Dampfen mit einem Vaporizer

Rauchen wird immer mehr zu einem Auslaufmodell. Massive Antiraucherkampagnen, staatliche Restriktionen und ein allgemeiner Bewusstseinswandel haben dazu geführt, dass den Rauchern der Nachwuchs ausgeht. Befragungen zeigen hier ein mehr oder weniger einheitliches Bild. In Deutschland ging seit dem Millennium der Anteil jugendlicher Raucher von 28 % auf 6,5 % zurück. Nicht zuletzt deshalb ist mit der Methode des Verdampfens eine alternative Art des Konsums von Kräutern entstanden, bei der die gesundheitlichen Risiken deutlich geringer sind.

Was ist ein Vaporizer?

Ein Vaporizer ist ein Verdampfer. Die Kräuter werden auf ein Level unterhalb des Brennpunktes erhitzt, sodass es nicht zur Verbrennung, sondern nur zur Karbonisierung kommt und viele Toxine nicht ausgestoßen werden. Die Verdampfung der Kräuter findet in einer Heizkammer statt und erfolgt durch Konduktion oder Konvektion.

Welche Vorteile hat ein Vaporizer?

Durch die Verdampfung können viel mehr Substanzen verwertet werden als bei der Verbrennung. So steigt der Effizienzgrad beim Vapen im Vergleich zum Rauchen von 16 bis 19 % auf 92 % an. Auch die geschmacklichen Verbesserungen sind enorm, denn einerseits fehlen die störenden Einflüsse durch die Verbrennung, während andererseits der Gehalt der Aromastoffe ausgeprägter ist.

Überhaupt besitzen Nutzer beim Vapen einen deutlich größeren Spielraum für eine Mischung nach eigenen Vorlieben. Beim Vapen werden viel weniger Giftstoffe freigesetzt als beim Rauchen und es kann auf Tabak verzichtet werden, sodass Nutzer nicht mit seinen etwa 4.800 Toxinen und ca. 90 Karzinogene in Berührung kommen. Durch den viel geringeren Qualm lässt sich in der Öffentlichkeit dezenter vapen als rauchen und auch die Umgebung wird weniger durch den Geruch und Schadstoffe belästigt.

So funktioniert ein Vaporizer

Bester Vaporizer im Test wurde das Modell: „Boundless CFX“. Er enthält wie andere Modelle auch eine Hitzequelle, eine Heizkammer, eine Kräuterkammer und ein Mundstück. Die Kräuter kommen getrocknet und gegebenenfalls zerkleinert in die Heizkammer. Nutzer verfügen in der Regel über die Möglichkeit der Hitzeregulation. Der Grund dafür besteht darin, dass jedes Kraut seinen eigenen optimalen Erwärmungspunkt besitzt. Blauer Lotus lässt sich etwa bei 125 °C am besten genießen, Thymian bei 150 °C und medizinisches Cannabis bei 250 °C. Manche Vaporizer besitzen noch einen Filter. Die Aromastoffe werden bei Benutzung durch das Mundstück, einen Silikonschlauch oder Ballon eingeatmet.

Verschiedene Arten von Vaporizern

Vaporizer haben in den letzten Jahren erheblich an Popularität gewonnen, so konnten sich schnell verschiedene Modelle für unterschiedliche Anwendungen auf dem Markt etablieren. Im Umkehrschluss verfügen Konsumenten dadurch über ein breites Reservoir an Auswahlmöglichkeiten abgestimmt nach eigenen Vorlieben.

Konduktionsverdampfer vs. Konvektionsverdampfer

Konduktionsverdampfer lassen sich am besten mit einem Ofen vergleichen und Konvektionsverdampfer mit einem Föhn. Beim Konduktionsverdampfer wird die Heizkammer erhitzt, während es bei Konvektionsverdampfern vorbeiströmende heiße Luft ist, welche die Aromastoffe löst, die der Nutzer schließlich einatmet. Konvektionsverdampfer gelten aufgrund des schonenderen Verfahrens als hochwertiger.

Bei Konduktionsvapes besteht immer der Nachteil, dass ungünstig liegende Stoffe in der Heizkammer nicht optimal verwertet werden können, weil sie sich nicht richtig erhitzen.

Mobile Verdampfer vs. Tischverdampfer

Raucher möchten auch unterwegs rauchen, das ist selbstverständlich. Auch das Verdampfen ist natürlich prinzipiell überall möglich. Die mobilen Verdampfer sind für den schnellen Zug für unterwegs gedacht und auf Handlichkeit ausgerichtet. Typisch sind ihr geringes Gewicht und ihre überschaubare Größe. Die Funktionalität ist hingegen abgespeckt.

Tischverdampfer sind auf gepflegte Sessions im vertrauten Kreis ausgelegt. Luxus ist Trumpf und Benutzer verfügen über breit gefächerte Einstellungsmöglichkeiten hinsichtlich Temperatur und Füllmenge sowie eine Menge an Extras wie Mundstücke, Ballons und Erweiterungen für Shishas. Ein digitales Display ist deshalb nur bei den üppig gestalteten Tischverdampfern zu finden und sie können sich zum Teil mit dem Strom verbinden, um mehr Dampf zu generieren.

Manuelle Vaporizer vs. elektrische Vaporizer

Meistens werden Vaporizer über elektrischen Strom betrieben, sodass sie entweder mit Stecker oder Akku versehen sind. Manche Vaporizer lassen sich allerdings auch mit Feuer oder Gas anzünden. Anders als bei normalen Zigaretten kommt es bei manuellen Vapes aber nicht zu einem direkten Kontakt der Kräuter mit der Wärmequelle.

Was kann man alles verdampfen?

Wir haben bislang in diesem Artikel nur von Kräutern gesprochen, die typischerweise verdampft werden. Sie sind dennoch nicht die einzigen Produkte, die mit dem Verdampfer konsumiert werden können.

Kräuter

Kräuter, die sich für den Vaporizer eignen, gibt es viele. Sie bieten jeweils eigene Wirkungen auf Körper und Geist sowie andere Geschmacksrichtungen. Jedes Kraut hat seinen eigenen Erwärmungspunkt.

Harz

Harz wird der süße, klebrige Saft auf den Blättern der Hanfpflanze genannt. Er enthält viele Nährstoffe und entfaltet ein intensives, durchdringendes Aroma.

Konzentrate

Konzentrate sind reine Produkte wie zum Beispiel CBD. Durch den ausschließlichen Konsum des gewünschten Substrats kommt dessen Wirkung besser zur Geltung. Der Nachteil besteht in dem Verzicht auf den Entourage-Effekt, also dem Zusammenspiel verschiedener Wirkstoffe.

E-Liquids

E-Liquids sind Lösungen speziell für die E-Zigarette, die in flüssiger Form vorliegen. Sie werden meist in Kartuschen verkauft und sind offen für eine Anreicherung mit Zusätzen.

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