen im Gesicht günstiger als zum Beispiel eine Brustvergrößerung. Das liegt vor allem daran, dass der Krankenhausaufenthalt entfällt, da die meisten dieser Eingriffe ambulant stattfinden. Auch verwenden Ärzte weniger teure Implantate.

Natürlich bergen auch die oben aufgeführten (und weiteren) Schönheits-OPs Risiken. Zu diesen möglichen Komplikationen zählen Blutungen, Hautverfärbungen durch Blutergüsse, lokale Schwellungen sowie die bereits benannten Narbenveränderungen. Darüber hinaus kann es zur Verletzung von Gefäßen kommen und zu einem Taubheitsgefühl in den behandelten Stellen. Alle Nebenwirkungen klingen jedoch spätestens nach einigen Wochen ab, sodass die Patienten das Ergebnis danach vollkommen genießen können.

Besondere Vorsicht ist bei Operationen an den Augen, wie zum Beispiel einer Augenlidstraffung, geboten. Hier ist es möglich, dass die Augen eine Weile nicht komplett geschlossen werden können. Auch eine Verletzung der empfindlichen Augen ist nicht auszuschließen. Eine engmaschige augenärztliche Kontrolle ist bei einer Augen-OP daher unabdingbar.

Die besonderen Operationen

Neben den bereits vorgestellten „klassischen“ Schönheits-OPs gibt es auch einige, die noch nicht ganz so häufig Anwendung finden. Dazu gehören Veränderungen an den Beinen und am Hintern. Nicht wenige Frauen möchten einen runden, straffen Po haben. Eine Straffung des Hinterteils ist hier eine Option, die mit mindestens 3.500 Euro zu Buche schlägt. Auch eine Vergrößerung des Gesäßes ist möglich. Sie kostet zwischen 4.000 und 8.000 Euro. Diese Eingriffe dienen in den allermeisten Fällen ausschließlich der Ästhetik und sind nicht medizinisch indiziert. Auch die Beine lassen sich straffen oder von Fett befreien. Eine Fettabsaugung am Bein kostet rund 3.000 Euro, eine Straffung der Oberschenkel 4.000 Euro.

Wer zu einer übermäßigen Schweißproduktion neigt, kann dagegen mit Botox angehen und sich so zum Beispiel seiner Schweißfüße entledigen. Hierbei handelt es sich um eine ambulante OP, die etwa 600 Euro kostet.

Komplikationen entgehen – Tipps und Tricks

Alle Eingriffe und Operationen sind mit gewissen Risiken verbunden, auf die bereits näher eingegangen wurde. Doch im allerbesten Fall kommt es unter der Operation nicht zu derartigen Komplikationen. Um diese abzumildern oder diese völlig zu umgehen, beherzigen Patienten und Patientinnen folgende Tipps:

  1. Der richtige Arzt ist bei jedem Eingriff das A und O. Ein guter Arzt klärt seine Patienten über alle Risiken auf und legt größten Wert auf Sicherheit. Er arbeitet mit hochwertigen Materialien und Werkzeugen und kümmert sich auch um die Nachsorge.
  2. Nicht sparen bei Implantaten. Gerade bei Brustvergrößerungen ist es wichtig, nicht an der Qualität der Implantate zu sparen. Ungenügende Silikonkissen können platzen und somit ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen.
  3. Kühlen, pflegen, ausruhen. Jede Operation bedeutet eine Anstrengung für den Körper. Deshalb gilt es, sich nach dem Eingriff auszuruhen sowie die betroffene Körperstelle zu kühlen und zu pflegen. Der behandelnde Arzt kann hier entsprechende Tipps geben.

Zur Nachsorge gehen. Auch nach dem Eingriff ist es wichtig, die operierte Stelle für eine gewisse Zeit zu kontrollieren. Dies kann auch der Hausarzt durchführen, es ist in jedem Fall unabdingbar, um mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen.

Das Streben nach Schönheit
5 (100%) 11 votes

Autor: Robert Milan

Der Autor ist seit dem Jahr 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to top button